Börse: Gamestop nächster Run? und Frage zu Nordwegische Krone und Weizen

heller, Freitag, 24.03.2023, 17:02 vor 427 Tagen 5958 Views

Elliott-Wellenmäßig wäre eine schöne Korrektur abgeschlossen. Hatte damals vor zwei Jahren bei dem Run mit einem Minibetrag paar Euros verdient und ein paar Aktien überbehalten - aus Neu-Gier. Ich habe nicht mitbekommen, ob das Problem mit den zuviel geshorteten Aktien sich aufgelöst hätte.
https://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart.html?POSITION=--&ID_NOTATION=48528...

Mich wundert, warum die Norwegische Krone nicht stärker, sondern schwächer als der Euro performt. Was machen die verkehrt? (gut dass ich keine gekauft hatte - so als Diversifizierung zum Euro...)
https://www.comdirect.de/inf/indizes/detail/chart.html?ID_NOTATION=1619899&timeSpan...
Hat jemand eine Erklärung dafür? Haben die den Gaspreis geshorted oder wie die Schweizer Euronen zu Billionen gekauft?

Und schließlich Weizen: War da nicht die Rede von Knappheit, Hunger, ...
https://charts.marketcenter.com/cis/qc?cont=zw+h23&period=w&size=500x400&ba...
Sieht aus wie ne fertige Korrektur. Über 710 Tagesschluss gehe ich mal ein bisschen long.
Ansonsten würde ich eher auf Deflation als Inflation tippen. Oder wird der Konsum von Weizen durch Zucker und Tofu (Soybeans) ersetzt? Die gehen ja ab wie gedüngt:

Zucker
https://charts.marketcenter.com/cis/qc?cont=sb+h23&period=w&size=500x400&ba...

Soyabohnen
https://charts.marketcenter.com/cis/qc?cont=zs+h23&period=w&size=500x400&ba...

Gut erkannt

sensortimecom ⌂ @, Freitag, 24.03.2023, 17:52 vor 427 Tagen @ heller 4582 Views

bearbeitet von sensortimecom, Freitag, 24.03.2023, 18:11

.

Ansonsten würde ich eher auf Deflation als Inflation tippen.

Wir hatten nie was anderes als Deflation. Die Teuerung, die künstlich drüber gestülpt wurde, hat nichts mit der wahren Situation am Markt selbst zu tun. Die bestand vorher und ist nachher, wenn Lieferengpässe und Energiemangel verschwinden, schlimmer als je zuvor.

Das Gesamtergebnis ist katastrophal, denn es macht - in letzterem Fall - einen neuen Vorwand "notwendig" um einen neuen (zusätzlichen) Teuerungsschub herbeizuführen, der auf den alten drauf gedoppelt wird, und der dann dem Publikum als "marktwirtschaftlich induzierte Inflation" verkauft wird! Lügen über Lügen..

Wollte ebenfalls zustimmen. Wir hatten Teuerung bei Deflation

Mephistopheles, Freitag, 24.03.2023, 18:05 vor 427 Tagen @ MausS 3699 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 24.03.2023, 18:28

.

Wie passt das zusammen?

Teuerung ist bei gestiegenen Kosten aufgrund gesunkener Arbeitsproduktivität.
Verbilligung ist bei gesunkenen Kosten aufgrund gestiegener Arbeitsproduktivität.

Deflation ist weniger Kredite weniger fresh money.
Inflation ist mehr Kredite mehr fresh money.

Gruß Mephistopheles

Energieversorgung

Manuel H. @, Freitag, 24.03.2023, 20:16 vor 427 Tagen @ Mephistopheles 3056 Views

Wenn man existierende Pipelines stillegt, die Energie erst einmal über China schleppt, wegen Sanktionen auf x-Schiffe umlädt und kostenintensiv über den Maghreb und sonst wo umetikettiert, dann kann man wohl von sinkender Arbeitsproduktivität sprechen.

Von der Zufallsausbeute an Energie durch unsere Windkraftanlagen, die beim Bau und Entsorgung mehr Energie verschlingen als sie jemals produzieren, erst recht.

Je geringer die Arbeitsproduktivität, das schafft doch dringend benötigte Arbeitsplätze, das Ziel aller Politiker.

Im übrigen, jede Teuerung von zu kaufenden Produkten, insbesondere, wenn sie existentiell sind wie Energie, führen zu einer kräftigen Deflation der Löhne.

