In Notzeiten sich von Pflanzen ernähren und der Bedarf an Kalorien (ein Lieblingsthema unseres Mephistopheles)

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Sonntag, 30.10.2022, 23:04 vor 95 Tagen 6974 Views

bearbeitet von Konstantin, Sonntag, 30.10.2022, 23:09

Mehrfach schon hat @Mephistopheles darauf hingewiesen, daß man bei tierischer Kost leichter und schneller an die benötigten Kalorien heran kommen kann, als "selbst ins Gras zu beißen".
Nun, durchaus können Menschen aus Grashalmen nicht wirklich viel Nahrhaftes herausholen. Es gibt jedoch auch Baumfrüchte, die durchaus als Grundnahrungsmittel, auf jeden Fall als Kaloriengeber geeignet sind.

Ein Beispiel:

Nährwert von Maronen:
100g frische, geschälte Kastanien enthalten 160-200 kcal (665-830 KJ)
1 kg Maronen enthalten also 1.600-2.000 kcal

Erntemenge pro Zeit:
Direkte manuelle Ernte (häufigste Methode, 5-30 kg/h)

Quelle:
https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/nebennutzung/agrarische-waldnutzung/konser...

Die Erntemenge umgerechnet auf kcal/h: 5x1.600=8.000 bis 30x2.000=60.000 kcal/h

Bei einem Bedarf von 2000 bis 2500 kcal pro Tag müsste man zwischen 2 und 15 Minuten lang für den Tagesbedarf sammeln.

Würde man sich ausschließlich von Maronen ernähren liegt der Verbrauch demnach bei 1-1,5 kg Maronen pro Tag (ca. 400kg pro Jahr).
Ein 10 jähriger Baum bringt ca. 10 kg Maronen pro Jahr. Davon bräuchte man demnach 36 Exemplare für den Jahresbedarf.
Ältere Bäume erreichen durchaus einen jährlichen Vollertrag im Bereich von 100kg. Da reichen 4 Bäume für den Ganzjahresbedarf (bei 160m² Platzbedarf).
Für die Ernte von 400kg Maronen braucht es 15 bis 80 Stunden (also ca. 2 Tage bis 2 Wochen, bzw. wenige Stunden pro Tag über mehrere Wochen).

Sicherlich muss für die Haltbarmachung (Wässern, Trocknen, Schälen etc.) noch Energie und Zeit aufgebracht werden.

Ein Maronenhain bietet jedoch auch noch Nektar für Bienen (30 bis 300 kg Edelkastanien-Honig pro Hektar und Jahr mit 3000kcal/ kg Honig also jährlich 90.000 bis 900.000 kcal pro Hektar Maronen) und zusätzlich hat es noch unter den Bäumen Weidefläche für Schafe (Milch, Fleisch, Wolle).

Ein Maronenhain entsprechender Größe kann also locker eine Familie mit den nötigen Kalorien (alleine über die Pflanzen) versorgen bei geringem Zeitaufwand. Kalorien durch Tierhaltung kommen noch oben drauf. Tierhaltung ist für eine ausgewogene Ernährung (Fett + Eiweiß) auch durchaus zu empfehlen.

Im übrigen geben Maronenbäume auch vorzügliches Bau- und Brennholz.

Es gibt einige Gründe warum ich mit dem Pflanzen von Maronen begonnen habe. Nun, die knapp über 70 Exemplare sind erst 2 Jahre alt, brauchen also noch mindestens 8 Jahre bis sie pro Baum ca. 10kg geben dürften, also brauche ich nur Überlebenskonserven für die kommenden 8 Jahre und esse ab dann nur noch Maronen... </ironie>

Für Maronen braucht man allerdings den passenden Standort: neutral bis saurer Boden mit Sonne und Wärme.

Viele Grüße
Konstantin

PS: bei Interesse an Maronen-Jungbäumen lohnt sich ein Besuch bei dieser Baumschule:
https://www.baumschule-wurzelwerk.de/unser-sortiment/

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Danke für interessanten Beitrag

Arbeiter @, Sonntag, 30.10.2022, 23:22 vor 95 Tagen @ Konstantin 4176 Views

Walnüsse und Eicheln auch interessant.

Gruss

Arbeiter

Ja, die und Ölsaaten auch. (oT)

Wayne Schlegel @, Montag, 31.10.2022, 00:45 vor 95 Tagen @ Arbeiter 3431 Views

(oT)

In P. wächst alles wild

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 00:53 vor 95 Tagen @ Arbeiter 4345 Views

bearbeitet von Dieter, Montag, 31.10.2022, 00:58

Hallo,
während man Eicheln im Allgemeinen nicht roh verzehren darf, sondern erst tagelang wässern muß, gibt es eine einzige Eichelart auf Erden, bei der das nicht notwendig ist, der Steineiche. Sie ist auch süßer als andere Eicheln und diese Eicheln sind sogar unbehandelt für den Menschen eßbar. (Leider für dt. Klima-Verhältnisse nicht geeignet)

Naja, und zufällig gibt es die in großen Teilen Spaniens (Estremadura) und Portugals (Alentejo) in Massen, sodaß sich quasi die hiesige Bevölkerung ausschließlich hiervon sattessen könnte. Es gibt einige portug. Rezepte mit Eicheln der Steineiche, auch Eichelbrot - aber die meisten Stein-Eicheln landen in den Mägen vom Wild und der schwarzen freilaufenden Schweine und deren abschließender Mast vor der Schlachtung - und deren Muskelfleisch, welches fein mit besonderem Fett marmoriert ist, finde ich noch leckerer durch desen tierischen Veredlungsprozess.

Ansonsten ist noch anzumerken, daß es in P. riesige natürliche Maronenwälder gibt, allerdings vorwiegend in den kühleren und weniger trockenen Lagen des Landes. Maronen sind hier allgemeines Lebensmittel.

Abgesehen davon halte ich auch Hülsenfrüchte, insbesondere Bohnen für sehr nahrhaft, eiweißreich und vor allem extrem lagerfähig. Also in P. ist man gwohnt zw. einem Dutzend versch. Trockenbohnen zu wählen je nach Rezept. In Kombination mit Reis, Kartoffeln, versch. Getreidearten reicht es auch an Kalorien.

Und wer davon nicht satt wird, geht halt angeln und holt sich noch Fischeiweiß mit Omega3. Zusammen mit diversen Kohlarten, die ganzjährig geerntet werden, gibts dann noch ausreichend Vitamin C, ggf. in Ergänzung mit Citrusfrüchten, die 8-9 Monate/Jahr frisch vom Baum gepflückt werden können, usw. Und die Haut kann ohnehin noch ausreichend Vitamin D produzieren, vor allem in der "dunklen" Jahreszeit, in der dort die 5-fachen Sonnenstunden ggüber D wirken. Und als Ergänzung zu alledem: die meisten Speisen mit Olivenöl, welches durch den typisch portug. frühen Pflückzeitpunkt besonders reich an wertvollen Inhaltsstoffen ist.

Gruß Dieter
Das Leben ist schön !


PS: Das Holz der Steineiche ist übrigens extrem farbig. Man könnte meinen es wäre ein extravagantes Tropenholz. Aber auch extrem hart aufgrund eingelagerter Mineralien, daher der Name. Habe des öfteren Objekte daraus erstellt.

--
Die Feinde Deutschlands heißen: USA, Großbrit. und Polen. Es ist Zeit für einen Seitenwechsel !

Woran erkennt man Steineichen?...

Andudu, Montag, 31.10.2022, 12:25 vor 95 Tagen @ Dieter 3074 Views

Laut Wikipedia gehören sie zu den Zerreichen
https://de.wikipedia.org/wiki/Zerreiche
kann man die Früchte aller Zerreichen essen? Weißt du das?

Ich fände es spannend, eine frostharte Version zu suchen.
Viele so südländische Gewächse gibts mittlerweile ja auch als frostharte Selektionen.

Quercus cerris und Quercus Ilex

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 14:42 vor 95 Tagen @ Andudu 3013 Views

Quercus cerris ist ein bekannter laubabwerfender mittelgroßer Parkbaum mit schöner Herbstfärbung und angenehmem Holzbild.

Quercus ilex ist immergrün, wächst eher strauchartig (wird aber im Alter ein mächtiger Baum)

hier ein paar Erklärungen:
https://www.klimawandelgehoelze.de/klimawandelgeh%C3%B6lze/stein-eiche/

In normalen Wintern würde Quercus Ilex hier problemlos überstehen. Nur kann man sich über Jahrzehnte darauf nicht verlassen. Quercus cerris ist deutlich frosthärter, auch aufgrund der laubabwerfenden Eigenschaft.

Interessant das Holz von Quercus ilex, extrem hart, sehr facettenreich, wenig Drehwuchs. Hin und wieder schneide ich bei mir im Schuppen kurze Stämme zu Bohlen auf:

Als Beispiel hier ein ca. 1,20 m langes Stammstück, frisch aufgeschnitten. Die Rottöne werden unter UV-Lichteinfall im Laufe der Jahre rotbraun in Nuancen.


[image]


Gruß Dieter

--
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Danke k.T.

Andudu, Montag, 31.10.2022, 16:21 vor 95 Tagen @ Dieter 2513 Views

k.T.

Ergänzende Infos zu Eicheln - Pilze als Notnahrung

Ankawor @, Montag, 31.10.2022, 09:59 vor 95 Tagen @ Arbeiter 3490 Views

Hier gibt es noch jede Menge weitere Infos zu Eicheln:

https://www.youtube.com/watch?v=mhAOMRoWrnk

Auch mit selbstgezogenen Pilzen kann man überleben, nicht unbedingt alle lebenswichtigen Stoffe, aber besser als verhungern. Sagten Fachleute vor einiger Zeit.

Wie das ziemlich unkompliziert geht, wird in diesem Kanal erklärt:

https://www.youtube.com/channel/UC-jOgJRKA9vHnSVR8Oe_wbA

MFG
Ankawor

Welchen "Mißerntezuschlag" (jährlich verlässlich gleiche Ertragskraft, Nässe, Trockenheit, Schädlinge ...) sollte man einkalkulieren? (oT)

Wayne Schlegel @, Montag, 31.10.2022, 00:36 vor 95 Tagen @ Konstantin 3299 Views

(oT)

Ich rechne mit über 50% Verlust (die ich schon berücksichtigt habe)

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Montag, 31.10.2022, 07:05 vor 95 Tagen @ Wayne Schlegel 3694 Views

Bei der verlinkten Baumschule steht:

"Ein Ertrag der Fruchtselektionen von 25kg Esskastanien pro Baum bzw. 2,5 Tonnen pro Hektar bei 10x10m Pflanzung ist bei guter Pflege nach 10 Jahren zu erwarten. Erste Früchte können ab dem 3 Standjahr auftreten."

