Leserzuschrift

Mirko2, 404, Freitag, 17.03.2023, 19:51 (vor 453 Tagen) @ Mirko23846 Views
bearbeitet von Mirko2, Freitag, 17.03.2023, 19:54

Vorab danke [[top]]

Hallo Mirko,
das wird nichts nützen. Die derzeitige argentinische Regierung fährt diese Strategie schon seit drei Jahren - erfolglos, denn derzeit liegt der Anstieg der Lebensmittelpreise deutlich über der Inflationsrate. Manche Ökonomen sehen den Anstieg der Lebensmittelpreise sogar als Hauptfaktor der Inflation.

Wir stehen möglicherweise vor einer globalen Hungerkatastrophe ungeahnten Ausmaßes, denn niemand auf der Welt kann Lebensmittel aus dem Hut zaubern, die einfach nicht da sind.

Argentinien kann in günstigen Zeiten eine halbe Milliarde Menschen ernähren. Im letzten Frühjahr wurde - grob geschätzt - die halbe Anbaufläche von Weizen durch ungewöhnlich späte Fröste vernichtet.
Damit nicht genug, leiden große Teile des Landes unter einer "Jahrhundert-Dürre". Das hat sich auch auf Soja und Mais ausgewirkt.
Das wird sich auch so schnell nicht verbessern. Die Trockenheit dauert nun schon drei Jahre. Mancherorts sterben bereits Bäume ab, weil die Wurzeln nicht mehr an das Grundwasser reichen. Es müsste wochenlang intensiv regnen, um das Defizit auszugleichen.

Dazu die Situation in der Ukraine. Ob und wieviel dort dieses Jahr ausgesät werden kann, steht in den Sternen.
Dazu der Boykott russischer Düngemittel.

Dass in Europa in den Einzelhandelsketten noch "heile Welt" herrscht, dürfte wesentlich daran liegen, dass bisher Lagerbestände abgebaut wurden.
Aber in Buenos Aires beispielweise hat sich der Preis für Trockennudeln seit Jahresanfang mehr als verdoppelt - trotz "Preisfestlegungen" der Regierung.

Da gilt dann der Spruch Gorbatschovs: "Wer zu spät [zum Einkaufen] kommt, den bestraft das Leben."

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