Kann man nicht ausschließen

helmut-1, Siebenbürgen, Dienstag, 16.01.2024, 07:52 (vor 92 Tagen) @ neptun713 Views

Wenn man die unterschiedlichen Regionen in Rumänien kennt, dann weiß man, dass die Stadt Baia Mare am Rande des Maramures-Gebietes liegt. Die Maramuresaner sind ein besonderes Völkchen. Sie behaupten von sich, dass sie die echten und unverfälschten Rumänen wären, weil durch ihr hügeliges Gebiet keine Durchzüge von Völkerwanderungen stattgefunden hätten. Ich kanns nicht nachprüfen.

Aber die Maramuresaner sind für ihren Fleiß und für ihre Unerbittlichkeit bekannt. Auch in der Ceausescu-Zeit konnte man die nicht für die staatliche Felderwirtschaft vereinnahmen. Denen ihr Spruch war, -o.k. Kommunismus, aber nur bis hierher: Dabei deuteten sie auf ihre Grundstücksgrenze. Bei irgendwelchen Auseinandersetzungen hatten sie schnell ein Messer in der Hand und haben "Ordnung gemacht".

Deshalb gab es in diesem Gebiet (im Gegensatz zum Großteil Rumäniens) keine staatlichen Enteignungen. Die kommunistischen Machthaber konnten genau einschätzen, dass sie damit bei diesen Maramuresanern nichts erreichen würden. Es ist deshalb für mich durchaus denkbar, dass die Demos bei dieser Volksgruppe andere Dimensionen annehmen könnten (muss nicht sein, kann aber).

Die haben gerade erste wieder Infos ins Netz gegeben, warum die Speditionen sich so sehr an den Demos beteiligen. Die Haftpflicht für einen Lastzug kostet in Frankreich und Spanien zwischen 1600 und 1800 €, in Rumänien 2800 €. Wobei die rumänischen Speditionen ihren Fahrern ungefähr die selbe Entlohnung geben müssen wie in Deutschland, sonst wandern die alle zu den Speditionen in Deutschland als Arbeitgeber ab. Mittlerweile sind mindestens genauso viele LKWs bei den Demos wie Traktoren.

Ums etwas transparenter zu machen:

Was haben die Bauern und die Speditionen nun gemein? Das sind die Spritkosten, die KFZ-Steuern und die Haftpflichtversicherungen, gegen die sie protestieren.

Bei den Spediteuren kommen noch unmäßige bürokratische Erschwernisse des Staates dazu.

Bei den Bauern sind es die Dumpingpreise für ihre Getreideprodukte, die durch den von der EU verordneten Import von ukrainischer Ware entstanden sind. Die rumänische Regierung mit dem deutschstämmigen Präsidenten Johannis befolgt alles, was aus Brüssel kommt, und wehrt sich nicht dagegen.

Die Polen (zum Beispiel) sind da anders gestrickt, - die haben den den Riegel umgelegt:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/polen-getreide-importe-verbot-ukraine-krieg-russ...


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