In meiner Berechnung schrieb ich: "Ein 10 jähriger Baum bringt ca. 10 kg Maronen pro Jahr." (statt 25kg)

Ich gehe davon aus, daß die Baumschule auch eher im sicheren Bereich bleibt und etwas Verlust einkalkuliert. Die von mir angesetzten 10kg pro Baum und Jahr nach 10 Jahren ist also ziemlich sicher einzukalkulieren.

Statt den angegebenen 10x10m Pflanzabstand habe ich im übrigen, in Abstimmung mit der Baumschule, in nur 6x6m gepflanzt. Dies ergibt in den ersten Jahren einen höheren Ertrag. Sobald die Bäume größer werden und zu dicht stehen kann ich Stück für Stück einzelne Bäume fällen. Da es sich bei den Pflanzen der genannten Baumschule um Sämlinge von Edelsorten handelt (und nicht um veredelte Klone) habe ich eine genetische Vielfalt in der Anlage. So kann ich auswählen und die schlechter wachsenden Bäume oder die, mit kleineren Früchten entnehmen und die besseren stehen lassen. Nach und nach kann es dann auf 12x12m hinaus laufen, was genug Licht zwischen den Bäumen läßt damit das Gras für die Schafe gut wächst. Im übrigen treiben aus den Stümpfen abgesägter Esskastanien neue Triebe, die gerade nach oben streben und alle paar Jahre geerntet werden z.B. als Brennholz oder für Zaunpfosten.

Viele Grüße
Konstantin

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"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Werden die Maronen in unserem Breitengrad überhaupt vollreif? Oder erhalten sie nicht doch einfach zu wenige Sonnenstunden im Jahr?

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 08:31 vor 95 Tagen @ Konstantin 3328 Views

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

In der Baumschule in OWL

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 09:54 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 3249 Views

Hallo Meph.,
in der Solitär-Baumschule meines Bruders in Ostwestfalen werden regelmäßig Eßkastanienbäume produziert, die dann ein Alter von 10-20 Jahren haben zum Verkaufszeitpunkt. Die tragen regelmäßig Eßkastanien, die man aufsammeln und verwerten kann. Dabei ist ein Teil unbrauchbar, aber reif werden sie alle.

Gruß Dieter

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Pfälzer Wald, sonnige Südwestpfalz, voll mit Maronen

Joe68 @, Montag, 31.10.2022, 10:05 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 3201 Views

Leider sind die meisten Früchte doch etwas klein geraten ggü den Angeboten im Supermarkt. Ab und zu verkaufen Kinder die selbst gesammelten Maronen, am Strassenrand, an die Touristen.

Reife

Rain @, Montag, 31.10.2022, 10:40 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 3129 Views

Lieber Meph,

Joe hats schon geschrieben, in der Südwestpfalz wachsen die Kastanien wild, im Schwarzwald auch. Sie sind lediglich kleiner als die aus Italien.

In kalten Jahren hat man weniger Ertrag, aber dieses Jahr konnte man kiloweise sammeln.

Zu beachten ist aber, daß viele Bäume intermittierend sind, die Bäume tragen nur jedes zweite Jahr gut.

Deshalb ist es wichtig, nicht nur eine Sorte anzubauen, sondern mehrere, auch verschiedene Arten.


Beste Grüsse

Rain

--
Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Sonnenstunden / Spätfrost / Rindenkrebs / Tintenkrankheit / ... es gibt mehrere Herausforderungen zu bestehen

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Montag, 31.10.2022, 10:48 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 3171 Views

Die Anzahl der Sonnenstunden ist sicherlich eine Thematik. Aber auch die nötigen Wärmestunden; Spätfrost, der den Neuaustrieb abfrieren lässt, im schlimmsten Fall auch die Blüte trifft; und alle Varianten der Krankheiten, die Esskastanien treffen können.

Eine Garantie oder auch "Sicherheit" gibt es nicht.
Wie man damit umgeht, um doch eine brauchbare Ernte zu erzielen, ist ganz einfach:

Man pflanzt 1. Sämlinge und keine veredelten Klone und 2. deutlich mehr Bäume als benötigt.
Bei der Auswahl der Sämlinge nimmt man welche aus einer Herkunft von bewährten, gesunden, möglichst resistenten Ertrags-Edelsorten, die wiederum aus einer Anpflanzung stammen in der auch passende Bestäubersorten wachsen. Wir wählten beispielsweise Sämlinge aus einer Mischung der Sorten 'Bouche de Betizac' und 'Brunella'.

Im übrigen: "Fruchtbäume (Maroni) infizieren sich besonders leicht an der Veredelungsstelle."
Zitat aus: https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/neue-arten/der-esskasta...

-> deshalb Sämlinge nehmen, die haben keine Veredlungsstelle...
Und am Besten Sämlinge mit extra tiefen Töpfen für eine gesunde Pfahlwurzel. So 40cm tief ist schon gut. Die Größe des Topfes ist dabei nicht so groß, Format 10x10 cm reicht gut.

Durch die genetische Vielfalt der Sämlinge wird es im Ergebnis Exemplare geben, die den Herkunfts-Sorten ähneln, sowie welche, die krankheitsanfälliger, kleinfrüchtiger etc. sind, vielleicht gibt es auch neue, noch bessere Sorten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es Variationen ergeben, die an den Standort besonders gut angepasst sind. Die nicht so guten Exemplare werden im Lauf der Jahre abgesägt oder ganz gerodet. Auch werden im Lauf der Jahre vor Ort immer ein paar Maronen dort in den Boden gesteckt an denen unbrauchbare Varianten gerodet wurden. So ergibt sich im Lauf der Jahrhunderte eine eigene genetische Optimierung am Standort.

Wegen den Sonnenstunden und der Wärmemenge: Je nach dem wie das Wetter sich weiterentwickelt werden die Maroni reif werden oder eben nicht. Hauptsache die Bäume überstehen den Winter und den Spätfrost.

Da keiner die weitere (schon seit ewigen Zeiten andauernde) Wandlung des Klimas genau vorherzusagen im Stande ist, pflanze ich einen Maroni-Hain für die Möglichkeit, daß es passen sollte. Wenn das Klima sich anders entwickelt (z.B. deutlich kälter), dann werden die auch vorgesehenen sibirischen Zirbelkiefern (mit ihren leckeren Samen) eben wachsen und gedeihen. Die halten bis minus 50°C aus... Und wenn es hier in der Region so kalt werden sollte, daß auch die aufgeben (Eiszeit mit flächendeckendem Gletscher), dann ist es halt doch Zeit zum Auswandern...

Viele Grüße
Konstantin

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Alternative

Andudu, Montag, 31.10.2022, 12:06 vor 95 Tagen @ Konstantin 3012 Views

Man pflanzt 1. Sämlinge und keine veredelten Klone

Ohne Sämlinge schlecht machen zu wollen: man kann auch Veredlungen bewurzeln, indem man die Veredlungsstelle tief genug eingräbt. Bei einer 2m großen Pflanze mit Kronenveredlung ist das aber dann natürlich etwas aufwendiger :-) also eher bei noch kleinen Pflanzen praktizierbar.

Auch mal an Mespelus germanica denken

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 11:58 vor 95 Tagen @ Konstantin 3285 Views

Hallo Konstantin,

als Alternative auch mal an die Mespulus denken. Anspruchslos, konstant ertragreich, sehr nahrhaft.

Hin und wieder wenn ich zur passenden Jahreszeit in Deutschland bin, mache ich (eigentlich meine Frau, aber ich esse ihn) einen extrem sättigenden Nachtisch als Hauptmahlzeit.

Gruß Dieter

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Gibt auch eine hervorragende Konfitüre...

Andudu, Montag, 31.10.2022, 12:12 vor 95 Tagen @ Dieter 2926 Views

Hin und wieder wenn ich zur passenden Jahreszeit in Deutschland bin, mache ich (eigentlich meine Frau, aber ich esse ihn) einen extrem sättigenden Nachtisch als Hauptmahlzeit.

...ich friere die als ganze Frucht ein (um sie mürbe zu machen), nach dem Auftauen in etwas Wasser kochen, zerstampfen und durchs Sieb geben. Den Brei dann mit Zucker und Wasser abschmecken und einkochen (Achtung je nach Dicke muss man sehr gründlich kochen, damit alles wirklich durchgegart ist, sonst gärt es dann).

Der überwiegende Teil der Kastanien ist in Deutschland seit mehr als 20 Jahren todsterbenskrank

Plancius @, Montag, 31.10.2022, 09:30 vor 95 Tagen @ Konstantin 3659 Views

Die Miniermotte hat seit mehreren Jahrzehnten den Kastanienbestand in Deutschland befallen und rottet diese Baumart bei uns nach und nach aus.

Die schönen mecklenburgischen Alleen werden jedes Jahr wegen des Absterbens der Kastanien und nach Stürmen ausgedünnt. Neue Kastanien werden nicht mehr gepflanzt, weil die Miniermotte sofort ihr zerstörerisches Werk beginnt. Ersatzpflanzungen erfolgen meist mit Linden, die jedoch nicht das prachtvolle Bild der kastanienumsäumten Alleen ersetzen können.

Gruß Plancius

--
Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Nicht verwandte mit Namensgleichheit

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 09:51 vor 95 Tagen @ Plancius 3402 Views

Hallo Plancius,

Castanea sativa = Eßkastanie
Aesculus hippocastaneum = Kastanie, weißblühend. - also die, die als Aleen stehen.

Botanisch nicht verwandt, nur beim deutschen Namen. Insofern auch andere Schädlinge usw.

Gruß Dieter

--
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Liegt an Elstern und Grauen Eichhörnchen...

XERXES @, Montag, 31.10.2022, 10:30 vor 95 Tagen @ Plancius 3522 Views

Sind extreme Nesträuber. Habe es über 10 Jahre an eigenen Kastanien beobachten können.

