Gegenwärtige Nichterfüllung = Immer weiter zu tragendes Vorfinanzierungsproblem

Ashitaka, Sonntag, 24.09.2023, 12:15 (vor 238 Tagen) @ Rheingold21854 Views
bearbeitet von Ashitaka, Sonntag, 24.09.2023, 12:33

Hallo Rheingold2,

Martin beschreibt kein "altes Geldsystem", sondern die des Zeitablaufs wegen im Kern immer und ewig debitistiche Geldhistorie. So beschreibt er auch die Begründungen der Verfahren unserer gegenwärtig alle Funktionalitäten zusichernden Währungsräume.

Der Hauptgrund weswegen die meisten Menschen das Wesen des Geldes niemals ergründen werden und sich deshalb den Schein schützend in das von unzähligen, gewerbetreibenden Gurus angebotenen Netz einer teletubbisierten Wesenssimulationen fallen lassen, ist die einfache Tatsache, dass Ihnen niemand hinreichend bewusst macht, dass das zur Erfüllung von immer notwendigen Schuldverhältnissen und damit garantiert nicht bereits zum Kauf dienende Geld nur in einen gedanklich klaren Bezug zum Zeitablauf (d.h. den von ihren Gurus tapfer ausgeblendeten Zeitspannen der Nichterfüllung) gebracht werden muss.

Dann hättest auch Du eine Patenschaft zwischen Rheingold und Debitismus als das bloße Fantasiekonstrukt - welches es nachweislich ist - beschreiben wollen.

Mit dem Debitismus hat der die Geldschhöpfung ins Nimmerland ausfliegende Rheingold-Zirkus überhaupt nichts gemein. Ersterer erklärt im Gegensatz zur Rheingoldveranstaltung schließlich was wirklich passiert, sobald Schulden im Spiel sind. Schulden, die damals wie heute eben nur auf Geldeinheiten als das gesetzliche Zahlungsmittel (Abgabenmittel) lauten und erst für ein zukünftiges Erlöschen der Schuldverhältnisse durch Übertragung einer Beurkundung der Geldeinheiten (gemünzt, bescheinigt, digital transferiert) erfüllt werden. Zum Vertrauen und zur Besicherung der Nichterfüllungen ((Vor)finanzierungen) und Abtretungen von noch zu erbringenden Leistungen nimmt das Rheingoldtheater nirgendwo einen wirklich Bezug. Im Grunde genommen dreht sich alles nur um fiktive Gemeinwohl-Bilanzen mit immer nur bereits erbrachten Leistungen der Vergangenheit.

Martin fantasiert im Gegensatz zu Heinsohn (seine Arbeiten sind im Gegensatz zu seiner Schlussfolgerung unverzichtbar) auch nicht bloß von einer albernen "Erfindung des Eigentums", sondern er beschreibt die archäologisch / historisch glasklar nachvollziehbare Wirklichkeit eines aus der Abgabenforderungen und Machtzessionen den Abgabepflichtigen kraft Machtposition eingeräumten, verteidigten und vorzufinanzierenden Rechtsinstituts (so auch das Eigentum, siehe Uwe Wesel dazu).

Aber zurück zur unbeantworteten Kernfrage:

Martin: "Zum Schluss läuft's auf die alte Sache hinaus: In welchem Umfang und wie weit in die Zukunft kann jemand (können alle) seine (ihre) noch zu erbringenden Leistungen (zu produzierenden Güter) abtreten, also damit die entsprechend von ihm (ihnen) vergebene Gutscheine "decken"?"

Herzlichst,

Ashitaka

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