Ich gehe davon aus, dass es einen Machtkampf gab. Grund dafür dürften große Differenzen beim Wirtschaftsprogramm der Werteunion und den Vorstellungen von Krall sein.

Olivia, Samstag, 30.03.2024, 13:48 (vor 50 Tagen) @ Lenz-Hannover935 Views
bearbeitet von Olivia, Samstag, 30.03.2024, 14:33

Ich gehe auch davon aus, dass das "Wirtschaftsprogramm", das Krall in seinen Vorträgen und im Internet vorstellt und vorgstellt hat (ich habe bereits mehrfach Bezug darauf genommen), nicht mehrheitsfähig in der WU war, ziemlich genauso, wie Maaßen das bereits vor der Gründung ausdrückte.

Das Programm mag zwar für die alternative Szene in D mehrheitsfähig sein, jedoch nicht für die Mitglieder der etablierten Parteien, auf die Maaßen abzielt.

Maaßen hat auch deutlich gemacht, dass die WU sich bezüglich des Wirtschaftsprogramms an Vorstellungen von Ludwig Ehrhard orientieren wird/will. Das paßt in wesentlichen Zügen nicht mit den Vorstellungen von Krall zusammen, entspricht aber wohl den Vorstellungen der CDU-ler, die sich abgespalten haben. Welche genauen Vorstellungen Otte hat, weiß ich nicht.

Ich gehe aber davon aus, dass auch die AfD kein Wirtschaftsprogramm nach Krall verabschieden wird. In beratender Funktion sehe ich ihn bei beiden Parteien als vmtl. geschätzten Gesprächspartner. Soweit ich Krall verstanden habe, war dieser davon ausgegangen, erheblichen Einfluß auf das Wirtschaftsprogramm der WU zu haben. DAS wollten die Mitglieder aber offensichtlich nicht. Wie gesagt: Krall war erst seit 6 Monaten dabei. Vorher hatte er im Internet deutlich gemacht, dass er plane, eine eigene Partei zu gründen. DAS war aber nicht die Partei Werteunion. Diese Kombination muss sich folgerichtig erst später ergeben haben, vmtl. weil Maaßen Kräfte bündeln wollte. Krall war, so seine Aussage, der Meinung, dass seine Wirtschaftsvorschläge in der WU mehrheitsfähig seien. Ich gehe also davon aus, dass er über die schnelle Mitgliedschaft seiner eigenen Peergroup-Mitglieder die WU von innen heraus verändern wollte und damit eine Mehrheit für seine Ideen gehabt hätte. So jedenfalls sehe ich die Massen von Neuanmeldungen zur WU. Dies wurde jedoch von der WU duch einen entsprechenden Passus in der Satzung unmöglich gemacht. Ich gehe daher davon aus, dass sich diese Personenkreise nach dem Eklat umgehend wieder von der WU zurückgezogen haben. "Feindliche Übernahme" gescheitert.... würde man im betrieblichen Bereich sagen. :-) - Krall als ehemaligem Banker dürften solche Vorgänge bekannt sein :-) - für Maaßen, als Beamten, dürften sie vmtl. eine erste Erfahrung sein.... :-) Spannend. Mal schauen, was sich weiter ergibt.

Krall sollte vlt. seine Ursprungspläne, eine eigene Partei zu gründen, aufgreifen. So wie er das im vergangenen Jahr vorhatte. Vlt. macht Otte dort mit. Dann müssen sie ein Parteiprogramm vorstellen und um Wähler werben und dann wird man weiter sehen. Möglicherweise waren solche Neugründungsideen u.a. der Grund für die spektakuläre "Verabschiedung" der beiden .... begleitet von schmuddeligen Gesängen. :-) ...

Zusammenfassend: Den internen Machtkampf innerhalb der WU hat Krall verloren. Das dürfte nicht nur von Maaßen ausgegangen sein. Vlt. gab es deshalb so ein allumfassendes, häßliches mediales Nachtreten und den spektakulären Austritt. Die Differenzen selbst hatten sich aber sehr frühzeitig angekündigt. An sich hätten beide das vorher sehen können. Ich frage mich, was der ganze Mist sollte.

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