WTI: Säkulares Death Cross

SMK ⌂ @, Sonntag, 20.08.2017, 13:28 vor 2432 Tagen 3701 Views

Es gibt aktuell ein extrem langfristiges death cross zu bestaunen: 50 Monats-SMA schneidet 200 Monats-SMA von oben nach unten. Umgekehrt gab es ein entsprechendes Golden Cross im August 2000, welches die langlaufende Öl-Hausse damals angekündigt hat.

Dies entspricht natürlich der Kondratjew-Theorie: Deflation -> Öl wird billig, Gold/Öl Ratio steigt, die Input Kosten der Goldminen fallen massiv, da der Ölpreis den größten Kostenfaktor darstellt.

Die Ölbullen werden sich warm anziehen müssen. Diese langfristigen Schnittpunkte der Monatsdurchschnitte zeigen langfristige Haussen (ab August 2000) genauso wie langfristige Baissen (ab August 2017) zuverlässig an.

EWT-technisch befinden wir uns bereits im letzten Teil der Welle C. Einen kurzen Vorgeschmack, was C-Wellen mit den Kursen so veranstalten, gab es ab August 2014 bis Februar 2016, als Öl von ca. 100 USD je Barrel auf ca. 25 USD je Barrel abgestürzt ist (ca. 75% Preisdeflation). Ich gehe davon aus, dass nochmals ein Verlust von ca. 80% ansteht (von ca. 50 USD je Barrel auf ca. 10 USD je Barrel).

[image]

--
LongWave, das Kondratjew Wikifolio
Twitter @WFLONGWAVE

Cool ... mal wieder ein richtiges Börsenthema

FOX-NEWS @, fair and balanced, Sonntag, 20.08.2017, 17:52 vor 2431 Tagen @ SMK 2507 Views

Die Ölbullen werden sich warm anziehen müssen. Diese langfristigen
Schnittpunkte der Monatsdurchschnitte zeigen langfristige Haussen (ab
August 2000) genauso wie langfristige Baissen (ab August 2017) zuverlässig
an.

EWT-technisch befinden wir uns bereits im letzten Teil der Welle C. Einen
kurzen Vorgeschmack, was C-Wellen mit den Kursen so veranstalten, gab es ab
August 2014 bis Februar 2016, als Öl von ca. 100 USD je Barrel auf ca. 25
USD je Barrel abgestürzt ist (ca. 75% Preisdeflation). Ich gehe davon aus,
dass nochmals ein Verlust von ca. 80% ansteht (von ca. 50 USD je Barrel auf
ca. 10 USD je Barrel).


Gail Tverberg
stimmt eine ähnliche Melodei an, wobei sie allerdings ins fundamentale Horn stößt. [[zwinker]]

In einem tendenziell deflationären Umfeld macht für mich die Argumentation Sinn, welche hierfür eine Diskrepanz zwischen minimalen Öl-Produktionskosten einerseits und dem erzielbaren Mehrwert der Güterproduktion andererseits ins Feld führt. Wie dem auch sei, was heißt das für Gold, Immobilien, Währungen und all die anderen Zettelspielchen? In meinen Szenarien werden uns in naher Zukunft auch saudische "Goldstücke" geschenkt. [[top]]

Grüße

--
[image]
Läuft in Deutschland ...

Goldstücke aus Saudiarabien sehen auch andere bereits

Dan the Man, Sonntag, 20.08.2017, 18:22 vor 2431 Tagen @ FOX-NEWS 2771 Views

In meinen Szenarien werden uns in naher Zukunft auch saudische
"Goldstücke" geschenkt. [[top]]

Grüße

Gemäß Export Land Model (ELM) muss es früher oder später zum Exodus aus Saudiarabien kommen, ganz unabhängig vom Ölpreis. Der relative Teil des geförderten Öls, der für den Export zur Verfügung steht, wird immer kleiner -> immer weniger Staatseinnahmen, nix mehr zu beißen.

Der Ansatz des thermodymischen ETP-Modells der Hills Group ist zwar ein anderer, führt aber zum gleichen Ergebnis und zur Folge -> Raus aus Saudiarabien.

Wohin?

Beim ELM könnten die Goldstücke erstmal noch nach Deutschland kommen. Das Merkel'sche Nichtvorhandensein einer Obergrenze gilt auch für Saudis.

