-
- Reffke, 21.01.2026, 12:31
Ich zitiere X:
DER GLOBALISMUS IST GERADE IN DAVOS GESTORBENHoward Lutnick betrat gerade die Höhle des Löwen — und sagte dem Weltwirtschaftsforum genau das, was sie nicht hören wollten.
“Der Globalismus ist gescheitert.”
Nicht leise.
Nicht verblümt.Laut — auf ihrer Bühne.
Er zerlegte die gesamte WEF-Doktrin in wenigen Minuten:
* Offshoring höhlte den Westen aus
* Billige Arbeitskräfte zerstörten Innovationen
* Netto-Null hat Europa von China abhängig gemacht
* Souveränität beginnt mit Grenzen
Nationen müssen ihre Industrie, Energie und Medizin kontrollierenDann kam die Linie, die den Raum erschütterte:
“Warum sollte Europa einer Netto-Null zustimmen,
wenn sie nicht einmal eine Batterie herstellen?”Das ist die Wahrheit, die Globalisten nicht beantworten können.
Grüne Agenden ohne Industrie.
Klimaversprechen ohne Souveränität.
Moralische Haltung beim Auslagern der Macht nach Peking.
Amerika zuerst ist keine Isolation.
Es ist Unabhängigkeit.
Und Lutnick machte es kristallklar:
Das alte Modell ist fertig.
Das globalistische Experiment ist gescheitert.
Und die Zukunft gehört Nationen, die ihre Menschen an die erste Stelle setzen.Davos hat gerade den Nachruf gehört - live.
https://x.com/JimFergusonUK/status/2013915195584782695Hier vollständig im Zusammenhang der Diskussion:
US Secretary of Commerce Howard Lutnick speaks at the World Economic Forum
https://www.youtube.com/watch?v=eO98KgWbXFwLG Reffke
-
- joep, 21.01.2026, 12:24
… ist Tochter von Ministerpräsident Ernst Albrecht. Ohne diesen Umstand und die Quotenpolitik von Merkel wäre sie vollkommen bedeutungslos.
-
- helmut-1, 21.01.2026, 12:23
Ich hab geschrieben:
Da ich mich immer noch strikt weigere, mir ein Streicheltelefon zuzulegen und immer noch mein Nokia 1000 habe, klappt das bei mir nicht.
Jetzt muss man wissen, dass ich mein ganzes Leben gearbeitet habe, auch manuell. Ich habe Betonhände und Wurschtfinger. Wenn ich das Streicheltelefon meiner Frau benütze, dann geht das immer in die Hose. Da drücke ich immer auf drei Tasten gleichzeitig, ohne es zu wollen.
Dazu bin ich auch in beruflicher Hinsicht ein rückständiger Typ. Ich mache auch heute noch Ausführungsplanungen, auf meinem Zeichentisch, mit Rapitographen oder (neuerdings) Filzer, und lasse die Produkte dann kopieren. Egal, in welcher Größe. Ich habe es abgelehnt, mich mit CAD auseinanderzusetzen, obwohl ich auch das Gefühl habe, dass das so manches vereinfachen würde. Ich bleibe bei meiner Art der Planung, die ich noch in den 70er Jahren gelernt habe, und das hat den Vorteil, dass meine Pläne hinsichtlich der Ausführung auch stimmig sind.
-
- helmut-1, 21.01.2026, 12:14
Die Dinge, z.B. mit der Plandemie, sowie mit den Truckern, die fanden 2022 statt, und da war Trudeau am Ruder. Politisch ist Carney erst seit 2025 auf der Bühne erschienen, vorher war er ein Bankmensch. Für mich ist es also ein Unterschied, ob man von Kanada generell oder von einzelnen politischen Führern dieses Landes spricht.
Ich werfe ja auch nicht Deutschland und Hitler in einen Topf. -
- Reffke, 21.01.2026, 12:14
L.S.,
Video hat ein paar Minuten Vorlauf, es startet mit dem Eintreffen der Redner.
Carney beginnt kurz auf Französisch, das simultan übersetzt wird.
Die Rede samt Talk sind auf Englisch!Special Address by Mark Carney, Prime Minister of Canada
https://www.youtube.com/live/miM4ur5WH3Y?si=4XS0VFt5rZAswV_t&t=450LG Reffke
-
- helmut-1, 21.01.2026, 12:11
die ich nicht unterschreibe. Sind noch ein par andere. Aber mir gehts um die Vision, wie sich die Mittelstaaten verhalten sollten. Die finde ich bemerkenswert.
-
- Martin, 21.01.2026, 11:25
Es sind zwar schöne Worte, und im Zeichen der geopolitischen Machtkonzentrationen einen starken autonomeren Block mit den Europäern bilden zu wollen ist einen Versuch wert. Nur gibt es ein paar Punkte, die sich in die Falsche Richtung bewegen:
- UNO, speziell WHO und IPCC stärken zu wollen, sehe ich als Bedrohung.
- Bekenntnis zur Nachhaltigkeit heißt ein "weiter so" der unheilvollen Energiewende. Kanada hat mit seinen Ölsänden große energiehaltige Ressourcen, wenn die nachhaltige Politik aber Alberta massiv benachteiligt, wird die schöne Rede bald mit der Realität einer Volksabstimmung konfrontiert.
- Unterstützung der Ukraine bis zur Niederlage? In Kanada sitzen die ganzen Ukronazis mit viel zu viel Einfluss.
- Und wenn die Grönländer sich für die USA entscheiden, was will Kanada dann tun?Und man darf nicht vergessen, dass die kanadische Regierung die erste war, die einigen Bürgern die Bankkonten gesperrt hat. Kanada könnte als Zeichen der Bürgernähe mit den Europäern ja den Schutz vor Kontensperrungen gesetzlich durchsetzen.
-
- Joe68, 21.01.2026, 10:56
Ich erinnere an die Kontosperrung von Spendern, die den demonstrierenden Truckern Geld überwiesen hatten ( es kann siche jeder ausrechnen, was so ein Schritt bedeutet, kein Einkaufen lebenswichtiger Güter,...nr weil die Regierung die Unterstützung der Trucker als Terrorismus bezeichnet hatten).
Plus die Ausgrenzung der Ungeimpften, obwohl echte Daten dagegen sprachen, aber die damalige Führung, entweder mangels Wissen, oder schlimmer, aus Kalkül, die Zwangsimpfung vorangetrieben haben.Das gefährliche an JEDER politischen Ordnung ist ihre Skrupelosigkeit, wenn sie sich auf Seiten des 'Guten' wähnt. Da darf dann auch geschossen werden, um die Gesellschaft un die herrschenden Ordnung zu 'schützen'.
Dann kommt die brutale Seite des Staates zum Vorschein, egal ob Demokratie oder Diktatur. -
- MI, 21.01.2026, 09:57
.
-
- BerndBorchert, 21.01.2026, 08:51
bei einem plötzlichen natürlichen Herzinfarkttod von Trump bzw. Putin? Würde sich im jeweiligen Land viel ändern?
In dem Alter sind Trump und Putin ja schon. Übrigens auch in dem Alter, in dem bei vielen Demenz anfängt. Was passiert dann? würden Trump und Putin es jeweils einsehen, oder weitermachen wie Biden? (der war schon so dement, dass er kognitiv gar nicht mehr in der Lage war, es einzusehen ...)
Bernd Borchert
-
- helmut-1, 21.01.2026, 08:41
Das bin ich immer dann, wenn ich mit Äpfeln argumentiere und man mir mit Birnen darauf antwortet.
Wenn mir jemand schreibt: ....ohne den Beweis des Gegenteils zu erbringen. wäre das glaubhafter, wenn man dann Beispiele als Beweis für die nachstehende Aussage anführen würde. So aber ist diese Aussage reine Polemik, die man lediglich als Bauchmeinung (passend zur Regierungsmeinung) bezeichnen kann:
Du willst ANDERE Netzteilnehmer zwingen, ohne Filter potentiell schädlichen Netzverkehr aus sämtlichen dunklen Ecken des Internetzes anzunehmen.
Yandex hat einen relativ hohen Anteil an "komischen" Kunden, bist halt dort in schlechter Nachbarschaft.Ums nochmal klarzustellen:
Die SVS nimmt keine Mails von meiner yandex-Adresse an, sondern nur von gmail. Dabei bekomme ich auch die Rückmeldung für den Eingang auf mein Mail. Du sprichst von der Pensionsversicherung, bei mir gehts um die Krankenversicherung, da gehen die Uhren etwas anders. Die SVS hat ja auch veröffentlicht:
https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.888139
Dabei geht es um Tricks, die bei diesem Klub verwendet werden. Beispiel: Sie fordern laufende Krankmeldungen im 14-tägigen Rhythmus. Sonst stoppen sie die Zahlungen an den Erkrankten. Schickt man das als Kopie und Anhang, dann kommt keine Reaktion, lediglich die Rückmeldung, dass man das Mail erhalten hätte. Wenn die Zahlung ausbleibt, dann behauptet man bei der SVS, dass man keine Krankmeldung erhalten hätte. Erst später bin ich draufgekommen, dass sie nur Anhänge in PDF-Format annehmen. Das ist nur einer von den Tricks, - ich könnte da mehreres anführen.
Früher konnte ich auch Fax an die SVS schicken, das haben sie (angeblich wg. des Gesetzes) eingestellt:
https://www.svs.at/cdscontent/?contentid=10007.900741&portal=svsportal
Natürlich hast Du recht, dass man über andere Wege mit neuen Techniken mit denen kommunizieren kann. Das Problem ist, z.B. bei ID Austria, dass man dafür eine App einrichten muss, übers Handy. Da ich mich immer noch strikt weigere, mir ein Streicheltelefon zuzulegen und immer noch mein Nokia 1000 habe,klappt das bei mir nicht.
Ich habe einen PC und habe Mailadressen, über die ich kommuniziere. O.k., mit gmail klappt das ja auch.
Aber ich wehre mich dagegen, dass man mir vorschreiben will, mit welcher Emailadresse ich mit diesen Leuten kommunizieren "darf" und mit welcher nicht. Bei der SVS war das bislang eine Ausnahme, und nun hat das auch der Netzanbieter eingeführt, obwohl ich mit dem noch vor zwei Jahren über yandex kommuniziert habe.