Mir völlig unverständlich, wie Einzelhandel und Gastronomie bei sinkender Kaufkraft der Kunden, steigenden Löhnen der Mitarbeiter und explodierender Teuerung von Energie und allem (!) was mit Energie hergestellt wird, sich eine Zukunftsperspektive basteln können.

Bei Galeria Kaufhof haben zumindest einige Immo-Fonds sich einsichtig gezeigt und ihre Pachten herabgesetzt. Können wir nun erleben, dass Pachten und Mieten auf breiter Front ermäßigt werden?

"Wenn dein starker Arm es will, dann stehen alle Räder still"

Mephistopheles, Freitag, 24.03.2023, 21:10 vor 427 Tagen @ Manuel H. 2894 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Freitag, 24.03.2023, 21:14

Wenn man existierende Pipelines stillegt, die Energie erst einmal über China schleppt, wegen Sanktionen auf x-Schiffe umlädt und kostenintensiv über den Maghreb und sonst wo umetikettiert, dann kann man wohl von sinkender Arbeitsproduktivität sprechen.

Exakt das ist es. das hat genau dieselbe Wirkung wie ein Streik, wenn die Lieferketten nicht mehr reibungslos funkrionieren. Allerdings ist damit nicht nur eine Branche betroffen, sondern alle. Also ein Generalstreik.

Von der Zufallsausbeute an Energie durch unsere Windkraftanlagen, die beim Bau und Entsorgung mehr Energie verschlingen als sie jemals produzieren, erst recht.

Das EEG ist der klassische Senker der Arbeitsproduktivität, weil...

Je geringer die Arbeitsproduktivität, das schafft doch dringend benötigte Arbeitsplätze, das Ziel aller Politiker.

Man muss dieselbe Arbeit doppelt machen. auf der einen Seite müssen alle konventionellen Kraftwerke rund um die Uhr bereitgehalten werden für den Fall einer Dunkelflaute, auf der anderen Seite wird die gesamte Produktionslinie mit den "Erneuerbaren" zusätzlich errichtet.

Wir haben dasselbe Ergebnis wie vorher, aber mit viel mehr Arbeitsaufwand. Daran krankte die DDR Zeit ihres Bestehens. Es herrschte immer Vollbeschäftigung, aber das Ergebnis war mehr als mau.


Im übrigen, jede Teuerung von zu kaufenden Produkten, insbesondere, wenn sie existentiell sind wie Energie, führen zu einer kräftigen Deflation der Löhne.

Mir völlig unverständlich, wie Einzelhandel und Gastronomie bei sinkender Kaufkraft der Kunden, steigenden Löhnen der Mitarbeiter und explodierender Teuerung von Energie und allem (!) was mit Energie hergestellt wird, sich eine Zukunftsperspektive basteln können.

Bei Galeria Kaufhof haben zumindest einige Immo-Fonds sich einsichtig gezeigt und ihre Pachten herabgesetzt. Können wir nun erleben, dass Pachten und Mieten auf breiter Front ermäßigt werden?

Genau das werden wir erleben. Was passiert? Die bsherigen Mieter machen pleite; was macht der Immobilienhai? Er muss seine Immo erneut anbieten und zwar für ´n Appel und ein Ei.

Dann, wenn das ein paarmal passiert ist, werden die bisherigen Mieter ankommen und der Immofirma Vorschlage, entweder die Miete kräftigst zu senken oder...!

Nicht EEG sondern ESG

FOX-NEWS @, fair and balanced, Freitag, 24.03.2023, 21:35 vor 427 Tagen @ Mephistopheles 2757 Views

Es unterblieben und -bleiben essentielle Investitionen in die "schmutzigen alten Energien". Nu hamma den Salat ...

:-P

Grüße

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Läuft in Deutschland ...

Inflation stellt die Knappheit von Geld wieder her

Morpheus ⌂ @, Samstag, 25.03.2023, 12:59 vor 426 Tagen @ sensortimecom 1638 Views

Hallo sensortimecom,

Inflation stellt die Knappheit von Geld wieder her. Es ist ein Selbstheilungsmechanismus von Geld. Geld, also der Abgabezwang, sorgt dafür, dass Menschen Geld beschaffen müssen, um es abzugeben (Steuern) und auszugeben (Lebenshaltung). Wenn Anbieter von Leistungen zu viel Geld haben, müssen sie kein Geld mehr beschaffen, sie haben es ja bereits.