In einem Jahr hat sich ein Elsternpaar (dürfen nicht mehr bejagt werden) bei uns nieder gelassen. Im Jahr drauf gab es kaum noch Kohlmeisen. Der Befall der Kastanien mit den Raupen (sitzen unter den Blättern) nahm extrem zu. Für die Kastanien war in der Folge schon im Sommer Herbst.

Als die Elstern weg waren, erholte sich der Meisenbestand und die Kastanien waren voll von ihnen. Sie hingen Kopf über an den Blättern und pickten die Raupen weg.

Ein Jahr drauf, hatten sich die Bäume erholt.

Ein schönes Beispiel für engstirnige "Umweltpolitik" der Grünen.

p.s. Schön auch das Grüne verbot zur Bejagung von Schwarzwild in Hessen...Die Menschen in Fankfurt-Sachsenhausen war begeistert...

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Kollektive Geisteskrankheit

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Montag, 31.10.2022, 11:34 vor 95 Tagen @ XERXES 3490 Views

Sind extreme Nesträuber. Habe es über 10 Jahre an eigenen Kastanien beobachten können.

In einem Jahr hat sich ein Elsternpaar (dürfen nicht mehr bejagt werden) bei uns nieder gelassen. Im Jahr drauf gab es kaum noch Kohlmeisen. Der Befall der Kastanien mit den Raupen (sitzen unter den Blättern) nahm extrem zu. Für die Kastanien war in der Folge schon im Sommer Herbst.

Als die Elstern weg waren, erholte sich der Meisenbestand und die Kastanien waren voll von ihnen. Sie hingen Kopf über an den Blättern und pickten die Raupen weg.

Ein Jahr drauf, hatten sich die Bäume erholt.

Ein schönes Beispiel für engstirnige "Umweltpolitik" der Grünen.

p.s. Schön auch das Grüne verbot zur Bejagung von Schwarzwild in Hessen...Die Menschen in Fankfurt-Sachsenhausen war begeistert...

Danke @XERXES,

fast täglich muss ich mich wundern. Ich höre beim Kochen ja Radio jeden Tag. Gestern ein Beitrag aus Kalifornien, wo eine Gruppe dieser o. g. Öko-Spezies sich für Wale einsetzt, welche in Fischernetzen verrecken. Soweit ohlroid, aber folgenden Satz fand ich merkwürdig: Dass die Tiere elend in kalifornischen Fischernetzen sterben, wollen sie verhindern.

Mir stellt sich da die Frage: Wie viele Millionen Viecher werden täglich mit Fischernetzen bestimmungsgemäß zu Tode gequält?

So, Thermoskanne ist fertig, werde losradeln,den südlichen Komposter leeren und verteilen. Kompost ist übrigens ggf. gefährlicher als Karola, aber im Gegensatz zu dem Virus rein natürlich entstanden, Das ist eine gesicherte Erkenntnis, das mit den Tierschutz-Aktionen gegen Fischernetze nicht, weil, wird noch diskutiert.
[[ironie]]

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Das ist halt der Mangel im Kopf bei diesen "Schützern"

Kaladhor @, Münsterland, Montag, 31.10.2022, 16:27 vor 95 Tagen @ XERXES 2839 Views

Die sehen die großen Zusammenhänge einfach nicht...was kein Wunder ist, deren Horizont reicht ja gerade mal armlang. Ist genau wie bei dem Agieren gegen Steinvorgärten.... statt solche Vorgärten, dann lieber prachtvoll blühende Vorgärten....dass die heimische Tierwelt mit diesen Blümchen aber eventuell nix anfangen kann, ist egal. Mir wollte so ein "umweltschützer" auch mal ans Bein pinkeln....dem hab ich in meinem Steinvorgarten - genauer in der Natursteinmauer - die beiden geschützten, heimischen Eidechsenarten gezeigt, da war er stumm.

Ist halt meist immer nur "gut gemeint" bei diesen Gesellen....

Grüße

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Braucht man aber massig Platz...

Andudu, Montag, 31.10.2022, 10:19 vor 95 Tagen @ Konstantin 3201 Views

bearbeitet von Andudu, Montag, 31.10.2022, 10:40

...hab auch schon überlegt, so einen Baum in den Garten zu pflanzen, aber die können riesig werden.

Einen Walnussbaum habe ich, die werfen auch ordentlich kalorienreiche Früchte herunter (Achtung: Selbstfruchtbarkeit beachten, die haben zwar männliche und weibliche Blüten an einem Baum, aber die müssen auch zur selben Zeit blühen, was sie nicht bei allen Bäumen tun).

Wenig Arbeit macht aber beides nur bei der Pflege, die Verarbeitung und vor allem die Haltbarmachung ist nicht so trivial. Selbst vermeintlich unkomplizierte Walnüsse müssen ordentlich getrocknet werden, meine waren mit Würmern befallen, die gehen zwar nicht in die Nuss, aber sie lassen die grüne Schale verfaulen, die dann den Kern auch verdirbt, wenn man die Nüsse nicht rechtzeitig abnimmt und säubert usw. dann hatte ich sie offenbar nicht genug getrocknet und kühl gelagert, was bei der aktuellen Luftfeuchtigkeit aber dazu führte, dass sie außen schimmelten, ich habs zum Glück rechtzeitig gemerkt. Mal sehen, was davon noch brauchbar ist.

Wer nicht so massig viel Platz hat, dem kann ich Haselnüsse empfehlen (Achtung: zwei Sorten pflanzen, die sind m.W. nicht selbstfruchtbar). Machen mehr Arbeit in der Pflege (das Gebüsch wird mit der Zeit undurchdringlich), aber die Nüsse muss man nicht großartig haltbar machen. Leider werden die öfter von Haselnussbohrern befallen, die den Ertrag erheblich mindern können. Ich habe Unkrautfließ unter die Büsche gelegt, das mindert es etwas, weil die Larven nicht in den Boden kommen, wo sie überwintern (oder so irgendwie).

Nachtrag: ich sehe gerade, dass die bei
https://www.baumschule-wurzelwerk.de/unser-sortiment/
auch gegen Haselnussbohrer resistente Sorten haben. Spannend.

Bucheckern

Weiner, Montag, 31.10.2022, 10:40 vor 95 Tagen @ Konstantin 3535 Views

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/natur/141...

fiese Sammler lesen sie nicht einzeln, auf sondern suchen (später im Jahr) nach den Vorratsnestern von Eichhörnchen; ist verzeihlich, weil die Eichhörnchen sich ohnehin nicht alle ihre Lager merken können ...

gibt tausend andere essbare Dinge; viele Städter denken, Topinambur sei ein hübsches Unkraut;

empfehlenswert wäre auch, die obige Nahrung bereits heute zu einem gewissen Teil zu sich zu nehmen, so dass die Darmflora sich darauf einstellen, d.h. diese etwas fremdartigen Dinge besser verwerten kann.

Den langen Marsch mit Mao haben vor allem diejenigen Chinesen überlebt, die vorher schon von Baumrinde und Graswurzeln sich ernähren mussten

Komisch

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 20:16 vor 94 Tagen @ Weiner 2664 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 31.10.2022, 20:24

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/natur/141...


Das ganze Land war früher voll mit Buchen und Schweinen. Deutschland ist nämlich Buchen- und Schweineland.
Warum nur hat man eigentlich die ganzen Buchenwälder gerodet und mühsam Getreide angebaut, wenn die Nahrung schon auf den Bäumen wuchs?

https://www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de/welterbe-buchenwaelder/deutschland


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Der Weiner ist halt Einer, ...

Bergamr @, Montag, 31.10.2022, 20:33 vor 94 Tagen @ Mephistopheles 2742 Views

der die Not im schönen Mantel und in intellektuellen Worten verkauft.

Buchele zu sammeln und davon satt zu werden, ist mit Verlaub Utopie.
Taugt allenfalls als Ergänzung, keinesfalls als Quelle.

Das Thema Maronen ist interessanter, spielt aber in derselben Liga.
Schwager und Schwägerin sind in einem Maronenverein zur Erhaltung dieser schönen Bäume.
Aber als Nahrungsgrundlage auch nicht geeignet - was natürlich kein Grund ist, sie nicht trotzdem anzupflanzen @Konstantin!

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Buchenwälder gibt es nicht nur dort, wo "Nationalpark" draufsteht

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 20:45 vor 94 Tagen @ Mephistopheles 2657 Views

z.B. in unserer Region gibts riesige Flächen an Buchenwäldern. Die Grünen in NRW wollten daraus einen Nationalpark machen, aber die hiesige Bevölkerung hat sich im jahrelangem Kampf gewehrt mit Erfolg.

Buchen lieben kühle kalkreiche Böden. Der Landkreis Lippe ist z.B. berühmt für seine Buchenforsten mit High-Tech Industrie aufgrund der Besonderheiten des Buchenholzes und natürlich ein Hotspot der Möbelindustrie. Und Buchen-Brennholz gibts natürlich auch mehr als genug.

Also: um mich herum, also 180 Grad nur Buchenwälder in der Egge und Teuteburger Wald, die anderen 180 Grad Eichen, Kiefern, Birken auf den kargen Senne-Böden.

Gruß Dieter

--
Die Feinde Deutschlands heißen: USA, Großbrit. und Polen. Es ist Zeit für einen Seitenwechsel !

Modeholz Kernbuche

Bergamr @, Montag, 31.10.2022, 21:05 vor 94 Tagen @ Dieter 2691 Views

Hallo Dieter,

>>Der Landkreis Lippe ist z.B. berühmt für seine Buchenforsten mit High-Tech Industrie aufgrund der Besonderheiten des Buchenholzes und natürlich ein Hotspot der Möbelindustrie.<<

Genau, und weil die Buchenwälder dort wie überall unerschöpflich sind, kam die clevere Möbelindustrie auf den sinnigen Einfall, die 'Kernbuche' zu erfinden. Früher hat man das rausgeschnitten ...

So wie heute überall die 'Asteiche' durch Werbung zum tollen Holz befördert wird. Früher hat man das rausgeschnitten ...

Oder Risse, die mit schwarzem Epoxidharz gefüllt zum Augenschmaus werden ....