Deshalb meine Feststellung, dass es in der österr. Verfassung keinen Passus gibt, der die freie Wahl des Kommunikationsmittels garantiert. Warum ist das für mich so wichtig:
Die Technologie ändert sich und nimmt andere Formen an. Das bedeutet, dass eine Zeit kommen wird, wo man regelrecht gezwungen wird, sich ein Smartphone zuzulegen, ohne dem man dann gar nicht mehr kommunizieren kann. Was natürlich den Vorteil für diejenigen hat, die uns kontrollieren wollen, dass ihnen dadurch wesentlich mehr Möglichkeiten geboten werden. Genauso wie bei der bargeldlosen Zahlung, etc. etc.
Gegen die zunehmende Einschränkung der persönlichen Freiheit wehre ich mich, das war mein Ansatz. Mir vorzuschreiben, welche Mailadresse ich gefälligst zu verwenden habe, ist für mich eine Einschränkung der Freiheit. Das Prekäre war dabei für mich, dass es auch nicht in der Verfassung verankert ist.
Ich weiß nicht, wie es in anderen Ländern ist, aber z.B. hier in Rumänien kann man bei verschiedenen Fachärzten nur mehr über online einen Termin vereinbaren, nicht mehr telefonisch oder persönlich. Die Postfiliale in unserer Stadt schließt in absehbarer Zeit, weil das Briefaufkommen zu gering ist. Dann gibts nur mehr private Kurierdienste. Bin gespannt, wie das dann geht, wenn die SVS mir ihre Schreiben per Post zukommen lassen will, wie seit eh und je.
Es wird immer schlimmer.
-
- DT, 21.01.2026, 08:35
Ich habe aber nicht nach einer Bewertung irgendwelcher "Gewaltphantasien" gefragt, sondern nach einem objektiven Gedankenexperiment, man muß als Investor alle Möglichkeiten einmal im Kopf durchspielen.
Was würde eine solche Tat auslösen, global, lokal, in der Wirtschaft, an der Börse.
DT
PS: Es muß ja wohl möglich sein, in einem Diskussionsforum über Börse, Politik etc. alle möglichen Gedanken neutral zu diskutieren, ohne daß man für die Äußerung eines einfachen Gedankens und einer Möglichkeit gleich gedisst wird. Wir sollten in unserem Forum hier drüber stehen über die Foren wie die Leserbriefe bei der ZEIT, taz etc. und das gleiche nicht in die andere Richtung betreiben. Ich habe nicht zu dieser Tat aufgerufen.
-
- BerndBorchert, 21.01.2026, 08:21
Sie wollten abwechselnd Putin und/oder Trump von Attentätern erschießen lassen, um der Welt Frieden zu bescheren und auch auch andere Probleme der Welt zu lösen.
Besonders enttäuschend war, dass diese Leute gar nicht die ehemaligen Schul-Linken aus den 80ern waren, sondern die eher bürgerlichen Klassenkameraden, die auch ein bürgerliches Leben mit Beruf und Familie im Zentrum führen: Polizist, Arzt, Ingenieur, etc.
Ich kann da nur den Kopf schütteln. Vielleicht sind sie im September ein bisschen wachgerüttelt worden als der rechtskonservative Aktivist in den USA (Name vergessen) von einem Weltverbesserungs-Typen erschossen wurde.
Bernd Borchert
-
Die Rede des kanadischen Premiers in Davos beim IWF: - helmut-1, 21.01.2026, 08:04
In Davos, Schweiz, hielt der kanadische Premierminister Mark Carney eine Rede, die meiner Meinung nach in zukünftigen Geschichtsbüchern als eine Rede von epochaler Bedeutung verzeichnet werden wird. Sie ist tiefgründig, treffend und für eine andere „Mittelmächte“ wie z.B. Australien von großer Relevanz.
Natürlich unterschreibe ich nicht jeden Satz davon, aber ich vergleiche den Inhalt mit Aussagen von deutschsprachigen Kanzlern, wie z.B. Deutschland oder Österreich. Da merkt man dann schnell, welche Hinterwäldler da eine Führungsrolle für sich beanspruchen.
Hier ist der vollständige Text dieser Rede. Ich empfehle dringend, ihn vollständig zu lesen, und habe ihn gleich übersetzt:
„Es ist mir eine Freude – und eine Pflicht –, an diesem Wendepunkt für Kanada und für die Welt bei Ihnen zu sein.
Heute werde ich über den Bruch in der Weltordnung sprechen, über das Ende einer schönen Geschichte und den Beginn einer brutalen Realität, in der die Geopolitik zwischen den Großmächten keinen Beschränkungen unterliegt.
Ich möchte Ihnen aber auch darlegen, dass andere Länder, insbesondere Mittelmächte wie Kanada, nicht machtlos sind. Sie haben die Fähigkeit, eine neue Ordnung aufzubauen, die unsere Werte verkörpert, wie die Achtung der Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung, Solidarität, Souveränität und territoriale Integrität der Staaten.
Die Macht der weniger Mächtigen beginnt mit Ehrlichkeit.
Jeden Tag werden wir daran erinnert, dass wir in einer Ära der Rivalität zwischen Großmächten leben. Dass die auf Regeln basierende Ordnung verblasst. Dass die Starken tun, was sie können, und die Schwachen leiden, was sie müssen.
Dieser Aphorismus von Thukydides wird als unvermeidlich dargestellt – als natürliche Logik der internationalen Beziehungen, die sich wieder durchsetzt. Angesichts dieser Logik neigen Länder stark dazu, sich anzupassen, um zurechtzukommen. Um zu entgegenzukommen. Um Ärger zu vermeiden. In der Hoffnung, dass Konformität Sicherheit bringt.
Das wird es nicht.
Was sind also unsere Optionen?
1978 schrieb der tschechische Dissident Václav Havel einen Aufsatz mit dem Titel „Die Macht der Machtlosen“. Darin stellte er eine einfache Frage: Wie konnte sich das kommunistische System aufrechterhalten?
Seine Antwort begann mit einem Gemüsehändler. Jeden Morgen hängt dieser Ladenbesitzer ein Schild in sein Fenster: „Arbeiter aller Länder, vereinigt euch!“ Er glaubt nicht daran. Niemand glaubt daran. Aber er hängt das Schild trotzdem auf – um Ärger zu vermeiden, um Konformität zu signalisieren, um sich anzupassen. Und weil jeder Ladenbesitzer in jeder Straße dasselbe tut, bleibt das System bestehen.
Nicht allein durch Gewalt, sondern durch die Teilnahme gewöhnlicher Menschen an Ritualen, von denen sie insgeheim wissen, dass sie falsch sind.
Havel nannte dies „Leben in einer Lüge“. Die Macht des Systems beruht nicht auf seiner Wahrheit, sondern auf der Bereitschaft aller, so zu tun, als wäre es wahr. Und seine Fragilität hat denselben Ursprung: Wenn auch nur eine Person aufhört, so zu tun – wenn der Gemüsehändler sein Schild entfernt –, beginnt die Illusion zu bröckeln.
Es ist an der Zeit, dass Unternehmen und Länder ihre Schilder abnehmen.
Jahrzehntelang prosperierten Länder wie Kanada unter dem, was wir als regelbasierte internationale Ordnung bezeichneten. Wir traten ihren Institutionen bei, lobten ihre Prinzipien und profitierten von ihrer Vorhersehbarkeit. Unter ihrem Schutz konnten wir eine wertebasierte Außenpolitik verfolgen.
Wir wussten, dass die Geschichte der internationalen regelbasierten Ordnung teilweise falsch war. Dass sich die Stärksten aus Bequemlichkeit selbst davon befreien würden. Dass Handelsregeln asymmetrisch durchgesetzt wurden. Und dass das Völkerrecht je nach Identität des Angeklagten oder des Opfers mit unterschiedlicher Strenge angewendet wurde.
Diese Fiktion war nützlich, und insbesondere die amerikanische Hegemonie trug dazu bei, öffentliche Güter bereitzustellen: offene Seewege, ein stabiles Finanzsystem, kollektive Sicherheit und Unterstützung für Rahmenwerke zur Beilegung von Streitigkeiten.
Also haben wir das Schild ins Fenster gestellt. Wir haben an den Ritualen teilgenommen. Und wir haben es weitgehend vermieden, auf die Diskrepanz zwischen Rhetorik und Realität hinzuweisen.
Dieser Kompromiss funktioniert nicht mehr.
Lassen Sie mich ganz offen sein: Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einer Übergangsphase.
In den letzten zwei Jahrzehnten hat eine Reihe von Krisen in den Bereichen Finanzen, Gesundheit, Energie und Geopolitik die Risiken einer extremen globalen Integration offenbart.
In jüngerer Zeit begannen die Großmächte, die wirtschaftliche Integration als Waffe einzusetzen. Zölle als Druckmittel. Finanzinfrastruktur als Zwangsmittel. Lieferketten als Schwachstellen, die es auszunutzen gilt.
Man kann nicht „in der Lüge“ des gegenseitigen Nutzens durch Integration leben, wenn die Integration zur Quelle der Unterordnung wird.
Die multilateralen Institutionen, auf die sich Mittelmächte verlassen haben – die WTO, die UNO, die COP –, die Architektur der kollektiven Problemlösung, sind stark geschwächt.
Infolgedessen kommen viele Länder zu denselben Schlussfolgerungen. Sie müssen eine größere strategische Autonomie entwickeln: in den Bereichen Energie, Ernährung, kritische Mineralien, Finanzen und Lieferketten.
Dieser Impuls ist verständlich. Ein Land, das sich nicht selbst ernähren, mit Energie versorgen oder verteidigen kann, hat nur wenige Optionen. Wenn die Regeln einen nicht mehr schützen, muss man sich selbst schützen.
Aber lassen Sie uns klar sehen, wohin das führt. Eine Welt voller Festungen wird ärmer, zerbrechlicher und weniger nachhaltig sein.
Und es gibt noch eine weitere Wahrheit: Wenn Großmächte selbst den Anschein von Regeln und Werten aufgeben, um ihre Macht und Interessen ungehindert zu verfolgen, werden die Gewinne aus dem „Transaktionalismus“ schwieriger zu wiederholen sein. Hegemonialmächte können ihre Beziehungen nicht kontinuierlich monetarisieren.
