Windkraftbetreiber: Wir dürfen keinen Strom produzieren, damit der Strom knapp bleibt und sich verteuert

Manuel H. @, Samstag, 29.10.2022, 12:22 vor 93 Tagen 3251 Views

Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry.

https://www.windkraft-journal.de/2022/09/22/ein-kommentar-von-wolfgang-kiene-geschaefts...

Versteht das einer?

Ich habe Folgendes verstanden,

Die wurden "abgeregelt", also zwangsweise stillgelegt. Wer kann das veranlassen und warum?
Sie bekommen den nicht produzierten Strom voll vergütet. Wer vergütet und warum?
Sie dürfen sich ihre Kunden nicht aussuchen, sondern müssen ihren Strom an der Börse an Spekulanten verkaufen. Wieso?
Sie erhielten im August für jede kWh 48 cent. Wer zahlt das und warum so exorbitant viel?

Hab ich das richtig verstanden?

Quatsch!

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 29.10.2022, 12:52 vor 93 Tagen @ Manuel H. 2577 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Samstag, 29.10.2022, 13:27

Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry.

https://www.windkraft-journal.de/2022/09/22/ein-kommentar-von-wolfgang-kiene-geschaefts...

Tut mir leid, das ich micht schon wieder melden muss; aber es wird hier in diesem Forum in neuerer Zeit so viel Unsinn verbreitet, dass es kaum auszuhalten ist.

Ihr dürft natürlich, genau so wie jedes andere Unternehmen, so viel produzieren, wie ihr lustig seid. Allerdings müsst ihr euch, wie jedes andere Unternehmen auch, um entsprechend viele Abnehmer kümmern.

Natürlich hätten die Sozialisten gerne lauter Zwangsabnehmer, gibbet aber nicht in jeder Branche.

Wenn ihr mehr produzieren wollt, als ihr Abnehmer findet, dann verbraucht eure Produkte eben selber. Ihr könnt das Rohprodukt Strom ja veredeln oder auf Massenfertigung umsteigen.

Das haben schon viele ursprünglich kleine Unternehmen gemacht.

Wie war das denn vor ein paar Tagen hier, als die Meldung durch die Lande ging, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen aufgeben, weil ihnen der Strom zu teuer geworden ist? Das ist doch eine Marktnische! Man muss sie nur nutzen.
Bietet ihnen einfach euren Strom preisgünstiger an!

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Soweit ich informiert bin, haben die Alternativstromhersteller NIE Veranwortung für LEITUNGEN übernommen. Übrigens: Text durchlessen. 2 x das statt dass - oT

Olivia @, Samstag, 29.10.2022, 13:15 vor 93 Tagen @ Mephistopheles 1682 Views

........

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For entertainment purposes only.

Weil wir eine Arbeitsteilung haben, in der Gemeinschaft

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Sonntag, 30.10.2022, 10:22 vor 92 Tagen @ Olivia 962 Views

"Soweit ich informiert bin, haben die Alternativstromhersteller NIE Veranwortung für LEITUNGEN übernommen. ..."

Und das ist m. E. auch voll i. O. so - Nur bei der Regelung der Verhältnisse durch den Staat scheiden sich die Geister.

@meph sieht das bekanntlich genau anders herum, er verabscheut die arbeitsteilige Gemeinschaft der Einwohner eines Staatsgebietes, sage ich mal. Seine Argumentation zu Ende gedacht, bräuchten wir auch keine Armeen, Polizei usw. - soll doch Jeder selbst für seine Sicherheit sorgen?
[[hae]]

Das sehe ich nicht so. Das wäre Anarchie, und "das geht gar nicht", sagte mal eine große Staatslenkerin.
[[ironie]]

Der Knackpunkt ist doch: Sind bei der Arbeitsteilung im Staate einige "gleicher"?

Aber was rede ich ... hab' zu tun. Vorsorge treffen, weil mein Staat mich verraten hat, wie vor beschrieben.

H.

PS: Was die "grüne Ideologie" betrifft, so sehe ich da schon seit DDR-Zeiten mit Erstaunen den Faschismus kommen und bin inzwischen nicht mehr allein damit. Der Musssolini als Hitlers Vorbild sagte ja mal, übrigens eigenartiger Weise druckst man bei Faschismusdefinitionen stets herum: „Der Faschismus sollte Korporatismus heißen, weil er die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen ist.“ - Quelle beliebig, zufällig hier gefunden.

