Natürlich kann man sagen, - was interessiert uns Rumänien

helmut-1, Siebenbürgen, Donnerstag, 04.04.2024, 14:08 (vor 51 Tagen)4185 Views

Aber wir müssen lernen, das in der Gesamtheit und auch im Detail zu sehen.

Wo sehe ich das Problem:

Solange wir uns in einer Denkweise befinden, dass das Nachbardorf einer kleinen Gemeinde schon halbes Ausland ist, solange werden wir von den Regierenden als Dummschafe benutzt. Wir müssen irgendeinmal kapieren, dass uns zwar die nächste Nähe etwas wert ist, weil sie meistens unsere engste Heimat darstellt, wir aber trotzdem in der Lage sind, die Gemeinsamkeiten zu erkennen.

Damit meine ich, dass wir in der Lage sein müssen, zu erkennen, wie der Tscheche, der Pole, der Franzose, der Italiener, und auch der Rumäne denkt, was ihn betrifft und was ihn bedrückt, und was da mit unseren Bedürfnissen und Ansichten kongruent ist.

Wenn ich mir nun in Rumänien Gedanken über einen Krieg mache, der schon an der Schwelle der Haustüre steht, dann bin ich weder pathologisch im Paranoia-Zustand, noch sonst irgendein Träumer. Ich meine, dass ich aufgrund dessen, dass ich eben in vielen Sprachen die Nachrichten lese, die Otto Normalo vorenthalten werden, eben besser informiert bin und im Sinne des kleinen Einmaleins 2 und 2 zusammenzählen kann. Genau das aber entgeht dem kleinen Pinscher, der im Hamsterrad steckt, und davon gibt es die absolute Mehrheit in vielen europäischen Ländern, auch in Rumänien und in Deutschland.

Deshalb bleibt es jedem überlassen, darüber nachzudenken, ob das, was ich meine, zu erkennen, ein lokal begrenztes rumänisches Problem ist oder ob es eigentlich ein Symptom ist, das uns in ganz Europa in einer gewissen Zeit erreicht.

Ich gehe nun in die Vollen, was die Information in Rumänien betrifft, - ich fühle mich einfach dazu verpflichtet. Das bedeutet, dass ich noch ein paar Tage abwarte, und dann wird dieses Statement, das ich per Mail an die stärkste Oppositionspartei (AUR) geschickt habe, im ganzen Land verbreitet. Und damit komme ich wieder zur These, was uns eigentlich in ganz Europa interessiert.

Konkrete Frage:

Diese AUR aus Rumänien, die sich gegen alles und jedes stellt, was die Regierung verzapft, - oftmals zu Recht, hat aber eine spezifische Eigenheit:

Sie sind in dieser Partei Befürworter der NATO.

Und damit komme ich zum Vergleich AfD:

Ist es bei dieser Partei anders? Ich meine, es ist genauso. Alle beten sie die NATO als das allein Seligmachende an.

Der Text von heute, meines aktuellen Standpunktes (auf deutsch übersetzt) :

Rumänien wird in den Krieg mit den Russen hineingezogen

Die Wahrheit über die Parteien in Rumänien im Verhältnis zur NATO

Es fällt mir nicht leicht, darüber zu schreiben, weil ich z.B. von AUR einfach mehr erwartet habe. Aber zu meinem Bedauern muss ich feststellen, dass sich bezüglich der NATO-Politik AUR von der PNL*) durch nichts unterscheidet. Hier ziehen beide Parteien an ein und demselben Strang. Aber auch von der PSD, USR usw., hört man nichts dazu.

Nehmen wir die aktuelle Situation in Mediasch:

Vor kurzem hat der deutsche Waffenhersteller „Rheinmetall“ die legendäre Mediascher Firma Automechanica durch Aktienmehrheit übernommen. Natürlich mit dem Ziel, den Standort Mediasch zur Herstellung von Rüstungsgütern weiter auszubauen.

Wer ist „Rheinmetall“?

Das ist ein Konzern, der über institutionelle Anleger zu 48% in US-Besitz ist, der größte Anleger davon ist die berüchtigte Blackrock-Bank. Rheinmetall stellt alle möglichen Waffensysteme her, unter anderem auch DU-Munition (Für Panzerbekämpfung mit angereichertem Uran).

https://www.rheinmetall.com/en/products/large-calibre/large-calibre-weapons-and-ammunition

Nun sollte jeder, der ein Minimum an militärischen Kenntnissen hat, wissen, dass im Falle eines militärischen Konfliktes vorrangig die Ziele im Visier des Feindes sind, die Waffen herstellen. Ganz einfach deshalb, um den Nachschub zu verhindern und die Rüstungsversorgung des Feindes „trocken zu legen“. Das heißt, auf derartige Fabriken wie Rheinmetall fallen als Erstes die Bomben im Kriegsfall.

Mein Versuch, Rheinmetall zum Schutze der Einwohner von Mediasch dazu zu bewegen, in unserer Stadt in erster Linie zivile Güter zu produzieren, ist auf allen Linien fehlgeschlagen.

Was heißt auf allen Linien:

Ich habe mehrmals an Rheinmetall (Düsseldorf) geschrieben, per Mail, per Fax, - keine Antwort. Ich habe an unsere Abgeordnete im rumänischen Parlament (PNL) geschrieben – keine Antwort. Ich habe mein Anliegen bei der letzten Stadtratssitzung persönlich (Stadträte mehrheitlich PNL) vorgetragen – keine Reaktion. Ich habe an die Zentrale von AUR geschrieben und auch dort angerufen – keine Antwort.