Verbündete werden sich diversifizieren, um sich gegen Unsicherheiten abzusichern. Sie werden Versicherungen abschließen. Sie werden ihre Optionen erweitern. Dadurch wird die Souveränität wiederhergestellt – eine Souveränität, die einst auf Regeln beruhte, aber zunehmend in der Fähigkeit verankert sein wird, Druck standzuhalten.
Wie ich bereits sagte, hat ein solches klassisches Risikomanagement seinen Preis, aber die Kosten für strategische Autonomie, für Souveränität, können auch geteilt werden. Kollektive Investitionen in Resilienz sind kostengünstiger, als wenn jeder seine eigene Festung baut. Gemeinsame Standards reduzieren Fragmentierung. Komplementaritäten sind eine positive Summe.
Die Frage für Mittelmächte wie Kanada ist nicht, ob wir uns an diese neue Realität anpassen sollen. Das müssen wir. Die Frage ist, ob wir uns anpassen, indem wir einfach höhere Mauern bauen – oder ob wir etwas Ambitionierteres tun können.
Kanada gehörte zu den ersten, die den Weckruf hörten, was uns zu einer grundlegenden Änderung unserer strategischen Haltung veranlasste.
Die Kanadier wissen, dass unsere alte, bequeme Annahme, dass unsere geografische Lage und unsere Bündnismitgliedschaften automatisch Wohlstand und Sicherheit garantieren, nicht mehr gültig ist.
Unser neuer Ansatz basiert auf dem, was Alexander Stubb als „wertorientierten Realismus“ bezeichnet hat – oder, anders ausgedrückt, wir wollen prinzipientreu und pragmatisch sein.
Wir halten uns an unsere grundlegenden Werte: Souveränität und territoriale Integrität, das Verbot der Anwendung von Gewalt, außer wenn dies mit der Charta der Vereinten Nationen vereinbar ist, sowie die Achtung der Menschenrechte.
Wir sind pragmatisch und erkennen an, dass Fortschritte oft schrittweise erzielt werden, dass Interessen auseinandergehen und dass nicht jeder Partner unsere Werte teilt. Wir engagieren uns umfassend, strategisch und mit offenen Augen. Wir nehmen die Welt aktiv so an, wie sie ist, und warten nicht auf eine Welt, wie wir sie uns wünschen.
Kanada passt seine Beziehungen so an, dass ihre Tiefe unsere Werte widerspiegelt. Angesichts der Fluidität der Weltordnung, der damit verbundenen Risiken und der Bedeutung dessen, was als Nächstes kommt, legen wir den Schwerpunkt auf ein breites Engagement, um unseren Einfluss zu maximieren.
Wir verlassen uns nicht mehr nur auf die Stärke unserer Werte, sondern auch auf den Wert unserer Stärke.
Diese Stärke bauen wir im eigenen Land auf.
Seit meinem Amtsantritt haben wir die Steuern auf Einkommen, Kapitalerträge und Unternehmensinvestitionen gesenkt, alle bundesstaatlichen Hindernisse für den interprovinziellen Handel beseitigt und beschleunigen Investitionen in Höhe von einer Billion Dollar in Energie, KI, strategische Mineralien, neue Handelskorridore und darüber hinaus.
Wir verdoppeln unsere Verteidigungsausgaben bis 2030 und tun dies auf eine Weise, die unsere heimischen Industrien stärkt.
Wir diversifizieren rasch im Ausland. Wir haben eine umfassende strategische Partnerschaft mit der Europäischen Union vereinbart, einschließlich des Beitritts zu SAFE, dem europäischen Beschaffungsbündnis für Verteidigungsgüter.
In den letzten sechs Monaten haben wir zwölf weitere Handels- und Sicherheitsabkommen auf vier Kontinenten unterzeichnet.
In den letzten Tagen haben wir neue strategische Partnerschaften mit China und Katar geschlossen.
Wir verhandeln derzeit über Freihandelsabkommen mit Indien, ASEAN, Thailand, den Philippinen und Mercosur.
Um zur Lösung globaler Probleme beizutragen, verfolgen wir eine variable Geometrie – unterschiedliche Koalitionen für unterschiedliche Themen, basierend auf Werten und Interessen.
In Bezug auf die Ukraine sind wir ein Kernmitglied der Koalition der Willigen und einer der größten Pro-Kopf-Beitragszahler für deren Verteidigung und Sicherheit.
In Bezug auf die Souveränität der Arktis stehen wir fest an der Seite Grönlands und Dänemarks und unterstützen uneingeschränkt ihr einzigartiges Recht, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden. Unser Bekenntnis zu Artikel 5 ist unerschütterlich.
Wir arbeiten mit unseren NATO-Verbündeten (einschließlich der nordischen und baltischen Staaten) zusammen, um die Nord- und Westflanke des Bündnisses weiter zu sichern, unter anderem durch Kanadas beispiellose Investitionen in Überhorizontradar, U-Boote, Flugzeuge und Bodentruppen. Kanada lehnt Zölle über Grönland entschieden ab und fordert gezielte Gespräche, um die gemeinsamen Ziele der Sicherheit und des Wohlstands für die Arktis zu erreichen.
Im Bereich des plurilateralen Handels setzen wir uns für Bemühungen ein, eine Brücke zwischen der Transpazifischen Partnerschaft und der Europäischen Union zu schlagen und einen neuen Handelsblock mit 1,5 Milliarden Menschen zu schaffen.
Im Bereich wichtiger Mineralien bilden wir Einkaufsgemeinschaften innerhalb der G7, damit die Welt ihre Versorgung diversifizieren und nicht mehr von wenigen Anbietern abhängig sein kann.
Im Bereich KI arbeiten wir mit gleichgesinnten Demokratien zusammen, um sicherzustellen, dass wir letztendlich nicht gezwungen sind, uns zwischen Hegemonialmächten und Hyperscalern zu entscheiden.
Das ist kein naiver Multilateralismus. Es handelt sich auch nicht um ein Vertrauen auf geschwächte Institutionen. Es geht darum, Koalitionen zu bilden, die Thema für Thema funktionieren, mit Partnern, die genügend Gemeinsamkeiten haben, um gemeinsam zu handeln. In einigen Fällen wird dies die große Mehrheit der Nationen sein.
Und es entsteht ein dichtes Netz von Verbindungen in den Bereichen Handel, Investitionen und Kultur, auf das wir für zukünftige Herausforderungen und Chancen zurückgreifen können.
Mittlere Mächte müssen gemeinsam handeln, denn wer nicht mit am Tisch sitzt, landet auf der Speisekarte.
Großmächte können es sich leisten, alleine zu handeln. Sie verfügen über die Marktgröße, die militärische Kapazität und den Einfluss, um Bedingungen zu diktieren. Mittlere Mächte haben das nicht. Aber wenn wir nur bilateral mit einer Hegemonialmacht verhandeln, verhandeln wir aus einer Position der Schwäche heraus. Wir akzeptieren, was uns angeboten wird. Wir konkurrieren miteinander darum, wer am entgegenkommendsten ist.
Das ist keine Souveränität. Es ist die Ausübung von Souveränität unter Akzeptanz der Unterordnung.
In einer Welt der Rivalität zwischen Großmächten haben die Länder dazwischen die Wahl: entweder miteinander um Gunst zu konkurrieren oder sich zusammenzuschließen, um einen dritten Weg mit Einfluss zu schaffen.
Wir sollten uns durch den Aufstieg der harten Macht nicht davon ablenken lassen, dass die Macht der Legitimität, Integrität und Regeln weiterhin stark bleiben wird – wenn wir uns dafür entscheiden, sie gemeinsam auszuüben.
Das bringt mich zurück zu Havel.
Was würde es für Mittelmächte bedeuten, „in Wahrheit zu leben”?
Es bedeutet, die Realität beim Namen zu nennen. Aufhören, sich auf die „regelbasierte internationale Ordnung“ zu berufen, als ob sie noch so funktionieren würde, wie sie angepriesen wird. Das System beim Namen nennen: eine Zeit der sich verschärfenden Rivalität zwischen Großmächten, in der die Mächtigsten ihre Interessen mit wirtschaftlicher Integration als Zwangsmittel verfolgen.
Es bedeutet, konsequent zu handeln. Die gleichen Maßstäbe auf Verbündete und Rivalen anzuwenden. Wenn Mittelmächte wirtschaftliche Einschüchterung aus einer Richtung kritisieren, aber schweigen, wenn sie aus einer anderen Richtung kommt, halten wir das Schild im Fenster.
Es bedeutet, das aufzubauen, woran wir angeblich glauben. Anstatt auf die Wiederherstellung der alten Ordnung zu warten, sollten Institutionen und Vereinbarungen geschaffen werden, die wie beschrieben funktionieren.
Und es bedeutet, den Hebel zu reduzieren, der Zwang ermöglicht. Der Aufbau einer starken Binnenwirtschaft sollte immer die Priorität jeder Regierung sein. Internationale Diversifizierung ist nicht nur wirtschaftliche Vorsicht, sondern die materielle Grundlage für eine ehrliche Außenpolitik. Länder verdienen sich das Recht auf prinzipielle Standpunkte, indem sie ihre Anfälligkeit für Vergeltungsmaßnahmen verringern.
Kanada hat das, was die Welt will. Wir sind eine Energiesupermacht. Wir verfügen über riesige Reserven an wichtigen Mineralien. Wir haben die am besten ausgebildete Bevölkerung der Welt. Unsere Pensionsfonds gehören zu den größten und anspruchsvollsten Investoren weltweit. Wir haben Kapital, Talente und eine Regierung mit enormen finanziellen Möglichkeiten, um entschlossen zu handeln.
Und wir haben Werte, die viele andere anstreben.
Kanada ist eine pluralistische Gesellschaft, die funktioniert. Unser öffentlicher Raum ist laut, vielfältig und frei. Die Kanadier bekennen sich weiterhin zur Nachhaltigkeit.
Wir sind ein stabiler, verlässlicher Partner – in einer Welt, die alles andere als das ist –, ein Partner, der langfristige Beziehungen aufbaut und schätzt.
