Für Leser mit viel freier Zeit - Pandemische & kataklystisch-klimatische CHOCs: Rom - Untergang einer Weltmacht

Ostfriese @, Samstag, 09.03.2024, 17:26 vor 96 Tagen 3281 Views

bearbeitet von Ostfriese, Samstag, 09.03.2024, 18:00

Hallo auf dem Forum

In der Sprache der aristotelisch-parmenideischen Weltsicht der perfekt vollendeten fraktalen Analyse, Synthese und Kausalität bleiben die vollumfänglich bestehenbleibenden Gesetze des machtbasierten debitistischen Ablaufs gültig: Frédéric Wilners Film

https://www.arte.tv/de/videos/098123-000-A/rom-untergang-einer-weltmacht/

zeigt, dass in den letzten 400 Jahren der Niedergang des römischen Reiches durch pandemische & kataklystisch-klimatische CHOCs verstärkt wurde.

In den ersten 500 Jahren n. Chr. beherrschte das römische Reich weite Teile Europas und den Mittelmeerraum. Seine Ausdehnung änderte sich in der Zeit aber immer wieder.

Der Niedergang des römischen Reiches begann schon im Jahre 165 n. Chr. als die geographisch größte expansiv errungene Macht zwischen Marc Aurel im Westen und dem im Osten das Reich verteidigenden Lucius Verus aufgeteilt wurde. Durch die Eroberung und Plünderung der kosmopolitischen ursprünglich hellenistischen Großstadt Seleukeia des sich im Großraum Vorder- und Zentralasien ausdehnenden Partherreiches war für Rom der Weg nach Mesopotamien frei.

Nach der Eroberung der Großstadt Seleukeia einschließlich des Raubes der Statue des langhaarigen Apollon - der Gott der Pest, Bogenschützen, Krankheit und Heilkunst - bereitete sich gerade zu den Zeiten der triumphalen Präsentation des Sieges in der damaligen Reichshauptstadt Rom der CHOC der tödlichen Epidemie der Pest aus.

Im Jahre 167 n. Chr. nach Lucius Verus Rückkehr in die Millionenstadt Rom verbreitete sich während der jahrelangen Markomannen-Kriege Marc Aurels die Seuche auch im römischen Heer aus.

Die Antwort auf die Frage, warum die Römer die Kriege nicht beenden konnten, fanden die Archäologen in der römischen Katakombe der Heiligen Petrus und Marcellinus - einer unterirdischen Nekropole in Rom, die in wesentlichen Teilen in der zweiten Hälfte des 4. bis ins 6. Jahrhundert entstanden und nach den - während der Diokletianischen Christenverfolgung gestorbenen – Märtyrern Petrus und Marcellinus benannt wurden.

Die Archäologen zeigen, dass den mehreren Phasen der Grabnutzung in der Nekropole den mehreren Wellen der Epidemien entsprachen.

167 n. Chr. brach die Epidemie in Rom aus, im Winter 169 n. Chr. wütete die Seuche in den Lagern des römischen Heeres - sie dauerte 30 Jahre an, wie der Bericht Galenos von Pergamons - des bedeutenden Arztes der römischen Antike - zeigt, es handelt sich wohl um die erste POCKEN-Epidemie im römischen Reich.

Die Entwicklung der Anzahl der Namen römischer Legionäre während Marc Aurels Markomannen-Kriege zwischen 171 n. Chr. und 176 n. Chr. auf zwei Granitblöcken aus dem Museum der serbischen Stadt Pozarevac und die Barbareneinfälle nach der römischen Unfähigkeit, den von den Ostrogoten verwüsteten Tempel von Eleusis, der Demeter - der Göttin des Ackerbaus - gewidmet war, zu verteidigen, zeigen, welche verheerende ökonomische Wirkung die Seuche auf Staat und Heer hatte - der Wert der römischen Währung verfiel.

Der Schatz von Nanterre belegte die Manipulation der Münzen: Letztendlich Staatsbankrott durch Reduzierung des Silbergehaltes und Abwertung im Verhältnis 1 zu 2. Kaiser Caracalla legte den Wert der neuen Antonia auf das 2-fache eines Dinars fest - die bekannte Münzverschlechterung bis hin zu den Cu-Stücken, die kurz in Silbersud getaucht wurden, um die wachsenden Ausgaben der Staatskasse infolge der Pandemie und der Angriffe der Germanen und der Steppenkultur der Sarmaten zu finanzieren.

