Die angeblich "goldenen" Zwanzigerjahre waren für die Deutschen keine.

Hannes, Dienstag, 05.09.2023, 17:03 (vor 284 Tagen) @ Griba3681 Views

(Ich dachte als Kind wirklich, es geht um den Kohlenmann.)

Da warst Du wohl als Kind klüger.

Die Goldenen Zwanziger sind eine Lüge. Der deutsche Pöbel war arm, zu arm, um die Koks-Lieferung zu bezahlen, die Familie wird im Winter frieren (Du weißt, was Koks ist?), darüber macht sich das Lied im Original lustig.

Später bekamen wir dann Dekadenz bei uns drüben im Westen aus dem Schmelztiegel der Kulturen importiert, zum Beispiel der, möge er in Frieden ruhen. Damals in den 20-ern hätte man noch "Negermusik" dazu gesagt, das ging damals noch.

Ursprung: Negerkultur, Jazz un dso, was von der Musikstruktur her ja heute so wie noch nie stimmt, wenn ich Radio höre.

Was die Lüge vom Kokainismus der einfachen Leute damals in Berlin betrifft, einfach mal dies dazu: "Forschungen wie Annika Hoffmanns „Drogenrepublik Weimar?“ haben das Bild der Reichshauptstadt auf Koks inzwischen korrigiert. Ein flächendeckender Konsum in der Bevölkerung lässt sich nicht nachweisen, die Berliner Charité verzeichnete in den 20er-Jahren nur 85 Behandlungen wegen Kokainismus. " Quelle: https://www.welt.de/geschichte/article210374219/Goldene-Zwanziger-Die-Weimarer-Republik... (empfehlenswerter Artikel zum Verständnis des Aufkommens des Nationalsozialismus übrigens m. E.)

Klugschei?end

H.

PS: Kaum zu glauben, aber ich finde das Original bei youtube gar nicht mehr, nur diesen Remake-Klamauk. Tja, google, mission accomplished? So wie Wikipedia auch! https://de.wikipedia.org/wiki/Mutter,_der_Mann_mit_dem_Koks_ist_da_(Falco-Lied) sagt google.

"Die Melodie wurde von dem „Carlotta-Walzer“ Heiraten, heiraten, das ist schön aus der Operette Gasparone (1884) von Carl Millöcker übernommen. 1886 wurde im Luisenstädtischen Theater in Berlin die Gesangsposse Der Mann mit dem Coaks oder Das weinende Berlin von Wilhelm Dalatkiewicz und Otto Mylius (1840–1906) aufgeführt.[1] In einem Briefwechsel von 1886 gab Theodor Fontane an, Otto Mylius habe aufgrund einer Eingabe seiner Tochter Agnes von der Deutschen Schillerstiftung für den Text eine finanzielle Unterstützung von fünfzig Mark erhalten.[2][3] Ob Mylius tatsächlich der Autor des Couplet-Textes war, scheint nicht mehr mit Sicherheit feststellbar zu sein, da das Lied wohl schon kurz vor der Premiere der Gesangsposse verbreitet war.[1] Der Schlager war so populär, dass aus dieser Zeit sogar eine Übersetzung ins Pennäler-Latein stammt (O mater, homo cum coaks adest!).[4]

Am Sonntag, den 26. Januar 1896 veröffentlichte das Grazer Tagblatt eine Liste aus der Modernen Kunst, laut der Mutter, der Mann mit dem Koks ist da als beliebteste „Tanzweise“ des Jahres 1884 galt.[5]

1996 wurde ein auf dem Küchenlied basierendes Lied von dem österreichischen Musiker Falco ebenfalls unter dem Titel Mutter, der Mann mit dem Koks ist da veröffentlicht, das mit dem Küchenlied allerdings lediglich den Text des Refrains gemein hat. "

Einer der Texte ging so, sorry Falco:

"Mutter, der Mann mit dem Koks ist da.
Junge, halts Maul, ich weiß es ja.
Hab ich denn Geld? Hast du denn Geld?
Wer hat denn den Mann mit dem Koks bestellt?
Ach lieber Koksmann, ich habe kein Moos!
Aber Madameken, det kost’t ja blos
’ne halbe Mark.
So’n bischen Quark
Hab’n sie nich,
Det find ich stark.
Thun sie denn nicht borgen?
Ne, borgen macht Sorgen.
Borgen kann ich nich,
Thu ich nich, will ich nich,
Borgen is mir ganz fürchterlich.
" Quelle Wiki


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