Was hat der Emir anzubieten?

nereus, Freitag, 03.05.2024, 17:47 (vor 53 Tagen) @ Plancius2615 Views

Hallo Plancius,

ich stelle mal diese These in den Raum, die sich Deiner Idee vom Kalifat, oder besser Emirat, anschließt.

Der alles entscheidende Punkt für das Wahlverhalten der Werte-Westler sind die Versprechungen und Leistungen der Macht zum Lebensstandard inkl. der sozialen Hängematte in der fühlbaren Gegenwart.
Alles andere kommt danach.

Was nützt mir Redefreiheit, wenn ich mich trotzdem an der Tafel anstellen muß?
Was habe ich von der Aufklärung, wenn ich dem geschwätzigen Brimborium mit knurrendem Magen oder abgewetzten Klamotten lausche?
Wenn der Emir eine „gefällige“ Politik macht, kann der auch auf Lebenszeit gewählt sein.

Du schreibst: Die Demokratie hat sich ja gerade deshalb, vor allem im Westen etabliert, weil man als einfacher Bürger vor den Launen eines Herrschers nicht sicher ist. Eine schlechte Regierung kann man immerhin nach 4 Jahren abwählen.

Ach was.
Das sind gut geschürte Gerüchte. [[freude]]
Erst kommt das Fressen und dann die Moral.

Unterm Strich ist es dann auch egal, wer im Himmel herrscht, wobei Gott und Allah ohnehin ein und dieselbe Entität sind.
Es ist alles nur eine Frage der Sichtweise, ob man den rosa Elefanten im Raum von vorne, von hinten oder von der Seite sieht, was nicht verstanden werden soll, das da nix ist.

Und das wissen die da oben – die kennen ihre Klientel und füttern sie nach Bedarf ab.
Und da das Gedächtnis kurz ist und das Leben auch, funktionieren deren Tricks immer wieder.

Der ganze intellektuelle Überbau ist im Krisenfall ein morsches Gerüst, welches krachend zusammen stürzt, um danach wieder neu aufgebaut zu werden.

mfG
nereus


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