Sichere Browser

mabraton, Dienstag, 26.09.2023, 12:53 (vor 237 Tagen) @ Rybezahl2430 Views
bearbeitet von mabraton, Dienstag, 26.09.2023, 12:59

Hallo Rybezahl,

der Kern bei der Auswahl des Browsers ist, dass verschiedene Browser unterschiedliche Rendering-Engines (Blink/Chromium, Gecko, WebKit) verwenden. Jede Rendering-Engine hat ihre eigene Art, Webinhalte zu interpretieren und darzustellen.

K-Meleon habe ich auch mal benutzt. In Punkto Sicherheit sehr gut. Allerdings wird K-Meleon nicht mehr weiterentwickelt. Die Alternative wäre Pale Moon. Pale Moon basiert ebenso wie K-Meleon auf einer eigenen Rendering-Engine Namens "Goanna". Goanna ist eine auf Sicherheit optimierte Variante von Gecko (Firefox). Damit ist man sehr sicher unterwegs und unabhängig von Google, was generell eine gute Idee ist.

Pale Moon: Datensendeverhalten Desktop-Version – Browser-Check Teil9

Wie zuverlässig damit Webseiten dargestellt werden kann ich nicht sagen. Allerdings zeigt die Praxis, dass die Weiterentwicklung bei solchen Projekten gerne mal hinter hinkt, schlicht weil solche Projekte viel weniger Ressourcen zur Verfügung haben. Anhand der Entwickler-Aktivitäten sieht man, dass an dem Projekt maximal ein Dutzend Leute arbeiten. Die meisten vermutlich in ihrer Freizeit,

https://repo.palemoon.org/MoonchildProductions/Pale-Moon/activity/yearly#merged-pull-re...

Darstellungsprobleme vermeidet man bei Browsern die Googles Rendering-Engine "Chromium" verwenden. Damit werden alle Seiten problemlos angezeigt. Das gilt theoretisch auch für Browser die auf Gecko (Firefox) aufsetzen. In der Praxis gibt es zwar sehr selten allerdings manchmal Probleme, da Google de facto Vorreiter bei der Weiterentwicklung von Web-Standards (HTML/CSS/Javascript/WebApps) ist die von Entwicklern auch gerne genutzt werden. Deshalb fährt man am Besten damit einen Browser zu verwenden der die selbe Browser-Engine verwendet wie Google Chrome. Ich weiß, dass sollte auch auf Gecko basierende Browser gelten. In der Praxis gibt es meiner Erfahrung nach immer wieder Ausnahmen.

Es gibt eine Menge gute Browser die zwar Chromium verwenden, jedoch die Datensammel-Funktionen von Google rausschmeißen. Chromium ist Open Source und somit komplett transparent.

Ich halte Brave für eine sehr gute Lösung. Brave basiert auf Chromium. Werbung und Tracker werden weitgehend blockiert. Wem das nicht gut genug ist, der installiert die Erweiterung uBlock Origin: Schutz gegen Tracker und Werbung

Dann sollte man beim surfen generell das "Inkognito-Fenster" benutzen. Damit werden, sobald das Browser-Fenster geschlossen wird, alle Daten gelöscht die einem Seiten eventuell untergejubelt haben. Damit haben Anbieter von Webseiten, die sich an die Spielregeln halten, keine Möglichkeit Daten über den User und sein Verhalten zu sammeln.

Brave: Datensendeverhalten Desktop-Version – Browser-Check Teil1

Für diejenigen für die Sicherheit die oberste Maxime ist (und die evtl. bereit sind auf Komfort zu verzichten) empfiehlt Mike Kuketz (deutscher Security-Experte) den Mullvad Browser.

Aus Datenschutzperspektive hinterlässt der Mullvad Browser einen ausgezeichneten Eindruck. Das Datensendeverhalten ist vorbildlich. Er steht damit in direkter Konkurrenz mit LibreWolf, der ähnlich datenschutzfreundlich ist. Insgesamt gibt es beim Mullvad Browser wenig bis nichts zu bemängeln. Lediglich die möglicherweise verzögerte Bereitstellung von Sicherheitsupdates sollte erwähnt werden, da noch unklar ist, ob diese regelmäßig und zeitnah erfolgen werden.

Wir erinnern uns mal kurz an den Marketingspruch, mit dem der Mullvad Browser beworben wird:

The Mullvad Browser is developed – in collaboration between Mullvad VPN and the Tor Project – to minimize tracking and fingerprinting.

Das scheint gelungen zu sein. Well done!

Mullvad Browser: Datensendeverhalten Desktop-Version – Browser-Check Teil22

Generell gilt, die größte Gefahr für Datenschutz und Sicherheit sitzt vor dem Rechner. Die wenigsten Leute sind bereit sich Gewohnheiten anzueignen mit denen sie sich schützen können.

beste Grüße
mabraton


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