In den 80er-Jahren kam Erle als Modeholz auf. Ich war junger Geselle, einer unserer alten Mitarbeiter ist damals fast verzweifelt: Erle war früher Blindholz, allenfalls dankbar als gut zu deckend lackierendes Beiholz oder gut fräsbar im Formenbau, aber als Sichtholz für ein Möbelstück ... ?

Der Markt, der Markt, ... ist mannigfaltig beeinflußbar ...

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Leider wenig hilfreiche Idee

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Montag, 31.10.2022, 10:52 vor 95 Tagen @ Konstantin 3384 Views

bearbeitet von Hannes, Montag, 31.10.2022, 11:06

Mehrfach schon hat @Mephistopheles darauf hingewiesen, daß man bei tierischer Kost leichter und schneller an die benötigten Kalorien heran kommen kann, als "selbst ins Gras zu beißen".
Nun, durchaus können Menschen aus Grashalmen nicht wirklich viel Nahrhaftes herausholen. Es gibt jedoch auch Baumfrüchte, die durchaus als Grundnahrungsmittel, auf jeden Fall als Kaloriengeber geeignet sind.

Ein Beispiel:

Nährwert von Maronen:
100g frische, geschälte Kastanien enthalten 160-200 kcal (665-830 KJ)
1 kg Maronen enthalten also 1.600-2.000 kcal

Erntemenge pro Zeit:
Direkte manuelle Ernte (häufigste Methode, 5-30 kg/h)

Quelle:
https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/nebennutzung/agrarische-waldnutzung/konser...

Die Erntemenge umgerechnet auf kcal/h: 5x1.600=8.000 bis 30x2.000=60.000 kcal/h

Bei einem Bedarf von 2000 bis 2500 kcal pro Tag müsste man zwischen 2 und 15 Minuten lang für den Tagesbedarf sammeln.

Würde man sich ausschließlich von Maronen ernähren liegt der Verbrauch demnach bei 1-1,5 kg Maronen pro Tag (ca. 400kg pro Jahr).
Ein 10 jähriger Baum bringt ca. 10 kg Maronen pro Jahr. Davon bräuchte man demnach 36 Exemplare für den Jahresbedarf.
Ältere Bäume erreichen durchaus einen jährlichen Vollertrag im Bereich von 100kg. Da reichen 4 Bäume für den Ganzjahresbedarf (bei 160m² Platzbedarf).
Für die Ernte von 400kg Maronen braucht es 15 bis 80 Stunden (also ca. 2 Tage bis 2 Wochen, bzw. wenige Stunden pro Tag über mehrere Wochen).

Sicherlich muss für die Haltbarmachung (Wässern, Trocknen, Schälen etc.) noch Energie und Zeit aufgebracht werden.

Ein Maronenhain bietet jedoch auch noch Nektar für Bienen (30 bis 300 kg Edelkastanien-Honig pro Hektar und Jahr mit 3000kcal/ kg Honig also jährlich 90.000 bis 900.000 kcal pro Hektar Maronen) und zusätzlich hat es noch unter den Bäumen Weidefläche für Schafe (Milch, Fleisch, Wolle).

Ein Maronenhain entsprechender Größe kann also locker eine Familie mit den nötigen Kalorien (alleine über die Pflanzen) versorgen bei geringem Zeitaufwand. Kalorien durch Tierhaltung kommen noch oben drauf. Tierhaltung ist für eine ausgewogene Ernährung (Fett + Eiweiß) auch durchaus zu empfehlen.

Im übrigen geben Maronenbäume auch vorzügliches Bau- und Brennholz.

Es gibt einige Gründe warum ich mit dem Pflanzen von Maronen begonnen habe. Nun, die knapp über 70 Exemplare sind erst 2 Jahre alt, brauchen also noch mindestens 8 Jahre bis sie pro Baum ca. 10kg geben dürften, also brauche ich nur Überlebenskonserven für die kommenden 8 Jahre und esse ab dann nur noch Maronen... </ironie>

Für Maronen braucht man allerdings den passenden Standort: neutral bis saurer Boden mit Sonne und Wärme.

Viele Grüße
Konstantin

PS: bei Interesse an Maronen-Jungbäumen lohnt sich ein Besuch bei dieser Baumschule:
https://www.baumschule-wurzelwerk.de/unser-sortiment/

Einen schoenen Feiertag wünschend und für mich selbst nutzend, kurze Meinungsäußerung:

Sehr romantische Ideen, das! Leider für die Zukunft wenig hilfreich m. E!

Was wird kommen? Sicherlich eine Verteuerung der von den Ökos so sehr gehassten "Billig-Lebensmittel vom Aldi", also das Zeug für die Masse wird fett teuer. Ist ja Programm von denen, wurde jahrelang auch von der Masse so gewählt. Und am Ende wird es wieder der Russe gewesen sein, wie bei der Energiewende.
[[kotz]]

Geliefert wie bestellt, passt.
[[zigarre]]

Das deutsche Volk hat Erfahrung in der Sache Nährstoffmangel. Jeweils vor allem nach Kriegsende, durch die Sieger gemacht, nachlesen! Das Wissen sollten wir nutzen, es ist leicht nachzulesen, notfalls im ANtiquariat, die Bücher gibt es noch.

Ja. Im NOTFALL kann man durchaus auch Eicheln essen.

Aber! Für vorgeschlagene und hier umfangreich erörterte Pflanzung von Esskastanien wird keine Zeit mehr bleiben, zumal kaum Jemand den Landbesitz hat dafür (und die Besitzlosen zur Ernte kämen, wennn ...).

Walnussbaum habe ich vor Jahrzehnten weggemacht, weil darunter nichts wächst, Blätter sind ein Herbizid, die Natur ist grausam und darin erfindungsreich. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Öko-Phantast.

Kartoffeln wären nämlich die bessere Wahl, der alte Fritz war nicht doof. Besser einen Zentner Kartoffeln als ein Tütchen Walnusskerne auf dem halben Morgen Eigentumsland, so man das hat.

Die Kartoffel soll übrigens die einzige Frucht sein hier? Die alle Stoffe enthält, die der Mensch zum Leben braucht.

Informiert EUch über Steckrüben usw. Über das, was ich im wirklichen Mangel-Leben bewährt hat, nicht in systopischen Phantasien.

Die Zukunft wird wieder zur Selbstversorgern hin führen, die GELD SPAREN WOLLEN, so wie ich das noch erlebt habe. Da ist keine Zeit mehr für Spinnereien, wenn man sich vernünftig vorbereiten will. Wenn die Kinder gesundes Gemüse brauchen zum Beispiel. Verantwortung ist gefragt, nicht das Ewig-Kind-Bleiben, was so in Mode ist - noch!

Die Esskastanien können Deine Kinder sich dann von EINGESPARTEN GELD beim Zigeuner an der Ecke kaufen, geröstet, als AUSNAHME vom Kartoffel-Einerlei. Denn den armen Zigeuner, der allerlei Gewerbe betreiben muss, den wird es auch noch geben (WIEDER geben!). Und Esskastanien und Feuerholz auch. Zigeuner sammeln ja gern das Eisen, hier für den fliegenden Grill zusammen, das wird auch so bleiben. Und das Ordnungsamt wird weggucken ... Es wird andere Sorgen haben, wenn es noch finanziert werden kann. Vielleicht macht den Job dann so eine Art Polizei? Hab' keine Ahnung davon, wie das kommen wird.

So sehe ich unsere Zukunft!

Muss los, in' Garten, Komposter ist voll, neues Laub kommt in Massen, aber von Obstbäumen. Nix Koniferen und Co bei uns. Die NAchbarn züchten darin den uns schlimmm schädigenden Birnengitterrost, das wird sich zukünftig auch geben, m. E.

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Steckrüben? Würg!

FOX-NEWS @, fair and balanced, Montag, 31.10.2022, 12:31 vor 95 Tagen @ Hannes 3110 Views

[[kotz]]

Wie bekommt man den ekelhaften bitteren Beigeschmack weg? Bei Rosenkohl tut es tieffrieren.

Grüße

--
[image]
** sic transit gloria germaniae **

Sicher eine Sortenfrage...

Andudu, Montag, 31.10.2022, 12:40 vor 95 Tagen @ FOX-NEWS 3016 Views

bearbeitet von Andudu, Montag, 31.10.2022, 12:51

...ich kann mich an den bitteren Rosenkohl aus Kindheits- und Jugendtagen erinnern.

Ich kaufe jedes Jahr welchen (ich liebe Rosenkohl) und ich hatte schon ewig keinen bitteren mehr, obwohl ich die immer frisch kaufe und zubereite und nicht vorher einfriere.

Es ist faszinierend, was man mit Pflanzen alles machen kann und wie die entwickelt werden, das ist enorme Dynamik drin (auch wenn durch die Industrialisierung der Landwirtschaft leider viel verloren gegangen ist).

Nachtrag:
Die gelben Rüben sind wohl weniger bitter, als die weißen. Viele empfehlen sie vorzukochen und das erste Kochwasser wegzuschütten:
https://selbstvers.org/forum/viewtopic.php?t=4036

Der Grund angeblich (Zitat):
"Überlagerte Rüben und verletzte Rüben enthalten mehr Bitterstoffe.
Man soll die Rüben nach dem Putzen und Zerteilen entweder mit Wasser gut abspülen oder sofort ins Kochwasser geben, weil durch das Verletzen der Zellen die enthaltenen Senfölglycoside und Myrosinasen zusammen kommen und zu Senfölen hydrolyieren, die wohl für den bitteren Geschmack verantwortlich sind. Das würde auch erklären, wieso Vorkochen die Bitterstoffe entfernt."

Der Boden könnte auch noch eine Rolle spielen.

Steckrüben- oder hier auch Wrukeneintopf genannt, ist ein wohlschmeckendes Gericht im Herbst und Winter

Plancius @, Montag, 31.10.2022, 14:50 vor 95 Tagen @ Hannes 2906 Views

bearbeitet von Plancius, Montag, 31.10.2022, 14:54

Ich kann den Einwand von @Fox wegen der Bitterkeit der Steckrüben nicht verstehen.

Wir essen im Herbst und Winter häufig einen sogenannten "Wrukeneintopf". Muss allerdings feststellen, dass wir hiermit immer ziemlich allein dastehen. Nicht wegen des Geschmacks, sondern weil die Generation unter 45 Jahren generell keinen Eintopf mehr isst.