40 Jahre später war die römische Währung ein Schatten ihrer selbst.

Nach Caracallas Bau (216 n. Chr.) neuer Thermen in Rom breitete sich von Ägypten ausgehend das hämorrhagische Fieber (251 n. Chr.) im ganzen Reich aus. Es kam über einen längeren Zeitraum zu zahlreichen Invasionen und Plünderungen mit gravierenden Folgen für Staat und Heer. Innerhalb von 20 Jahren gab es 30 Kaiser und Usurpatoren mit der Folge der Zersplitterung des Reiches und der Verlagerung der Hauptstadt Rom nach Byzanz.

Dendrochronologen der Universitäten in Brünn, Novosibirsk und Cambridge zeigen vergleichbare Entwicklungen in den Alpen und im Altai-Gebirge: Es gibt Beweise für eine stabilere klimatische römische Periode. Um das 2.Jhd. n. Chr. wurden die Temperaturen instabiler mit Folgen für die Wanderungen der Nomaden Asiens: Bisherige landwirtschaftliche Methoden gelangten an ihre Grenzen - die Hunnen stießen gegen Westen vor.

Der Bischof Cyprian von Karthago schreibt im 3.Jhd. n. Chr., dass die Sonnenstrahlen weniger leuchten und die Ernten schlechter ausfallen. Diese Welt sei nur noch ein blasser Greis, der schon mit einem Fuß im Grabe steht.

Die Schlacht von Adrianopel (378 n. Chr.) zwischen Westrom und den Goten verursacht durch den Druck der Hunnen zählte zu den schwersten Niederlagen des römischen Reiches: Das weströmische Reich fand sein Ende. Mit der Eroberung Nordafrikas durch die Vandalen ging das schwächere weströmische Reich 429 n. Chr. endgültig unter.

Anfang des 6. Jhd. unternahm Ostrom den Versuch, die verlorenen Gebiete wieder zurückzuerobern.

Eisbohrkerne aus dem alpinen Gletscher der Signalkuppe, die am Institut für Klimawandel an der Universität Maine untersucht wurden, geben Hinweise auf Vulkanausbrüche in den Jahren 536, 540 und 547 n. Chr. auf Island mit der Folge der klimatischen Abkühlung der Erdatmosphäre und von Missernten. Zeitzeugen berichteten: Die Sonne verdunkelte sich für 12 bis 18 Monate, die Sonne war mittags nicht heller als der Mond.

Im Jahre 541 n. Chr. war das Nildelta das Zentrum einer neuen Epidemie von nie dagewesenem Ausmaß. Sie veränderte die römische Geschichte!

Archäologische Funde auf der französischen Insel Maquelone bei Montpellier zeigen im Übergang von der römischen zur byzantinischen Zeit ins frühe Mittelalter den Zusammenbruch des Handels und den Rückgang der Bevölkerung im Mittelmeerraum. Die Untersuchung von Zähnen am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Leipzig deuten auf Wellen über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren der sich ausbreitenden Justinianischen Pest mit dem Verlust eines Drittels der Bevölkerung im ganzen Reich hin.

Das Reich wurde gleichzeitig von zwei CHOCs heimgesucht: Einer tödlichen Pandemie & einer kataklystisch-klimatischen Abkühlung.

Infolge der Pest und der Abkühlung des Klimas durch die CHOCs vermitteln die einstigen wohlhabenden römischen Städte Haluza und Shivta in der Negev Wüste eine Momentaufnahme der letzten Phase des Reiches: Das Reich ging endgültig in die Knie!

Um 540 n. Chr. schrieb Hieronymus an Prokopios von Caesarea: Wenn Du das nächste Mal nach Haluza kommst, werden sich Deine Augen mit Tränen füllen wegen des Staubs und der Dürre in den Weinbergen.

Der hohe Lebensstandard in den Städten, deren Häuser in der Mitte des 6. Jhd. n. Chr. wohlorganisiert verriegelt wurden, spiegelt den Wohlstand wider, den die Landwirtschaft mit sich brachte.

Kaiser Justinians Bemühen das Reich wiederherzustellen, werden von Pest und Kälte zunichte gemacht.

Das nie wieder zur alten Größe zurückfindende oströmische Reich überdauert noch für knapp 1000 Jahre.