Kanada hat noch etwas anderes: ein Bewusstsein für das, was geschieht, und die Entschlossenheit, entsprechend zu handeln.
Wir verstehen, dass dieser Bruch mehr als nur Anpassung erfordert. Er erfordert Ehrlichkeit gegenüber der Welt, wie sie ist.
Wir nehmen das Schild aus dem Fenster.
Die alte Ordnung kommt nicht zurück. Wir sollten ihr nicht nachtrauern. Nostalgie ist keine Strategie.
Aber aus dem Bruch können wir etwas Besseres, Stärkeres und Gerechteres aufbauen.
Das ist die Aufgabe der Mittelmächte, die in einer Welt der Festungen am meisten zu verlieren und in einer Welt echter Zusammenarbeit am meisten zu gewinnen haben.
Die Mächtigen haben ihre Macht. Aber auch wir haben etwas – die Fähigkeit, aufzuhören, so zu tun als ob, die Realität beim Namen zu nennen, unsere Stärke im eigenen Land aufzubauen und gemeinsam zu handeln.
Das ist der Weg Kanadas. Wir haben uns offen und selbstbewusst dafür entschieden.
Und dieser Weg steht jedem Land offen, das bereit ist, ihn gemeinsam mit uns zu gehen.”
-
- BerndBorchert, 21.01.2026, 08:01
hellgrün die bekannte Mercator Karte, und dunkelgrün die wirklich Fläche:
![[image]](https://www.visualcapitalist.com/wp-content/uploads/2018/11/mercator-true-size.jpg)
https://www.youtube.com/watch?v=tK7yTJ8Mk7A
auch Russland ist in Wirklichkeit nicht so riesig: es passt in Nordafrika rein.
Gerhard Mercator, geflüchtet aus Flandern (vor Verfolgung durch Katholiken) nach Duisburg (die Uni dort wurde eine Zeitlang nach ihm benannt)
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Mercator -
- helmut-1, 21.01.2026, 07:59
Besser kann man es nicht beschreiben, deckt sich mit meinen Beobachtungen.
Ich habe bei meinem Kommentar zwei Buchstaben vergessen, die es genauer bezeichnet hätten:
Die Leute sind u.a. wg. des Euros und des abgelehnten Referendums auf die Straße gegangen
-
- MI, 21.01.2026, 07:02
-
Mal ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn ein Schweizer Sicherheitbeamter (mT) - DT, 21.01.2026, 06:41
oder ein politischer Attentäter, ein Georg Elser, ein Stauffenberg,
ein Attentat auf Trump in Davos lancieren würde.Angenommen, die Schweizer würden konspirieren mit den Europäern und der Welt einen Gefallen
tun, selbst in CNN sprechen sie davon, das 25. Amendment zu ziehen und ihn wegen "mental illness" zu entmachten, "he is not of sound mind", da er einen civil war in Minnesota vom Zaun bricht, 1500 Pentagontruppen nach Minneapolis schicken will gegen seine eigenen Bürger, wegen "insurrection", weil die Demonstranten als "domestic terrorists" verleumdet werden, weil sie ihre Autos quer über die Straße parken.Was wäre also, Gedankenexperiment durchgedacht, wenn durch eine Conspiracy in Davos Trump erschossen würde.
Bleibt JD Vance in DC zurück oder fliegt er mit? Was wäre, wenn er auch gleich mit erledigt würde?
Würden die USA die Schweiz angreifen und einkassieren?DT
PS: Macron sieht wie ein Pokerspieler mit seinen blauen Gläsern der Sonnenbrille aus.
![[image]](https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/97bcc0a6-8087-4a26-84bb-57d9ecabd0ef_w1920_r1.778_fpx55_fpy45.webp
)
-
- DT, 21.01.2026, 06:06
In EUR 4150 pro oz.
Pro kg 133500 EUR.Mal schauen was passiert wenn wir die 5000 USD pro oz erreichen, diese Zahlen wurden in Fieberträumen der Stacker herumgereicht, aber das ich das noch erleben darf...
Wir sind nur noch weniger als 3% davon entfernt...
Mal schauen, ob wir dann auch die 100 USD pro oz Ag erreichen.
DT
-
- Brutus, 20.01.2026, 23:53
...die ja bekanntlich einzig politisch negiert wurde.
In Sachsen beispielsweise, ist das starke Steinkohleflöz noch gar nicht angetastet worden.
Das Stadtgas früher, wurde einzig aus der KOHLEVERGASUNG gespeist!
Auch Ruhr hat Kohle satt, weil politisch in die Knie gezwungen, und wer die Braunkohle negiert, haben wir bei den Tagebauprotesten bei Köln ja nun hinlänglich erlebt. Dass Saar leer ist, nehme ich auch nicht an!
Selbst Leipzig steht auf Kohle, die Bagger stoppen zuletzt einzig aus politischen Gründen (Wende) ja , der Baggerhunger führte sogar zur politischen Wende, genaugenommen, noch genauer der Umgang mit den Leuten infolge der Kohleförderung und Kohleverstromung.
Tja und, wem der Name Wismut etwas sagt...
Die Wismut ist eine Sowjetisch Deutsche Aktiengesellschaft (im weitesten Sinne gewesen) deren einzige Aufgabe der Uranbergbau in Sachsen/Thüringen war. Die größte Bombe der Welt, Tsar, gezündet über Novaja Semlia, wurde mit Material gebaut, welches die Deutschen Wismutkumpel aus der Erde unter Schlema (Sachsen) aus dem Berg von Hand rausgebrochen haben. Und da ist noch genug Material, für 100 oder 1.000 weitere Exemplare.
Wenn sich eine Sowjetunion auflöst, dann geht die Grundlage des Namensgebers der Wismut verloren, demzufolge die Förderung 1990 eingestellt werden musste, (was für ein Zufall, alle Förderstellen, sowohl in Thüringen, als auch in Sachsen, pünktlich und korrekt mit der politischen Wende versiegt, und am 24.12. kommt der Weihnachtsmann! Ja, Uran kommt abschnittseise vielleicht aus Mali billiger rüber, wie auch Steinkohle aus Polen oder Mozambique billiger war oder ist, im Vergleich zu heimischer Kohle. Aber die Importe ergeben eine Abhängigkeit, wie bei Gas und eine Versorgungsunsicherheit.
In Wirklichkeit könnten wir uns allein schon mit Uran die nächsten tausend Jahre selbstversorgen!
Und wer noch was von der Kohleverflüssigung weiß (so schlau waren wir mal!) Bergius-Pier-Verfahren, und das alles zusammenaddiert, wird feststellen, dass wir real gesehen energetisch vollkommen autark sein könnten, wenn wir nur wollen, respektive wollen könnten, wäre wohl korrekt gesagt.
Wir dürfen nicht wollen.
Aber wenn die Fesseln eh grad abgelegt werden, warum dann nicht gleich diese mit?
Aktuell wird grad das längste Strom-Unterseekabel der Welt sinniert, zwischen Marokko und .....??? Deutschland! Wegen Stromübertragung, der dort mit PV und Wind gewonnen werden soll (haben wohl Platz, die Kollegen da unten).
Faktisch haben wir soviel Energie dass wir Afrika in die Gegenrichtung mit genau diesem Kabel versorgen könnten!Wir lassen uns künstlich arm und wertlos rechnen.
Wenn dann alle Einheimischen sich haben für dumm verkaufen lassen und abgehaun sind lassen die anderen die Katze aus dem Sack, kassieren das Land unserer Vorväter, (wie Schlesien Pommern, Preußen Lothringen Deutsche Wolgarepublik, und und und, von uns unwürdigen Erben, und dann wird Deutschland ein muslimisches weiteres Energieexportland wie Kuwait oder Saudiarabien!
...("Hauptsache die Deutschen habens nicht" - J.Fischer)
Sch...fast vergessen, Erdöl gibt's natürlich auch - schau mal nach Norddeutschland a) Salzwedel b) Schleswig Holstein, c) dsbzgl. Meldungen über den Greifswalder Bodden, Quellen voll, muss man nur die Museumspumpen wieder einschalten!
Es gibt also keine tatsächliche Energierknappheit sondern eine prinzipielle!
Deshalb lassen sie uns auch auf Teufel komm raus die Landschaft mit Propellern und PV zukleistern und damit faktisch ruinieren - weil klar ist, dass damit keine Energie umgewandelt werden kann, mit der man ein Stromnetz betreiben kann.
Früher war Deutschland mal souverän.
- Erst politisch entmündigt (entsouveränisiert), dann
- territorial beraubt (Pommern, Schlesien, Preußen), dann
- monetär entmündigt (DM), dann
- wirtschaftlich entmündigt, dann
- intellektuell zermalmt (Grünenwählerproduktion), dann
- etnisch zerstört, und jetzt noch
- energetisch entmündigt und ruiniert!Überall dort draufhaun, wo noch ein Fünkchen Souveränität (wirtschaftlich/energetisch) aufleuchtete!
- Hatten wir schon militärisch der Lächerlichkeit preisgegeben?
-
- Reffke, 20.01.2026, 23:28
Hallo BerdBorchert,
Ja, "von der" bzw. "von" sowie "van der" und "van" sind normale Familiennamen ohne Adelsbezug.
Sehr häufig links vom Rhein und besonders am Niederrhein.
Ganz normal in den Niederlanden und Flandern
Übrigens wurden die Nachnamen erst unter Napoleon eingeführt bzw. amtlich!Napoleon Bonaparte hat die Familiennamen nicht grundsätzlich erfunden, aber er hat ihre Verwendung in vielen Teilen Europas, die unter französischer Herrschaft standen, verbindlich und einheitlich eingeführt.
Hier sind die wichtigsten Fakten dazu:
Verbindliche Einführung: Napoleon erließ Dekrete, die Bürger (insbesondere in den Niederlanden und Teilen Deutschlands, wie Ostfriesland) verpflichteten, feste, vererbbare Nachnamen anzunehmen.Zweck: Dies diente der Modernisierung der Verwaltung, der Zivilstandsregistrierung, der Steuererhebung und der Wehrpflicht.
