Galgos kannst du auch im hohen Alter noch halten. Sie sind zwar auch sehr eigenwillig, aber vollkommen anders als andere Hunderassen. Sie binden sich an ihren menschlichen Gefährten und .....

Olivia, Freitag, 14.06.2024, 12:16 (vor 37 Tagen) @ Dieter1087 Views
bearbeitet von Olivia, Freitag, 14.06.2024, 12:58

sind sehr einfühlsam und kooperativ. Es geht nichts mit Zwang. Sie haben ein phänomenales Seh- und Hörvermögen. Erheblich besser als andere Hunderassen. Sie jagen auf Sicht und - je nach Einsatz - z.T. tagelang vollkommen selbständig. Diese Tiere werden auch für die Wildschweinjagd eingesetzt, sind also sehr mutig. Du mußt darauf achten, dass du einen echten, spanischen Galgo bekommst, aus einer soliden Zucht. Sie sind das spanische Nationalsymbol und inzwischen leider selten. Man sagt, sie seien so schnell, dass sie sich auf einer Münze drehen können. Sie sind nicht so groß wie Greyhounds oder Greyhound-Mischlinge und sie haben vor allem andere Pfoten, die sogenannten Hasenpfoten.

Dadurch, dass eine vogelwilde Züchterei durch alle möglichen korrupten und unqualifizierten Halunken stattgefunden hat, die schnelles Geld machen wollten, wurden diese Tiere zum großen Teil mit Greyhounds vermischt. Diese haben jedoch völlig andere mentale Eigenschaften als Galgos. Das Zuchtziel war anders (Kurzstreckenrennen). Was mit diesen armen Tieren angestellt wird, wenn sie in ihrer Leistungsfähigkeit nicht den Erwartungen dieser menschlichen Monster entsprechen, das kann man nur mit Alpträumen beschreiben. Es wird immer noch nicht strafrechtlich verfolgt. Leider.

Unsere erste Galga ist sehr alt geworden. Sie war sehr groß. Mein Mann hatte sie "sterbend" bei Ronda am Straßenrand entlang kriechen sehen. Er hielt an und wollte ihr Wasser geben. Es war sehr heiß. Sie wollte nicht. Aber sie machte ihm auf irgend eine Art und Weise klar, dass sie ins Auto wollte..... und er gab nach. Nahm sie ins Auto und fuhr sie in ein Tierheim an der Costa. Die waren voll und wollten keinen Hund mehr nehmen, als sie den Hund jedoch sah, erschrak die Leiterin und sagte: Um Gottes Willen, das ist ja eine Galga. Die Galga war sehr krank. Eine schlimme Leishmaniosis. Wir haben die Behandlungskosten übernommen und mein Mann ging einmal wöchtentlich mit ihr spazieren. Immer, wenn er Zeit hatte. Es gab keinen genauen Zeitplan. Im Tierheim sagte man, der Hund wisse immer eine halbe Stunde, bevor er komme Bescheid, werde unruhig und fange an zu jaulen. Die haben sich darüber amüsiert.

Als ich nach Spanien kam und den Hund zum ersten Mal sah, erschrak ich und dachte: Was hat er sich denn da..... Sie sah aus wie eines der Skelette, die in Western-Filmen immer am Wegrand lagen. Als sie mich jedoch ansah, da war ich ihr sofort verfallen. Dieses Geschöpf schaute mich an, als ob sie alles von mir wüßte, mich und mein ganzes Leben kenne. Mit einer Klugheit und Sanftheit, die ich noch nie bei einem Lebewesen kennen gelernt hatte.

Wir hatten schon 3 Hunde und mein Mann zögerte. Ich wollte sie unbedingt zu uns nehmen. Aber der Hund mußte zuerst fertig behandelt werden. In dieser Zeit schaffte sie es 2 x dem Tierheim (Käfige) zu entkommen und auf einer Art Autobahn nach meinem Mann zu suchen. Sie konnte glücklicherweise eingefangen werden.

Ich ging dann mit, sie zu besuchen. Als mein Mann sie einmal zurück brachte (ich blieb im Auto), hörte ich ein mörderisches Geschrei und dachte, dem Hund sei etwas passiert.
Als mein Mann zurück kam, fragte ich beklommen. Er antwortete: NEIN. Die Galga war von einer Kampfhündin mit "Gefährten" im Schlepptau angegriffen worden. Es ging offenbar ganz schnell, dann war Ruhe. Die Kampfhündin mußte dann notoperiert werden. Der Galga hatte keine Schramme..... Diese Tiere schauen aus, wie die wunderbarsten Engelchen auf Erden..... sie sind unglaublich sanft, ausgeglichn und ruhig..... aber wer sie unterschätzt, der macht offenbar einen großen Fehler.

Und vor allen Dingen.... sie sind selbständig. Man muß sie nicht "bespielen"... sie fordern nicht pausenlos etwas von einem.....

Wenn du mehr über die "Little Lobitos", die Kleinen Wölfe erfahren willst, hier ist eine Webseite. Es gibt auch Rauhaar-Galgos und sehr große, die ebenfalls zu dieser Familie gehören.

https://www.galgo.de/

Meine Hundedame hat nicht das geringste Interesse an Couchen, Sesseln oder Betten. Gott sei Dank. Sie legt aber großen Wert auf eigene, gut gepolsterte und warme Hundebetten. Auch legt sie großen Wert auf schöne, warume, weiche Hundemäntel in der kalten Jahreszeit. Da wird man bei den Briten pfündig. Die haben das "Kälteproblem" mit ihren Greyhounds und Whippets. Sie haben also wunderbare Hundemantelkollektionen, die das Herz der Wärme liebenden Galgos höher hüpfen lassen. Die Deutschen haben leider keine Erfahrung damit.

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For entertainment purposes only.


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