Mein abschließendes Resümee zu diesem Faden:

helmut-1, Siebenbürgen, Dienstag, 13.02.2024, 11:07 (vor 71 Tagen) @ helmut-1417 Views

Irgendwie ist es erschreckend. Wir sind aufgrund vieler Ablenkungen nicht in der lage, das zu erkennen, worauf es eigentlich ankommt, - nämlich unser Leben und das dadurch möglich zu machende gesunde Überleben zu erzwingen.

Was meine ich damit:

Ich sehe es an deen Reaktionen, nicht nur hier im DGF, auch in anderen Seiten, dass sich dieses Thema langsam totläuft. Was wird passieren: In ein paar Monaten wird niemand mehr über die Bauerndemos sprechen, die Politiker haben das nach "Kohlmethode" ausgesessen.

Wir als überzeugte Europäer wissen gar nicht, was da überhaupt in Europa läuft. Es interessiert uns nicht. Sogar in Wiki kann mans nachlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Bauernproteste_in_Europa_ab_Anfang_2024

Die Presse resp. die Medien tragen ihren erheblichen Teil dazu bei. Die Berichte darüber sind auf das absolute Minimum heruntergeschraubt, um nicht von "Ignoranz" zuu sprechen. Ich habe das Internet von vorne bis hinten durch gestöbert, die letzte Info kam vom 8.2.2024:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Bauernprotest-R...

Wie es uns morgen - auch in einem nicht kriegführendem Land in einer sog. Demokratie ergehen wird,- insbesondere, was unsere Gesundheit betrifft, das blenden wir aus.


Unsere Themen sind heute: Papst, Homöopathie, Trump, Akif Pirinçci , etc.


O.k., ich nicht. Ich bin kein Gesundheitsapostel, nehme alles mit, was der gedeckte Tisch zu bieten hat, aber beachte die Spielregeln. Neben den allgemein aktuellen Problemen der Tagespolitik sehe ich auch das, was mich direkt und unmittebar beeinflusst.

Aber ich unterstütze auch die Bauern, wo es eben geht. Und ich propagiere, den Wert eines gesunden Lebnesmittels endlich zu würdigen und den dafür notwendigen Preis zu bezahlen. In einem Kommentar im Le Penseur zu den Bauernprotesten abe ich das klar formuliert (ich drucke diesen Kommentar ab):

Es stellt sich die Frage nach den Subventionen. Resp. deren Notwendigkeit. Da hat mich meine Tochter etwas nachdenklich gemacht.

Warum:

Milch, Fleisch, etc. zu subventionieren, das ist in meinen Augen Unsinn. Dass der Bauer, der für die Bewirtschaftung seiner Felder hauptsächlich Fahrzeuge verwendet, die mit Dieselkraftstoff betrieben werden, einen steuerlich vergünstigten Diesel verwenden kann, hat nach meiner Sichtweise eine Berechtigung. Genauso aber hätte die Bauwirtschaft diesen Vorteil haben müssen, für Bagger, Straßenwalzen, Asphaltierungsmaschinen, etc. Natürlich nicht für Transportfahrzeuge. Wenn man mich auf der Baustelle mit Heizöl im Tank des Verdichters angetroffen hätte, dann wäre Polen offen gewesen.

Soweit mit den Vergünstigungen. Aber nun zum Eingemachten:

Für die meisten von uns, also für Otto Normalo, hat das Lebensmittel keinen Wert. Je billiger, umso besser ist das, was wir im Supermarkt kaufen. Wer kommt denn auf die Idee, sich durch bewussten Einkauf beim Bauern (Hofläden etc.) in der Form gesund zu bedienen, damit er auch den Bauern das Überleben ohne Subventionen ermöglicht?

Wenn ich mich nun von den Baustellen zukünftig zurückziehe, weil ich mehr meinen Interessen nachgehen will, dann werde ich wieder biologisches Gemüse machen (nichts Neues für mich, hatte ich schon in Deutschland), und mir ein paar Hühner halten. Der Abfall vom Gemüse ist neben ein paar Körnern eine ideale Ergänzung für das Federvieh.

In meinem Bekanntenkreis sind schon einige, die darauf warten. Aber eines soll klar sein: Wenn ich etwas übrig habe, dann werde ich nicht auf den Wochenmarkt gehen, um dafür noch mit niedrigeren Preisen meine Penunzen kassieren zu können. Ein paar Familien mit Kindern kenne ich, die unverschuldet in Not geraten sind, die werden davon profitieren. Aber ansonsten fliegt der Überschuss auf den Kompost. Und wenn ich nicht 1 Euro pro Ei kassieren kann, dann kriegen die Eier meine Hunde.

Irgendwann wird es soweit sein, dass man ein vernünftiges Lebensmittel nicht mehr daran erkennt, was da an Romanen auf der Packung draufsteht, sondern am vernünftigen Preis. Wer das nicht begreift, soll weiter den Sch,dreck vom Supermarkt kaufen und sein dadurch erspartes Geld dem Weißkittel vor die Füße werfen.

"Warum Kraftwerke, - der Strom kommt doch aus der Steckdose." Diese und viele andere Verdummungen, insbesondere auch bei den Lebensmitteln, haben den restlichen Verstand bei vielen Verbrauchern vernebelt. DAS ist einer der Gründe, warum die Landwirtschaft auf Subventionen angewiesen ist. Wir als Verbraucher haben jahrzehntelang dafür gesorgt.

09 Februar, 2024 19:55

Klar kann das nicht jeder machen, wie ich es dargestellt habe. Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Wenn ich etwas durchsetzen will, dann muss ich erkennen, dass manchmal weniger (was das berufliche Fortkommen oder das Einkommen betrifft) oftmals mehr ist (im Vergleich zu einem gesunden Leben). Und jeder muss seine persönlichen Prioritäten so setzen, wie er es für richtig hält.

Auch, wenn dabei die einheimischen Bauern vor die Hunde gehen, - und er nur mehr seine Lebensmittel aus dem Nicht-EU-Ausland bezieht.


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