Gruß - Ostfriese

Die Botschaft vernahm ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube

D-Marker @, Samstag, 09.03.2024, 21:08 vor 96 Tagen @ Ostfriese 2570 Views

bearbeitet von D-Marker, Samstag, 09.03.2024, 21:46

Der Teil, welcher sich mit debitistischer Betrachtung beschäftigt, den zweifle ich nicht an.
Das ist Dein Part, da kenne ich mich nicht so gut aus wie Du.

Was den Teil mit Seuchen und Krankheiten betrifft, lege ich Widerspruch ein.

Weil, Du glaubst diesbezüglich an Geschichtsbücher.
Und die sind eine dauerhafte Lüge.
Zusammen gesetzt aus Teillügen.

Diese von Dir erwähnten Krankheiten / Seuchen hat es nie gegeben. Nur in den Geschichtsbüchern.
Oder denkst Du, Gott, die Natur oder wen Du sonst noch anführen könntest, hat es sich zum Ziel gemacht, die Menschheit auszurotten?


Pest, Cholera, alles Lügen. Um uns in den Bann der Angst zu ziehen. (Grundvoraussetzung eines einseitigen Machtanspruches.)

Ein Beispiel: Syphilis

"Die Stadien sind im Einzelnen:
• Primäre Syphilis (2-6 Wochen nach Infektion)
• Sekundäre Syphilis (ca. 9 - 24 Wochen nach Infektion)
• Tertiäre Syphilis (nach einer Latenz von vielen Jahren und ohne Therapie – heute selten)
"

So durchgeknallt, solchen Nonsens zu glauben, können nur Fans der Schulmedizin sein.

Zitat:

„Und wenn Du schon mal was über die Eysenbarthschen Methoden gelesen hast, dann weißt
Du, daß auch die Ärzte jener Zeit im Verschreiben alles andere als zimperlich waren. Zwar
kamen sie immer mehr der schrecklichen Giftigkeit des Quecksilbers auf die Spur -
andererseits sah man es auch als richtig an, daß für die schlimmen Lüstlinge, die an der
Syphilis erkrankten, nur das Schlimmste angebracht war.“ (Anmerkung D-Marker: Daher der Name "Quaksalber" für Ärzte, frühere Bezeichnung für Quecksilber.)

"Und so trieb man es denn diesen Lustmolchen aus: bis deren Zähne zuerst schwarz wurden (Anmerkung D-Marker: typisch für Schwermetallionenvergiftung), sie endlich ausfielen und ihr Körper ein einziges Sammelsurium von Schmerz und Leid war.
Einem Doktor kam dann der Einfall zu sagen: Wenn man einem Kranken verschwindend
kleine Mengen eines giftigen Mittels eingibt, das in hoher Dosis genau die gleichen
Wirkungen seiner Krankheit zeigt, dann heilt dieses Mittel besagtes Leiden. So entstand der
berühmte Satz: »Similia similibus curentur« (Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt).“

Jupp. So wie damals giftige Schwermetalle gegen Krankheiten eingesetzt wurden und die Wirkung dieser Gifte den Kranken als 3. Stadium der Krankheit verkauft wurde, (Arsen gegen Syphilis), werden heute Präparate gegen „Long Covid“ (wieder eine Erfindung für die Geschichtsbücher) genutzt.

Und während Du sinnierst, ob ich noch alle beisammen habe, schreiben die Schulmediziner ein weiteres Kapitel der Lügengeschichte:

Corona, deren Ausbreitung noch rechtzeitig durch Impfstoffe verhindert wurde…


LG
D-Marker (ungeimpft)

--
https://www.youtube.com/watch?v=LqB2b223mOM

Nach Eins kommt Zwei

Bergamr @, Samstag, 09.03.2024, 23:43 vor 96 Tagen @ D-Marker 2243 Views

Hallo D-Marker,

so sehr ich mit Dir einig bin, was die zweifelhaften Versuche der quaksalbernden Pharmamedizin (und heutigen gerätemedizinischen Folgeerscheinungen) angehen, muß ich dennoch einwenden, daß die Existenz dieser mehr als fragwürdigen Methoden das Auftreten von Seuchen nicht tangiert.

Die Seuche kommt zuerst, die Reaktion darauf danach.

Unabhängig davon, wie die Reaktion ausfällt: es gibt auch Seuchen bei z.B. Hasenpopulationen, die keine Ahnung von Schulmedizin haben ...

