Geil, damit schneidet sich die EU selbst von bestimmten Importen ab: Der nächste Sargnagel für die EU-Wirtschaft ist damit eingeschlagen ... mT

igelei, Lammd des Stasi2.0-Rollcommanders, Donnerstag, 22.02.2024, 06:56 (vor 62 Tagen) @ tradi2197 Views

...
"Das CBAM gilt für direkte herstellungsbedingte (graue) Emissionen von bestimmten
Importgütern (Grundstoffe und Grundstofferzeugnisse) wie Zement, Strom, Düngemittel,
Wasserstoff, Eisen und Stahl und Aluminium. Indirekte Emissionen werden ebenfalls vom
CBAM für Strom, Zement und Düngemittel erfasst."

Für Deutschland gilt ja, Zement und (immer schwerer) Strom können wir selbst, Düngemittel und den Rest eigentlich nicht mehr, da zu hoher unbezahlbarer Energiebedarf.

"1.2 Anwendungsbereich
Das CBAM gilt für bestimmte direkte Treibhausgasemissionen von Produkten, die in der
Kombinierten Nomenklatur (KN)1 für die Sektoren Strom, Zement, Eisen und Stahl, Düngemittel,
Wasserstoff und Aluminium definiert und in Anhang I der CBAM-Verordnung aufgeführt sind
(siehe Tabelle 2 dieses Factsheets). Es umfasst CO2-Emissionen sowie N2O aus der Herstellung
bestimmter Chemikalien und PFC-Emissionen aus der Aluminiumherstellung. Bestimmte
nachgelagerte Produkte (z. B. Schrauben) fallen ebenfalls in den Anwendungsbereich des CBAM,
obwohl sie im letzten Herstellungsschritt nur geringe direkte Emissionen verursachen, da "es im
Ausschlussfall wahrscheinlicher wäre, dass versucht wird, die Einbeziehung von
Stahlerzeugnissen in das System zu umgehen, indem das Handelsgefüge in Richtung
nachgelagerter Erzeugnisse verschoben wird" (Erwägungsgrund 38). ..."

Also grundlegende Dinge wie Schrauben braucht auch niemand mehr, soso ...

"1.4 Wie das CBAM ab 2026 funktioniert
Das grundlegende Element des vorgeschlagenen CBAM besteht darin, dass Importeure
bestimmter Waren (oder ihre indirekten Zollvertreter) eine Anzahl von CBAM-Zertifikaten
abgeben müssen, die den gesamten grauen Emissionen unter Berücksichtigung eines
potenziellen, im Ausland gezahlten Kohlenstoffpreises und der kostenlosen Zuteilung in der EU
entspricht. Ab dem 1. Januar 2026 dürfen nur noch zugelassene CBAM-Anmelder CBAM-Waren
in die EU einführen. ... Importeure benötigen eine Genehmigung als CBAM-Anmelder für die Einfuhr von CBAM-Waren
in die EU. Die EU-Kommission wird ein CBAM-Register einrichten, auf das die Zollbehörden und
zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten automatisch und in Echtzeit zugreifen können. Über
das CBAM-Register geben die zugelassenen CBAM-Anmelder CBAM-Zertifikate auf der
Grundlage ihrer bis zum 31. Mai eines jeden Jahres eingereichten CBAM-Erklärung für das der
Meldung vorausgehende Kalenderjahr ab. Die CBAM-Erklärung muss folgende Angaben
enthalten (Artikel 6): ..."

Man darf gespannt sein, wie viele Importeure sich da eintragen werden, ob des unglaublichen Aufwandes werden das wohl nicht viele sein. Also werden schon die einfachsten Dinge Mangelware werden, keine Düngemittel mehr in der Landwirtschaft, keine Schrauben mehr für die Industrie, kein Alu für z. B. Zargesboxen ...

Die Quelle des Ausgangspostings:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/11850/publikationen/cbam_fact...

Fazit: Das nächste Bürokratiemonster zur Vernichtung inländischer Arbeitsplätze (EU-weit) ist geschaffen, frei nach Honecker:
Vorwärts immer - rückwärts nimmer! (ins Mittelalter)

MfG
igelei


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