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Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Das ist doch kein Unsinn

Manuel H. @, Samstag, 29.10.2022, 13:28 vor 93 Tagen @ Mephistopheles 2058 Views

Das ist der Leiter einer Windkraftbetreibergesellschaft. Warum sollte der sein eigenes Geschäft nicht verstehen?

Er sagt selber:

Er darf sich seine Kunden NICHT aussuchen, sondern MUSS an die Börse verkaufen. Das scheint eine gesetzliche Vorgabe zu sein, die zumindest ich nicht kannte. Es machen reihenweise deswegen Läden zu, weil sie keinen Stromlieferanten finden. Wie auch, wenn die Stromlieferanten öffentlich beklagen, dass sie gar nicht liefern dürfen.

Er wurde abgeregelt. Das bedeutet, er muß seine Windkraftanlagen stillegen. Die produzieren jetzt keinen Strom mehr.
Leider sagt er nicht, wer das warum und mit welcher Gesetzeskraft veranlasst haben soll.

Er bekommt die NICHT-Produktion voll vergütet, er nennt keinen aktuellen Preis, verweist aber auf August, in dem er 48 cent (je kWh?) vergütet bekommen haben will.

Ich hätte es auch besser gefunden, wenn ein Profi aus der Branche seine öffentliche Äußerung verständlicher und detaillierter rübergebracht hätte, denn die von ihm beschriebenen Zustände klingen schlicht unglaublich.

Vielleicht sollte er erst mal das Kleingedruckte in seinem Vertrag durchlesen

Mephistopheles @, Datschiburg, Samstag, 29.10.2022, 14:18 vor 93 Tagen @ Manuel H. 1882 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Samstag, 29.10.2022, 14:23

Das ist der Leiter einer Windkraftbetreibergesellschaft. Warum sollte der sein eigenes Geschäft nicht verstehen?

Er sagt selber:

Er darf sich seine Kunden NICHT aussuchen, sondern MUSS an die Börse verkaufen. Das scheint eine gesetzliche Vorgabe zu sein, die zumindest ich nicht kannte.

Er bekommt die NICHT-Produktion voll vergütet, er nennt keinen aktuellen Preis, verweist aber auf August, in dem er 48 cent (je kWh?) vergütet bekommen haben will.

Nach deiner Schilderung scheint es sich nicht um einen Unternehmer, sonderen einen Angestellten eines VEB zu handeln.

Unternehmer ist, er sucht sich Kunden, wo er sie findet und die bezahlen können.

Angestellter ist, er bekommt seine Vergütung, egal ob es Kunden gibt oder nicht.

Gruß Mephistopheles

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Nicht nur "Wind"-, auch Biostrom?

Gernot ⌂ @, Samstag, 29.10.2022, 20:04 vor 93 Tagen @ Manuel H. 1360 Views

Mich erinnert diese Meldung, die ich auch schon irgendwo gelesen hatte, an eine andere, die ich kurz zuvor aufgeschnappt hatte. Dort hieß es, die Produktion von Biogas sein in D gesetzlich eingeschränkt; es war von 1% von irgendetwas die Rede.

Ich habe nie verstanden, warum die Gülle in schädlicher Weise Wiesen überdüngen und Gräben eutrophieren muss, kann man aus ihr doch Biogas gewinnen, wonach sie als Dünger in viel gesünderer Weise zu verwenden sein soll. Stattdessen wandelt man Pflanzenproduktion, besondere Maissorten z.B., in Energieträger um.

Leider bin ich nicht der Buchhaltertyp, der für alle Tagesnachrichten Quellenangaben archiviert. Aber gewiss haben andere ebenfalls davon gehört.

Die Stromdurchleitung wurde auch angesprochen. Vor Jahren wurde beanstandet, der "Windstrom" aus dem Norden gelänge kaum in den Süden. Man beklagte Leitungsmängel. Damals habe ich schon gefragt, warum man als Bürger nicht einen Meter Leitung kaufen kann (oder eine entsprechende "Stückezahl"). Damit wären die erforderlichen Leitungen schnell finanziert gewesen, und man hätte sein Geld endlich hochverzinslich anlegen können.
Man überlässt das Konzernen.

