Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandfunk haben ein Manifest für einen neuen öffentlich-rechtlichen Rundfunk erarbeitet.

Reffke @, Mittwoch, 03.04.2024, 19:37 vor 57 Tagen 3191 Views

bearbeitet von Reffke, Mittwoch, 03.04.2024, 19:50

Hallo allerseits,

Da schau an! [[applaus]]

Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio haben ein Manifest für eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks veröffentlicht. Die Mitarbeiter sehen die Grundsätze und den Programmauftrag in Gefahr. Sie loben das Prinzip eines beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks als wesentliche Säule unserer Demokratie und Kultur, fordern jedoch „einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sein Publikum ernst nimmt, der Debatten zulässt und ein breites Meinungsspektrum abbildet, ohne zu diffamieren“.
ARD, ZDF und Deutschlandradio müssten „sich wieder stärker auf ihre im Medienstaatsvertrag festgelegten Werte und Grundsätze besinnen und nach ihnen handeln“. Transparenz und größtmögliche Bürgerbeteiligung sollten dabei im Zentrum stehen. Nur so könne „der öffentlich-rechtliche Rundfunk wieder an Akzeptanz gewinnen und seiner Bestimmung im demokratischen Diskurs gerecht werden.
...

Siehe weiter: https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/mitarbeiter-fordern-neuen-oeffentl...

Die Petition kann hier unterzeichnet werden:
https://www.openpetition.de/petition/online/erneuerung-des-oeffentlich-rechtlichen-rund...

Gestartet 31.03.2024, also kein Aprilscherz! [[nono]]
Sammlung noch > 2 Monate

LG Reffke

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Augenöffner!

Reffke @, Donnerstag, 04.04.2024, 01:18 vor 57 Tagen @ Reffke 2212 Views

Hallo allerseits,

Erhellend dieser Kommentar bei der Achse des Guten, hier als Beispiel:
Ein anderer Mitarbeiter beobachtet:
„In unserer Redaktion wird bei Sitzungen nicht darüber geredet, wie wir die Menschen mit unserem Programm möglichst vielfältig informieren und verschiedene Ansichten präsentieren könnten. Nein, es wird darüber geredet, wie man ein Ereignis mithilfe von Experten einordnen kann. Am Ende sieht die Regierung dabei meist gut aus. Dazu werden dann in der Regel dieselben Experten von einschlägigen Stiftungen und Denkfabriken angerufen, die sich in der Vergangenheit als gute „Einordner“ bewährt haben. Das heißt, im Großen und Ganzen die Sicht der Regierung, der SPD oder der Grünen wiedergeben.“

Und noch einer:
„Ich arbeite seit vielen Jahren für den WDR als Autor. Was mich besorgt und umtreibt, ist die Wahrnehmung, dass in den Redaktionen wenig bis keine Bereitschaft besteht, andere Meinungen als den Mainstream überhaupt wahrzunehmen, geschweige denn als Bereicherung anzuerkennen. Egal, ob Energiepolitik, Corona oder Migrationsfragen etc., die Leitlinien der Berichterstattung sind mehrheitlich durch politisch motivierte Redakteure so vorgegeben und eingeengt, dass eine echte Auseinandersetzung von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.“

Ein/e Mitarbeiter/in (ARD-Anstalten, Deutschlandfunk ORF), der/die sich in den Sozialen Medien kritisch über die Coroamaßnahmen geäußert hatte, hörte persönlich einen vielsagenden Satz vom ORF: „Wir können es nicht hinnehmen, dass unsere Autoren die Regierungspolitik kritisieren.“

Ein ZDF-Mitarbeiter:
„Gesendet wurde nach meiner Beobachtung überwiegend, was das Narrativ bestätigte und am Leben hielt . (…) Kritische Fragen mussten sich Politiker­Innen fast ausschließlich dahin­gehend gefallen lassen, ob ihre Maß­nahmen ausreichend seien für den Gesundheits­schutz. Fast nie, ob sie zu weit gehen oder ihrerseits Schäden anrichten. Schäden durch die Maß­nahmen (einsames Sterben, psychische Folgen für die Kinder, Geschäfts­pleiten, Staats­verschuldung) wurden als „Corona-Schäden“ deklariert. Ein breiter Mainstream ist entstanden, gegen den - meinem Erleben zufolge - kaum an­zu­kom­men war, wenn man als einzelner Redakteur nicht selber als „Verharm­loser“ oder Schlimmeres ab­qualifiziert werden wollte.“

