NEIN. DU hast etwas prinzipiell nicht verstanden und wirst deswegen nie begreifen, warum das System einstürzt. Kein Debitist hat jemals behauptet, dass das System aufgrund Schulden einstürzen würde

Mephistopheles, Sonntag, 12.03.2023, 15:57 (vor 499 Tagen) @ Morpheus5807 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Sonntag, 12.03.2023, 16:07

Lieber Mephistopheles,

du bringst immer alle vom Thema ab.
Es geht mir um das hier:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=632384

Grüße
Morpheus

...höchstens Vulgärdebitisten. (Das sind die, die den Gedanken des Debitismus nicht verstanden haben und nur ein paar Schlagwörter falsch interpretieren.)

Abgaben sind außerdem freiwillig. Niemand käme auf die Idee, von diesem Bäuerle hier Abgaben zu fordern:
Es hat also jeder selber in der Hand, auf Komplexität zu verzichten. Macht aber keiner - bis auf ein paar Rentner.

[image]

Abgaben sind eine notwendige Folge der arbeitsteiligen Gesellschaft. Je komplexer die arbeitsteilige Gesellschaft, um so höher die Abgaben.
Diese Komplexität führt zum Zusammenbruch. Keineswegs die Abgaben.

Dabei ist es gar nicht einmal die Komplexität als solche, die lässt sich (und wird) gut managen - bis es einmal nicht mehr geht.

Der Zug um 6:57 bringt Leute zu verschiedensten Zielen zu Anschlusszügen. Alles prima und bestens koordiniert. Bis auf einmal der Zug ausfällt.

Dann bricht das Chaos aus.

Dann klappen aber auch die Anschlußzüge in verschiedene Orte nicht. Dann können die verschiedensten Leute, die alle unterwegs waren, ihre Arbeit anzutreten in den verschiedensten Firmen an den verschiedensten Orten, ihre Arbeit nicht pünktlich antreten.

Dann können die verschiedensten Produkte in den verschiedensten Firmen an den verschiedensten Orten nicht fristgerecht an der Laderampe abgeliefert werden.
Dann können die verschiedensten LKW mit den verschiedensten Touren an den verschiedensten Orten zu den verschiedensten Weiterbearbeitungsfirmen nicht pünktlich abfahrten, um rechtzeitig zu liefern, damit die verschiedensten Produkte von den verschiendesten Arbeitern an den verschiendedndsten Orten in den unterschiedlichsten Firmen weiterverarbeitet werden können, bis dann endlich Endprodukte frrtiggestellt sind und ausgeliefert werden zu den verschiedendsten Bestellern auf dem ganzen Planeten.

Und das alles, weil ein einziger Vorortzug ausgefallen ist.

Natürlich treten diese Folgen beim Ausfall, eines einzigen Vorortzuges nicht ein, auch dann nicht, wenn mal wieder die Autobahn gespert ist, weil ein Lastzug verunfallt ist, nicht einmal dann, wenn in China ein Hafen für mehrere Wochen seine Abfertigung einstellt; das äußert sich lediglich in gestiegenen Kosten, woraufhin wieder alle etwas von "Inflation" murmeln werden.

Jede zusätzliche Komplexität erfordert außerdem ein Mehr an Energie, womit das alles, was ich bei der Produktion beschrieben habe, mit der Energie, also dem Energiebezug potenziert werden kann.

Aber auch das ist nicht alles. Im Zeitalter der Doppik erefordert jeder physische Schritt, der getan wird, seine Abbildung 1:1 im Finanzystem, das für sich wieder eine Komplexität darstellt. Die Komplexität wiederum potenziert die Gesamtkomplexität noch einmal, so lange, bis das System überfordert ist.

Das ist der eigentliche Grund und keineswegs die Schulden, die erforderlich sind, um das System zu starten, und auch nicht die Abgaben, die für sich nur eine Folge sind der Arbeitsteilung und die sogar einen positiven Effekt haben könnten, indem sie nämlich tendentiell zu einer Reduktion der Kompexität führen; nein, es ist die Arbeitsteilung als solche, die irgendwann einmal nicht mehr gehandhabt werden kann.

Und genau auf die, die Arbeitsteilung, nämlich alles selber machen zu müssen, ohne es delegieren zu können, möchte keiner verzichten. Alle wollen das schöne Pferdchen von dem Bauern sehen, der da sein Feld pflügt, aber keiner möchte selber den Pflug in der Furche halten.

Gruß Mephistopheles


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