Susanne Kablitz ist tot (RIP)

Odysseus @, Montag, 13.02.2017, 13:37 vor 2661 Tagen 10301 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.02.2017, 14:03

Mich hat das tief getroffen. Aufmerksam geworden bin ich vor einigen Jahren durch ihre gelegentlichen Beiträge auf Blogs und damals auch noch öfter im Mainstream.

Sie hat gekonnt den Finger in die Wunden gelegt, Sachverhalte durch Zerlegung verständlich gemacht und hinterfragt. Dabei für mich in der Formulierung nicht zu komplex und in der Schärfe immer den Grad haltend.

Als Libertäre, der österreichischen Schule der Nationalökonomie Verbundene und ehemals der Partei der Vernunft zugehörig, wurde sie zunehmend unbequem und fand nicht mehr ausreichend Gelegenheit im Mainstream, ihre Positionen zu beziehen.

Es erfolgte die Gründung eines Verlags und eines Magazins 2015 mit online-Präsenz.

Wer sie oder ihre Seite nicht kennt, dem sei ein Besuch empfohlen.


https://susannekablitz.wordpress.com/

Ihr letzter Artikel einen Tag vor ihrem Freitod, soweit bekannt aufgrund eines langen und somit wohl aussichtslosen Krebsleidens, ist ein Must read.

https://susannekablitz.wordpress.com/2017/02/10/dieses-land-ist-unrettbar-verloren/

Es bleibt die Spekulation, ob die Aussichtslosigkeit, die sie für Deutschland feststellt, zumindest mit daran Schuld ist, dass ihre Kampfeskraft nicht mehr gereicht hat.

Manchmal denke ich wie sie auch, dass es endgültig "rum ist" für D.
Aber dann überwiegt doch NOCH der Rest an Hoffnung - ahnend, dass es schon auch nur noch eine Illusion sein könnte.


RIP Susanne

Gruß odysseus

Schade um sie. Leider hat sie nicht begriffen. dass es immer noch eine Alternative gibt.

Mephistopheles, Montag, 13.02.2017, 15:46 vor 2661 Tagen @ Odysseus 6627 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 13.02.2017, 17:28

Der Tod ist unvermeidbar. Er kann jedoch sinnlos sein oder sinnerfüllt, indem er den Nachkommenden eine Perspektive aufzeigt.

Leider erscheint mir der Tod von Susanne Kablitz bis jetzt sinnlos zu sein, auch wenn sie an einer unheilbaren Krankheit litt.

Es gibt immer eine Möglichkeit, dem eigenen Tod einen Sinn zu geben. Hier wird er nur angedeutet, bevor es gleich wieder als faktisch unmöglich hingestellt wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Heerlager_der_Heiligen

Trotzdem!
Es ist die Aufgabe jedes Einzelnen, für sich eine Möglichkeit zu finden, seinem persönlichen Tod, der sowieso unvermeidlich ist, einen Sinn zu geben


Gruß Mephistopheles

Habe ihren Blog erst letztes Jahr entdeckt und war sehr angetan.

Centao @, Montag, 13.02.2017, 15:55 vor 2661 Tagen @ Odysseus 5681 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.02.2017, 17:29

Schade, dass sie, viel zu früh, von uns ging!

Texte - wie diese:

Ich bin wahrlich kein Fan von Bernd Höcke. Wie alle nationalen Sozialisten will auch er nur den übergriffigen, allumfassenden Staat. Den will er zwar auf andere Art und Weise wie die grün-linke Fraktion, aber er will ihn mindestens genauso sehr. Mit einem Höcke am Start würde sich gar nichts zum Guten verändern. Weil auch er die totale Macht will. Die Macht, die er für richtig hält, die Macht, die er für „das Gute“ hält, wenn sie über andere Menschen herrscht.

R.I.P. Susanne

CenTao

Das Machtparadox

Monterone @, Montag, 13.02.2017, 16:00 vor 2661 Tagen @ Centao 5988 Views

Ich bin wahrlich kein Fan von Bernd Höcke. Wie alle nationalen
Sozialisten will auch er nur den übergriffigen, allumfassenden Staat. Den
will er zwar auf andere Art und Weise wie die grün-linke Fraktion, aber er
will ihn mindestens genauso sehr. Mit einem Höcke am Start würde sich
gar nichts zum Guten verändern. Weil auch er die totale Macht will. Die
Macht, die er für richtig hält, die Macht, die er für „das Gute“
hält, wenn sie über andere Menschen herrscht.

Wollte mich bewußt zurückhalten, aber wenn diese Passage schon in's Forum gestellt wird, darf ich darauf Bezug nehmen.

Wer die Macht des Staates abbaut, bekommt nicht etwa weniger Machtmißbrauch, sondern die totale Macht für globalistische Finanzmafia und Großkonzerne.

Monterone

Es sollte mitnichten das zentrale Element ihres Essays sein..

Centao @, Montag, 13.02.2017, 16:48 vor 2661 Tagen @ Monterone 5381 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 13.02.2017, 17:30

weil es auch nicht um die Theorie der Staatsausgestaltung ging.
...

Sie schrieb:

Und was gibt es noch festzustellen?

