FOCUS: Das klingt eher wie in ein Pfeifen im finsteren Walde.

FredMeyer, Südrand der Heide, Montag, 11.09.2023, 13:01 (vor 286 Tagen) @ Mirko24891 Views

Schaut man sich die 5 Gründe genauer an, dann muss man nicht wissen, was die Schmierfinken genommen haben, was soll der Focus auch sonst schreiben? Er kann und darf als regierungstreue Presse eben nicht anders schreiben.

zu 1 -- BIP im zweiten Quartal 2023 gegenüber dem davor nicht weiter gesunken.
Daraus eine Trendwende abzuleiten, wenn's davor schon zweimal ins Minus gegangen ist, auweia, da rollen sich die Fußnägel, frei nach der Devise: Es ist schon schlimm, aber wenns nicht schlimmer wird, dann ist es auch schon wieder gut. -- Also Punkt 1 kann man abhaken.

zu 2 -- die Inflation ist ein klitzekleines bisschen weniger furchtbar als im vergangenen Monat. 6,1 Prozent betrug sie im August nach 6,2 Prozent im Juli.
Daraus einen Silberstreif am Horizont abzuleiten, dazu muss man schon furchtbar besoffen sein und sich auf den Kopf stellen. Und so ist das, die meisten Deutschen können mit der Prozentrechnung nicht umgehen. -- Es bleibt dabei, wir verlieren massiv, Punkt 2 kann man also auch abhaken.

zu 3 -- Wenn gilt, dass an der Börse Erwartungen gehandelt werden, bedeutet das: Die Welt glaubt mehr an uns als wir selbst es tun.
Steile These, woher weiß der Focus, das die Welt an Deutschland glaubt? Kaffesatz? Punkt 3 kann man also auch abhaken.

zu 4 -- ...sieht man, dass Preiserhöhungen der Produkte um rund 14 Prozent zu höheren Margen geführt haben, und zu einer Steigerung des Nettogewinns um glatte 28 Prozent.
Ein Zahlenspielchen, mit denen man Leute beeindrucken kann, die mit der Prozentrechnung auf Kriegsfuß stehen. Wenn vor der Preiserhöhung nur minimale Gewinne gemacht wurden, dann wirkt sich jede Preiserhöhung u.U. als ein Vielfacher des vorher kaum vorhandenen Nettogewinns aus. Das Zahlenspielchen is was für Blöde. Punkt 4 kann man also auch abhaken.

zu 5 -- Die Deutschen sind treue Seelen. Sie halten zu ihren Betrieben und die zu ihnen.
Wer in schlechten Zeiten auf die Idee kommt, freiwillig seinen Arbeitgeben zu wechseln, kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Diesen Rückschluss aus dem Nachlassen der Fluktuation zu ziehen [[rofl]] Punkt 5 kann man ebenso abhaken.

--
Fred


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