Dann können und werden sie ihre Leistungen oder Waren nur abgeben, wenn sie deutlich mehr Geld bekommen, was man schön sieht an den Konzernen, besonders bei solchen wie Apple. Die verkaufen ihre Leistungen völlig überteuert, weil sie genug Geld haben. Auch bei Top-Managern gut zu sehen, die total übersteigerte Gehälter verlangen können, weil sie eigentlich gar nicht arbeiten müssen.

Wenn die Käufer ihr überflüssiges Geld, durch die Teuerung wieder verloren haben und die Anbieter die schwindende Nachfrage spüren und nachdem auch ihr Geldpolster wieder verschwunden ist, dann fallen die Preise wieder, weil der Geldbeschaffungszwang wieder einsetzt.

Im Ergebnis ist das Geld, was zu viel im Konsum-Kreislauf war, dann von dort verschwunden und ist jetzt wieder im Finanzsektor bei irgendwelchen Reichen oder Superreichen geparkt. Dann ist alles "wieder gut", und die Inflation wird beendet und die Deflation gewinnt wieder. Bis der Staat, dies erkennt, und dann wieder versucht die Deflation zu bekämpfen indem er Geld verteilt. Was dann ausgegeben wird, sich bei einigen Anbietern staut und der nächste Inflations-Schub kommt.

Nur so wird die breite Bevölkerung, insbesondere die Kleinsparer des Mittelstandes, immer rascher verarmt. Bis dann die Leute, "wenn sie kein Brot mehr haben, doch Kuchen kaufen sollen".

Grüße
Morpheus

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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.

Norwegische Krone - Leitzins?

Fjord og Fjell @, Freitag, 24.03.2023, 20:19 vor 427 Tagen @ heller 3127 Views

Hallo heller
Interessante Korrelationen, die letzten markanten Wendepunkte treffen mit Leitzinsentscheidungen überein.
Hier die Statistik des Norwegischen Leitzinses (Styringsrente) https://www.norges-bank.no/tema/pengepolitikk/Styringsrenten/Styringsrenten-Oversikt-ov...
Der extreme Absturz der Norwegische Krone am 20.03.2020 war am Tage des Zinsschnittes von 1,0% auf 0,25% (in 2019 hatte Norwegen noch größtenteils 1,5% Leitzins). Das Zwischenhoch vom 26.03.2022 mit 1 Euro : 9,45 NOK kam 2 Tage nachdem Norges Bank die Zinsen wieder auf 0,75% hob.
Nur warum die Tendenz schon seit 10 Jahren so schwach aussieht, ist mir echt schleierhaft.

Gruß

Hab mir mittlerweile auch ein wise-Konto mit NOK zugelegt, m.E. sind wir gerade in einer ähnlichen Situation wie Anfang 2k beim Gold ... mkT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Freitag, 24.03.2023, 22:05 vor 427 Tagen @ Fjord og Fjell 3325 Views

... Norwegen wirtschaftlich solide, von der Schuldenseite im grünen Bereich:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/258740/umfrage/staatsverschuldung-von-no...
Dazu rohstoffreich (es glauben nur dumme Grüne, dass Öl und Gas alsbald keine Rolle mehr spielen werden bei der Energieerzeugung) - der Rest der Welt "scheixxt" auf die Ideologie.

Also m.E. NOK long...

MfG
igelei

Wo liegt die Freigrenze?

Ankawor @, Samstag, 25.03.2023, 12:37 vor 426 Tagen @ Manuel H. 1798 Views

Neben WISE ist auch Revolut keine schlechte Idee, wenn man kleinere Mengen NOK gegen EUR kaufen möchte. Mit beiden kostenlosen Banken zusammen lassen sich zudem monatliche Freigrenzen zum kostenlosen Erwerb ausreizen.

Hallo Manuel,

was hat das mit der Freigrenze auf sich? Ich nutze Wise seit 5 Jahren und bin sehr zufrieden damit. In welcher Währung mein Guthaben dort liegt, kann ich mit einem Mausklick ändern. Ich glaube sogar mit Kursgarantie für 24 Stunden. Ich habe aber noch nichts von einer Freigrenze gehört. Wie hoch ist die und auf was bezieht sich das frei? Oder gilt das für Revolut, das ich nicht kenne?

Danke
Ankawor

--
Todfeind [ˈtoːtˌfaɪ̯nt]: Person oder Gruppe, die andere mit dem Tode bedroht, direkt oder indirekt.

