nur wenn Geld kaufkraftwirksam wird

Rheingold, Dienstag, 21.03.2023, 12:55 (vor 342 Tagen) @ dito3190 Views
bearbeitet von Rheingold, Dienstag, 21.03.2023, 13:34

Als Kurator des Rheingolds habe ich ja Praxis-Erfahrung, wie die Herren des Geldes ihr Ding machen.

Es war völlig schnurz, wieviel Rheingold die Rheingolder emittierten. Die meisten fanden die Idee total klasse, steckten die frisch emittierten Rheingold in die tiefste Schublade und "vergaßen" sie (Geldtabu).

Nur wenn Geld einkauft bzw. verkauft wird es kaufkraftwirksam. Ich hätte mich für die Rheingolder blöd und doof drucken können. Wenn sie entscheiden, damit NICHT einkaufen zu gehen, dann sind es bloße Zettel ohne Relevanz.

Anekdote 1
Eine grün angehauchte, Gesell belesene Buchbinder Firma (alteingesessen) nahm mit Freuden am Rheingold teil.
Stolz erzählte mir die Firmeninhaberin, dass sie dafür extra eine teure Stahlkassette gekauft hätte (natürlich oberdusselig gegen Euro), um darin die Rheingold auf Nimmerwiedersehen in der untersten Schublade verschlossen verschwinden zu lassen.

Anekdote 2
Es gab in Berlin eine Konferenz der unabhängigen Blogger (alle linksorientiert). Ich habe gedacht, was für eine Gelegenheit, der Rheingold Idee einen Turbo zu geben. Hab also einen Bogen (12 Motive) reserviert, um sie auf der Blogger Konferenz real zu machen.
Freundlicherweise gaben mir die Veranstalter eine Liste von E-Mail Adressen von über 300 Bloggern. Alle angeschrieben. Nicht einer hat auch nur geantwortet. (Geldtabu)

Im zweiten Hieb erhielt ich 30 Telefonnummern. Da konnte ich nach drei anstrengenden Wochen immerhin 11 Teilnehmer gewinnen. ("Sorry, es geht ums Geldsystem, da muß ich erst einmal gründlich drüber nachdenken, ich melde mich" natürlich nicht)

Ich hatte prominente Mitstreiter auf der Konferenz. Das benachbarte Hotel stellte ohne wenn und aber seine Hotelzimmer gegen Rheingold zur Verfügung, der dort Essen und Getränke gebende Caterer akzeptierte Rheingold, Nuoviso akzeptierte ohne wenn und aber Rheingold für seine Produkte.

Für die chronisch klammen Blogger doch ein Angebot, das sogar angenommen wurde. Nuoviso verkaufte mehr, der Caterer hatte Einnahmen und auch das Hotel konnte seine Auslastung verbessern.

Und dann ging das rückwärts. Schachtschneider wurde ausgeladen, da die Antifa mit Gewalt drohte, die Zusage, dass ich auf dem Podium Rheingold vorstellen kann, wurde kurz vorher storniert.

Schlimm, aber ok. Ich hab mir gedacht, es werden doch sicherlich die Blogger über die Blogger-Konferenz berichten, dann hat Rheingold immerhin eine Erwähnung.

Es wurde auch sehr zahlreich berichtet. Teilweise wurde minutiös der Ablauf von Anfang bis Ende geschildert. Allen Berichten gemein war: Alle, ausnahmslos alle hatten vergessen, dass sie sich mit Rheingold ausgestattet hatten, davon 11 mit eigenen Motiven, alle, ausnahmslos alle hatten vergessen, dass sie ihr Hotel mit Rheingold bezahlt hatten, dass sie die Erbsensuppe mit Rheingold bezahlt hatten, dass sie bei Nuoviso interessante Dokus mit Rheingild erwarben.

Bis auf die Einkäufe an diesem Blogger Abend verschwanden alle Rheingold aller neuen Emittenten in der Schublade.
(Geldtabu)

Immer, wenn Geld emittiert (und ausgegeben wird!!!), dann gibt es immer einen inflatorischen Impuls, da im ersten Hieb nur Nachfrage geschaffen wird, die Angebotserhöhung nur vielleicht (wenn investiv verwendet) und dann erst später aus dem inflatorischen Impuls auch einen deflatorischen Impuls macht.

Angebotserhöhung ist immer ein deflatorischer Impuls.

Die FED und die EZB können sich wie Rheingold doof und dusselig drucken, solange es nicht ausgegeben wird, passiert nix. Inflation ist im übrigen (in Abgrenzung zur Teuerung) nix Schlechtes, erhöht es doch zuverlässig die Einkommen. Nur aus der Perspektive der verblödeten Sparer, die schon öfter mit ihrem Sparen ihr eigenes Elend und das ihrer Mitmenschen provozierten, ist das schlecht.


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