Ein ARD-Mitarbeiter schildert einen Fall von redaktionellem Eingriff, der für ihn entweder Zensur, vorauseilenden Gehorsam, Feigheit oder die weise Voraussicht, einen Kampf nicht anzuzetteln, den man sowieso nicht gewinnen kann, bedeutete.
Siehe weiter: https://www.achgut.com/artikel/systemkritiker_im_staatsvertragsfunk

Kommt die Wende beim Fernsehfunk der BRD endlich?
Hoffentlich nicht "feministisch-außenpolitisch" um 350° [[lach]]

Deutscher Fernsehfunk der DDR: Das war endlich mal Journalismus!
DFF1 AK am Abend 14.12.1990 - letzte Sendung

LG Reffke

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Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Die Wende?! Neenee, mach Dir mal keine Sorgen, die wollen "uns" einfach nur besser mitnehmen.

neptun, Donnerstag, 04.04.2024, 06:25 vor 56 Tagen @ Reffke 1628 Views

Kommt die Wende beim Fernsehfunk der BRD endlich?

Wen man nicht mehr mitnehmen kann, der läßt sich erheblich schwieriger steuern.

--
Wählen? AfD! (Das ist derzeit alternativlos.)
Weil es permanent besonders aktuell ist:
"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Sehr schön - die Spendenaktion startet demnächst in die andere Richtung

mabraton @, Donnerstag, 04.04.2024, 07:39 vor 56 Tagen @ Reffke 1656 Views

Hallo Reffke,

im Dezember 1990 schicken die deutschen Pakete für Kinder nach Moskau. Es wird nicht mehr lange dauern dann gibt es nach 25 Jahren eine Spendenaktion der Russen für Kinder in Deutschland.

Und noch immer kritisieren nur ein paar Außenseiter die Zerstörungspolitik deutscher Staatsführer der letzten 25 Jahre.

Amen!

beste Grüße
mabraton

Gute Initiative, aber wenn die Macht hätten, müssten sie kein Manifest schreiben...

Andudu, Donnerstag, 04.04.2024, 10:07 vor 56 Tagen @ Reffke 1102 Views

bearbeitet von Andudu, Donnerstag, 04.04.2024, 10:26

...die korrupten, opportunistischen und zum Teil extrem dummen Entscheider an der Spitze und in den Parteien werden eine Besinnung auf journalistische Werte zu verhindern wissen, wussten sie zumindest bisher bzw. haben die Polarisierung ala "Haltung" ja erst auf die Spitze getrieben. Ohne einen Streik (in der Hoffnung die Aufrichtigen haben noch einen wirkmächtigen Anteil) wird da nichts laufen.

Bestimmt die Hälfte des Personals ist intellektuell und bildungsmäßig gar nicht mehr in der Lage den Ansprüchen zu genügen. Bring mal einer radikalen Feministin, die von Patriarchat schwafelt und sich bei jedem x-beliebigen Thema aus Gewohnheit zutiefst benachteiligt fühlt, bei, dass sie neutral zu sein hat. Die weiß nicht mal, was Widerspruchsfreiheit oder Logik ist und Statistiken in ihrem Sinne falsch zu interpretieren, ist das einzige was sie kann. Nein, mit weltfremden Propagandawachteln und arroganten linken Einpeitschern kann man einfach keinen Journalismus machen, es geht nicht, das ist meine feste Überzeugung, diese Leute sind unbelehrbar, teilweise sogar schwer geistig gestört.

Dabei sind die perfiden transatlantischen Netzwerke, mit denen sich die Oberpfosten absprechen, noch gar nicht erwähnt. Bei Corona und auch bei den diversen Kriegen habe ich in verschiedenen Foren mit Leuten diskutiert, die ich für intelligent halte, aber die man bei manchen Themen nicht mit sachlichen Argumenten erreicht. Das hat mich sehr stark ernüchtert, die Überzeugungskraft von Diskussionen ist viel niedriger als ich dachte, Menschen sind dumm und leicht fanatisierbar.

Der ÖRR muss erstmal komplett geschliffen werden und dann über eine strenge und genau definierte Personalpolitik vorsichtig und unter echter demokratischer Kontrolle wieder aufgerichtet werden. Anders wird es nicht gehen... und passieren kann das erst nach einem (wie auch immer gearteten) "Umsturz".

Zutreffend. Individueller Protest. Nicht mehr Aushalten können - ändert nichts, außer...

Revoluzzer @, Donnerstag, 04.04.2024, 10:12 vor 56 Tagen @ Andudu 1338 Views

... im Sinne der Erosion des Gesamtsystems. Der ÖRR ist integraler Teil des Ganzen. Es wird die Revolution des Ganzen brauchen, um den ÖRR los zu werden.

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