Für mich ist klar:

Sämtliche von mir aufgeführten Stellen interessieren sich überhaupt nicht für die Sicherheit der Einwohner unserer Stadt, und welche für die Mediascher nicht transparenten Vereinbarungen da hinter den Kulissen vereinbart wurden, bleibt im Dunkeln. Mein Aufruf, vor den Toren der Fabrik Automechanica in Mediasch Demonstrationen zu organisieren, die zum Ausdruck bringen, dass man in Mediasch keine Rüstungsgüter, sondern zivile Güter produziert, verhallt ungehört.

Die Situation in Rumänien:

Die meisten Einwohner von Rumänien haben noch gar nicht realisiert, wie dieses Land von der Führung auf langsamen, aber sicheren Schritten in einen Krieg gegen die Russen hineingezogen wird. Die Leute haben das Grundprinzip nicht verstanden, das da lautet:

Die Amerikaner sind nicht unsere Freunde, und die Russen sind nicht unsere Feinde!

Die NATO investiert in den NATO-Stützpunkt Kogalnicianu eine immense Summe von 2,7 Milliarden Dollar, mit dem Ziel, dieses NATO-Basis als die größte in Europa auszubauen, noch größer als Ramstein in Deutschland.

https://www.libertatea.ro/stiri/cea-mai-mare-baza-militara-europeana-a-nato-se-construi...

Wer da immer noch nicht kapiert, wohin der Stecken schwimmt, der sollte sich mal fragen, warum der Deutsche Wirtschaftsklub in zwei großen Städten im Ardeal, nämlich Sibiu und Timisoara, von NATO-Einheiten aus Deutschland und den Niederlanden angefragt wurde, ob sie für deren Soldaten 100 – 200 Quartiere besorgen könnten.

https://www.turnulsfatului.ro/2024/03/26/reactie-dupa-ce-armata-germana-ar-fi-cerut-caz...

Der Zweck:

Diese Spezialeinheiten der NATO sollen in beiden Städten militärische Übungen abhalten, bei denen die Evakuierung von Ausländern im Kriegsfall geprobt wird. Wohlgemerkt, - von Personen, die sich in diesen Städten aufhalten und keine rumänische Staatsangehörigen sind. Das bedeutet mit anderen Worten, - die Ausländer sind der NATO wichtig, die Rumänen sind der NATO egal.

Tangentiale Beobachtungen:

Mittlerweile sind Bodentruppen aus Polen, Deutschland und Frankreich in die Ukraine entsandt worden.

https://nitter.poast.org/RealPepeEscobar/status/1771223737204888006#m

Weiters sind erst kürzlich in Rumänien 3.000 französische Soldaten eingetroffen.

https://9news.ro/stire/franta-consolideaza-prezenta-militara-nato-in-romania-cu-inca-30...

Dazu wurden rumänische Truppen in die Republik Moldawien entsandt.

https://www.youtube.com/watch?v=4kAhplTuuko

Über diese Vorgänge erfährt man in Rumänien kaum etwas über die regierungsnahen Medien, das wird verschwiegen. Aber auch alle anderen Institutionen, die öffentlichen Verwaltungen, die Kirchen, die NGOs, und die Parteien, allen voran die PNL und AUR, schweigen über die aktuelle Situation.

Als Ausländer bin ich mit meiner Familie vor vielen Jahren nach Rumänien übersiedelt, weil ich hier in Frieden leben wollte. Leider muss ich feststellen, dass genau dieser Plan in großer Gefahr ist, und die Regierungsparteien wie PNL, als auch die größte Oppositionspartei, AUR, gehören zu den Unterstützern der NATO und damit zu den Unterstützern eines Krieges gegen die Russen, wofür Rumänien überhaupt keine Veranlassung hat.

Aber vermutlich hängt das auch damit zusammen, dass unser Präsident Johannis im Visier hat, nach Ende seiner Amtszeit in Rumänien ein hohes Amt bei der NATO zu übernehmen. Dafür muss man sich natürlich erst als „geeignet“ profilieren. Auf Kosten der Bevölkerung.

Natürlich sehen die Russen da nicht untätig zu und reagieren mit der Ausweitung ihres Waffenarsenals:

https://www.facebook.com/mariustuca.ro/posts/pfbid0fG9zpS7kzzrNcYvQYEQGJ3QM4eyVpuqe15AR...

Dass die NATO den Konflikt mit Russland selbst herbeigeführt hat, war schon vor dem Einmarsch der Russen in den Donbass klar:

https://www.dw.com/ro/putin-despre-nato-rusia-nu-va-accepta-extinderea-spre-est/a-60242576

Es ist der uralte Konflikt, wobei die US-Regierungen sich immer dafür einsetzen, den Gegner Russland zu schwächen. Aber niemals von dem US-Territorium aus, sondern immer in anderen Ländern, wo ein Stellvertreterkrieg stattfindet, wie jetzt in der Ukraine. Ihre Strategie ist es, die Bewohner in anderen Ländern auf den Schlachtfeldern sterben zu lassen, aber nach Möglichkeit nicht die US-Soldaten.

Dabei hätten es die amerikanischen Streitkräfte so einfach, denn die Beringstraße zwischen Alaska und Sibirien hat eine Distanz von nur 85 km. Wenn die US-Militärs Lust haben, mit den Russen Krieg zu führen, dann sollen sie eben von ihrem nördlichsten Bundesstaat aus Bomben aus Wladiwostok werfen. Aber sie sollen Europa aus ihren Kriegslüsten heraushalten.

Wir in Europa und vor allem in Rumänien, wollen in Frieden leben!


*) PNL = die konservative Partei in Rumänien


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