Ich kann gar nicht soviel kotzen ...

Ashitaka, Freitag, 02.06.2023, 16:52 (vor 121 Tagen) @ Morpheus991 Views
bearbeitet von Ashitaka, Freitag, 02.06.2023, 17:16

Hallo Morpheus,

danke für Deine ausführliche Antwort. Aber immer nur alte dottore-Aussagen zu zitieren hilft nicht weiter.

Sie sind aktueller denn je.

Hilft nur nichts, wenn man sich zum Systemerhalt garantierenden Dulli machen will.

Siehe hier bzgl. deines eigentlichen Fehlers: https://dasgelbeforum.net/index.php?id=633544

Es sind viele Aspekte, die ich im Einzelnen anders sehe.
Also versuche ich erst einmal die große Linie klar zu bekommen.

Du fantasierst hier nur noch rum.

Das Vorher-Nacher-Problem hat jeder Häuslebauer. Er will das Haus vorher bezahlen und muss hinterher abstottern. Warum sollte selbiger ein Wachstums-Problem haben.

Weil es systematischer Natur ist, weil jeder Systemteilnehmer dem Vorher-Nachher-Problem ausgesetzt ist. Von einem Bauern bis hin zu den größten Industriekonzernen der Welt.

Genauso ginge es einem Herrscher, der nicht expandiert. Er muss eine gewisse Summe vorfinanzieren, dafür muss er Zinsen einrechnen. Wenn einmal alle seine Ausgaben (Schutz/Gerichtsbarkeit/Steuereintreibung), einschließlich der Zinsen durch die Steuern abgedeckt sind, warum sollte sich das in der nächsten Periode ändern müssen. Das System könnte so auf ewig stabil funktionieren.

Nein, weil das Vorher-Nachher-Problem systematischer Natur ist. Herrscher müssen aus dem Grunde entgegen deiner albernen Simplifizierungen (siehe da, der einzelne Häuslebauer!) laufend vorfinanzieren. Mich machen diese (deine) zunehmend banalen Gedankengänge mittlerweile ziemlich stutzig.

Natürlich dehnen sich Herrscher immer aus, weil sie es wollen oder weil sie dazu im Wettbewerb mit Nachbarn gezwungen werden. Aber die Ursache liegt dann nicht in der Sphäre des Geldes. Die Ursache liegt in der Ausdehnung der Herrschaft und der nachfolgenden Erhöhung der Steuern.

Es ist einzig und allein der Zwang zur Besicherung der Schulden. War und ist intern keine Selbstverständlichkeit, so dass man sich lustige, erreichbare Gleichgewichtszustände herbeifantasiert. Was für ein Traumata beschäftigt dich, dass du der Wirklichkeit nicht mehr aufrecht und gefasst ins Auge blicken willst?

Gewirtschaftet wird nicht primär um Kontrakte zu erfüllen. Kontrakte werden abgeschlossen, um Geld zu bekommen. Das eigentliche Problem von Menschen und Unternehmen ist, Kontrakte zu bekommen, mit denen sie später Geld erhalten. Das ist was sie suchen. Das ist was wirtschaften ist. Da liegt das Haupt-Risiko, keine bzw. nicht ausreichende oder zu schlecht verhandelte Verträge zu bekommen, um die eigenen Verpflichtungen, unter vielen anderen auch die aus der Erfüllung, abdecken zu können.

Und der Strom kommt aus der Steckdose. Wie und weshalb kommt er aus der Steckdose? Weshalb streben Privathaushalte und Unternehmen nach Geldeinheiten? Doch nicht etwa wegen des systemimmanenten und unaufhörlichen Abgabenzwangs eines im Laufe der Zeit jede Geldeinheit zur Abgabeneinheiten quittierenden Zwangs zur Besicherung der staatlichen Schuldenlast? Nein, könnte man dank der Machtzessionen (Mein Haus, mein Auto, mein Smartphone) denken.

Weil es um mich und dich und das Wohl aller geht?! [[lach]]

Das ist nämlich ein entscheidender Punkt. Jeder Vertrag muss auf der Einnahmeseite deutlich mehr abdecken, als NUR den Vertragsgegenstand. Zum Beispiel die Steuern. Und Zahlungsausfälle, entstehen i.d.R. auch nur deshalb, weil keine neuen Verträge mehr geschlossen werden können, die weitere Einnahmen ermöglichen und das Geld für eingegangene Verpflichtungen fehlt.

Dottores Sichtweise, die sich auf die Erfüllung konzentriert, ist grundfalsch und sie beruht wahrscheinlich darauf, dass er niemals selbst Unternehmer war.

Du hast ihn nie wirklich gelesen bzw. hasst seine klare Sicht, sonst hätte dein von Lösbarkeiten fantasierendes Gripshirn irgendwann den Zusammenhang verstanden und unterstrichen, dass jedes weitere Potential für Vertragsabschlüsse (Wirtschaftsleistungen) in systematischer (zeitlicher) Hinsicht einzig und allein von einer zunehmenden Kreditnachfrage abhängt, dass Dottore entgegen deiner laienhaft / lachhaften Ausleuchtungen des Systems im Kern die Ursache der Abbrüche klar und unmissverständlich beschrieben hat (Nachschuldnerproblematik).

Um was geht's dir? Hört dir in deinem privaten Umfeld niemand zu, so dass du dich auch zum Systemzustandserhalt versprechenden Schrauber hast verblöden lassen?