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Du irrst hier, D-Maker hat voll den Durchblick!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Sonntag, 10.03.2024, 07:59 vor 96 Tagen @ Bergamr 1993 Views

Ich hoffe immer, daß solche Vollprofis sich im Fall der Fälle an ihre Thesen halten, auf Behandlung verzichten und so der Evolution eine Chance geben. Nichts ist überzeugender, als mit gutem Beispiel voranzugehen! [[top]]

Grüße

--
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Läuft in Deutschland ...

Wie kommt eigentlich der Gewinner an die Wettschulden, die der Verlierer bei ihm hat? Weil dieser ja ...

neptun, Montag, 11.03.2024, 02:00 vor 95 Tagen @ FOX-NEWS 1142 Views

Ich hoffe immer, daß solche Vollprofis sich im Fall der Fälle an ihre Thesen halten, auf Behandlung verzichten und so der Evolution eine Chance geben.

... dann vielleicht abgelebt haben dürfte. [[zwinker]]

--
Wählen? AfD! (Das ist derzeit alternativlos.)
Weil es permanent besonders aktuell ist:
"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Na ja, die Genugtuung, Recht gehabt zu haben, sollte Dir Entlohnung genug sein. (owT)

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 11.03.2024, 09:38 vor 95 Tagen @ neptun 934 Views

--
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Läuft in Deutschland ...

Der Bischof Cyprian von Karthago schreibt im 3.Jhd. n. Chr - da stimmt was nicht ...

Lenz-Hannover @, Sonntag, 10.03.2024, 10:09 vor 96 Tagen @ Ostfriese 2017 Views

und mangelhafte Ernährung wird zu Krankheiten führen Ursache/Wirkung.

Habermann: Die Ursachen des Untergangs des weströmischen Reiches ...( war dann die volle Planwirtschaft)

https://youtu.be/l88w6u8zWpA?si=NOEIJhMAlq2PXXTr

Paul C. Martin: Die Welt läuft viel simpler ab als manche glauben. Bei der Macht entscheidet nicht …

Ostfriese @, Sonntag, 10.03.2024, 18:48 vor 95 Tagen @ Lenz-Hannover 2203 Views

Hallo Lenz-Hannover

Habermann: Die Ursachen des Untergangs des weströmischen Reiches ...( war dann die volle Planwirtschaft)

https://youtu.be/l88w6u8zWpA?si=NOEIJhMAlq2PXXTr

Gerd Habermann ist kein Debitist. Paul C. Martins Ausgangspunkt ist die Bewusstwerdung des perfekten Verbrechens in einer seit der neolithischen Revolution auf der widernatürlichen Herrschaft des Menschen über den Menschen jenseits der Dunbar-Zahl gegründeten Zivilisation.

Zu Beginn stehen Zwingherren mit ihrer Entourage (Söldner, Aufseher, Wächter, usw.), die mittels Waffenmonopol den Untertanen aus Sippen, Dörfern oder ganzen Stämmen eine terminlich-fixierte sanktionsbewehrte Schuld ex nihilo – also nicht per Kontrakt – in Form von Abgaben, Tribute oder Steuern mit Zwang auferlegen. Am Anfang gibt es also kein Eigentum, Kredit oder Geld. Es gilt zu verstehen, dass diese Abgabeneinheiten schon von Beginn an die zwingend notwendigen Besicherungen für die Redistributionen an die treu dienende Entourage des Zwingherrn sind.

Dottore ausführlich in

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=233901 Re: Noch und noch verfasst von dottore, 14.11.2003, 09:58

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→ Hi,

die Verteilung von Vermögen und Einkommen, die sich immer weiter von der Idealverteilung entfernt ist von mir noch und noch angesprochen worden. Sie liegt im Staatsmachtsystem selbst begründet und ist nicht eine Teufelei von untereinander verschworenen Einzeltätern.

Die Machthalter müssen zu Zwecken ihres Machterhalts ihre Klientel entsprechend bedienen, was beim Adel, Patriziat usw. beginnt, an die Machtrechte (Privilegien) abgetreten werden und über die Kapitalisten, denen die Bildung von Kapitalgesellschaften (Privileg der charter, Privileg der Haftungsbegrenzung auf das eingesetzte Kapital, Bildung von privaten juristischen Personen usw.) erlaubt wird, bis hin zur Zession von Steuern über die Begebung von Staatstiteln reicht. Möglicherweise sind Dir meine Endlos-Postings dazu entgangen.