Ich erkläre die verarmte Esskultur der unter 45jährigen damit, dass sie nach der Wende die Verpflegung in den Schulküchen a la DDR nicht mehr mitgemacht haben. Entweder haben die Kinder nach der Schule den Mikrowellenfraß gegessen oder sie sind ggfs. bei Oma zu Tisch gegangen, die dann die Wünsche des verwöhnten Enkels erfüllt hat. Es musste also nicht mehr das gegessen werden, was auf den Tisch kommt.

Somit hat sie diese Generation an Nudeln mit Tomatensauce und Pommes mit Currywurst und Mayonnaise gewöhnt. Etwas anderes gab es ja auch nicht für die Kinder, wenn sie mit den Eltern essen gegangen sind.

Übrigens @Hannes. War letzte Woche auf der Durchreise auf der Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen an der Magdeburger Hochstraße. Bin dann im Mr. Pan, einem Chinesen gelandet. Sehr gut geführter Chinese mit hervorragendem Büffet, schneller Bedienung und 1a Sauberkeit. Aber das Publikum: So viele Adipöse, incl. übergewichtiger Kinder auf einem Haufen selten gesehen. Voll das Klischee: Camp David-Ausgehklamotten und großflächig tätowiert. Ich hoffe, dass das nicht der Durchschnittsdeutsche in Magdeburg war.

Gruß Plancius

--
Der Königsweg zu neuen Erkenntnissen ist nach wie vor der gesunde Menschenverstand.

Eintopf ist effizient und billig.

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Montag, 31.10.2022, 23:33 vor 94 Tagen @ Plancius 2740 Views

bearbeitet von Hannes, Montag, 31.10.2022, 23:37

Ich kann den Einwand von @Fox wegen der Bitterkeit der Steckrüben nicht verstehen.

Wir essen im Herbst und Winter häufig einen sogenannten "Wrukeneintopf". Muss allerdings feststellen, dass wir hiermit immer ziemlich allein dastehen. Nicht wegen des Geschmacks, sondern weil die Generation unter 45 Jahren generell keinen Eintopf mehr isst.

Ich erkläre die verarmte Esskultur der unter 45jährigen damit, dass sie nach der Wende die Verpflegung in den Schulküchen a la DDR nicht mehr mitgemacht haben. Entweder haben die Kinder nach der Schule den Mikrowellenfraß gegessen oder sie sind ggfs. bei Oma zu Tisch gegangen, die dann die Wünsche des verwöhnten Enkels erfüllt hat. Es musste also nicht mehr das gegessen werden, was auf den Tisch kommt.

Somit hat sie diese Generation an Nudeln mit Tomatensauce und Pommes mit Currywurst und Mayonnaise gewöhnt. Etwas anderes gab es ja auch nicht für die Kinder, wenn sie mit den Eltern essen gegangen sind.

Übrigens @Hannes. War letzte Woche auf der Durchreise auf der Suche nach einem Restaurant zum Mittagessen an der Magdeburger Hochstraße. Bin dann im Mr. Pan, einem Chinesen gelandet. Sehr gut geführter Chinese mit hervorragendem Büffet, schneller Bedienung und 1a Sauberkeit. Aber das Publikum: So viele Adipöse, incl. übergewichtiger Kinder auf einem Haufen selten gesehen. Voll das Klischee: Camp David-Ausgehklamotten und großflächig tätowiert. Ich hoffe, dass das nicht der Durchschnittsdeutsche in Magdeburg war.

Gruß Plancius

Guten Abend,

schaffe kaum noch alles zu lesen. Danke für den Text, der mich berührt hat.

Kohlrübe kann angeblich jeden Geschmack annehmen. Kein Geschmack wenn pur, angeröstetes Fleisch/Zwiebeln/... muss ran, und Fett, dann schmeckts auch, wenn Appetit da ist.

Ist man jung und in der Lehre und in der Kälte draußen körperlich gefordert, gibt es kaum etwas schmackhafteres als Kohlrübeneintopf mit fettem Schweinefleisch, für ein paar hundert VbE zubereitet im VEB-Essensaal. Ich spreche aus Erfahrung.

Gestern habe ich einen Eintopf gezaubert aus dem Rosenkohl des Vortags und Garten-Kräutern +Gemöööse
[[la-ola]]

Wieder was Neues probiert, und es schmak ...

Mindestes zwei pro Woche, oft auch Reste vom Vortag als Basis. Aber eigenartiger Weise sind gerade gut gemachte Eintöpfe verhältnismäßig zeitaufwendig. Pizza auftauen und warm machen als Referenz.

Den genannten Rosenkohl würde ich nie in einem Restaurant essen, weil ich den selber putze und weiß, was drin ist.
[[euklid]]

Ich war erstaunt, dass Dill zu Rosenkohl im Eintopf geschmacklich passt. Wenn man noch frisches von der Gattin aus dem Garten angeschlepptes dazu tut. Radieschenbläter kann man auch essen, ist aber Popelkram, der auch Zeit braucht. Und hier wird Dein beobachtetes Problem begründet: Zeitaufwand.

Was ich meine ist, dass die Leute wieder zusammenziehen werden, rein aus Effizienzgründen, man denke nur an's Heizen. Auch werden viele alleinerziehende Mammis zunehmend ihren Stolz aufgeben, weil sie es mit der Finanzierung des Handwerkers und der Fertignahrung nicht mehr hinkriegen werden. Armut eben, wie gewünscht Ihr woken Ladies. Tschaumama ...

Zu den Kindern in Magdeburg: Eher im Gegenteil, hier hat man kürzlich wieder die Erstklässler aller Schulen in der Zeitung abgebildet (Datenschutz?), immer noch viele Blonde dabei, hübsche Kinder, aber von der Tendenz her hast Du Recht, US-Zombi-Kids-Invasion überall ...

Von 2018 hatte ich hier mal die gescannte Zeitungsseite reingestellt zum Vergleich mit damals hier thematisiertem Erscheinungsbild der Ruhrgebiets-Schulklassen (!).

Restaurants lauern auf Kunden, habe ich heute beim Heim-Radeln (übrigens an den zeitgleich drei Demos vorbeigefahren) gesehen:


[image]

Ich war mal bei Demmin auf Montage in den Siebzigern.


H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Doppelt nein!

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 21:42 vor 94 Tagen @ Hannes 2754 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 31.10.2022, 22:03

Kartoffeln wären nämlich die bessere Wahl, der alte Fritz war nicht doof. Besser einen Zentner Kartoffeln als ein Tütchen Walnusskerne auf dem halben Morgen Eigentumsland, so man das hat.

Die Kartoffel soll übrigens die einzige Frucht sein hier? Die alle Stoffe enthält, die der Mensch zum Leben braucht.

Viel zu wenig Eiweis, viel zu wenig Fett, viel zu vielee Kohlehydrate.
Kohlehydrate sind etwas für Schwerarbeiter, weil, die werden entweder sofort verbraucht oder in Übergewicht umgewandelt.
Die Kartoffel taugt erst dann zur menschlichen Ernährung, wenn sie vorher vom Schwein gefressen wurde (vorher kochen! Weil, roh kann sie auch ein Schwein nicht richtig verdauen).

Hafer ist das, hat ausreichend Fett und Eiweis. Zusammen mit Leinsamen, ebenfalls Fett und Eiweis!

Informiert EUch über Steckrüben usw. Über das, was ich im wirklichen Mangel-Leben bewährt hat, nicht in systopischen Phantasien.

Rübenwinter. Aber ebenfalls gut zu gebrauchen, nachdem ein Schwein sie gefressen hat.

Die Zukunft wird wieder zur Selbstversorgern hin führen,

Nö. Schaffen niemals die 1 Mio Kal/Person/Jahr ran.

Die Esskastanien können Deine Kinder sich dann von EINGESPARTEN GELD beim Zigeuner an der Ecke kaufen, geröstet, als AUSNAHME vom Kartoffel-Einerlei.

Zum 10fachen Preis. Die Kinder werden lieber am Wegesrand Gräser und Kräuter sammeln, gibt dann Hasenbraten zur Abwechslung.
Oder, sie halten sich Hühner. Gibt dann alle 2 Tage ein Ei.

Denn den armen Zigeuner, der allerlei Gewerbe betreiben muss, den wird es auch noch geben (WIEDER geben!). Und Esskastanien und Feuerholz auch. Zigeuner sammeln ja gern das Eisen, hier für den fliegenden Grill zusammen, das wird auch so bleiben. Und das Ordnungsamt wird weggucken ... Es wird andere Sorgen haben, wenn es noch finanziert werden kann. Vielleicht macht den Job dann so eine Art Polizei? Hab' keine Ahnung davon, wie das kommen wird.

So sehe ich unsere Zukunft!

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Eiweiß? Kein Problem.

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Montag, 31.10.2022, 22:52 vor 94 Tagen @ Mephistopheles 2787 Views

Kartoffeln wären nämlich die bessere Wahl, der alte Fritz war nicht doof. Besser einen Zentner Kartoffeln als ein Tütchen Walnusskerne auf dem halben Morgen Eigentumsland, so man das hat.

Die Kartoffel soll übrigens die einzige Frucht sein hier? Die alle Stoffe enthält, die der Mensch zum Leben braucht.


Viel zu wenig Eiweis, viel zu wenig Fett, viel zu vielee Kohlehydrate.
Kohlehydrate sind etwas für Schwerarbeiter, weil, die werden entweder sofort verbraucht oder in Übergewicht umgewandelt.
Die Kartoffel taugt erst dann zur menschlichen Ernährung, wenn sie vorher vom Schwein gefressen wurde (vorher kochen! Weil, roh kann sie auch ein Schwein nicht richtig verdauen).

Hafer ist das, hat ausreichend Fett und Eiweis. Zusammen mit Leinsamen, ebenfalls Fett und Eiweis!

Informiert EUch über Steckrüben usw. Über das, was ich im wirklichen Mangel-Leben bewährt hat, nicht in systopischen Phantasien.


Rübenwinter. Aber ebenfalls gut zu gebrauchen, nachdem ein Schwein sie gefressen hat.

Die Zukunft wird wieder zur Selbstversorgern hin führen,


Nö. Schaffen niemals die 1 Mio Kal/Person/Jahr ran.

Die Esskastanien können Deine Kinder sich dann von EINGESPARTEN GELD beim Zigeuner an der Ecke kaufen, geröstet, als AUSNAHME vom Kartoffel-Einerlei.