Kostenstruktur WISE und Revolut

Manuel H. @, Samstag, 25.03.2023, 12:57 vor 426 Tagen @ Ankawor 1950 Views

Wise gibt die Gebühren transparent an, nimmt als Referenz den Interbankenkurs.
Revolut angeblich auch, hat aber trotzdem schlechtere Kurse, im angeblichen Interbankenkurs sind dann wohl doch Gebühren versteckt.

Wenn man bei beiden nur kostenloses Mitglied ist, hat man die schmalsten Möglichkeiten des gebührenfreien Umtausches zwischen Währungen, je mehr man monatlich an fixen Gebühren zahlt, desto höher die Freigrenzen.

Übersteigt man die Freigrenze, zahlt man zusätzliche Gebühren.

An Wochenenden und Bankenfeiertagen kann Revolut (und vielleicht logischerweise auch Wise) keinen Interbankenkurs feststellen, da Devisenbörsen geschlossen. In diesen Fällen nimmt zumindest Revolut einen kleinen Prozentsatz Sicherheitsmarge vom Kunden, um nicht von wesentlich niedrigeren Kursen am nächsten Bankenarbeitstag (üblicherweise Montag) überrascht zu werden und Geld zu verlieren.

Ich schau deswegen zu, bei Auslandsaufenthalten außerhalb des Euro die Währung vorher und an Wochentagen zu wechseln, da es dann günstiger ist. Die Limits habe ich bislang nicht ausgeschöpft, sie sind zwischen Wise und Revolut vielleicht verschieden und außerdem davon abhängig, welchen Kartenvertrag man abgeschlossen hat. (Ich hab den kostenlosen).

Sollte ich mal planen, spekulativ dort Fremdwährungen zu erwerben, dann würde ich erst schauen, wie hoch die Freigrenzen sind und entsprechend vielleicht monatlich nur innerhalb der Freigrenzen umtauschen (und klar, nur an Bankenarbeitstagen)

Meine Erfahrung:
Ist man beispielsweise in Polen und zahlt dort mit Wise oder Revolut in Zloty, greifen beide erst einmal auf das entsprechende Währungskonto zu (das man vielleicht sehr günstig aufgefüllt hatte), ist dort kein Geld, dann wird auf das Eurokonto zugegriffen und zum in dieser Minute aktuellen Kurs gewechselt (und der kann ganz schön schwanken)
Ist dann Samstag oder/und man hat sein Limit an kostenlosem Währungstausch erschöpft, dann kommen zusätzliche Gebühren auf einen zu (Sind aber alle MickyMaus von der Höhe her und kein Vergleich zum Sortentausch an irgendeiner Privatbank am Schalter vor Ort)

Angenehm: Klassische Kreditkarten, insbesondere von schläfrigen Hausbanken, nehmen oft noch 1-3% Gebühr für die Auslandstransaktion plus einen schlechten Hausbank oder MasterCard oder VIsa Kurs, Wise und Revolut nicht.

Danke vielmals (oT)

Ankawor @, Samstag, 25.03.2023, 13:30 vor 426 Tagen @ Manuel H. 1401 Views

oT

--
Todfeind [ˈtoːtˌfaɪ̯nt]: Person oder Gruppe, die andere mit dem Tode bedroht, direkt oder indirekt.

Verstehe ich nicht!?

Hochtaunus @, Sonntag, 26.03.2023, 09:29 vor 425 Tagen @ Manuel H. 1441 Views

Ich bin Kunde bei Wise und habe bislang noch nicht von irgendwelchen "Freigrenzen" gehört oder gelesen. Was genau meinst Du?

Wise Konditionen

Manuel H. @, Sonntag, 26.03.2023, 17:31 vor 425 Tagen @ Hochtaunus 1394 Views

Wise bietet verschiedene Pakete an, jedes hat seine individuellen Konditionen.
Soweit ich mich erinnere, kannst Du als jemand, der das preiswerteste Paket abgeschlossen hat, nur 200 Euro im Monat bar am ATM ohne Gebühren abheben usw.
Je höherwertiger, sprich teurer Dein Paket bei Wise, desto mehr kannst Du ohne Gebühren machen.
Wenn Du weißt, welches Paket Du abgeschlossen hast, die dann vielleicht "Standard", "Metal" oder "Gold" heißen, desto mehr kannst Du ohne Gebühren machen.

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