Nun, Banken- und Euro-Rettung, Bürokratieirrsinn, explodierende Kriminalität, Kriegstreiberei, Staatsfernsehen, Rekordsteuersätze, Glühbirnenverbot, Energiewende, Überwachungsstaat, Terror, Drangsalierung von Rauchern, Autofahrern, Selbstständigen und Unternehmern, Genderwahn – kein Tag vergeht, wo wir nicht mit dem vollständigen Scheitern der Regierungen konfrontiert werden. Und dabei miterleben müssen, dass das Krebsgeschwür namens Staat sich immer weiter ausbreitet.

Und warum geschieht das so?

Tja, das liegt wohl daran, wie auf diese niedlichen, kleinen „Begebenheiten“ der Großteil der Menschen reagiert. Lethargisch, schuldvoll, demütig, unterdrückt. Das perfekte Volk der Herrscher. Man könnte meinen, dass dieser Teil der Bevölkerung es verdient, was man ihm antut. Weil es die Parallelen nicht sehen will, die sich zur Vergangenheit zeigen.

---

Übrigens wer gestern mal die Vorrede Lammerts zur BP-Wahl gehört hat,
weiß nun, dass die Gegner des Kaiserreiches alles westliche Liberale waren..[[euklid]]

Das neue Schuld-Kapitel deutsches Kaiserreich?

Gruß,
CenTao

Das Ohn-Macht-Paradox

Leserzuschrift @, Montag, 13.02.2017, 17:25 vor 2661 Tagen @ Monterone 5711 Views

> Wer die Macht des Staates abbaut, bekommt nicht etwa weniger Machtmissbrauch, sondern die totale Macht für globalistische Finanzmafia und Großkonzerne.

Mitnichten. Die Macht der Konzerne basiert direkt und indirekt auf der Macht des Staates.

Wer die Macht des Staates abbaut, lässt "globalistische Finanzmafia und Großkonzerne" rasch nackt dastehen...

Wer warum dauernd nach weniger Staat schreit

Monterone @, Montag, 13.02.2017, 18:18 vor 2661 Tagen @ Leserzuschrift 5459 Views

Wer die Macht des Staates abbaut, lässt "globalistische Finanzmafia und
Großkonzerne" rasch nackt dastehen...

Sieht man an den beiden Flaggschiffen des privatisierenden Liberalismus', GB und USA, wo ein schlanker und zurückgebauter Staat globalistische Finanzmafia und Großkonzerne ziemlich nackt aussehen läßt. Drum sind sie ja auch immer die ersten, wenn es darum geht, den Einfluß des Staates zurückzudrängen und sogar internationale Streitfragen zu privatisieren (TTIP), masochistisch wie sie sind, und rechnen können sie auch nicht.

Mitnichten. Die Macht der Konzerne basiert
direkt
und indirekt auf der
Macht
des Staates
.

Dort, wo sich der Staat, beispielsweise EU oder die OMF-BRD, zum Handlanger von privaten Kapitalinteressen macht, mag das stimmen.

Monterone

„Schlanke“ Staaten

Leserzuschrift @, Dienstag, 14.02.2017, 13:11 vor 2660 Tagen @ Monterone 4591 Views

Wer die Macht des Staates abbaut, lässt "globalistische Finanzmafia und Großkonzerne" rasch nackt dastehen...

> Sieht man an den beiden Flaggschiffen des privatisierenden Liberalismus', GB und USA, wo ein schlanker und zurückgebauter Staat globalistische Finanzmafia und Großkonzerne ziemlich nackt aussehen läßt.

Was ist an GB und USA "schlank"?
Bei den Staatsausgaben pro Kopf liegen sie im internationalen Vergleich im oberen Drittel, bei den Militärausgaben pro Kopf an der Spitze.


Staatsausgaben in Dollar je Einwohner (2012)
(berechnet aus Staatsausgaben / Einwohnerzahl)

160 - Nigeria
220 - Pakistan
220 - Indien
370 - Mauretanien
400 - Philipinen
520 - Vietnam
770 - Paraguay
800 - Moldawien
1160 - Bolivien
1160 - Iran
1300 - Thailand
1500 - China
1900 - Peru
2500 - Türkei
2500 - Mexico
2500 - Polen
2600 - Puerto Rico
2800 - Panama
2800 - Taiwan
2900 - Russland
3100 - Argentinien
3300 - Chile
4100 - Brasilien
4700 - Uruguay
5300 - Südkorea
6100 - Ungarn
6500 - Estland
6900 - Singapur
6900 - Hong Kong
8800 - Tschechien
9300 - Portugal
9500 - Israel
11000 - USA
13400 - Spanien
16800 - Italien
16800 - Neuseeland
18700 - GB
18900 - Deutschland
19200 - Island
20400 - Japan
21700 - Kanada
22400 - Frankreich
24300 - Australien
25400 - Belgien
26500 - Finnland
26600 - Schweiz
29800 - Schweden

Der Verlag war pleite

peterpan @, Dienstag, 14.02.2017, 23:23 vor 2659 Tagen @ Odysseus 4193 Views

Selbstmord ist genauso wie Mord eine sehr schlimme Sache, sowohl im Jenseits als auch für das Karma für die wiedergeborene Seele.
Es gibt nur wenige Ausnahmen, die einen Selbstmord und Mord zulassen.

Ich glaube nicht an eine unheilbare Krebserkrankung in diesem Fall, sondern im wirtschaftlichen Scheitern ihres Verlags. Der Laden war pleite, sie hat sehr viel Geld verloren und sie hat strafrechtliche Folgen befürchtet.
Eichelburg von hartgeld.com hat vor einigen Tagen geschrieben, dass er vergeblich auf sein Buchhonorar gewartet hat.

Werbung