Kohle braucht man auch, Beispiel (grüne) Stahlproduktion

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Sonntag, 03.09.2023, 20:37 (vor 91 Tagen) @ paranoia1870 Views

Hi P.

für Stahlherstellung ist Öl unbrauchbar. Bisher war es immer Kohle, hängt mit der Reduktionsreaktion des "Rostes" im Erz oder am Schrott zu Eisen (Stahl) zusammen, Kalkstein auch und andere Zuschläge.

Aber Du hast schon Recht, mit Lichtbogen und insbes. Wasserstoff ginge das auch. Mir fehlt nur die Begründung für die Schrottung unseres Volksvermögens und den gigantischen Invest-Aufwand, außer, dass es richtig teuer sein soll für die BRD-Volkswirtschaft. Der übliche Verdacht eben ...
[[motz]]

...
Da Aluminiumwerke mit Strom heizen, gehe ich davon aus, dass Stahlwerke das genauso (nach Umbau!) tun können, wenn das Öl zur Stahlherstellung zu teuer ist. Zur Herstellung meiner Förderplattform komme ich dann komplett ohne Öl aus.
...

Habe da bei Salzgitter AG eine Aussage gefunden:

""Technisch gesehen könnten wir in Salzgitter sofort loslegen, in einer ersten Phase bis 2025 bis zu 26 Prozent CO₂ einsparen und bis 2050 die Klimavorgaben mit 95 Prozent weniger CO₂ spielend erfüllen", so Projektleiter Dr. Volker Hille von der Salzgitter AG. Woran hapert es also? Zum einen steht die benötigte Menge Wasserstoff auf dem Markt noch nicht zur Verfügung. Für die vollständige Dekarbonisierung ihrer Produktion bräuchte allein die Salzgitter AG Elektrolyseure mit einer Leistung von knapp 1.700 Megawatt – bei einer Leistung von drei Megawatt pro moderner Windanlage kein Pappenstiel.

Zum anderen ist grüner Stahl schlicht noch zu kostspielig. "Die Herstellung von grünem Wasserstoff benötigt viel Strom aus erneuerbaren Quellen, der in Deutschland auch aufgrund des EEG-Umlagesystems sehr teuer ist", sagt Hille. Ein weiteres Problem seien die derzeitigen Markt- und Wettbewerbsbedingungen: "Wir können nicht wirtschaftlich klimaneu­tral produzieren, wenn unsere weltweiten Wettbewerber keine vergleichbaren kostenintensiven Auflagen erfüllen müssen." Hier sei nun die Politik gefragt.

Gerade zu Beginn einer neuen technologischen Entwicklung ist Unterstützung durch den Staat notwendig

Zudem verlange die Umstellung technischer Prozesse in dieser Größenordnung sehr hohe Investitionen, ergänzt Oliver Weinmann, Geschäftsführer der Vattenfall Innovation GmbH."

Na klar doch, Deutschland ist ein reiches Land und das Geld ist doch da: Enteignet einfach die Reichen, stimmt's?
[[ironie]]

Quelle: https://www.bdew.de/verband/magazin-2050/wasserstoff-statt-kohle-der-stahl-der-zukunft-...

Gruß

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.


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