Die Giftverliebtheit

Rheingold2, Freitag, 02.06.2023, 07:52 (vor 362 Tagen) @ Kaladhor2046 Views

Ich bin Städter und habe Null Wissen über Gartenbau usw.

Meine Mutter wuchs als Tochter des Dorflehrers auf, der als preussischer Beamter einen Wirtschaftsgarten gestellt bekommen hatte mit einem Schwein, Hühner, Kaninchenstall und Anbaufläche für Gemüse. Er war zur Selbstversorgung gedacht.

Wenn meine Mutter dort geernteten Blumenkohl mitbrachte, dann wurde er wie selbstverständlich in der Küchenspüle unter Wasser gesetzt, eine Stund später waren alle Schnecken rausgeklettert. Wie eklig ich das als Städter fand, zumal seinerzeit der Kohl noch erbärmlich stank.

Die Ferien verbrachte ich auf Schloß Malberg, dort gab es einen Eisernen Garten, der als Wirtschaftsgarten von den Mägden und Knechten des Schlosses voller Gemüse und Früchte war. Der Sohn des Schlosses erklärte mir 1982, seit 1714 wurde nicht ein einziges Pestizid dort ausgesetzt.

https://www.schloss-malberg.de/rundgang/eiserner-garten

Mich würde schon interessieren, wie die Häuschen-Besitzer ihre aseptischen Vorgärten mit ihren insektenfeindlichen Sonderzüchtungen an hybriden Blumen und ihren sterilen Rasenflächen nach einem Glyphosat Verbot am "Leben" erhalten. Vielleicht ist das Verbot der Grund, dass überall Steingärten in den Vorgärten in Mode kommen, da da garantiert kein Leben gedeiht. :-)


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