(Geschichte) Tschechisch-deutsche Erklärung von 21.01.1997 ...

Mirko2 @, Velky Sernov, Mittwoch, 02.11.2022, 18:45 vor 93 Tagen 1723 Views

Die Regierungen der Tschechischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland … in Würdigung der langen Geschichte des fruchtbaren und friedlichen Zusammenlebens von Tschechen und Deutschen, in deren Verlauf ein reiches kulturelles Erbe geschaffen wurde, das bis heute andauert, überzeugt, dass begangenes Unrecht nicht rückgängig gemacht, sondern höchstens gemildert werden kann und dass dabei kein neues Unrecht entstehen darf ...

Regierungen der Tschechischen Republik und der Bundesregierung Republik Deutschland

unter Berücksichtigung des Vertrags zwischen der Tschechischen Republik und die Slowakische Bundesrepublik und die Bundesrepublik Deutschland gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vom 27. Februar 1992, denen sich Tschechen und Deutsche die Hand reichten,
in Anerkennung der langen Geschichte des fruchtbaren und friedlichen Zusammenlebens der Tschechen und Deutschen, in deren Verlauf ein reiches kulturelles Erbe geschaffen wurde bis heute tätig,
überzeugt, dass das begangene Unrecht nicht rückgängig gemacht werden kann, sondern höchstens zu mildern, und dass dabei keine neuen Missstände entstehen dürfen,
bewusst, dass die Bundesrepublik Deutschland voll unterstützt Aufnahme der Tschechischen Republik in die Europäische Union und den Nordatlantik Bündnis in der Überzeugung, dass es im gemeinsamen Interesse liegt,
sich zu Vertrauen und Offenheit in gegenseitigen Beziehungen verpflichten als Voraussetzung für dauerhafte und zukunftsorientierte Versöhnung

gemeinsam erklären:

1)

Beide Seiten sind sich ihres Engagements bewusst und Verantwortung für die Weiterentwicklung der tschechisch-deutschen Beziehungen im Sinne der guten Nachbarschaft und Partnerschaft und tragen so zur Gestaltung eines Verbindenden bei von Europa.
Tschechien und die Bundesrepublik Deutschland teilen sich heute gemeinsame demokratische Werte, Achtung der Menschenrechte, grundlegend Freiheiten und Normen des Völkerrechts und sind rechtsstaatlichen Prinzipien verpflichtet, Staats- und Friedenspolitik. Auf dieser Grundlage werden sie einvernehmlich und bestimmt in allen Bereichen von gemeinsamer Bedeutung eng zusammenzuarbeiten, Beziehung Schiffe.
Gleichzeitig sind sich beide Seiten bewusst, dass der gemeinsame Weg dahin geht. Der Zukunft erfordert ein klares Wort über die Vergangenheit, während die Ursache a Konsequenzen im Ablauf der Ereignisse dürfen nicht vernachlässigt werden.

2)

Die deutsche Seite bekennt sich zur Verantwortung Deutschlands für seine Rolle in der historischen Entwicklung, die nach München führte Abkommen von 1938, Menschen aus der Tschechoslowakei zu fliehen und zu vertreiben Grenze sowie der Zerfall und die Besetzung der Tschechoslowakischen Republik.
Er bedauert das Leid und Unrecht, das die Deutschen dem tschechischen Volk zugefügt haben, nationalsozialistische Verbrechen. Die deutsche Seite zollt Tribut, die Opfer der Gewalt der nationalsozialistischen Regierung und diejenigen, die diese Regierung haben, Sie wehrten sich gegen Gewalt.
Das ist auch der deutschen Seite bewusst, die nationalsozialistische Gewaltpolitik gegen das tschechische Volk beigetragen, den Boden für Nachkriegsflucht, Vertreibung und Zwangsarbeit zu schaffen Verschiebung.

3)

Die tschechische Seite bedauert, dass die Nachkriegszeit Vertreibung sowie die Zwangsvertreibung der Sudetendeutschen aus der damaligen Zeit Tschechoslowakei, Enteignung und Aberkennung der Staatsbürgerschaft verursacht wurde viel Leid und Unrecht für unschuldige Menschen, auch im Hinblick auf die kollektive Natur der Schuldzuweisung. Er bedauert besonders die Exzesse, die sie widersprachen, schon damals elementaren humanitären Grundsätzen anwendbaren Rechtsnormen und bedauert darüber hinaus, dass sie darauf gestützt wurde, das Gesetz Nr. 115 vom 8. Mai 1946 erlaubte es, diese Exzesse zu ignorieren als rechtswidrig und dass diese Handlungen nicht das Ergebnis waren bestraft.