Zum 10fachen Preis. Die Kinder werden lieber am Wegesrand Gräser und Kräuter sammeln, gibt dann Hasenbraten zur Abwechslung.
Oder, sie halten sich Hühner. Gibt dann alle 2 Tage ein Ei.

Denn den armen Zigeuner, der allerlei Gewerbe betreiben muss, den wird es auch noch geben (WIEDER geben!). Und Esskastanien und Feuerholz auch. Zigeuner sammeln ja gern das Eisen, hier für den fliegenden Grill zusammen, das wird auch so bleiben. Und das Ordnungsamt wird weggucken ... Es wird andere Sorgen haben, wenn es noch finanziert werden kann. Vielleicht macht den Job dann so eine Art Polizei? Hab' keine Ahnung davon, wie das kommen wird.

So sehe ich unsere Zukunft!


Gruß Mephistopheles

Heute beim Komposter-Leeren nebenbei geerntet. Sollen sehr gut schmecken, laut Nehberg. [image]

Ich bleibe da lieber bei meinen Kartoffeln, fast täglich abends aus dem Garten (Pellkartoffeln mit Leinöl übrigens auch oft), schätze, reichen bis Weihnachten, dann hole ich mir die von REWE et alii.

Ich meine, dass in der Folge der nun passierten "Energiewende" gesunde Lebensmittel für Viele unerschwinglich sein werden und da hat in Reaktion darauf man früher selbst angebaut, so man konnte. Wegen der Kinder und wegen des Sparens.

Du hast ja auch Recht mit deinem Fleisch. Schwein ist nicht unbedingt das gesündeste, aber das wahrscheinlich in Notzeiten vernünftigste (Am Schwein Ist Alles Fein? Ein effizientes Nutztier ist es jedenfalls, das gezüchtete Hausschwein).

Diese "spießigen" deutschen Hühner- und Karnickelzüchtervereine entstanden aus diesem Geist heraus, wegen Eiweißmangels und des Kinderreichtums im Kaiserreich, die waren oft rachitisch (Kinder mögen Knackwurst, niemals Brokkoli, das ist ein natürlicher Vorgang ihr dämlichen Tussen die ihr liebende Mütter sein wollt!).

Kommt wieder, meine ich, das Gärtnern und die private Nutztierhaltung bis maximal zur Kuh des kleinen Mannes. Siehe mein Beitrag zur Massentierhaltung

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Jede Wette!

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 23:31 vor 94 Tagen @ Hannes 2737 Views

Du hast ja auch Recht mit deinem Fleisch. Schwein ist nicht unbedingt das gesündeste, aber das wahrscheinlich in Notzeiten vernünftigste

Das Massentierhaltungsgezogeneschweinefleisch ist gesünder als das Einelhaltungsgezogeneschweinefleisch, wenn sich das Schwein seine Nahrung aus dem Abfall selber sucht.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Das ist eine Ansage! Bist du sicher, dass in 8 Jahren überhaupt noch jemand die Maronen pflegen wird?

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 12:03 vor 95 Tagen @ Konstantin 3180 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 31.10.2022, 12:43

Mehrfach schon hat @Mephistopheles darauf hingewiesen, daß man bei tierischer Kost leichter und schneller an die benötigten Kalorien heran kommen kann, als "selbst ins Gras zu beißen".
Nun, durchaus können Menschen aus Grashalmen nicht wirklich viel Nahrhaftes herausholen. Es gibt jedoch auch Baumfrüchte, die durchaus als Grundnahrungsmittel, auf jeden Fall als Kaloriengeber geeignet sind.

Es geht darum, dass man sich mal eine Vorstellung davon macht, welche Mengen an Nahrung ein Mensch minimal benötigt, um über das Jahr zu kommen.
Ich habe ein Minimum von 1 Mio Kal angenommen pro Jahr pro Person angenommen, wovon wiederum mindestens die Hälfte als Tierfutter gerechnet werden muss.
Das ist aber Magerkost, verhungern wird damit zwar keiner, aber sämtliche Übergewichtsprobleme werden nach einem Jahr beseitigt sein.

Ein Beispiel:

Nährwert von Maronen:
100g frische, geschälte Kastanien enthalten 160-200 kcal (665-830 KJ)
1 kg Maronen enthalten also 1.600-2.000 kcal

Erntemenge pro Zeit:
Direkte manuelle Ernte (häufigste Methode, 5-30 kg/h)

Quelle:
https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/nebennutzung/agrarische-waldnutzung/konser...

Die Erntemenge umgerechnet auf kcal/h: 5x1.600=8.000 bis 30x2.000=60.000 kcal/h


Gut, gut, gut; wenn es so weitergeht wie bisher, dann wirst du viele Mitesser haben. Maronen zählen nämlichzu den Immobilien; sie sind immobil. https://www.sueddeutsche.de/bayern/heilsbronn-aepfel-baeume-mundraub-diebstahl-kartoffe...
Aber immerhin kann man davon lernen, welche Feldfrüchte ein Qualitätspressejournalist zum Obst rechnet. [[lach]]

Bei einem Bedarf von 2000 bis 2500 kcal pro Tag müsste man zwischen 2 und 15 Minuten lang für den Tagesbedarf sammeln.

Würde man sich ausschließlich von Maronen ernähren liegt der Verbrauch demnach bei 1-1,5 kg Maronen pro Tag (ca. 400kg pro Jahr).
Ein 10 jähriger Baum bringt ca. 10 kg Maronen pro Jahr. Davon bräuchte man demnach 36 Exemplare für den Jahresbedarf.
Ältere Bäume erreichen durchaus einen jährlichen Vollertrag im Bereich von 100kg. Da reichen 4 Bäume für den Ganzjahresbedarf (bei 160m² Platzbedarf).
Für die Ernte von 400kg Maronen braucht es 15 bis 80 Stunden (also ca. 2 Tage bis 2 Wochen, bzw. wenige Stunden pro Tag über mehrere Wochen).

Sicherlich muss für die Haltbarmachung (Wässern, Trocknen, Schälen etc.) noch Energie und Zeit aufgebracht werden.

Ein Maronenhain bietet jedoch auch noch Nektar für Bienen (30 bis 300 kg Edelkastanien-Honig pro Hektar und Jahr mit 3000kcal/ kg Honig also jährlich 90.000 bis 900.000 kcal pro Hektar Maronen) und zusätzlich hat es noch unter den Bäumen Weidefläche für Schafe (Milch, Fleisch, Wolle).

Ein Maronenhain entsprechender Größe kann also locker eine Familie mit den nötigen Kalorien (alleine über die Pflanzen) versorgen bei geringem Zeitaufwand. Kalorien durch Tierhaltung kommen noch oben drauf. Tierhaltung ist für eine ausgewogene Ernährung (Fett + Eiweiß) auch durchaus zu empfehlen.

Im übrigen geben Maronenbäume auch vorzügliches Bau- und Brennholz.

Es gibt einige Gründe warum ich mit dem Pflanzen von Maronen begonnen habe. Nun, die knapp über 70 Exemplare sind erst 2 Jahre alt, brauchen also noch mindestens 8 Jahre bis sie pro Baum ca. 10kg geben dürften, also brauche ich nur Überlebenskonserven für die kommenden 8 Jahre und esse ab dann nur noch Maronen... </ironie>

Für Maronen braucht man allerdings den passenden Standort: neutral bis saurer Boden mit Sonne und Wärme.

Von den Kulturpflanzen, die die Römer angebaut haben, hat m.W. nur der Giersch überlebt. Der Roggen und die Hasel sind einheimisch. Alle anderen Pflanzen verschwanden im Chaos der Völkerwanderung.

Die Landwirtschaft wurde erst von den Klöstern hierzulande wieder eingeführt. Es war nicht umsonst ein Klosterbruder, der die Vererbungsgesetze entdeckte.

Na ja, als Klosterbruder hatte er auch die Zeit, sich über Jahrzehnte seinem Hobby zu widmen, ohne sich um seinen Lebensunterhalt kümmern zu müssen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Nach den ersten 3 Jahren braucht man sich um Maronen-Bäume nicht mehr kümmern, die wachsen von alleine!

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Montag, 31.10.2022, 13:19 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 2975 Views

Baumfrüchte haben einen deutlichen Unterschied zu einjährigen Kulturpflanzen: Man muss sich nach der Startphase nicht mehr unbedingt um die Bäume kümmern. Das Ernten reicht aus und das kann man sogar unterlassen ohne das die Bäume kaputt gehen. Bei Einjährigen ist es komplett anders, man muss jährlich die Erde lockern, graben, bestellen, Unkraut pflegen usw.

Und wenn ein Maronenwald über ein paar Jahre verwildert sein sollte braucht man nur durch zu gehen und etwas Verbuschung entfernen, einmal mit Schafen abweiden lassen und fertig ist die Anlage. Man muss keine erneuten 10 Jahre Aufwuchszeit einplanen.

Und ob in 8 Jahren noch jemand die Maronen pflegt oder erntet ist sicherlich ungewiss. Was soll schon "sicher" sein? An erster Stelle denke ich natürlich an mich selbst und meine Familie, die dort ernten wird. In 8 Jahren bin ich ja erst knapp über die 60, da kann ich noch locker Maronen ernten gehen. Und wenn wir weitere Mitesser haben sollten: Na gerne doch, was sollen wir mit Tonnen an Früchten? Da werden einige für die Mitmenschen da sein. Gerne auch im Tausch gegen beispielsweise Gold von denjenigen, die derzeit keine kreative Idee haben was man anpflanzen kann, oder die vielleicht Ideen haben aber nichts anpflanzen.

Sicher ist nur: Wenn ich diese Bäume nicht gepflanzt hätte, dann würden sie in 8 Jahren dort nicht stehen und Maronen geben können.

@Dieter: Mispel ist auch schon gepflanzt... und vieles weitere mehr, ich will jedoch die Leser nicht überfrachten mit ellenlangen Pflanzenlisten..

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Hier an der Wertach entlang...

