Macht nachdenklich

helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 24.02.2024, 12:19 (vor 58 Tagen) @ Brutus2345 Views

Übrigens, wer - so wie ich - mit Telegram nicht verbunden ist, hier noch ein anderer Artikel, sogar ausführlicher:

https://www.mallorcazeitung.es/spanien/2024/02/23/feuerhoelle-in-valencia-vier-tote-bra...

Diese Isolierungen hatte ich immer schon in suspekter Sichtweise. Da wird von leicht entflammbar, schwer entflammbar, usw., erzählt, nehmen wir mal nur das Plattenmaterial, egal ob Styropor oder Styrodur. Dazu noch die gelbe Glaswolle, dann hamma noch die Steinwolle, die angeblich überhaupt nicht brennen soll. Dazu die Isolierungssysteme über Perlit-Schüttungen, usw. usw.

Ich bin der Meinung, dass das alles mit der Temperatur zusammenhängt, die dort auftritt. Wenn sich durch ein immenses Feueraufkommen dann Temperaturen bilden, die 1000° überschreiten, dann brennt alles, egal, was es ist. Dazu kommen noch die feurigen Flüssigkeitstropfen der Metalle, wie Aluminium, das schmilzt, und die wieder auf andere Kunststoffe fallen, die von sich aus gar nicht so leicht brennen würden.

Da bin ich wieder froh, dass ich in Siebenbürgen lebe, wo die Uhren noch anders gehen. Ich halte überhaupt nichts von dieser Außenwanddämmung. Zum Einen bewirkt sie in vielen Fällen die Schimmelbildung in den Ecken, wenn bei den Stürzen und Ringankern nicht richtig isoliert und dazu die Wohnungen nicht genügend gelüftet werden.

Zum Anderen kann so eine Außenwandisolierung kein vernünftiges Raumklima ermöglichen, weil man ja die natürliche Feuchtikeitsabgabe des Menschen in den Räumen in der Form kompensieren muss, dass sie in spezifischer Form von den Wänden aufgenommen und bei Bedarf wieder abgegeben werden muss.

Jetzt kommt noch die Brandgefahr dazu. Das, was man z.B. immer über Styropor erzählt, ist Unfug. Beispiel Dachterrasse. Da wurde immer Styropor empfohlen, weil das gut isoliert und keine Feuchtigkeit aufnimmt. Wie viele Dachterrassen haben wir erneuert, und wie oft ist es passiert, dass manche dieser Platten auf einer Terrasse (ca. 20%) sich voll mit Wasser gesogen haben und schwer waren wie Blei.

Warum sage ich, dass ich froh bin, hier zu leben: Wir werden spätestens nächstes Jahr aufstocken. Die vorhandenen Außenwände sind in traditioneller Bauweise hergestellt, das heißt, 60 cm dick.

Das sieht so aus:

Das alte Ziegelmaß war nicht 24 x 11,7 cm, sondern 20 x 10 cm. Es sind drei Schichten Ziegelmauerwerk nebeneinander gebaut, die miteinander nicht verbunden sind. Die äußere und die innere Ziegelmauer wurde mit Vollziegeln vermauert, mit Kalkmörtel. Die innere Schicht wurde mit Lehm vermauert.

Was bedeutet das:

Wir haben ein perfektes Raumklima, im Winter relativ warme Räume, und im Sommer kühle Räume. Diese Ziegelschicht mit dem Lehm ist als ein natürlicher Puffer dafür verantwortlich. Klar kostet das mehr, aber ist nicht nur gesünder, sondern auch effektiver als jede Außenwandisolierung. Dazu habe ich auch einen ganz anderen Brandschutz.

Also, als Fazit:

Nicht alles, was angeblich besser isoliert, billig und leicht montierbar ist, muss automatisch besser sein, was den Wohnwert eines Hauses betrifft.


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