Auch nach Sanktionsbeginn arbeitet Schwedt hoch rentabel.

eesti, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Samstag, 18.03.2023, 14:54 (vor 432 Tagen) @ Mirko22255 Views

zwar erhält man weniger, und dazu noch ungeeignetere Ölsorten, kann mangels ausreichender schwerer Ruechstände faktisch kein Bitumen produzieren, aber die Margen sind derzeit so hoch, daß auch mit 60% Auslastung ein satter Gewinn erwirtschaftet wird, der etwa 10x höher liegt, als in normalen Jahren.
Durch den Minderbetrieb stellt sich das ein, was die Russen besonders beim Gas auch beglueckt feststellten.
Mit weniger verdient man mehr.
Ich sehe keinen vernuenftigen Grund fuer eine Treuhandverwaltung.
Das Gericht in Leipzig sah das anders, das nehme ich zur Kenntnis.
Aber weder hat die Bundesregierung ueber die treuhand eine Belieferung sichern können, was auch ueber die normale Belieferung ueber das Rostocksystem hinaus geht, noch hat sich etwas bei Beschaffung und Absatz eine nennenswerte Veränderung eingestellt. Weiter muß ueber tochterfirmen in anderen Orten bestellt werden.
Nur die Gewinne des Rosneftanteils sind eingefroren, werden weginflationiert, stehen aber weiter Rosneft zu. Sie können eben nur nicht nach Moskau transferiert werden.
Ein sehr bedenkliches Signal an ausländische Investoren, denn so hatte man weder bei Ghaddafi noch anderen so bezeichneten Schurkenstaaten bisher agiert.
Deutschland greift sehr willkuerlich in Eigentumsrechte ausländischer Firmen ein, weil man dessen Land nicht mag.
Denn es gibt weder einen Krieg mit Rußland, noch irgendwelche Begruendungen, die sich aus UNO-Beschluessen rechtfertigen lassen.
Credit Suisse und andere Schweizerbanken leiden an Geldabfluessen, nachdem sich die Schweiz aus der Neutralität verabschiedete und begonnen hat etwas mit zu boykottieren und einzufrieren.
Neben anderen Rahmenbedingungen, die sich in Deutschland seit der Rot-Gruen-Regierung erheblich verschlechtert haben, kommt nun noch die Enteignung als mögliche Folge der Einstufung als böser Staat dazu.
Ich als ausländischer Investor wäre jedenfalls nun etwas vorsichtiger mit meinen Investitionsplänen in Deutschland.
Die Rosneftvertreuhandung hat keine vergleichbaren Gruende wie die Vertreuhandung von faktisch bankrotten Firmen (Uniper, ähnlich auch dazumal die Commerzbank...), zumal die Probleme ja erst durch einen willkuerlichen Beschluß der Regierung geschaffen wurden, und somit genauso schnell beseitigt werden könnten, wenn die Regierung denn wollte.
Nochmals, andere mitteleuropäische Raffinerien laufen munter weiter mit Russenpipelineöl.
Die Bundesregierung hat willkuerlich in die Rohölversorgung eingegriffen und nutzt dies nun als Begruendung, um die von der besonders durch ihren Eingriff betroffene Firma zu enteignen.
Derzeit läuft der zwischenschritt der Vertreuhandung.
DAS schauen sich alle ausländischen Investoren ganz genau an.

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MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.


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