4)

Darin sind sich beide Seiten einig, das begangene Unrecht gehört der Vergangenheit an, und darauf werden sie ihre Beziehungen ausrichten die Zukunft. Gerade weil sie sich der tragischen Kapitel bewusst bleiben ihrer Geschichte, sind entschlossen, weiterhin bei der Gestaltung ihrer Beziehungen zu helfen, die Priorität des Verständnisses und der gegenseitigen Einigung, während jede Partei bleibt an ihre eigene Rechtsordnung gebunden und respektiert, dass die andere Partei eine andere Rechtsauffassung hat. Beide Seiten also sie erklären, dass sie ihre Beziehungen nicht mit politischen und rechtlichen belasten werden Fragen aus der Vergangenheit.

5)

Beide Parteien bestätigen ihre Verpflichtungen ab Artikel 20 und 21 des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vom 27. Februar 1992, in dem die Rechte der Mitglieder verankert sind, die deutsche Minderheit in der Tschechischen Republik und Personen tschechischer Herkunft in der Bundesrepublik der Republik Deutschland.
Beide Seiten sind sich bewusst, dass diese Minderheit und diese Personen spielen wichtige Rolle in den gegenseitigen Beziehungen, und erklären, dass ihre Unterstützung ist weiterhin im gegenseitigen Interesse.

6)

Beide Seiten sind von diesem Einstieg überzeugt der Tschechischen Republik in die Europäische Union und Freizügigkeit in diesem Bereich, es wird das Zusammenleben von Tschechen und Deutschen weiter erleichtern.
In diesem Zusammenhang äußern sie ihre Zufriedenheit darüber, dass auf der Grundlage von Europäische Assoziierungsabkommen zwischen der Tschechischen Republik und der Europäischen von den Gemeinschaften und ihren Mitgliedstaaten wurde viel erreicht Fortschritte im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, einschließlich der Möglichkeit der Selbstversorgung, Erwerbs- und Geschäftstätigkeiten nach Artikel 45 dieses Abkommens.
Beide Seiten werden innerhalb ihres geltenden Rechtsrahmens vorbereitet. Vorschriften, die bei der Beurteilung von Aufenthaltsgesuchen und Zugang zum Arbeitsmarkt zu beachten sind, besondere Rücksicht auf humanitäre und andere Gründe, insbesondere auf Verwandtschaftsverhältnisse sowie familiäre und sonstige Bindungen.

7)

Beide Parteien werden einen tschechisch-deutschen Fonds gründen, die Zukunft. Die deutsche Seite erklärt sich einsatzbereit Fonds von 140 Millionen DM. Die tschechische Seite erklärt sich bereit 440 Mio. CZK in den Fonds einbringen. Beide Parteien werden eine separate Vereinbarung treffen über die gemeinsame Verwaltung des Fonds.
Aus diesem gemeinsamen Fonds werden Projekte finanziert von gemeinsamem Interesse (wie Jugendtreffen, Altenpflege, Bau und Betrieb medizinischer Einrichtungen, Pflege von Baudenkmälern und Gräbern und deren Erneuerung, Minderheitenförderung, Partnerschaftsprojekte, Tschechisch-Deutsch Diskussionsforen, gemeinsame wissenschaftliche und ökologische Projekte, Sprache, Lehre, grenzüberschreitende Zusammenarbeit).
Die deutsche Seite bekennt sich zu ihrer Verpflichtung und Verantwortung gegenüber an alle, die Opfer nationalsozialistischer Gewalt geworden sind. Deswegen Projekte, für die es geeignet ist, sollten in erster Linie davon profitieren Opfer nationalsozialistischer Gewalt.


8)

Darin sind sich beide Seiten einig. Historische Entwicklung der Beziehungen zwischen Tschechen und Deutschen, besonders in der ersten Hälfte das 20. Jahrhundert erfordert gemeinsame Untersuchungen und setzt sich daher dafür eine Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Arbeit der Tschechisch-Deutschen Historikerkommission.
Gleichzeitig denken beide Seiten an die Erhaltung und Pflege kultureller Erbe, dass Tschechen und Deutsche vereint, für einen wichtigen Beitrag dazu Brücken in die Zukunft bauen.
Beide Parteien vereinbaren die Einrichtung eines tschechisch-deutschen Diskussionsforums, die hauptsächlich aus Mitteln des Tschechisch-Deutschen Fonds unterstützt werden. Der Zukunft, die unter der Schirmherrschaft beider Regierungen und unter Beteiligung von stattfinden wird aus allen Kreisen interessiert an engem und gutem Tschechisch-Deutsch Partnerschaft, Förderung des tschechisch-deutschen Dialogs.

Quelle: https://www.mzv.cz/jnp/cz/o_ministerstvu/historie_a_osobnosti_ceske_diplomacie/druha_sv...

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Audiatur et altera pars

Welch ein himmelweiter Unterschied zu den polnischen Revanchisten!

mabraton @, Donnerstag, 03.11.2022, 07:59 vor 92 Tagen @ Mirko2 834 Views

Hallo Mirco,

ich mag die Tschechen. Das sind feine Leute. In der Tat ist die Deutsch-Tschechische Geschichte in erster Linie geprägt von intellektuellem Austausch und gegenseitiger Anerkennung.

beste Grüße
mabraton

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