Kapitalismus in der Krise?

Elli ⌂ @, Freitag, 13.01.2017, 17:05 vor 2718 Tagen 5388 Views

Vor drei Tagen lief unter „Planet Wissen“ im SWR die Sendung „Kapitalismus in der Krise?“.
Mediathek: http://swrmediathek.de/player.htm?show=dc1389e0-d7d6-11e6-a5fb-005056a10824
Zu Gast war Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der „taz“.
In der gesamten Sendung nicht einmal das Wort „Schulden“, sondern „Technik“ und „Wachstum“.
Aber immerhin die klare Aussage, dass der Kapitalismus letztlich zusammenbrechen muss.

Hier ein kurzer Ausschnitt, der das bestätigt, was dottore schon vor vielen Jahren gesagt hat:

http://www.dasgelbeforum.net/img/up/elli/Kapitalismus.mp4 (59 Sekunden, 2,7 MB)

Im Kapitalismus bestimmen Papiergeld-Lagerkosten in schweizer Höhlen die Zinsuntergrenze

Fidel @, Freitag, 13.01.2017, 17:42 vor 2718 Tagen @ Elli 4049 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 13.01.2017, 18:24

Hallo Elli

Obwohl hier schon einmal verlinkt, der hörenswerte Vortrag v. H.W.Sinn mit Sprung an die betreffende Stelle:
https://www.youtube.com/watch?v=kRNX09IrjiU&feature=youtu.be&t=40m00s

Obwohl ich schon länger hier lebe, ist das nicht mein Kapitalismus. Sollten die verdienten Machtstrukturen (incl. subventionierten taz- Tanten) das Ende dieses Kapitalismus fürchten, ängstigen sie sich zurecht.

Vorausschauend importieren die Multikulturalisten Fachkräfte aus steinzeitlichen Kollektiven, um zumindest Immoblienqualität zu erhalten...

Derweil bin ich gespannt, was die taz-Dame später tauschen will - für das älteste Gewerbe der Welt scheint sie mir überqualifiziert. :o)

Inschallah
Fidel

Der Kern des Kapitalismus

Falkenauge @, Freitag, 13.01.2017, 17:58 vor 2718 Tagen @ Elli 3937 Views

Da sagt doch die Dame, der Kern des Kapitalismus sei der Einsatz von Technik und Investitionen. Technik und Kapital werden in jeder anderen Wirtschaftsform genauso eingesetzt, das macht nicht den Kern des Kapitalismus aus und führt auch nicht zu seinem Untergang. Was da als Beginn des Kapitalismus beschrieben wird, ist der Beginn des Industrialismus.

Immerhin kommt Wikipedia der Sache schon näher, indem es dort heißt:
"Allgemein wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht."

Das Privateigentum am Unternehmens-Kapital gestattet dem Eigentümer die unbegrenzte Verfügungsbefugnis über das Kapital und seinen Profit. Bewunderungswürdige Leistungen und Produkte werden dadurch zum Nutzen (und auch zum Schaden) der Menschen hervorgebracht. Aber das Eigentumsrecht erlaubt ihnen auch, sowohl Macht über die Mitarbeitenden auszuüben, die in ein Abhängigkeitsverhältnis zu ihnen kommen, als auch mit dem alleinigen Gewinn ihr Kapital ständig zu vermehren, ihre wirtschaftliche Macht ungeheuer zu vergrößern und damit vielfach die politische Macht von sich abhängig zu machen und zu bestimmen.

Das ist - neben dem Schuldgeldsystem - das zentrale gesellschaftliche Problem, das dringend der Lösung bedarf. Vgl.: Die ungebändigte Macht des Kapitals

Fazit: Es gibt keinen Kapitalismus

CalBaer @, Freitag, 13.01.2017, 19:01 vor 2718 Tagen @ Falkenauge 3523 Views

... die auf Privateigentum an den
Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den
Markt beruht.
"

Letzteres ist eine reine Farce, denn der Schluessel allen Wirtschaftens haengt immer am Geld und da verwenden wir immer noch reines Staatsgewaltgeld, welches zwar manchmal so tut, als ob es Marktgeld (Wechselkurse) sei, aber am Ende immer von der Gewalt mit Gewalt gepaeppelt und verteidigt werden muss (Waehrungshegemonie, Waehrungsmonopol, staatliche Bailouts, Notenbankmanipulationen), damit es nicht untergeht.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Der Schlüssel allen Wirtchaftens hängt am Geld (welches am Eigentum welches an der Macht hängt)