Nehmen wir nur UMTS als Beispiel: Das Hoheits- (also Macht-)Recht oder Monopol über Funk- und Ätherwellen wurde nicht an die Bevölkerung zu gleichen Teilen verteilt, sondern einem kleinen Club von Bietern zugeschanzt, die nun ihrerseits das Recht haben, die Bevölkerung abzukassieren. Ähnlich das Volkseigentum der ehemaligen DDR.

Alle sog. Eigentumsrechte sind Macht-Derivate, da sämtliches Eigentum zunächst und ausschließlich bei der Macht gelegen hat, die als einzige monopolistisch darüber verfügen konnte (siehe die schubweise folgende Zession dieser Rechte über das Lehenswesen und lese Volckart dazu: Wettbewerb und Wettbewerbsbeschränkung in Politik und Wirtschaft in Mittelalter und Früher Neuzeit, Marburg 2002).

Ähnlich das Geldwesen: Die Macht besteuert das Steuerzahlungsmittel Geld, tritt dieses Recht an die ZB ab, mit der nicht jedermann, sondern nur die dazu privilegierten Banken Geschäfte treiben und somit die Steuer mit einem Monopolaufschlag (sog. Bankzins) in der steuerpflichtigen Allgemeinheit kassieren dürfen.

Die automatische Folge ist die immer weitere Verschlechterung der Verteilung der Resultate wirtschaftlichen Bemühens. Dies habe ich in meinem Bremer Vortrag detailliert ausgeführt und auf die Kurven (Dini) bei Fischer The Great Wave hingewiesen. Der Vortrag ist in einer vorläufigen Fassung im Web abrufbar. Die Kurven wurden hier bereits des Öfteren reingestellt.

Sobald diese automatische Umverteilung nicht durch weitere Zessionen der Macht (wiederum schubweise, siehe Bauernbefreiung, siehe staatlich subventionierte Sozialversicherung usw.) vorübergehend gemildert und die Bevölkerung ruhig gestellt werden kann, kommt es zu sozialrevolutionären Entladungen (Umsturz).

So wird es auch diesmal wieder sein, spätestens dann, wenn die Staatsmacht nicht weitere Staatstitel (= Abtreten von Steuern an Private) ausstellen und verkaufen kann - also konkret im Staatsbankrott, der bekanntlich bereits läuft, da der Staat seine zum Machterhalt nötigen Mittel nicht mehr auftreiben kann (die Beamtengehälter werden bekanntlich bereits gekürzt, andere Kürzungen auch im Bereich der Sozialleistungen, also der Unterstützung der machterhaltenden, weil sie die jeweiligen Machthalter wählenden Klientel).

Der Durchlauf der Machtsysteme folgt ehernen Gesetzen, die ich nur aufzeigen, aber nicht ändern kann, da ich den Staat nicht zwingen kann, seine Kern-Monopole komplett abzulegen, in Sonderheit nicht sein Waffenmonopol, das sämtliche anderen Monopole (besonders das Abgaben- und das Geldmonopol) stützt.

Die Behauptung, ich wäre für die Reichen ist ganz und gar abwegig. Alles, was ich ableite, ist: Systeme, die mit bewaffnetem Zwang arbeiten, müssen zu immer weiter sich verschlechternden Verteilung führen, die auch im vermeintlich optimalen Machtsystem (Demokratie, die ihrerseits nichts anderes ist, als die ultimativ mögliche Zession / Diffusion von Macht-Teilen an die Bevölkerung) der Weg in vollständige Auflösung mit Bürgerkrieg und anschließender Ausbildung neuer Machtsysteme (ich tippe zunächst auf regionale warlords, dann auf gesamthaft autokratische, waffengestützte Systeme) unausweichlich ist.

Zur Auflösung von Demokratien bitte Römische Republik (→ Autokratie des Augustus), die griechischen Stadtstaaten (Athen, siehe den Aufsatz von Wagschal, 2000!) Florenz (→ Savonarola → Medici), die Französische Revolution (→ Jakobinismus → Bonaparte), die Geschichten Russland (→ Kerenski → Bolschewiken) und Chinas (→ warlord-Phase → Mao bzw. Tschiang-kai-schek) Weimar (→ Notstandsgesetz, Hitler) und vor allem die aktuelle US-Geschichte studieren.

Keine Bange, wir kommen auch noch dran. Demokratien können ihre Machterhaltungskosten nicht oder nur vorübergehend (siehe Kolonialismus, Tributsysteme) externalisieren. Sobald ihr unlösbares Finanzierungsproblem internalisiert werden muss (Steuern und Abtretung derselben an staatspapierhaltende Klassen mit entsprechend wachsender ungerechter Verteilung der Zwangsabgaben), lösen sie sich auf. Und das Da Capo beginnt.

