Ach Meph, es gibt nicht nur deine Praxis - es ist von der individuellen Konstellation abhängig

Odysseus, Sonntag, 18.12.2022, 15:14 (vor 580 Tagen) @ Mephistopheles2172 Views
bearbeitet von Odysseus, Sonntag, 18.12.2022, 15:17

Ich rate von geschenktem Holz ab. Die sind meistens mit irgendwelchen Farben und Lacken versetzt, dass du sie überhaupt nicht verfeuern darfst.

Richtiger Einwand, darauf zu achten, dass man nicht einem Verschenker Sondermüll entsorgt. Dennoch gibt es genug Konstellationen, wo eben brauchbares Brennholz (schnell)weg muss und sonst für die Abholung bezahlt werden muss. Wer überhaupt keine Ahnung hat, läßt es im Zweifel. Ich hole mir z.B. Anzündholz direkt beim Brennholzproduzenten für genau nix. Auch unbehandeltes Palettenholz ist öfter mal umsonst zu haben. Oder ein Haus wird entrümpelt/ abgerissen. Wer da direkt und schnell abholen kann, kommt auch an entsprechend günstiges Buchenholz.

Dauerbrandöfen sind Kohleöfen.

Stimmt einfach so pauschal nicht. Bitte die Suchmaschinen zum Begriff bemühen, dann wird es klar.

Es sind die lieben Nachbarn, die sich beschweren. Und die beschweren sich, wenn es stinkt. Erst nach Beschwerden werden die Behörden aktiv.

Ich bezog meine Aussagen auf die Krisensituation. Da wird es dauern, bis da mal einer kommt. Ich denke, die haben dann schon für weit wichtigere Dinge keine Zeit. Wer es richtig gemacht hat, verbreitet zudem auch keinen Gestank.
Nölende Nachbarn in der echten Krisensituation? Auch die werden andere Probleme haben. Vielleicht möchten sie bei kaltem Arsch lieber in deine warme Stube? Man kann auch günstig einen ehemals teuren Gebrauchtofen kaufen, produziert von 1995 bis 2010, der erst Ende 2024 seine Zulassung verliert.
Dann ist man auf der sicheren Seite, wenn es einem wichtig ist. Hat man genug Wissen, Material und Geschick, baut man alles selbst ein. Bei nur fehlender Abnahme, weil der Schornsteinfeger überlastet ist, wird einem nicht gleich der Kopf abgerissen. Ganz wichtig: Den Ofen von seiner Leistung passend zur Größe der zu heizenden Räumlichkeiten wählen. Nur dann kann man dosiert heizen und den Brennstoffverbrauch möglichst gering halten.

Bereits jetzt sollte man den Winter 2023/24 im Auge haben. Holz aus 2020, welches in einem Jahr genügend getrocknet ist, ist jetzt recht günstig zu haben. Wer Platz hat und den grob 1/3 niedrigeren Brennwert von Fichte/Tanne über mehr Menge ausgleichen kann, bekommt diese aktuell schon ab 40.- euro/Ster.


Das ist der theoretisch niedere Heizwert von Fichte. Gefühlt bringt Fichte nicht einmal die Hälfte.

Praktisch ist es so, dass man den Ofen am Morgen anzündet. Nachgelegt wird, wenn die Raumtemperatur wieder sinkt. Kannste bei Fichte vergessen. Es ist keine Glut mehr vorhanden, aber der Ofen immer noch heiß. Du musst erst den Ofen reinigen, wenn er so weit abgekühlt ist, dass man mit dem Besen reinkann, dann neue Anzünder, neues Anfeuerholz, kleine Scheite, dann anzünden, und das 5 bis 6mal am Tag.

Ganz im Gegensatz zur Buche. Da reinigst du den Ofen einmal am Morgen und feuerst ihn einmal an und sobald es kühler wird, legst du neue Scheite aus dem Tagesvorrat unter dem Ofen nach. Die entzünden sich dann in der Glut von alleine. Esche geht auch noch statt Buche; Birke oder Kiefer ist aber nichts. Es muss noch eine Glut vorhanden sein, wenn nachgelegt wird.

Deshalb mische ich die Holzarten bei der Ofennutzung. Buche wurde zeitweilig 3-4 mal so teuer verkauft wie Fichte. Das passt dann schon von der Kostenseite. Ein drittel Buche und zwei Drittel Fichte funktionieren bei mir wunderbar. Auch Kohle kommt manchmal in geringem Anteil zum Zuge. Zudem ist es zumindest bei nur ein paar Grad minus nachts und tagsüber leicht plus überhaupt nicht immer nötig, ganztägig zu feuern. Wie bei mir. Aber dass liegt am Gebäude und dem Ofenstandort. Handwarme Asche sauge ich mit einem Aschesauger mit Filter aus. (Ja, auch bei Stromausfall, da vorbereitet ). An dieser Stelle sei auch darauf hin gewiesen, dass viele Komponenten den Heizerfolg bestimmen. Jeder muss seine Gegebenheiten analysieren und danach vorgehen. Selbststudium oder Fachberatung. Die (tägliche) Praxis mit der montierten Anlage wird dann zeigen bzw. die Erfahrung bringen, was ganz individuell am besten funktioniert.

Und nochmal: Wenn es dazu kommt, dass die Heizungen in einer großen Region ausfallen und die Temperaturen einstellig in der Wohnung werden: Dann ist ALLES scheißegal. Dann heisst es: Den Altofen, den man von umsonst bis 200.- euro mitsamt Verrohrung geschossen hat, aufstellen. Was bedeutet, dass man das alles bereits in normalen Zeiten besorgt und als plug-and-play-kit für seine Wohnsituation vorbereitet hat. Inclusive des nötigen Brennstoffs. Wenn nicht, dann HEUTE damit beginnen - sofern man Zweifel hat, dass der Staat es schon richtet. Ideal sind da im übrigen Küchen-(beistell-)herde (Öl/Kohle/Holz). Wer mit Ölzentralheizung heizt, ist fein raus. Sofern er bei Stromausfall die Entnahme mit Handpumpe oder 12v-Pumpe vorbereitet hat und es dann in den Tank des alten Ölofens kippen kann.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-sortierung:preis/preis:1:200/beistellherd/k0

Es ist ALLES an Infos im Netz und bei Youtube verfügbar. Wer sich nicht bewegt, sollte, ausser seinem Bild im Spiegel, niemanden für seine Untätigkeit verantwortlich machen.


Kohlenmonxid-Detektor
Das ist das Wichtigste!
Kohlenmonoxid riecht man im Unterschied zu Rauch nämlich nicht, aber es ist tödlich giftig.

JA!


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