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 15:45 vor 95 Tagen @ Konstantin 2925 Views

Und ob in 8 Jahren noch jemand die Maronen pflegt oder erntet ist sicherlich ungewiss. Was soll schon "sicher" sein? An erster Stelle denke ich natürlich an mich selbst und meine Familie, die dort ernten wird. In 8 Jahren bin ich ja erst knapp über die 60, da kann ich noch locker Maronen ernten gehen. Und wenn wir weitere Mitesser haben sollten: Na gerne doch, was sollen wir mit Tonnen an Früchten? Da werden einige für die Mitmenschen da sein. Gerne auch im Tausch gegen beispielsweise Gold von denjenigen, die derzeit keine kreative Idee haben was man anpflanzen kann, oder die vielleicht Ideen haben aber nichts anpflanzen.

Sicher ist nur: Wenn ich diese Bäume nicht gepflanzt hätte, dann würden sie in 8 Jahren dort nicht stehen und Maronen geben können.

[image]

...gibt es so eine Art Streuobstwiesen mit Mirabellen. Direkt am alten Fußweg an der Wertach. Ist Gemeindeeigentum und damit gemeinfrei, also kümmert sich keiner darum. Dadurch liefern die Bäume schätzungsweise nur noch etwa 1/10 der Früchte, die sie liefern könnten, wenn sie regelmäßig gepflegt würden.

Der heutige Fußgänger- und Fahrradweg ist viel breiter, so dass die Pflegefahrzeuge der Landschaftsgärtner ihn auch befahren können. Kein Mensch kümmert sich darum, vor allem, die Stadt nicht. Gelegentlich wird ein Baum abgeholzt, wenn er irgend einer Straßenerweiterung oder einer Brücke im Wege steht.

Es werden jedenfalls immer weniger,

Hier gibt es viele Dörfer, wo im alten Ortskern noch ein Äpfel- oder Zetschgenbaum steht. Kümmmert sich keiner darum, keiner erntet das Obst. Statt dessen fahren die Leute zum Supermarkt an der Ausfallstraße, wo man Obst für Geld einkaufen kann.

Das ist das Schicksal aller gemeinfreien Güter, die keinen Eigentümer haben. Man lässt sie so lange verkommen, bis sie schließlich nutzlos werden.
Dabei müsste man dieses Obst nur entwurmen und dann waschen. Macht aber keiner.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ich wurde angepöbelt beim Kirschen essen von einem 'Gemeinde-Baum'

Joe68 @, Montag, 31.10.2022, 17:17 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 3020 Views

Auf der städtischen Grünfläche, neben einer Straße, wurde ich von einem aufmerksamen 'Nachbarn' angeschrien was ich auf dem Baum mache. "Ich esse Kirschen", dann die Frag, ob ich das dürfe? "Der Baum gehört der Stadt". Dann gab er Ruhe und zog sich in sein Haus zurück, ich blieb weiterhin auf dem Baum und es kam , weder Polizei noch Ordnungsamt.

War es der Neid, daß er sich nicht traut, weil er keine schriftliche Erlaubnis hat?

Wer auf Nummer sicher gehen will: https://mundraub.org/map#z=15&lat=49.6302618&lng=8.3620898 owT

Rain @, Montag, 31.10.2022, 17:41 vor 95 Tagen @ Joe68 2783 Views

.

--
Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Doch gerne ein bißchen überfrachten .. :-)

Arbeiter @, Montag, 31.10.2022, 20:52 vor 94 Tagen @ Konstantin 2600 Views

ich will jedoch die Leser nicht überfrachten mit ellenlangen Pflanzenlisten..

Viele Grüße

Arbeiter

Danke Konstantin!

Arbeiter @, Donnerstag, 03.11.2022, 22:40 vor 91 Tagen @ Konstantin 1927 Views

Danke sehr für Deine Antwort, mit der Du mir wirklich imponiert hast.

Gut durchdacht!

Herzliche Grüße

Arbeiter

Wer säet, pflegt und erntet muss nicht unbedingt derjenige sein, der es isst

Ankawor @, Montag, 31.10.2022, 13:33 vor 95 Tagen @ Mephistopheles 2993 Views

Der Kartoffelkrieg dürfte hier bekannt sein, ansonsten unten im Anhang.

Und die Welt schreibt heute ganz groß:

Der Katastrophenfall – und die beunruhigende Frage, was dann passiert
Was tun, wenn eine Katastrophe die kritische Infrastruktur trifft? Deutschland hat auf diese Frage keine überzeugende Antwort.

Vermutlich ist die Antwort ganz einfach, siehe Kartoffelkrieg. Auch wenn der Konstantin in seinem beschaulichen Dörfchen 10 Jahre die Bäume gepflegt hat, wird er genau dann, wenn die Maronen ihren Zweck als Notnahrung erfüllen sollen, mehr Autos mit Kennzeichen aus der nächsten Stadt sehen als sonst. Die Insassen werden ihm vielleicht sogar noch erlauben, die Maronen zu ernten, gerne sogar, aber dann heißt es Abliefern. Bei den Maronen Erheischenden wird es sich nicht um Oma Erna und Opa Heinrich handeln, sondern um Mitbürger, die ihr Begehr überzeugender verdeutlichen können.

Aus https://www.ksta.de/kartoffelkrieg-raubzug-ueber-bergische-felder-11792670?cb=166721854...

Straßenschlachten mitten im beschaulichen Overath, Gewehrschüsse und Schreie: Dramatische Szenen müssen sich vor rund 88 Jahren in dem beschaulichen Ort an der Agger abgespielt haben. Plündernde und hungernde Kölner kämpften gegen bergische Bauern, die ihr Hab und Gut schützen wollten.

Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg herrschte in weiten Teilen Deutschlands Mangel. Besonders in den Städten gab es zu wenig Lebensmittel. Die Menschen versetzten Wertgegenstände, um zu überleben. Geld wollte kaum einer lange haben. Die galoppierende Inflation entwertete Papiergeld rasend schnell. Die Regale der Geschäfte blieben zu oft leer oder die Waren waren unerreichbar teuer.

Auch viele Kölner verkauften ihren letzten Schmuck für Nahrung. Einige versuchten auf anderen Wegen, an Lebensmittel zu gelangen. Ende 1923 kam es in Köln zu Plünderungen der hungernden Menschen. Wegen der Not unternahmen die Bewohner immer wieder „Hamsterfahrten“ mit der Eisenbahn ins Umland, wo die Kölner deswegen in dieser Zeit keine allzu gern gesehenen Gäste waren. Eine Gleisstrecke führte über Rösrath nach Overath. Dort lebten die Menschen zwar nicht in Saus und Braus, Felder und Wiesen sorgten aber für ausreichend Nahrung. „Große Gruppen von Hamsterern trafen ein, um die Felder dort und im Umland zu plündern“, schreibt Eberhard Dommer im Buch „Eine Bahn ins Bergische“ des Geschichtsvereins Rösrath.

Die Stimmung zwischen Städtern und Landbevölkerung war aufgeheizt. Im Oktober 1923 eskalierte der Streit. Die Bahnbehörde Köln hatte einen Sonderzug in Richtung Bergisches Land zusammengestellt. Der Landbevölkerung dräute, was auf sie zukommen würde. Deswegen versuchte sie, die Kölner am Verlassen des Overather Bahnhofsgebäudes zu hindern. Die Kölner durchbrachen die Kette der Bauern und stürmten in den Ort und das Umland. Am Ende des Tages blieben ein erschossener Kölner, ein erschlagener Bauer und zahlreiche Schwerverletzte zurück. Die Zeitung berichtete damals, dass „Tausende plündernd und raubend durch die Kartoffelfelder ziehen“.

Wenige Tage später kamen die Kölner erneut. „Am 27. Oktober hatte die Eisenbahn wieder tausende Menschen ins Aggertal gebracht, das Dorf Overath war vollständig belagert, der Bahnhof von Plünderern besetzt und der Bahnhofsvorsteher seiner Funktion enthoben“, schreibt Dommer. Ganz erfolglos waren die Kölner an diesem Tag nicht. Sie fuhren mit zehn Waggons geraubter Kartoffeln zurück in die Stadt.

Danke für die Infos zur Esskastanie/Marone. Bislang hatte ich die Bäume und ihre Früchte nicht auf dem Schirm

BerndBorchert @, Montag, 31.10.2022, 16:00 vor 95 Tagen @ Konstantin 2747 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Montag, 31.10.2022, 16:26

Jetzt weiß ich auch, was das für ein Baum ist, der auf dem Dorfplatz hier in Niedersachsen steht, der vor einem Monat igel-artige Früchte fallen ließ, so dass ich meine Vermutung, dass es eine Kastanie ist, aufgeben musste.

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Im Frühsommer war mir der Baum übrigens schon mal aufgefallen, und zwar als er blühte und dabei 20 Meter weit nach Sp..ma roch.

In Paris, wo ich öfters bin, stehen an jeder Ecke die Maronengrills.

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Aber die Heizpatronen, die nach Plastik aussehen und auch nach Plastik riechen, haben mich bis bisher davon abgehalten, welche zu probieren. Ich kauf mir jetzt mal Maronen im Supermarkt und leg sie in den Backofen. Wieviel Grad, wie lange?

Bernd Borchert

Rezept für Kastanien

Rain @, Montag, 31.10.2022, 16:37 vor 95 Tagen @ BerndBorchert 3055 Views

Lieber Bernd,

die Kastanien müssen an der flachen Seite kreuzweise eingeschnitten werden. Dann legt man sie mit dem Kreuz nach oben auf das Backblech. Etwas Wasser dazu, etwa ein Trinkglas, bei 180 Grad so eine halbe Stunde. Du merkst, daß sie gar sind, wenn sie lecker riechen.

Wichtig: Zu Kastanien muß Weißwein getrunken werden, am besten ein trockener Riesling.

Die braune Schale abpulen, am besten nimmt man zu Beginn ein Handtuch, in das man sie während des Pulens legt. Die dünne haarige Haut auch mit abpulen. Dringend schauen, ob eine Stelle braun ist oder gar ein Wurm drinnen ist.

Schnelle Methode: Ungeschält im Wasser kochen. Da weiß ich allerdings nicht, wie lange das dauert. Und sie schmecken nicht so gut.


Rosskastanien kann man auch nutzen, wenn man sie zerschneidet, werden sie zu Spülmittel.

Beste Grüsse

Rain

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Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Am einfachsten und besten...

