Ist es auch...

Andudu, Freitag, 16.12.2022, 11:50 (vor 357 Tagen) @ mh-ing2153 Views
bearbeitet von Andudu, Freitag, 16.12.2022, 12:04

Wenn Übersinnliches etwas aus unserer Welt ist (in unseren Dimensionen aus Materie, Zeit ...), dann ist das etwas uns noch nicht bekanntes, aber erforschbar, definierbar, irgendwann zu finden und 100% Gegenstand sauberer wissenschaftlicher Arbeit.

...es gibt einige die daran forschen (u.a. Walter von Lucadou), aber du bist zu optimistisch hinsichtlich "der Wissenschaft", die ist nämlich erkennbar eine Zeitgeisthure.

Wenn eine Mehrheit nicht an die Wahrscheinlichkeit einer Theorie "glaubt" (und das tut sie im Forschungssektor nicht, auch weil nur Nischenmedien dazu berichten), gibt es für ihre Untersuchung kein Geld, schon gar nicht, wenn man die Erkenntnisse höchstwahrscheinlich nicht profitabel verwerten kann. Die Nichtexistenz von Beweisen wird dann wiederrum ins Feld geführt, um zu suggerieren, dass da nichts wäre. Es ist enorm schwierig (und riskant für die Karriere), aus dieser Zwickmühle zu entkommen.

Du magst an Akkupunktur, Homeopathie usw. glauben, andere gehen Wasser mit Ruten suchen. Es mag helfen und persönliche Zeugnisse gibt es hier zuhauf. Aber reproduzierbar, einen Wirkmechanismus, eine Systematik gibt es nicht. Jeder kann hier behaupten, und gläubige Jünger finden sich immer viele.

Es lassen sich durchaus Untersuchungen machen, die hoch signifikante Ergebnisse produzieren.

Das Thema krankt daran, dass es an der Grenze von Psychologie und Physik angesiedelt ist. Sehr viele "übernatürliche" (ich habe kein besseres Wort, auch wenn es nicht wirklich passt) Ereignisse sind von konkreten Personen abhängig, die wiederrum nur unter bestimmten Bedingungen liefern können. Klassische Medien, etwa bei einer Seance, versetzen sich in Trance und es wird jede Menge Mühe darauf verwandt, diesen Zustand herzustellen. Außerdem fehlt eine erklärende, umfassende und verständliche Theorie, was die Sache zusätzlich unattraktiv macht. Logisch, dass die Physik damit so gar nichts anfangen kann, es ist aber ein verbreiteter Trugschluß, daraus zu schließen, dass man das nicht seriös untersuchen könnte.

Es gibt aber auch dazu Forschungen und echte Messergebnisse, aber nur wenige Laborexperimente (aus naheliegenden Gründen). Außerdem wird die Forschung fast nur von Laien gemacht, da jeder Forscher sich sofort dem Verdacht aussetzt, betrogen zu haben oder veralbert worden zu sein. Das Glaubensgerüst (und das ist es leider) ist sogar so stark, dass sich Skeptiker-Organisationen gebildet haben, um die Öffentlichkeit zu "schützen", etwa die GWUP, vor Verleumdungen und Unwissenschaftlichkeit schrecken die dabei leider nicht zurück und werden damit ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht...


Daher sollte man klar benennen und die Begriffe nicht verdrehen. Wissenschaft ist 100% Nachprüfbarkeit und nur auf harte Fakten mit Reproduzierbarkeit beschränkt.

Ganz so einfach ist es nicht, empirische Wissenschaft ist auch Wissenschaft und sie ist selten zu 100% überprüf- und reproduzierbar.

Alles andere ist Religion in aller Varianz.

Auch die Naturwissenschaft ist übrigens nur eine empirische Wissenschaft. Du kannst die Umgebungsbedingungen eines Experimentes nämlich nur so genau angeben, wie du sie kennst, es ist aber denkbar, dass eine unbekannte beim 101.-ten Experiment subtil anders ist und sich das Ergebnis ändert. Tritt zum Glück selten auf, weil solche Einbrüche eben selten sind und oft von bestimmten Personen abhängen. Man würde das dann vermutlich als Messfehler, unbekannte temporäre Störung oder Betrug in den Skat drücken.


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