Beispiel Juden im Rheinland: Im Jahr 1808 zwang ein Dekret Napoleons die jüdische Bevölkerung in den linksrheinisch besetzten Gebieten, innerhalb von drei Monaten feste Familiennamen vor dem Standesbeamten anzunehmen.
Ersatz von Patronymen: Besonders in Regionen, in denen man sich mit dem Vornamen des Vaters identifizierte (z. B. "Jan, Sohn des Piet" -> Jan Pieterszoon), wurden diese "Patronyme" durch dauerhafte Familiennamen ersetzt.
Endgültige Durchsetzung: Obwohl die Dekrete (wie das von 1811 für die Friesen) früh erlassen wurden, setzten sich die festen Nachnamen in manchen Regionen, wie Ostfriesland, erst Mitte des 19. Jahrhunderts endgültig durch.
Zusammenfassend: Napoleon war der Motor für die verpflichtende Einführung fester Familiennamen in den eroberten Gebieten, um ein modernes, zentralisiertes Verwaltungssystem (Zivilregister) nach französischem Vorbild zu schaffen.
Quelle AIViele Namen entstanden aus Jux und mit schwarzen Humor...
LG Reffke
-
- MI, 20.01.2026, 23:00
Sieht eigentlich extrem überkauft aus, zumindest kurzfristig. Genug Unkenrufe: nicht monetär, weniger Bedarf bei Katalyse. Trotzdem ATH.
Historisch war Au:Pt eher 1:2 statt wie derzeit 2:1. Jetzt bin ich echt gespannt, was da kommt.
MI
-
- BerndBorchert, 20.01.2026, 22:36
ich kenne einen "von der Gathen" und einen "von den Benken", und mit einem "von der Haar" bin ich verwandt und weiß dass die Vorfahren einfache emsländische Bauern waren.
Bernd Borchert
-
- stokk', 20.01.2026, 22:03
25% Anstieg seit Oktober in den South Korea 10-Year Government Bond Yields ist ungewöhnlich...
https://tradingeconomics.com/south-korea/government-bond-yield
-
Die japanische Merkel: Neuwahlen 260208 - stokk', 20.01.2026, 21:31
3 Wochen Zeit für Wahlkampf.
Japan’s 10-year government bond yield rallied above 2.3% on Tuesday, marking its highest level in nearly three decades [...]
50%-Anstieg seit Oktober!
https://tradingeconomics.com/japan/government-bond-yield
Noch jemand im Carry-Trade?
251021: https://dasgelbeforum.net/index.php?id=677516
-
- DT, 20.01.2026, 20:51
-
- Revoluzzer, 20.01.2026, 20:35
Macht ist eben nicht Recht, sonst gäbe es die unterschiedlichen Begriffe nicht. Es war bisher so, dass es Richtung "Weltstaat" ging (mit den USA als Chef, aber trotzdem) mit immer mehr Verrechtlichung. So ähnlich wie im Nationalstaat. Da ist auch nicht jeder gleich vor dem Gesetz... Und auch dort ist die Macht die Basis des Rechts.
Das ist jetzt anders. Multipolar. Was per se mehr Raum für Souveränität bringt. Unterschiedlichkeit. Für die Welt ist das gut.
-
- BerndBorchert, 20.01.2026, 18:46
Wann ist es in F endlich soweit? oder muss Frankreich erst zahlungsunfähig werden? bzw. nur noch die EZB die franz. Anleihen aufkaufen - kommt dann Le Pen endlich ans Ruder, oder ist es dann schon zu spät?
Wann ist D endlich bereit für eine AfD+Union Regierung unter Bundeskanzlerin Weidel?
Wofür steht eigentlich das J in J4?
Bernd Borchert
-
- Joe68, 20.01.2026, 18:37
kT
-
- SevenSamurai, 20.01.2026, 18:35
Es gibt kein Völkerrecht.
Might Is Right. Das ist die Devise der Grossmächte.
Deutschland und UK gehören nicht mehr dazu.
"dem Ende der Kolonialreiche" (Meyssan): So ein Unsinn.
Die Kolonien gehen jetzt an andere. So wie das Deutsche Reiche diese 1918 abgeben musste.
Might Is Right. In den USA der Ayn Rand noch viel, viel mehr als in Europa.
-
- SevenSamurai, 20.01.2026, 18:29
Ich konnte Polarlicht bis in den Orion beobachten
Den Orion hatte ich im Rücken. Der war wie immer. Keine Polarlichter dort. Die waren (im Rheinland) nur in nördlicher Richtung.
Habe gegen 23 Uhr geguckt.
So stark war es nicht. Deswegen die Frage, ob es ein Langzeitbelichtung war.
-
- Reffke, 20.01.2026, 17:28
Hallo paranoia und allerseiyts,
Nicht verwand und überhaupt kein Vergleich mit dem ollen Hochadel gleichen Namens...
Das Haus von der Leyen ist ein von der Mosel stammendes Geschlecht des Hochadels. Stammburg ist die Oberburg in Gondorf (auch Schloss (von der) Leyen genannt),[1] das einzige Wasserschloss an der Mosel. Die Leyen waren Erbtruchsessen im Kurfürstentum Trier. Das Geschlecht ist 1971 mit Ferdinand Maria Prinz von der Leyen im Mannesstamm erloschen. Das Haus besteht jedoch infolge von Adoption fort: Fürst Erwein III adoptierte 1969 den Sohn seiner Tochter.[2] Keine Verwandtschaft besteht mit der nicht dem Hochadel angehörigen Familie von der Leyen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Leyen_(Adelsgeschlecht)Aber interessante Notizen aus dem Frühkapitalismus:
1768 wurden mehr als 3000 Arbeitskräfte beschäftigt und über 700 Webstühle betrieben, wobei ein Arbeitstag von 12 bis 18 Stunden die Regel war.
https://de.wikipedia.org/wiki/Von_der_Leyen_(Seidenweberfamilie)Da stockt Einem der Atem...
LG Reffke
-
Welche Konsequenzen wird der Anstieg der Edelmetalle nach sich ziehen. - Durran, 20.01.2026, 17:08
Kurzer Rückblick.
Am 18.Januar 1980 erreichte der Silberpreis sein viele Jahre bestehendes Rekordhoch von 49,45 USD.
Im März 1980 betrug der Leitzins der FED sagenhafte 20 Prozent. Natürlich um die ausufernde Inflation einzudämmen. Aber auch um die Stabilität des USD zu erhalten.Heute sehen wir drastische Preiserhöhungen bei den Edelmetallen. Den Grund dafür können wir nur erahnen. Genaues wissen wir nicht.
Aber mit drängt sich die Frage auf wie lange die Notenbanken noch zusehen wollen und können.
Die Währungen, Aktien, Immobilien verlieren massiv an Wert gegenüber den Edelmetallen.Ein Haus gibt es heute für 100 Unzen Gold und einen VW Golf für ganze 5 Unzen. Allerdings verdienen die meisten auch nur noch eine halbe Unze Gold im Monat.
Daher nun meine Frage in die Runde. wie lange wird die FED dem ganzen noch zusehen und ist aktuell mit massiv steigenden Zinsen zu rechnen.
Wirtschaftspolitisch wäre es ja eine Katastrophe. In Japan steigen die Zinsen ja schon deutlich an.
-
- paranoia, 20.01.2026, 17:00
-
- MI, 20.01.2026, 16:30
Eigentlich sollte der Spuk längst vorbei sein. Warum die diese Meldung hinterherkleckern... Ist aber auch schön reißerisch aufgemacht ("drastischer Ausverkauf"), gibt bestimmt viele Klicks. Auch frage ich mich manchmal, ob es überhaupt noch einen Menschen gibt, der wirklich weiß und versteht, was genau da alles im Hintergrund abläuft. Immer, wenn ich denke "endlich habe ich einen gefunden", kommt wieder irgendetwas anderes zum Vorschein. Am Ende ist die einzige Wahrheit der Unzenpreis (physisch, versteht sich).
Grüße MI
-
Robert Fico, der Präsident der Slowakei und sein Offener Brief an v.d. Leyen geb. Albrecht! - Reffke, 20.01.2026, 16:09
l.S.,
Robeert Fico nutzt intensiv das freie Medium X.
Heute hat er einen Offenen Brief veröffentlicht.LETTER TO THE PRESIDENT OF THE EUROPEAN COMMISSION, URSULA VON DER LEYEN
Dear President of the European Commission,
The era of gross violations of international law and the collapse of the world order in which we find ourselves is a severe test of the strength and capabilities of the European Union. Unfortunately, we are not doing well in this test, and the key global players do not feel, either subjectively or objectively, the need to take our positions seriously.One of the factors affecting the European Union's ability to exert adequate influence is our competitiveness, which is alarming. The future of the European Union depends very much on whether we will dogmatically insist on insufficiently considered ambitious climate targets that destroy the strategic European industry, or whether we have the strength and courage to make meaningful reductions.
Due to absurdly high electricity prices, Slovalco, jsc., held by Norwegian and Slovak owners, had to discontinue primary aluminium production in the Slovak Republic in 2023. It was one of the most modern and environmentally friendly companies, producing 10 per cent of the total primary aluminium production in the European Union. If the company were to restart, production would increase by almost 20 per cent. The available data confirm that 1.5 million tonnes of aluminium production capacity was hence shut down in Europe in a short period of time and that we are dependent on imports of almost 5 million tonnes per year of this strategic raw material. While Slovalco, jsc. produced 4 tonnes of CO2 emissions per tonne of aluminium produced, in the countries from which we import aluminium to Europe, this impact is often as high as 20 tonnes of CO2 emissions per tonne of aluminium produced. The shutting down of the company resulted in the loss of 450 direct jobs and more than 1,000 indirect jobs. These figures are absurd and inexplicable.