Andudu, Montag, 31.10.2022, 16:50 vor 95 Tagen @ Rain 3420 Views

bearbeitet von Andudu, Montag, 31.10.2022, 16:53

...funktioniert das Abpulen (inklusive der nervigen Pelzhaut) m.E. wenn man die Kastanien die Nacht vorher im Wasser einweicht. Nix anritzen etc. einfach die ganze ungeschälte Marone ins Wasser und den Tag darauf die aufgeweichte Schale abziehen, was dann ziemlich mühelos und schnell gelingt.

Dann kann man die geschält zubereiten und danach gleich genießen, ohne sich die Hände zu verbrennen oder sie versehentlich zu zerkochen (auch das Anritzen für den Ofen kann man sich dann sparen). Ist mir beides schon passiert, das mit dem Einweichen habe ich erst kürzlich durch Zufall herausgefunden.

Danke, geschätzter Andudu für den Tipp. Werde ich gleich ausprobieren. owT

Rain @, Montag, 31.10.2022, 17:39 vor 95 Tagen @ Andudu 2554 Views

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Der Rechtsstaat ist wie die Luft: Unsichtbar aber essentiell.

Toller Tipp!

mabraton @, Dienstag, 01.11.2022, 07:20 vor 94 Tagen @ Rain 2456 Views

Hallo Rain,

Die Wirksamkeit des Kastanienputzmittels ist wirklich beeindruckend. Mit der benötigten Menge muss man ein bisschen herumprobieren, eine kleine Tasse auf einen Eimer Putzwasser ist ein guter Anfang. Neben allgemeinen Reinigungsarbeiten in Küche und Bad habe ich mit dem Sud bereits Grünspan von den Wänden in meinem Gewächshaus entfernt, den 15 Jahre alten Umbauschrank meines Herdes von Fett- und Essensresten der letzten 15 Jahre befreit, die eintrockneten Überreste der Hinterlassenschaften einer meiner Katzen (so ein Biest) vom Boden weggeputzt

Hier gibts die Anleitung dazu. Das werde ich die Tage ausprobieren.
Quelle: https://www.smarticular.net/putzmittel-und-spuelmittel-mit-kastanien-herstellen/
Copyright © smarticular.net

beste Grüße
mabraton

Eine Frage an die Naturkundigen. Ich suche eine Kiefernart und weiß nicht, ob es die überhaupt in Deutschland gibt.

Olivia @, Montag, 31.10.2022, 18:22 vor 94 Tagen @ Konstantin 2902 Views

Im Netz jedenfalls habe ich bisher noch nichts gefunden. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen schlanken, hohen Stamm haben und eine sehr lockere, lichte Krone.

In Seoul (wo es ja auch Schnee gibt) sind sie überall im Stadtbild der alten Stadt zu sehen. In unterschiedlichen Größen. Sie passen sich wunderbar an, sind nicht dominierend und können auch relativ nah am Haus stehen.

Hier im Video (snwo walk in Seoul) ab 1h spätestens zu sehen. Aber sie tauchen überall auf. Sind nicht so mächtig und erdrückend wie hier.

https://www.youtube.com/watch?v=YH7WYbD2uiU

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For entertainment purposes only.

Korea-Kiefer unter Umständen

Fairlane @, Montag, 31.10.2022, 20:48 vor 94 Tagen @ Olivia 2574 Views

Hallo Olivia,

um das genau zu bestimmen, müsste man die Borke und die Zapfen im Detail sehen können. Kiefern gibt es viele...
Von der Geographie her würde die Korea-Kiefer eben recht gut passen.

Gruß, Fairlane

die gemeine Waldkiefer

Dieter @, Montag, 31.10.2022, 20:53 vor 94 Tagen @ Olivia 2736 Views

Hallo Olivia,
bei dem Video konnte man nicht viel erkennen. Allerdings erfüllt m.E. die ganz normale Waldkiefer Pinus silvestris Deine Anforderungen.
In den Forsten stehen sie dicht an dicht und bekommen nicht ihren natürlichen Habitus.

Frei stehend ist Pinus silvestris eine bizarre filigrane Schönheit.

Gruß Dieter

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Die Feinde Deutschlands heißen: USA, Großbrit. und Polen. Es ist Zeit für einen Seitenwechsel !

Danke für die Antorten. oT

Olivia @, Dienstag, 01.11.2022, 16:00 vor 94 Tagen @ Olivia 2130 Views

.....

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For entertainment purposes only.

Oh my God! Warum habe ich nicht gleich daran gedacht (ich hätte es besser wissen müssen)!

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 22:41 vor 94 Tagen @ Konstantin 3132 Views

Mehrfach schon hat @Mephistopheles darauf hingewiesen, daß man bei tierischer Kost leichter und schneller an die benötigten Kalorien heran kommen kann, als "selbst ins Gras zu beißen".
Nun, durchaus können Menschen aus Grashalmen nicht wirklich viel Nahrhaftes herausholen. Es gibt jedoch auch Baumfrüchte, die durchaus als Grundnahrungsmittel, auf jeden Fall als Kaloriengeber geeignet sind.

Notzeiten sind dann, wenn uns der Diesel ausgeht oder nicht mehr geliefert wird oder keine Raffinerien vorhanden sind oder unbezahlbar wird.

Schließlich müssen wir für jede Kal Nahrungsmittel erst mal 10 Kal Diesel oder elektrischen Strom reinstecken, bevor wir was auf dem Teller haben.

Wie schnell das gehen kann, haben wir gerade bei der Diskussion ums Gas bemerkt.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Nix "schmeckt", sondern "frißt man".

neptun @, Mittwoch, 02.11.2022, 00:15 vor 93 Tagen @ Reffke 2318 Views

Hallo Reffke,

Merke: In der Not, schmeckt die Wurst auch ohne Brot!

ich kenne diesen Satz, einnere den aber so: "In der Not frißt man die Wurst auch ohne Brot."

Feldkoch Sondersendung Schmalzfleisch als Reserve 6,29# / kg

Iiiihhhh! [[zwinker]]

Meine letzte Brat- und Currywurst habe ich in den 90ern gegessen. Bin zwar kein "eingefleischter" Vegetarier, aber das meiste schmeckt (mir) nicht, und vieles andere bekommt mir auch nicht.

Jeder aber so, wie er mag.

Andererseits: Vor einigen Jahren habe ich in einem Luxushotel ein argentinisches Steak gegessen ==> so ausgesprochen spitzenmäßig hat mir noch kein Steak geschmeckt, und bekommen ist's mir auch.

Mit Schmalz und Schmalzfleisch kannst Du mich aber jagen, da kriege ich Pickel von. :-)

LG neptun

--
Weil es permanent besonders aktuell ist:
"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Der Ausspruch mit der Wurst ist absolut richtig.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 02.11.2022, 07:42 vor 93 Tagen @ Reffke 2212 Views

Das habe ich noch von den Aktionen der beiden Kirhenorganisationen in Erinnerung, die sicher auch dieses jahr wieder zu Beginn des Advents präsentiert werden. Es ist die Rede von "Adveniat" und der Sammelaktion. "Brot für die Welt".

Da erinnere ich mich an einen einfachen Pfälzer, der vor dem Plakat stand und meinte: O.k. Brot für die Welt, einverstanden,..... oba de woascht bleibt do!

In Notzeiten sich von Pflanzen ernähren

helmut-1 @, Siebenbürgen, Mittwoch, 02.11.2022, 07:59 vor 93 Tagen @ Konstantin 2308 Views

Ich bin nun völlig irritiert. Da meinte man noch vor ein paar Tagen, dass in Deutschland doch weitestgehend alles in Ordnung sei und es keinen Grund zur Panik gäbe.

Überschrift: Panik sehe ich in D nirgendwo - wie kommst Du darauf lieber Helmut?

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=622684

Nun lese ich diesen ganzen Blog mit allen möglichen Ratschlägen, wie man sich in Notzeiten ernähren kann. Ist es nun schon soweit oder nicht? Oder erwartet man das? Oder rechnet man damit als in späterer Ferne eintretendes Szenarium?

Also, ich weiß nicht. Diese Ideen mit den Kastanien etc. sind sicher richtig, aber ich sehe das als Hilfsmittel, wenn man seinen Cholesteringehalt abbauen will, oder sonst was. Übrigens mache ich diese Dinger gerne als nette Beilage z.B. zu einem Pferdesteak, in Conac eigelegt, und dazu (in der Pfanne geröstet) in Butter und Zucker glasierte Kastanien. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Also, ich sehe keinen Grund zur Panik, die Preissteigerungen muss man mit dem Slogan von Mutti Merkel wegstecken: "Wir schaffen das".

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/10/PD22_449_61241.html

Im Zweifelsfalle sich an die Zusagen der Grünen halten:

https://ibb.co/J70Mpps

Damit eben nach der Miete noch was bleibt.

Vorrat war mal das A&O, selbst angelegt: zum Beispiel Fleisch einmachen!

Reffke @, Donnerstag, 03.11.2022, 11:39 vor 92 Tagen @ helmut-1 2057 Views

Hallo Helmut,

Sonst kam man nicht über den erntelosen Winter!
Das hat wohl die Mentalität im Norden geprägt,
Menschen mußten zusammenhgalten und die Vorräte wehrhaft verteidigen!

Die Kastanien sind wohl mehr für Vegetarier interessant... :-)
(wenn sie Jahre warten bis die Bäume tragen...)

Fleischesser sollten anders vorsorgen:
BEEF COOKED IN A GLASS JAR!I COOKED THE MEAT IN THE FALL AND I WILL EAT IT IN THE WINTER
https://youtu.be/OTc0qpLtdCY

Herrlich!

LG Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Kleiner Warnhinweis für Fleischeinkocher:

Naclador @, Göttingen, Donnerstag, 03.11.2022, 18:02 vor 92 Tagen @ Reffke 2087 Views

Bitte informiert Euch vorher über das Thema Botulismus. Fleisch und andere eiweißreiche Nahrungsmittel müssen vollständig auf 120°C durcherhitzt werden, sonst droht eine Vergiftung durch Clostridium botulinum, die nicht selten tödlich endet.

Gruß,
Naclador

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"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson

Dazu noch ein Link...

Fairlane @, Donnerstag, 03.11.2022, 20:45 vor 91 Tagen @ Naclador 1982 Views

Für das Einkochen von Fleisch sollte man einen Druckkessel verwenden, oder eben zweimal einkochen um Botulismus zu vermeiden.

Gruß, Fairlane

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