die Starlink Satelliten haben ein ganz (für mich) unerwartetes Problem

Joe68, Montag, 13.05.2024, 13:38 (vor 32 Tagen) @ sensortimecom1408 Views
bearbeitet von Joe68, Montag, 13.05.2024, 13:48

nix mit Elektronik und Aufladung (das scheinen die Ingenieure gut gelöst zu haben), sondern mit der Mechanik, der Sonnenwind drückt mit seinen Teilchen die Satelliten aus ihrer Bahn?!

https://www.heise.de/news/Sonnenstuerme-stoeren-Starlinks-Satelliten-Internet-9715330.html

... Berichten zufolge sorgt die durch den Sonnensturm – der Stärke G5 erreichte – veränderte Atmosphäre bei den niedrig fliegenden Starlink-Satelliten (etwa 550 km Höhe) dafür, dass sie schneller als üblich sinken und dagegen ansteuern müssen.....

bessere Erklärung:
...Die zusätzliche Energie von der Sonne führt dazu, dass sich die Ionosphäre erwärmt und ausdehnt. Das bremst niedrig fliegende Satelliten (LEO, Low Earth Orbit) ab und zwingt dazu, den Geschwindigkeitsverlust mit den Triebwerken auszugleichen, damit sie nicht auf eine niedrigere Bahnhöhe absinken, wo sie wiederum stärker abgebremst werden. Auch wenn das Satellitensystem nach diesem Ereignis wieder normal funktioniert, könnte sich die Lebensdauer der Satelliten verkürzt haben, falls ungeplant viel Treibstoff für Bahnkorrekturen verbraucht wurde. Die Verbindung zu den Starlink-Satelliten, über deren schlechte Qualität viele Nutzer klagten, wurde während des Sturms vermutlich durch die extrem aktive Ionosphäre gestört, die Funksignale beugt und dämpft....

Ein weiterer möglicher Problempunkt sind Stromverbundnetze, die sich über tausende Kilometer erstrecken. Schnelle und heftige Schwankungen im Magnetfeld der Erde können große Ströme in diese Systeme induzieren, die die Transformatoren an den Leitungsenden überlasten können. Schaltet man sie ab, um sie zu schützen, kann das zu Stromausfällen führen. Offenbar waren die Vorkehrungen der Betreiber weltweit erfolgreich, denn bislang gab es keine Berichte über größere Stromausfälle. Zuletzt gab es 2003 in Schweden und Südafrika regionale Stromausfälle, 1989 saßen in der kanadischen Provinz Quebec 6 Millionen Menschen im Dunkeln.

Härtetest bestanden
Offenbar haben Stromnetze und Satelliten den Härtetest gut überstanden. Das heißt aber nicht, dass von der Sonne keine Gefahr droht. Ein Jahrtausendereignis, also ein perfekter Sturm, in dem sich mehrere koronale Masseausbrüche vereinen, die Erde genau treffen und von einem heftigen Strahlungssturm begleitet werden, könnte massive Schäden verursachen. Aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist extrem gering. Den Jahrhundertsturm vom Wochenende hat die Infrastruktur schon einmal gut überstanden.

https://www.heise.de/news/Magnetsturm-Infrastruktur-besteht-Haertetest-9715788.html

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Der ungerechteste Friede ist noch immer besser als der gerechteste Krieg - Cicero


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