Dear Madam President of the European Commission,
at several meetings of the European Council, the European Commission was requested to submit specific proposals to reduce electricity prices for strategic sectors of the European industry. With all due respect to the work of the European Commission, I must say that I have failed to notice any such specific programme. I am convinced that we must take a radical approach to this issue. One option that I propose on behalf of the Slovak Republic is to declare a 4-5 year suspension on the application of the emissions trading mechanism. Such a decision would lead to a significant revival and boost for the strategic industrial sectors. As the issue of high electricity prices is becoming increasingly prominent in more and more EU Member States, I expect other alternatives to reducing extremely high electricity prices emerging.Madam President of the European Commission,
the situation in strategic industrial sectors in individual Member States is more critical than it may appear in Brussels. EU is spending more than 380 billion EUR to support Ukraine in its conflict with the Russian Federation, with no military solution. The conflict literally dominates the agenda of the European Council and the European Commission. It is natural that the citizens EU Member States expect that the future of the European Union, which is vulnerable without a strong economy, deserves the same attention and resources.Yours sincerely,
Robert Fico
https://x.com/RobertFicoSVK/status/2013612286540148801Hier verdeutscht:
BRIEF AN DIE PRÄSIDENTIN DER EUROPÄISCHEN KOMMISSION, URSULA VON DER LEYEN
Sehr geehrter Präsident der Europäischen Kommission,
Die Ära grober Verstöße gegen das Völkerrecht und des Zusammenbruchs der Weltordnung, in der wir uns befinden, ist eine schwere Prüfung für die Stärke und die Fähigkeiten der Europäischen Union. Leider schneiden wir bei diesem Test nicht gut ab, und die wichtigsten globalen Akteure haben weder subjektiv noch objektiv das Bedürfnis, unsere Positionen ernst zu nehmen.Einer der Faktoren, die die Fähigkeit der Europäischen Union beeinträchtigen, angemessenen Einfluss auszuüben, ist unsere Wettbewerbsfähigkeit, die alarmierend ist. Die Zukunft der Europäischen Union hängt sehr stark davon ab, ob wir dogmatisch auf unzureichend berücksichtigten ehrgeizigen Klimazielen bestehen, die die strategische europäische Industrie zerstören, oder ob wir die Kraft und den Mut haben, sinnvolle Reduktionen vorzunehmen.
Aufgrund absurd hoher Strompreise hat Slovalco, jsc., im Besitz norwegischer und slowakischer Eigentümer, musste die Primäraluminiumproduktion in der Slowakischen Republik im Jahr 2023 einstellen. Es war eines der modernsten und umweltfreundlichsten Unternehmen und produzierte 10 Prozent der gesamten Primäraluminiumproduktion in der Europäischen Union. Bei einem Neustart des Unternehmens würde die Produktion um fast 20 Prozent steigen. Die vorliegenden Daten bestätigen, dass damit in kurzer Zeit 1,5 Millionen Tonnen Aluminiumproduktionskapazität in Europa stillgelegt wurden und wir auf Importe von fast 5 Millionen Tonnen pro Jahr dieses strategischen Rohstoffs angewiesen sind. Während Slovalco, jsc. produzierte 4 Tonnen CO2-Emissionen pro Tonne produziertes Aluminium, in den Ländern, aus denen wir Aluminium nach Europa importieren, sind diese Auswirkungen oft bis zu 20 Tonnen CO2-Emissionen pro Tonne produziertes Aluminium. Die Schließung des Unternehmens führte zum Verlust von 450 direkten Arbeitsplätzen und mehr als 1.000 indirekten Arbeitsplätzen. Diese Zahlen sind absurd und unerklärlich.
Sehr geehrte Frau Präsidentin der Europäischen Kommission,
auf mehreren Tagungen des Europäischen Rates wurde die Europäische Kommission aufgefordert, konkrete Vorschläge zur Senkung der Strompreise für strategische Sektoren der europäischen Industrie vorzulegen. Bei allem Respekt vor der Arbeit der Europäischen Kommission muss ich sagen, dass mir ein solches spezifisches Programm nicht aufgefallen ist. Ich bin überzeugt, dass wir in dieser Frage radikal vorgehen müssen. Eine Option, die ich im Namen der Slowakischen Republik vorschlage, besteht darin, eine Aussetzung der Anwendung des Emissionshandelsmechanismus für 4-5 Jahre zu erklären. Eine solche Entscheidung würde zu einer erheblichen Belebung und Stärkung der strategischen Industriesektoren führen. Da das Thema der hohen Strompreise in immer mehr EU-Mitgliedstaaten immer wichtiger wird, erwarte ich, dass andere Alternativen zur Senkung extrem hoher Strompreise entstehen.Frau Präsidentin der Europäischen Kommission,
die Situation in strategischen Industriesektoren in einzelnen Mitgliedstaaten ist kritischer, als es in Brüssel erscheinen mag. Die EU gibt mehr als 380 Milliarden Euro aus, um die Ukraine in ihrem Konflikt mit der Russischen Föderation zu unterstützen, ohne militärische Lösung. Der Konflikt beherrscht buchstäblich die Tagesordnung des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission. Es ist selbstverständlich, dass die Bürger der EU-Mitgliedstaaten erwarten, dass die Zukunft der Europäischen Union, die ohne eine starke Wirtschaft anfällig ist, die gleiche Aufmerksamkeit und Ressourcen verdient.Mit freundlichen Grüßen,
Robert FicoKlasse, nieder mit dem selbstherrlichen EU-Politbüro!
LG Reffke
-
- Zweifler, 20.01.2026, 15:57
Heute auf Goldseiten.de findet sich die folgende Warnung vor einem starken Abverkauf des Silberpreises (Verfasser: Redaktion):
„Silber steht vor drastischem Ausverkauf: Index-Neugewichtung in Höhe von 6,8 Mrd. $ steht bevor
Der Silberpreis ist am Freitag gefallen, da sich die Anleger auf die jährliche Neugewichtung der wichtigsten Rohstoffindizes vorbereiteten. Dieser Prozess dürfte in den kommenden Tagen den Verkauf von Terminkontrakten im Wert von mehreren Milliarden Dollar auslösen, berichtet FX Leaders am Sonntag. Nach einem Einbruch von fast 4% in der vorangegangenen Sitzung fiel der Silberpreis um bis zu 5,5%, während sich der Goldpreis stabilisierte und frühere Verluste wieder wettmachen konnte.
Der Druck entsteht dadurch, dass passive Fonds, die Rohstoffindizes nachbilden, sich darauf vorbereiten, ab Donnerstag Edelmetall-Futures zu verkaufen, um den neuen Indexgewichtungen zu entsprechen, heißt es. Analysten zufolge sind die Auswirkungen für Silber stärker als für Gold. Schätzungen zufolge könnten Silber-Futures im Wert von etwa 6,8 Milliarden US-Dollar – rund 12% der offenen Positionen an der Comex – verkauft werden.
Die erhöhte Volatilität sei bereits deutlich zu spüren: Börsengehandelte Fonds, die mit Silber hinterlegt sind, verzeichneten den größten Tagesabfluss seit Oktober. Zwar kam es im letzten Jahr zu ähnlichen, durch Neugewichtungen bedingten Abverkäufen, ohne dass der Markt nachhaltig geschädigt wurde, jedoch weisen Banken darauf hin, dass das Volumen der zum Verkauf stehenden Silbermenge diesmal größer ist, so der Bericht.
Trotz der kurzfristigen Schwäche bleibt die Stimmung gegenüber Edelmetallen weitgehend positiv. Marktteilnehmer beobachten nun wichtige US-Wirtschaftsdaten, darunter den Arbeitsmarktbericht für Dezember, da schwächere Zahlen die Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Federal Reserve verstärken könnten – ein Szenario, das in der Regel nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Gold und Silber stützt.“Gemini antwortet auf die Frage nach der Terminierung des Rebalancing:
„Das jährliche Rebalancing des
Bloomberg Commodity Index (BCOM) und der darauf basierenden Rohstofffonds fand im Jahr 2026 im Zeitraum vom 8. bis 15. Januar statt.
Zeitlicher Ablauf und Details zum Rebalancing 2026:
Hauptzeitraum: Die physische Umsetzung der neuen Zielgewichtungen erfolgte primär über fünf Handelstage vom 9. bis 14. Januar 2026.
Berechnung: Die finalen Anpassungen basierten auf den Abrechnungspreisen vom 7. Januar 2026.
Regelmäßigkeit: Der Index wird grundsätzlich einmal jährlich im Januar neu gewichtet, um die Zielanteile der einzelnen Rohstoffe (basierend auf Handelsvolumen und Weltproduktion) wiederherzustellen.
Wichtige Änderungen bei der Neugewichtung 2026:
Verkäufe bei Edelmetallen: Aufgrund der starken Performance im Vorjahr (Gold stieg 2025 um über 60 %, Silber um über 160 %) mussten Fonds massiv Gold und Silber verkaufen, um die indexinternen Kappungsgrenzen wieder einzuhalten.
Neuaufnahme: Kakao wurde 2026 nach längerer Abwesenheit wieder in den Index aufgenommen.
Gewichtungsverschiebungen: Während die Anteile von Erdgas und WTI-Rohöl sanken, erreichte Brent-Rohöl mit 8,36 % sein historisch höchstes Zielgewicht im Index.“Warnt Gold.de vor etwas, das längst vorbei ist?
Der Youtuber "Rohstoffinvestor" geht in seinem Beitrag davon aus, dass die USA gezielt durch Aufkäufe und Zölle den Silberpreis (und in der Folge auch andere Rohstoffe) verteuern. Das habe strategische Hintergründe. Die Banken seien derzeit nicht Short (die seien mit im Boot) im Markt, die physische Knappheit zumindest derzeit künstlich herbeigeführt.
Beitrag RohstoffinvestorBewegungen auf dem Silbermarkt sind schwer einzuschätzen, ich selber gehe aber, solange Gold steigt, nicht von einer heftigen Korrektur aus. Und Gold könnte vor einem Rücklauf in die Nähe von 5000 Dollar kommen.
-
- joep, 20.01.2026, 15:21
Noch haben wir Kohlekraftwerke. In Zukunft sollen es wesentlich mehr Gaskraftwerke werden. Woher das Gas kommen soll, weiss keiner.
Prognose: Sobald der Ukraine-Krieg vorbei ist, kommt auch wieder Gas aus Russland.
-
Die Neuordnung der Welt - Revoluzzer, 20.01.2026, 15:14
Pflichtlektüre. Die Neuordnung der Welt von Thierry Meyssan.
Exitus Nato bis Mitte 2027 oder früher.
Exitus EU.J4 statt G7,8,20.
