Die Türkei provoziert Griechenland immer dreister. Heute (wieder mal): Imia. Das knallt bald.

Gaby @, Sonntag, 29.01.2017, 18:23 vor 2637 Tagen 7093 Views

Moin,

wenig Zeit, sorry. Aber das ist ne neue Qualität. Dauert nicht mehr lange, dann rumst es. Irgendein Finger zittert dann am Abzug ...

"Tension went high between Greece and Turkey on Sunday, after Ankara sent the Chief of General Staff and the top chiefs of the three Armed Forces to pay a visit to the highly disputed islet of Imia, a small uninhabited island in the Aegean Sea. The provocation took place two days after a Greek Supreme Court rejected Turkey’s request to extradite eight fugitive officers alleged involved in the failed coup of July 2016. Of high symbolism is also the fact that the Turkish provocation occurs two days before the 21st anniversary of the Imia Crisis in 1996 that brought the two neighboring countries on the verge of an armed conflict."

Mehr bei keeptalkinggreece.

Der Imia-Konflikt hatte 1996 bereits einmal fast zum Krieg geführt, es war eigentlich schon fünf nach zwölf. Hier.

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Ich bin mir sicher...

Mephistopheles, Sonntag, 29.01.2017, 21:28 vor 2637 Tagen @ Gaby 4595 Views

Der Imia-Konflikt hatte 1996 bereits einmal fast zum Krieg geführt, es
war eigentlich schon fünf nach zwölf.
Hier.

...die deutsche Rüstungsindustrie beliefert getreu der Solidarität unter den Nato-Partnern im Konfliktfall sowohl die Türkei als auch Griechenland.


Türkei
TCG Oruç Reis (F 245) der Türkischen Marine, gebaut und ausgestattet von Blohm + Voss Hamburg.
Bild: 2009

Die Türkei gehörte zu den größten Abnehmern deutscher Waffen. Seit dem NATO-Beitritt des Landes ist die Bundesrepublik Deutschland Haupthandelspartner für die Beschaffung von Waffen durch das türkische Militär. 1967 erhielt das Land die Lizenz zur Produktion von G3-Sturmgewehren. Immer wieder standen verschiedene deutsche Bundesregierungen in der Kritik, weil die Türkei deutsche Waffen im Kurdenkonflikt für die Bekämpfung der PKK einsetzt. Für das Jahr 2011 stand den türkischen Streitkräften ein Budget von etwa 25 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Auch wenn das Land immer mehr auf heimische Entwicklung und Produktion setzt, werden weiterhin teure deutsche Waffen beschafft, allerdings ist der Umfang an deutschen Waffenimporten in den letzten Jahren deutlich gesunken. Experten führen dies auf die restriktive Haltung der Bundesregierung gegenüber Waffenlieferungen an die türkischen Streitkräfte zurück.

Heer

Die türkischen Truppen sind mit den Panzern Leopard 1 und Leopard 2 ausgerüstet. Das Land entschied sich nach dem Kauf von 298 Leopard2A4 im Jahre 2007 dafür, den südkoreanischen K2 Black Panther in Lizenz modifiziert zu fertigen.

Das Heckler & Koch G3 wird von der Infanterie verwendet.

Marine

Ein umfangreicher Auftrag war die Lieferung der MEKO 200 TN Track I und II an die Türkische Marine. Der Vertrag für das erste Los (Track I), Schiffe der MEKO 200 TN oder Yavuz-Klasse wurde im April 1983 mit der Türkei abgeschlossen. Die ersten zwei Schiffe wurden bei Blohm + Voss, Hamburg und HDW, Kiel gebaut. Zwei weitere Schiffe entstanden auf der Gölcük-Marinewerft in der Türkei. Die Schiffe erhielten eine CODAD-Antrieb mit vier MTU-20V-Dieseln.

Die Türkei bestellte mit der Barbaros-Klasse zu Beginn der 1990er Jahre vier weitere Schiffe des Typs. Dieser Track II wurde mit einem CODOG-Antrieb mit zwei MTU-16V-Dieseln und zwei LM2500-30-Gasturbinen ausgestattet. Der Track II war mit 3350 ts (voll geladen) etwas schwerer, erhielt statt des Sea-Sparrow-Starters einen Mk48-VLS-Starter und war mit 31+ kn etwas schneller. Diese Fregatten wurden so ausgelegt, dass sie beim Überwasserkampf maximalen Schaden bei wenigen Verlusten ausrichten können. Dementsprechend erhielten sie geringe Flugabwehr- und U-Jagd-Kapazität, aber dafür eine starke Sea-Zenith-CIWS-Anlage.

Bisher besitzt die Türkei die F240 Yavuz (Blohm + Voss, seit 11. Oktober 1987 im aktiven Dienst), F241 Turgut Reis (HDW, Kiel, seit 4. Februar 1988 im aktiven Dienst), F 242 Fatih (Gölcük-Marinewerft, seit 12. Oktober 1988 im aktiven Dienst), F243 Yilderim (Gölcük-Marinewerft, seit 17. November 1989 im aktiven Dienst). Aus dem Track II die Hayreddin Barbarossa (Blohm + Voss, seit 23. Mai 1997 im aktiven Dienst), F245 Oruc Reis (Gölcük-Marinewerft, seit 23. Mai 1997 im aktiven Dienst), F 246 Salih Reis (Blohm + Voss, seit 22. Juli 1998 im aktiven Dienst) und die F247 Kemal Reis (Gölcük Marinewerft, seit 8. Juni 2000 im aktiven Dienst).