Rybezahl, Samstag, 14.01.2017, 01:17 vor 2718 Tagen @ CalBaer 2869 Views

... die auf Privateigentum an den
Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum

über den

Markt beruht.[/b]"


Letzteres ist eine reine Farce, denn der Schluessel allen Wirtschaftens
haengt immer am Geld und da verwenden wir immer noch reines
Staatsgewaltgeld, welches zwar manchmal so tut, als ob es Marktgeld
(Wechselkurse) sei, aber am Ende immer von der Gewalt mit Gewalt gepaeppelt
und verteidigt werden muss (Waehrungshegemonie, Waehrungsmonopol,
staatliche Bailouts, Notenbankmanipulationen), damit es nicht untergeht.

Hallo,

denkst du an eine Welt, in der jeder sein eigenes Recht durchsetzt?
Und es käme darin nicht zur Monopolbildung?

BTW "Farce" finde ich übertrieben:
http://www.dasgelbeforum.net/img/up/user/Ein_Buch_fuer_Keinen-Der_Kapitalismus.pdf

Gruß
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Wirtschaft – eine Melange aus Macht, Gewalt und Zwang.

trosinette @, Dienstag, 17.01.2017, 08:45 vor 2715 Tagen @ Falkenauge 2211 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 17.01.2017, 08:50

Wobei natürlich klar ist, dass die im Betreff aufgeführten Unannehmlichkeiten nicht ausschließlich und im vollem Umfang menschgemacht sind.

Guten Tag,

das zentrale gesellschaftliche Problem

Das zentrale gesellschaftliche Problem scheint mir zu sein, dass der Mensch, aus seinem tiefsten Innern heraus und seinem wahrhaftigen Wesen nach, überhaupt keinen Bock auf wirtschaften hat, egal ob als Sklave, Unternehmer, Eigentümer oder in mitbestimmender Teilhabe an Produktions-, Investitions-, Gewinn- oder sonstigen Kapitalien.

Anders kann ich mir auch das folgende Zahlenwerk nicht erklären:
Rund 8,4 Mio. Bundesbürger spielen regelmäßig, knapp 22 Mio. spielen gelegentlich Lotto oder Toto.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Das unterscheidet das Tier vom Mensch

Ikonoklast @, Federal Bananarepublic Of Germoney, Dienstag, 17.01.2017, 08:52 vor 2715 Tagen @ trosinette 2195 Views

Hi Scheider,

ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen, es gib keine Spezies außer dem Menschen, die freiwillig im eigenen Dreck lebt. Sieht so die Krone der Schöpfung aus?

Wobei natürlich klar ist, dass die im Betreff aufgeführten Unannehmlichkeiten nicht ausschließlich und im vollem Umfang menschgemacht sind

...

Das zentrale gesellschaftliche Problem scheint mir zu sein, dass der
Mensch aus seinem tiefsten Innern heraus und seinem wahrhaftigen Wesen nach
überhaupt keinen Bock auf wirtschaften hat, egal ob als Sklave,

--
Grüße

[image]

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Niemals haben wir "unser" Leben im Griff!

Die meisten von uns ziemlich gut, ohne es zu wissen.

Meine ich das nur, oder wird in letzter Zeit in den MSM häufiger, zwar noch zaghaft, aber doch hörbar die Systemfrage gestellt?

siggi, Dienstag, 17.01.2017, 02:33 vor 2715 Tagen @ Elli 2323 Views

Z. B. auch hier bei "Quer" im BR!! am letzten Donnerstag die ganze Sendung durch. Gespräch mit Prof. Lesch:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/quer112.html

Vor drei Tagen lief unter „Planet Wissen“ im SWR die Sendung
„Kapitalismus in der Krise?“.
Mediathek:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=dc1389e0-d7d6-11e6-a5fb-005056a10824
Zu Gast war Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der „taz“.
In der gesamten Sendung nicht einmal das Wort „Schulden“, sondern
„Technik“ und „Wachstum“.

Danke für den Hinweis.

LG

siggi

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