USA, Russland, China, Indien.Völkerrecht nur noch als Bindung der Großmächte an ihre eigenen Versprechungen. Kein UN- oder abstrakt-absolutes Völkerrecht darüber mehr (bzw. nur für die nachgeordneten Nationen). Drastischer Rückbau UN.
Neuordnung in Europa: Ein Bündnis um das UK, ein Bündnis Intermarum um Polen? Unklar. Russische Einflussphäre. Grönland und Island gehen an die USA.
Mein Zusatz: Durch sein panisches Festhalten am Alten und die furchtbaren Fehlentscheidungen der letzten 40 Jahre wird Deutschland brutal absteigen.
Wahnsinn. Aber gut für die Welt. Wokistan fährt zur Hölle.
-
- MI, 20.01.2026, 15:01
Hallo nereus,
ich dachte, es ist mal an der Zeit für Lob und Dank. Denn ganz ehrlich, ohne das Gelbe und seine damaligen und heutigen Ikonen (gehörst du natürlich auch dazu, und am besten fühlen sich nun alle angesprochen, die hier im Gelben regelmäßig mitmachen und ihre Fachexpertise einbringen) glaube ich, hätte ich heute keine einzige Unze! Da musste man ja erst mal eine ganze Weile gegen den Strom schwimmen, um sich so einen kleinen "Schatz" aufzubauen. Ich habe daher allen Grund insb. nach dem Jahr 2025 dankbar für die gelbe Arbeit zu sein. Well done! Das Gelbe ist im Grunde "Internet at its best". So und nicht anders war das einmal von seinen Urvätern am Cern gedacht. Heute ist es 99% Schrott.
Ich habe übrigens auch noch Erinnerungen an den "tasmanischen Teufel"
. Tassie hatte mir damals auf meine Anfrage ein dickes pdf-Paket mit jeder Menge historischen Infos geschickt. Au weia, was da alles drin war! Ich dachte manchmal, wenn jetzt jemand mal meine Festplatte filzen würde, da könnte ich in Erklärungsnot kommen! Ist alles lange her, im Moment weiß ich nicht mehr, wo es ist. Aber ich glaube, ich habe diesen Fundus noch irgendwo. Nun aber zu den Märkten
:Es gibt einen recht guten Chartanalytiker, der sich regelmäßig zu den PMs äußert (gemeint ist Gareth Soloway). Ich habe ihn eine Weile verfolgt. Er macht das auch wirklich gut. Aber wenn man ehrlich ist, wiederholt es sich irgendwann: wedge, triangle, upbreak, down-break, resistance, support, bottom etc.
Und ist oft der eher kurzfristige Blick ("What happens next?"), während mich vor allem der übergeordnete Trend interessiert (hier wiederum die jeweiligen Wellenzyklen). Und da finde ich den Ausbruch aus diesem 45-jährigen Muster bei Silber sehr überzeugend (habe ich ausgedruckt im Portemonnaie, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme
). > Die Welt, wie wir sie kennen – als geopolitische Ordnung – wird gerade abgewickelt. Was jetzt geschieht ist auch eine Nummer größer als 1989. Damals wurde der Schuldenturm weiter hochgezogen. Das geht jetzt nicht mehr so einfach - es droht viel eher ein Abriß. Daher kann man auch die Charts in die Tonne treten, denn für so etwas gibt es keine Chartmuster. Ich habe auch keine Preisziele mehr, wie früher (Gold bei 5, 6 oder 10.000 US-Dollar).
Da bin ich ganz dabei.
> Diesmal – und diese Gelegenheit wird in meinem Leben nie wieder kommen – will ich auf die Leute achten. So lange das Thema nur als Randgeschichte behandelt... wird und die Leute von anderen Dingen reden, werde ich das Depot halten. Erst wenn die Massen unruhig werden und keine Party mehr ohne Gold- und Silbergespräche läuft, dann will ich nach und nach verkaufen bis auf einen Rest für alle Fälle.
Auch absolut vernünftig. Tatsächlich halte ich da auch immer meine Augen und Ohren offen, intuitiv. Und mein Eindruck ist nach wie vor, dass es sich der absolute Großteil der Leute immer noch nicht vorstellen kann, dass sie mit ihrem fiat-Geld auf einer Zeitbombe hocken. Nein, es ist nicht gefährlich PMs zu kaufen, es ist gefährlich, es nicht zu tun.
Etwas von seinem "Schatz" auch mal mit viel Gewinn in currencies rückumzuwandeln ist ohne Zweifel verlockend! Erinnert mich aber auch an die BuBa-Situation, wo andauernd jemand ankommt und sagt "Verkauft doch mal was von dem unnützen Zeugs. Wir brauchen das Geld viel dringender an anderer Stelle."
Nicht falsch zu verstehen. Ich glaube, ich weiß, wie du das meintest mit dem Teilverkauf. Also nicht aus der Not, sondern warum nicht auch mal was realisieren, zumal es ja doch auch irgendwann auch wieder bergab gehen kann (ist nur die Frage, auf welcher Skala, und war es das dann wirklich?). Macht aber im Grunde nur Sinn, wenn es gleich wieder in einen anderen Sachwert umgeschichtet wird, also z. B. 100 kg Silber für eine Bonner Jugendstilvilla
(nicht, dass ich so viel hätte...). Oder ein bisschen zum Verjubeln. Vom Erlös einen schönen Urlaub machen, hat man sich durchaus verdient. Ansonsten glaube ich, bleibt das Physische jetzt einfach Teil meines Lebens, mein eigenes Zentralbankgold (bzw. Silber), in der Hoffnung, dass ich es nie wirklich brauchen werde außer als Erbmasse.
Grüße
MI -
- FredMeyer, 20.01.2026, 14:07
Die Mail bezieht sich auf die wichtige Lebendbestätigung und man hat mir somit das gültige Formblatt zugestellt. Dies ist nun der endgültige Beweis dafür, dass die E-Mail-Kommunikation mit der SVS das verschlüsselte Verfahren mit zertifizierten Schlüsseln erforderlich macht.
Politische Willkür ist darin beim besten Willen nicht zu erkennen.
-
- JJB, 20.01.2026, 13:48
das wirft natürlich fragen zu der Täterschaft auf.
mir fallen spontan Stichworte wie Gladio, Bommi Baumann (Interview bei youtube), NSU und das Interview mit Helmut Schmidt ein, wo er kurz andeutet, daß es Staatsterrorismus gibt, daß er darüber aber nichts weiter sagen möchte. -
- Reffke, 20.01.2026, 13:47
L.S.,
Der Vortrag wurde oben erwähnt.
Er ist selbstredend und zeigt interessante Aspekte und Gedanken...Warum Europa neutral werden MUSS – Pascal Lottaz zerlegt NATO-Vision des 3. Weltkriegs
https://www.youtube.com/watch?v=QHM6cdwTJ6I&list=PL_Z9PwV4HoKZTosIYxBW1a4MeixEntwo8...LG Reffke
-
- Radegast, 20.01.2026, 13:40
Die Leute sind hier im Dezember nicht in erster Linie wegen dem kommenden Euro auf die Straße gegangen. Dazu war es Anfang Dezember bereits zu spät. Es ist sogar so, daß viele an den letzten Demonstrationen aus genau dem Grund nicht teilgenommen haben, da sie das Grundübel "Euro-Einführung" nicht zum Hauptthema machten.
Die hauptsächliche Ursache für die Dezember-Demonstrationen und den darauf folgende Regierungsrücktritt war der Staatshaushalt für das kommende Jahr, der erste auf Euro basierende wohlgemerkt. Die korrupten Politiker wußten natürlich, was mit der Euro-Einführung kommt und haben den kommenden Haushalt dahingehend frisiert. Nach dem Motto: Was im Tante Emma Laden um die Ecke klappt, klappt im großen Stil genauso. Wir schlagen hier und dort und dort auch noch mal 10% drauf, und da die Zahlen klein sind, merkt es niemand und die Beträge schaufeln wir in unsere eigenen Taschen. Diesen Beschiß haben die Leute mitgekriegt und deswegen sind sie im Dezember auf die Straße gegangen. Ursächlich ist natürlich die Euro-Einführung, doch darum ging es in diesem Falle nicht. Dann hatte die alte Regierung mal eben noch vor, klammheimlich eine Steuererhöhung bei den Sozialabgaben durchzudrücken. Vermutlich mit derselben Denke: die Zahlen sind kleiner, es merkt schon keiner. Da hatten sie sich aber geirrt.
Zunächst versuchten sie, zurückzurudern, und die geplante Steuererhöhung um 2 Jahre zu verschieben. Hat den Leuten aber nicht gereicht und die Zahl der Demonstranten nahm plötzlich so sehr zu, daß die alte Regierung schließlich aufgab. Unter diesem Gesichtspunkt muß man auch den Fakt einordnen, daß Bulgarien sich gegen den Diebstahl der russischen Vermögenswerte in Belgien ausgesprochen hatte. Die Europäische Entscheidung darüber stand exakt an diesen Tagen an und die alte Regierung hatte schlicht Schiß und wollte ihren Arsch retten. Da waren sie noch nicht zurückgetreten und haben sich nicht getraut, zusätzlich zu den aktuellen Problemen auch noch diesen offensichtlichen Diebstahl zu unterstützen.
Allgemein findet man in der Presse völlig utopische und überzogene Zahlen in Bezug auf die Teilnehmer, es ist jedoch richtig, daß wir es mit einer der größten Demonstrationen seit 1989 zu tun hatten. Das ist insofern bemerkenswert, als daß diese Demonstrationen so ziemlich aus dem Nichts und recht plötzlich auftraten.
-
1989: Der Herrhausen-Plan, den Merkel & Co. für immer begraben haben – Dirk Pohlmann - Reffke, 20.01.2026, 13:35
L.S.,
1989 hätte alles anders kommen können.
Der "Herrhausen-Plan" – Ein konkretes Friedens- und Integrationsangebot von Kohl, Gorbatschow und Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen hätte Osteuropa friedlich in ein gemeinsames Europa integrieren können: Keine NATO-Osterweiterung, keine neue Konfrontation. Doch dieser Plan bedrohte die amerikanische Hegemonie.