Das angeführte Posting ist völlig daneben, weil es die Symptome eines Machtsystems beschreibt (sich verschlechternde Verteilung), aber nicht deren Ursachen aufzeigt, nämlich den über Zessionen des Abgabenmonopols über Staatstitel, mit deren Hilfe sich private Steuereintreiber etablieren können, erfolgenden Versuch der Machthalter, an der Macht zu bleiben.

Solche anklägerischen Eruptionen sind nichts als - lächerlich. Selbstverständlich muss es zu diesen Zuständen kommen und da sich diese Zustände immer weiter in Richtung auf allgemeine Verelendung bewegen, kommt es selbstverständlich zur revolutionären Entladung. Die Proteste gegen Sozialabbau und die bekannte Wahlmüdigkeit (Stoiber wählten 36 Prozent aller wahlberechtigten Bayern, was ihn in keiner Weise mehr legitimiert) sind die ersten Stufen. Auch der hysterische Schwenk von der Koalition zur Opposition (heute absolute Mehrheit, wie lachhaft!) derselben Wähler, die vor Jahr und Tag noch ganz anders entschieden hatten, zeigt das totale Unverständnis der Bevölkerung in Bezug auf das Macht-Phänomen. Als ob sich plötzlich irgendetwas ändern würde, wenn die Union an die Macht käme.

Bestenfalls würde der Weg in den unausweichlichen Untergang des Machtsystems Demokratie um kurze Zeit hinausgezögert. Alles nur von skurrilen Talk-Shows unterstütztes Schattenboxen, während die Katastrophe in Riesenschritten auf uns zueilt.

Dass sich die Reichen natürlich ahnungsvoll überlegen, wie sie ihr Vermögen (also ihre Sub-Macht-Monopole) retten können, kann man ihnen kaum verübeln. Wer ist nicht lieber reich als arm?

Mein Vorschlag, sich zunächst des staatsmonopolistischen Besteuerungs- und Steuerzahlungsmittels Banknoten zum Vermögens-Erhalt zu bedienen, ist allgemein bekannt. Allerdings schwant mir, dass ich genauso in der Gosse landen werde wie alle anderen auch. Noch aber bin ich guten Mutes.

Sei also bitte vorsichtig, auch in Deiner Kritik an Analysen anderer Forumsteilnehmer, zumal wenn Du sie nicht gelesen oder nicht verstanden hast. Hier sind mehrere Hundert Jahre Sachverstand, Erfahrung, analytischem Scharfsinn und vor allem historischer Kenntnis versammelt.

Der Staat ist das Problem, nicht die Lösung!

Gruß!

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… die Ausübung derselben, sondern deren Beibehaltung. Dies bedeutet automatisch Expansion.

Gruß - Ostfriese

Kataklystische-klimatischer CHOC: Schlafender Riese - salvadorianischer Vulkan Ilopango, Konstantinopel & William Turner

Ostfriese @, Montag, 11.03.2024, 15:23 vor 94 Tagen @ Lenz-Hannover 1250 Views

bearbeitet von Ostfriese, Montag, 11.03.2024, 15:27

Hallo Lenz-Hannover

Vielen Dank für Deinen - zu mehr Genauigkeit führenden - Link. Mein Beitrag war nur der bescheidene Versuch, Frédéric Wilners sehr umfangreichen Film aus dem Jahr 2022, der nur bis zum 2. April 2024 online zur Verfügung steht, inhaltlich wiederzugeben.

Im 1. Drittel des von Jens Hahne im Jahre 2015 produzierten und bis zum 31. März 2024 online zur Verfügung stehenden Films Schlafende Riesen - Die Macht der Vulkane

https://www.arte.tv/de/videos/059607-000-A/schlafende-riesen-die-macht-der-vulkane/

wird die Pest, die Konstantinopel im Jahr 640 n. Chr. heimsuchte, ausgehend von Untersuchungen nordpolaren (Grönland) und südpolaren Eisbohrkernen und abweichend von den Ausbrüchen isländischer Vulkane mit dem äquatorialen Vulkan Ilopango in El Salvador in Beziehung gesetzt.

Der Ausbruch fand in der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts statt mit einer 15-jährigen bis nach Konstantinopel und München reichenden Kältewelle!

Gruß - Ostfriese

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