Beim ETP-Modell scheidet das aus, da es dann in D genausowenig Harz4 geben wird wie in Saudiarabien. Das ETP-Modell sieht das Ende der Ölförderung aus physikalischen Gründen vor den Auswirkungen des ELM eintreffen, wenn ich es richtig verstanden habe. Und zwar in 7 - 10 Jahren, was praktisch niemand auf dem Radarschirm hat.

Ich hatte mir bis vor einiger Zeit den Spaß geleistet, den tatsächlichen Ölpreis in Verhältnis zum maximal erschwinglichen Preis des ETP-Modells zu setzen, und da war glockenklar, dass der Ölpreis diesem Modell ziemlich genau folgt, ca. 65 - 85 % des maximal erschwinglichen Preises.

Leider war ich in den letzten Monaten nicht mehr in der Lage, mich drum zu kümmern.

In ein paar Jahren wissen wir mehr.

Gold relativ die beste Anlageklasse in Deflation.

SMK ⌂ @, Sonntag, 20.08.2017, 23:38 vor 2431 Tagen @ FOX-NEWS 2268 Views

Wie dem auch sei, was heißt
das für Gold, Immobilien, Währungen und all die anderen Zettelspielchen?

Prinzipiell ist es so, dass Gold in einer Preisdeflation relativ zu allen anderen Anlageklassen am Wenigsten verliert -> teilt man den Preis des Aktienmarkts, Immobilien und Anleihen durch den Goldpreis während dieser Phase, so wird man einen fallenden Chart sehen.

Es ist lediglich die Frage: Was passiert mit dem Goldpreis in der lokalen Währung? Ich habe eine starke Überzeugung, dass der Goldpreis in jedem Fall alle anderen Währungen außer dem US-Dollar outperformen (steigen) wird. D.h. als Europäer wird auch der Goldpreis in Euro weiter steigen.

Unsicher ist, ob Gold auch in der Lage sein wird, gegen den US-Dollar zuzulegen. Von Dezember 2015 bis Februar 2016 sah alles danach aus, als stünde die Welt vor einem deflationären Bust: Alle Anlageklassen außer US-Treasuries und dem US-Dollar sind eingebrochen (Öl 25 USD, DAX 8500 Punkte, etc.) und Gold stieg von 1045 USD/oz im Dezember 2015 auf 1300 USD/oz im Februar 2016. Die Inflation fiel im selben Zeitraum auf 0% in den USA.

Prinzipiell sollte man in einer Deflation einen hohen Cash-Anteil außerhalb des Bankensystems halten (die Banken werden kein Geld ausgeben können zu der Zeit), da die Kaufkraft von Cash stark steigt, weil alle Preise fallen.

Ich halte es durchaus für möglich, dass Gold als älteste Währung das "wahre Cash" sein wird und als einzige Anlageklasse durch den kommenden deflationären Bust hindurch eine Rally hinlegt. Nach dieser kurzen deflationären Crashphase werden hingegen alle Regierungen der Welt wie verrückt Geld drucken und keine Vorsicht mehr walten lassen. Als Folge erwarte ich eine rasant einsetzende, galoppierende Inflation bis hin zur Hyperinflation. Diese wird dann einsetzen, nachdem wie üblich die breite Masse ihre Assets zu Tiefstpreisen in Panik gegen Cash verscherbelt hat, nur um dann den Rest des Vermögens in der Inflation zu verlieren.

Bei Edelmetallen gilt: Sturstes Buy and Hold, bis die Aktienmärkte gegen Gold völlig deflationiert sind (Verhältnis Aktienindex zu Gold klein, z.B. Dow/Gold = 1, DAX/Gold = 1, etc.). Dann erfolgt der Umtausch von Gold in produktive Assets, um den nächsten Aufschwung wieder mitzunehmen.

--
LongWave, das Kondratjew Wikifolio
Twitter @WFLONGWAVE

Ich verzehnfache

Tob @, Dienstag, 22.08.2017, 07:38 vor 2430 Tagen @ SMK 1698 Views

Ich gehe davon aus,
dass nochmals ein Verlust von ca. 80% ansteht (von ca. 50 USD je Barrel auf
ca. 10 USD je Barrel).

Ich sage wir sehen 2020, spätestens 2021 einen Ölpreis über $100. Siehe meinen Beitrag zum Shale Oil vor kurzem (und noch aus ẃeiteren Gründen...)

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=439481

Werbung