So einfach ist es dann doch nicht

Echo, Donnerstag, 25.04.2024, 08:16 (vor 87 Tagen) @ zip2574 Views

Gefühlt ist da nur ein Lithium Akku und ein bürstenloser Elektromotor drin. Doch auch Elektroautos haben Schwachstellen. Gerade die Elektronik veraltet und versagt nicht selten mal. Auch wenn es manchmal nur Kleinigkeiten sind, es nervt. Ein Tesla hat etwa keinen Scheibenwischer, da belastet es umso mehr wenn die Heckkamera wegen Schmutz oder technisch versagt. Überhaupt ist allein schon die Schnellladesäule ein hochkomplexes System (Datenaustausch erfolgt über das anfällige PLC), bin da nicht selten unverrichteter Dinge weitergezogen.

Moderne Autos sind außerdem nicht mehr besonders praktikabel konstruiert. Felgen sind viel zu groß und anfällig, Stoßstangen sind lackiert, Türen haben keine Kunststoff-Schweller, es gibt keinen AUS-Schalter - das Ding rödelt immer vor sich hin und braucht dabei unfassbar viel Strom. Jeder noch so kleinster Scheiß ist motorisiert (Türöffner, Lüftung, Ladeklappe, Ladekabelsicherungsbolzen, Sitz, Lenkrad, Rücksitzlehne, Kofferraum, ...). Assistenzsysteme nerven die ganze Zeit. Teslas viel zu lang für die meisten Parklücken. Bei Schaden auf den unfassbar großen Glasflächen wird es bei einem Tesla teuer. Entsprechend hoch sind die Kasko Beiträge. Fast jeder Tesla-Besitzer wird in seinen ersten 3 Jahren schonmal einen Scheibentausch gemacht haben.

Im Winter außerdem ziemlich schlechte Ladeleistung. Manche bauen sich sogar eine Diesel-Standheizung ein um das Schiff warm zu halten. Kenne selber jemand der fährt einen Think City (kostete als Jaheswagen unter 3000€) der das so gemacht hat, das ist eher ein Auto für die Praxis. Ich selber bin einige Zeit Tesla Model 3 gefahren, damit hatte ich sogar Bammel in ein steiles enges Parkhaus zu fahren. Mittlerweile setze ich auf die Kombination Elektro-Moped für Kurzstrecke und sparsamer Verbrenner für Langstrecke.


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