Aber auch für normale Menschen gilt, einen guten Arbeitsvertrag zu bekommen ist schwierig. Die Erfüllung danach ist eher einfach. Klar, sie kostet Zeit, aber die eigentliche Rendite, die kommt aus dem Abschluss. Und so ist das auch bei Miet- und Kaufverträgen. Wer für sich vorteilhafte Konditionen möchte, der muss sehr gut im Verhandeln sein oder sich sehr anstrengen oder beides.
Bevor ein Unternehmen einen Vertrag abschließt hat es für sich die Erfüllung des Vertrages in der Regel gut durchdacht oder sogar durchgeplant. Oft werden dafür sogar Vorstudien genutzt, um Pflichtenhefte zu erstellen. Konzerne, die keine Probleme mit Preisverhandlungen haben, nutzen Sicherheitsaufschläge von hundert und mehr Prozent, um Risiken der mangelnden Planbarkeit auszugleichen.

Die Konzerne haben auch Kantinen mit oft leckeren Mahlzeiten. Erklärt das irgendeinen systematischn Zusammenhang?! Was zum Henker ist bloß aus dir geworden! Es ist zum fremdschämen.

Wenn dann ein Vertrag abgeschlossen werden konnte, dann ist der Rest ein Abarbeiten des zuvor Geplanten. Klar kann dann auch etwas schief laufen, aber das sind Ausnahmen, denn viele solcher Fehler kann sich ein Unternehmen nicht leisten, sonst ist es pleite und "ist raus dem Spiel". Auch das Ausbleiben der vereinbarten Bezahlung ist definitiv eine Ausnahme, denn sonst würde man mit Anzahlungen oder Teilzahlungen arbeiten, um diese Probleme zu vermeiden.

Klar, dann kann auch etwas schieflaufen. Muss aber nicht?! Lasset uns alle performen und es luppt.

Geld ist kein Tauschmittel. Geld beruht auf der Macht. Aber die Macht und die Schuld sind nicht ex nihilo. Sondern sie sind entstanden und entstehen immer wieder aus einem Konsens.

Einzig und allein aus der Not & damit Einzug haltenden Täuschung, dem Versprechen von etwas nur zukünftig und solange es besicherbar bleibt Einforderbarem. Du bist ein Träumer sondergleichen!

Angemessene Steuern sind nämlich kein Raub. Sie sind eine Gegenleistung für die Bereitstellung eines sicheren oder gesicherten Territoriums, dass mit gewissen öffentlichen Leistungen versorgt wird.

Der große Traum sozial verträglicher Steuergerechtigkeiten. Steuern sind keine Gegenleistung, sondern nur der Bruchteil der die Staatsleistung erst ermöglichenden Besicherung (Zinß). Das wirst du nicht mehr begreifen, nach solch einem die Forenarbeiten nicht gerecht werdendem Stuss den du hier mittlerweile von dir gibst ist jede Hoffnung verloren.

Darüber können Herrscher in der Regel, also wenn sie die Herrschaft auf einem Territorium neu übernehmen, einen Konsens erzielen, weil die Abgaben anfangs nie überhöht sind. Das ist immer nur in der Endphase von Herrschaftszyklen so. Dann wenn die Herrscher aber so fest im Sattel sitzen, dass sie sich über die Meinung der Untertanen (meinen) keine Sorgen mehr machen (zu) müssen. Aber das ist ein weiteres Thema, und ich würde gerne erst einmal das erste Thema abschließen.

Du stiftest nur Verwirrung durch einen fehlenden, systematischen Betrachtungshorizont. Das ist so dummes Geschreibe und bildzeitungsreife Leugnung der hier über 20 Jahre stattgefundenen Aufarbeitungen und geschichtlich tiefen Eingehungen, dass ich dich nach deinen Texten von vor vielen Jahren mittlerweile inhaltstechnisch verabscheue. Du bist nichts weiter als ein träumender Simulant!

Es ist immer so, dass Menschen arbeiten gehen oder Waren verkaufen, weil sie Geld brauchen und Geld brauchen sie initial, weil sie Steuern zahlen müssen. Wer in Deutschland nicht obdachlos ist, muss Grundsteuer zahlen und damit selbst dann arbeiten gehen oder Waren verkaufen und damit dann entweder zusätzlich Lohnsteuer oder auch Mehrwertsteuer zahlen. Auch dann, wenn er sonst aus der eigenen Subsistenzwirtschaft lebt. Das ist mMn auch völlig OK, denn der Staat schützt das Grundeigentum.

But why? Weil wir uns darauf geeinigt haben? Weil man wie Morpheus so tun kann, als basiere kein Staat dieser Welt auf einer die heute vorhandenen Institute erst und schlussendlich nur herleitenden, externen wie internen Gewaltandrohungen / -ausübungen.

Es ist erst sekundär so, dass Menschen Geld nutzen, um Kontrakte zu erfüllen. Primär ist es so, dass sie Kontrakte nutzen, um Geld zu bekommen, z.B. einen Kreditvertrag. Niemand kann Geld ausgeben, solange er es nicht zuvor erworben hat. Banken, Erbschaften und Lottogewinne mal außen vor gelassen.

Was ein Stuss. Als nächstes kommt dann die Leier von frühesten Märkten auf denen gewirtschaftet wurde und zu dessen Verbesserung Geld in Umlauf gebracht wurde. Beschäftige dich mit der wirklichen Geldhistorie, welche Dottore hier Jahre lang Tag für Tag mit Nachweisen geliefert hat.

Du hast dich echt schrecklich entwickelt!

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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