Zudem sind sechs Einheiten der U-Boot-Klasse 214 bestellt.

Griechenland

Griechenland gehört zu einem Hauptabnehmer deutscher Waffen. Seit Jahrzehnten schwelt ein Konflikt zwischen der Türkei und Griechenland (Zypern-Frage u. a.), was Deutschland jedoch nicht daran hinderte, beide Staaten mit umfangreichem Waffensystemen, vor allem Schiffen und U-Booten („Marine Komponente“), auszustatten. Schon als die Finanzkrise in Griechenland deutlich wurde, stimmte die Bundesregierung (Merkel I und Merkel II) umfangreichen Lieferungen von Militärgütern zu:

Im März 2010 sollen die deutsche und die französische Regierung von Griechenland „als Voraussetzung für Konzessionen bei der Ausgestaltung des Rettungspakets“ gefordert haben,[24] Fregatten und U-Boote im Wert von 4,5 Milliarden Euro zu kaufen: zwei weitere U-Boote der Poseidon-Klasse (Typ 214) in Lizenz der Kieler HDW für 1 Milliarde Euro sowie sechs französische FREMM-Fregatten im Wert von 3,5 Milliarden Euro. (Merkel und Sarkozy bestätigten diese Meldung nicht.)[25]

Das griechische Heer verwendet die MK 20 Rh 202 (MaschinenKanone Rheinmetall 20 mm). Entwickelt wurde diese in den späten 1960er-Jahren vom deutschen Rüstungsunternehmen Rheinmetall GmbH, wurden bis 1976 gebaut und exportiert. Neben dem Leopard 2 setzt das Heer auch die Panzerhaubitze 2000 ein.

Die Marine verwendet vor allem, wie auch die Türkei, deutsche U-Boote der U-Boot-Klasse 209 (vier der Poseidon-Klasse und vier der Glaukos-Klasse) und will demnächst auch ein U-Boot der U-Boot-Klasse 214 in Dienst stellen.

Wir können der Sache also ganz gelassen ins Auge sehen. Arbeitsplätze werden auf jeden Fall gesichert.

Viele Grüße

Gaby

Gruß Mephistopheles

Angeblich hat Russland in der letzten Zeit Griechenland kräftig aufgerüstet

Gaby @, Sonntag, 29.01.2017, 21:34 vor 2637 Tagen @ Mephistopheles 4387 Views

Moin,

von dem, was man hier so hört, hat Griechenland im letzten Jahr sehr kräftig aufgerüstet und zwar mit russischer Hilfe. Die Zahlungsfristen für das gelieferte Material soll so lang gewählt worden sein, dass diese Verpflichtungen nicht in den aktuellen Zahlen auftauchen, die der Troika vorgelegt werden müssen.

Man arbeitet schon lange auf dieser Ebene zusammen.

Ich stütze mich bei dem, was ich schreibe, auf Aussagen eines Journalisten, der hier vor Ort sehr, sehr gut vernetzt ist und auch für Nordwesteuropäische Medien schreibt sowie auf Aussagen eines Ex-Militärs (letztes Jahr pensioniert), der Ehemann einer Freundin ist.

Viele Grüße

Gaby

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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

die Griechen bezahlen mit Oliven-Oel .....

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Sonntag, 29.01.2017, 22:21 vor 2637 Tagen @ Gaby 3915 Views

Guten Abend Gaby,


Dieser "Stellvertreter-Krieg" passt bestens in die Region und in die Zeit:

a) die Türkei ist mit Erdogan unregierbar geworden.

b) die Türkei mischelt im Syrien-Krieg gegen die Kurden und somit auch gegen Russland.

c) Der US- Nato- Test kann nirgends besser und billiger vom Stapel gehen.

d) Putin hat noch eine Rechnung offen beim Türken.


e) das Migranten-Abkommen Türkei : EU geht, bzw. ging schon, in die Binsen deshalb ist hier jegliche Rücksichtnahme ante portas.


und die Rüstungskonzerne: US, DE, UK, RU, brauchen dringend Nachfolge-Aufträge welche vermutlich/wahrscheinlich bereits im Lieferungs-Status sich befinden.

Mit dem Trump sind die Befehlswege jetzt 90 % kürzer geworden. Morgen kommt schon wieder ein neues Dekret.....


Mit Gruss aus Cape Town.


Apo'

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"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

Kein Viehandel, sondern...

Mephistopheles, Montag, 30.01.2017, 12:17 vor 2637 Tagen @ stokk 2903 Views

bearbeitet von Mephistopheles, Montag, 30.01.2017, 18:38

Viehandel um die Türkei
http://www.geolitico.de/2017/01/24/darum-rettet-putin-erdogan/

...Machtpolitik vom Feinsten.

Das, was Putin da gelungen ist, ist ein echter Geniestreich!
Endlich hat er seinen Fuß direkt drin in der Nato.
Er hat geschickt den Schwachpunkt im amerikanischen Bündnissystem gefunden und da angesetzt. Natürlich wird er weiterbohren. [[smile]]

Wenn einer glaubt, die Russen würden wegen der gemeinsamen Religion die Griechen vor den Türken retten, der könnte auch genauso gut glauben, dass die christlichen afrikanischen Zuwanderer wegen der gemeinsamen Religion die Europäer eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft vor den islamischen Arabern retten werden.

Gruß Mephistopheles

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