Der legendäre Dokumentarfilmer Dirk Pohlmann enthüllt in diesem brisanten Vortrag, wie die USA 1989 in Panik gerieten und jede Alternative bewusst zerschlugen – mit direkten Folgen bis heute: Ukraine-Krieg, Nord Stream Sprengung und der kommende Machtwechsel durch die Nordostpassage.Warum stehen wir heute dort, wo wir stehen? Die verpasste Friedenschance von 1989.
Dirk Pohlmann präsentiert anhand bisher wenig bekannter Quellen, warum wir diesen Plan nicht kennen, warum Alfred Herrhausen noch 1989 ermordet wurde und warum wir seit 30 Jahren eine Politik führen, die Europa systematisch schwächt.
Dieser Vortrag schreibt Geschichte neu und beleuchtet die geopolitischen Entscheidungen, die nach dem Fall der Mauer hätten getroffen werden können. Es geht um Kooperation statt Konfrontation, um gemeinsame Sicherheit und die Wirtschaftsintegration des Ostens.
Die zentralen Fragen im Vortrag:➡️ Warum wurde der "Herrhausen-Plan" kurz nach seiner Vorstellung durchkreuzt?
➡️ Wie hängt die NATO-Osterweiterung mit den heutigen Konflikten zusammen?
➡️ Welche Rolle spielt das russische Erdgas und die Nord Stream-Pipeline in diesem geopolitischen Spiel?
➡️ Wie verändert die Nordostpassage bis 2030 die globale Machtbalance zugunsten von BRICS?
Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=Vm_qf21z6LY
bzw.Europa neu denken - Übersicht - Rüsselsheim 2025
https://www.youtube.com/watch?v=_kvTfxMEX-g&list=PL_Z9PwV4HoKZTosIYxBW1a4MeixEntwo8Info zur AfA:
https://afaev.de/uber-uns/ bzw. https://afaev.de
Die vollständige Reihe der Veranstaltung findet man hier:
https://www.youtube.com/playlist?list=PL_Z9PwV4HoKZTosIYxBW1a4MeixEntwo8LG Reffke
-
- FredMeyer, 20.01.2026, 13:28
Deine Stimmung klingt gereizt, überreizt. Objektiver Bericht klingt ein wenig anders. So lässt du meinen Einwand nicht gelten, ohne den Beweis des Gegenteils zu erbringen. Dadurch bist du bei mir in einer Kategorie der Schreiber einsortiert... (ich behalt's für mich).
-
Wieder ein Beitrag über Rumänien – und der beginnende Verlust der persönlichen Freiheit - helmut-1, 20.01.2026, 13:28
Diesen Beitrag sollte nur derjenige lesen, der sich immer noch an der europäischen Idee orientiert. Denn man könnte ja auch sagen, - was interessiert mich Rumänien, die sind sowieso mit allem hintendran. Ich aber habe immer noch das europäische Ideal im Ziel, aber mit Sicherheit nicht in dieser Form.
Der Casus Cnactus dabei ist, dass hier systematisch die verfassungsmäßigen Grundrechte attackiert oder gar ignoriert werden, mit Wissen von Brüssel. Die EU-Führung aber schweigt dazu, weil Rumänien zu den kritiklosen Vasallenstaaten gehört, die Vorbereitungen für den Krieg gegen Russland in aller Form mitmacht (Transit sowie Unterbringung von fremden Soldaten der NATO, sowie Einberufung der eigenen Soldaten zum Wehrdienst), und auch sonst zu den überzeugten Abnickern aller Maßnahmen in Brüssel gehört.
Anders ist Orban in Ungarn, der sich auf die Interessen des eigenen Volkes konzentriert und deshalb ein Dorn im Auge der EU ist. Man stelle sich einmal vor, dass derartige Rechtsbrüche wie in Rumänien in Ungarn ablaufen würden, wie groß dann der Aufschrei in Brüssel wäre. So aber wird da kommentarlos darüber hinweg gegangen.
Ich aber fühle mich da genötigt, zu handeln. Henryk Broder hatte ja so treffend zu den Jugendlichen in einer Diskussion gesagt, als sie gefragt haben, wie das denn im 3. Reich überhaupt möglich war, dass man ein ganzes Volk systematisch in den Abgrund führen konnte. Er erklärte es mit seiner Antwort:„Weil sie damals so waren, wie Ihr heute seid“
Ich sehe das genauso und wehre mich gegen die Anfänge. Deshalb lehne ich mich immer wieder aus dem Fenster, auch, wenn es für mich nicht gerade ungefährlich ist. Aber das Wort „Angst“ ist mir fremd. Meine Aktion von gestern, und die likes sowie positiven Kommentare sind in Windeseile auf ein hohes Niveau gelangt (im rum. Facebook, übersetzt auf deutsch):
WO SIND DIE WÄHLER VON HORATIU POTRA? AUFRUF ZUR DEMO!
Wer sich an die letzte Kommunalwahl erinnert, weiß, dass es nur wenige Stimmen waren, die Potra (Bürgermeisterkandidat) angeblich hinter Roman (amtierender Bürgermeister) gelegen hat. Ich gehe davon aus, dass sich jeder, der damals Potra gewählt hat, über seine Gründe der Wahl im Klaren war.
Es hat sich aber so entwickelt, dass man diesen Mann, der mit den Unregelmäßigkeiten und der Korruption in Mediasch (Stadt in Siebenbürgen) aufräumen wollte, mit Hilfe der PNL (eine Partei der Regierungskoalition) als Staatsfeind eingestuft hat.
Mit Hilfe von immer noch nicht bewiesenen Anschuldigungen, unter völliger Missachtung des Strafrechtsparagraphen, wurde dieser Mann verfolgt. Er gilt als politisch Verfolgter in Rumänien.
Da die Staatsanwälte krampfhaft versuchen, hier irgendwelche Mosaiksteine herauszufinden, die eine Anklage zum Erfolg führen könnten, was ihnen aber bis jetzt nicht gelungen ist, verhängte man den präventiven Arrest (= Untersuchungshaft) über diesen Mann. Natürlich auch über seine Verwandten, was aber mit dem heutigen Tag für diese Verwandten aufgehoben wurde. Für ihn selbst aber besteht dieser präventive Arrest seit seiner freiwilligen Rückkehr nach Rumänien weiter.
Jedem, der in der Lage ist, das Strafrecht zu lesen, wird klar sein, dass hier gegen geltendes Recht verstoßen wurde. Der Artikel 223, aus dem die Begründung für den präventiven Arrest hervorgeht, enthält keinen einzigen Punkt, der für Potra für die weitere Arrestierung eine juristische Begründung darstellt.
Der Zweck dieses präventiven Arrestes ist zweierlei:
Man versucht bei der Staatsanwaltschaft, Zeit zu schinden, um irgendwelche imaginären Beweise zu finden, die man beim anschließenden Prozeß verwenden kann. Aber das läuft ins Leere.Der andere Grund ist, Herrn Potra nach den vielen Wochen des Arrests psychisch zu brechen, was aber mit Sicherheit nicht gelingt, weil Potra aus einem ganz anderen Holz geschnitzt ist.
Nun ist mir aus der Geschichte bekannt, wie man in anderen totalitären Regimen in der Vergangenheit das Recht missbraucht hat, um politische Ziele zu erreichen oder - wie in diesem Falle- zu wahren.
Ein berühmter Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime und auch berühmter Schriftsteller Deutschlands, Bertholt Brecht, hat einmal ganz treffend gesagt:
„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber zum Verbrechen“
Mein Großvater hat das im Nationalsozialismus ernst genommen und dafür mit dem Leben bezahlt. Aber ich sehe mich in der Erbfolge der Verantwortung und werde mich genauso für Leute, die unschuldig eingekerkert wurden, einsetzen. Ich mache das nicht für mich persönlich, sondern für die Bevölkerung in Rumänien. Dieses Land ist es einfach wert, dass ich mich dafür einsetze.
Aber jeder soll sich darüber im Klaren sein, dass es für alles einen Anfang gibt. Dieser Anfang war bereits im Dezember 2024 mit Georgescu (illegale Annullierung der Präsidentenwahl), und er nimmt immer mehr Formen an. Deutlich wurde es in dem Report: DOCUMENTAR RECORDER. Justiție capturată. (investigative Journalisten haben die illegale Verbindung zwischen Regierung und Justiz aufgedeckt)
Das bedeutet im Klartext: Für Potra auf die Straße zu gehen und für seine Freilassung zu demonstrieren, ist keine Art von Gefälligkeit für Potra, sondern es ist ein Manifest dafür, dass man nicht bereit ist, juristische Willkür aus politischen Gründen hinzunehmen.
Diese Willkür kann jeden treffen, heute, morgen, oder irgendwann. Mich, Dich, den Nachbarn, - und wenn wir schweigen, dann interpretieren das diejenigen, die über uns Politik machen, immer als Zustimmung.
Deshalb ist das Eintreten für die Freiheit für Potra auch das Eintreten für unsere zukünftige Freiheit, für uns selbst, für unsere Kinder und Enkel. Denn sonst wären die Leute im Dezember 1989 umsonst gestorben.
Ich rufe zu einer Demonstration am Samstag, den 31.1.2026 auf, die am Nachmittag stattfinden wird. Die genauen Details werden noch publiziert. Demonstration für die Freilassung Potras, aber auch eine Demonstration für das geltende Recht zum Schutz der Bevölkerung.
-
- helmut-1, 20.01.2026, 13:21
Die Duplizität der Ereignisse aber mach zumindest nachdenklich:
Merz hat seine noch existierende Mehrheit beim alten Parlament, trotz verlorener aktueller Wahl, dazu benützt, um diese Schuldenbremse auszuhebeln und diesen katastrophalen Milliardenkredit zu bewerkstelligen.
In Bulgarien war es ähnlich. Die Leute sind wg. des Euros und des abgelehnten Referendums auf die Straße gegangen und haben damit erreicht, dass die Regierung zurückgetreten ist. Aber der Euro wurde trotzdem eingeführt.
-
- stokk', 20.01.2026, 13:15
https://dasgelbeforum.net/index.php?id=680586
https://de.wikipedia.org/wiki/Lew_(W%C3%A4hrung)
Bulg. Euromünzen: „Gott, schütze Bulgarien“ps: Alle zufrieden?