Völlig logisch beim Short Squeeze

sensortimecom ⌂ @, Samstag, 29.10.2022, 13:30 vor 93 Tagen @ Mephistopheles 2356 Views

bearbeitet von sensortimecom, Samstag, 29.10.2022, 14:13

Zuerst meinten sie, der UKR-Krieg (der angeblich keiner ist) dauere höchstens ein paar Wochen, und setzten alle auf fallende Preise.

Dann die böse Überraschung, man versuchte "auszusteigen" (zu spät) - man musste mit den hohen Preisen und irren Verlusten weiter wursteln, und schaun, wie man die "Margin" finanziert.

Jetzt weiss der börseninvestierte Versorger-Unternehmer natürlich nicht mehr was er tun soll: Soll er den Strom von allen alternativen Produzenten ans Netz lassen, was die Preise rasch senken (und die hohen Börsenpreise obsolet machen und die Schieflage noch weiter vergrössern würde) - oder die Einspeisung verweigern damit der Preis tunlichst oben bleibt? Damit er jetzt, wo er sich mit dem Short Squeeze arrangiert hat, finanziell überleben kann?

Sehr lustig das alles...

Deine Frage zum Interview mit einem Windkraft-Betreiber

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 29.10.2022, 22:45 vor 92 Tagen @ Manuel H. 1775 Views

Aktuell: Heute ist Samstag, 17. September 2022. Unser Park könnte pro Stunde rund 8000 KWh produzieren. Er ist aber abgeregelt. Abgeregelt, weil an der Börse wieder spekuliert wird. Jetzt sollte uns das gar nicht stören. Wir bekommen nämlich den abgeregelten ,,Strom” voll vergütet. Zahlt ja der Kunde. Dem wird erzählt, der Strom sei knapp und er müsse sparen. In Wahrheit zahlt er den abgeschalteten und den dadurch verknappten Strom und weiß nicht, wie er das stemmen soll.
Pervers. Sorry.

https://www.windkraft-journal.de/2022/09/22/ein-kommentar-von-wolfgang-kiene-geschaefts...

Versteht das einer?

Ich habe Folgendes verstanden,

Die wurden "abgeregelt", also zwangsweise stillgelegt. Wer kann das veranlassen und warum?

Die Übertragungsnetzbetreiber. Hier in Niedersachsen ist das Tennet. Sobald zu viel Strom über die Leitungen fließt, werden Erzeuger abgeschaltet. Hintergrund ist das (n-1)-Kriterium.
Sollte eine Leitung ausfallen, soll das verbliebene Netz weiterhin stabil bleiben.
Macht man einen Fehler in der Leitzentrale, kann das schwerwiegende Folgen haben, hier anlässlich des Stapellaufs eines Schiffs auf der Meyer-Werft im Emsland: Ausfälle bis Österreich, Spanien und Marokko!

https://de.wikipedia.org/wiki/Stromausfall_in_Europa_im_November_2006

Fällt eine Leitung aus, fließt der Strom halt über andere Wege und kann eine Kettenreaktion von Leitungsüberlastungen bis zum Netzzusammenbruch bewirken bewirken.

Sie bekommen den nicht produzierten Strom voll vergütet. Wer vergütet und warum?

Die Verbraucher vergüten den Strom per Umlage, meine ich. Die gewünschte politische Vorfahrt der Zufallsenergie ist der Grund dafür.

Mittlerweile haben wir in Deutschland Winderzeugungskapazitäten von 56 GW aufgebaut.

Vergleich' das Mal mit dem aktuellen Momentanverbrauch:
https://www.smard.de/home

Sie dürfen sich ihre Kunden nicht aussuchen, sondern müssen ihren Strom an der Börse an Spekulanten verkaufen. Wieso?

Welcher Kunde will den auf Zufallsbasis beliefert werden? Die haben gar keine Kunden.

Sie erhielten im August für jede kWh 48 cent. Wer zahlt das und warum so exorbitant viel?

Hab ich das richtig verstanden?

Ich glaub' schon.

Die Eingriffe der Netzbetreiber heißen übrigens "Redispatch". 2001 waren es bei Tennet 2 Eingriffe im ganzen Jahr. Jetzt sind es zwei Eingriffe pro Tag.

Zufallsenergie ist halt eine harte Nuss!

Gruß
paranoia

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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

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