Der Satz: Wer wirklich will.... der stört mich

helmut-1, Siebenbürgen, Dienstag, 29.11.2022, 22:42 (vor 59 Tagen) @ Olivia1130 Views

Weil Du setzt dann voraus, dass jemand, der in einer harmonischen Partnerschaft lebt, dann diese auch bereit ist, aufzugeben. Auf den Mann bezogen, möchte ich mal die Frau sehen, die sagt, ja- ich gehe mit Dir mit, was mit meiner Mutter passiert, ist Nebensache.

Das würde mich mal interessieren, ob Du dafür Beispiele aus Deinem Umfeld hast. Eventuell, dann, wenn die Ehe schon zerrüttet ist und der Partner einen eleganten Absprung sucht.

Zu Deinem Satz:

Du bist dort glücklich, wo du bist. Und das ist ja auch in Ordnung. Ich persönlich würde es dort vmtl. nicht einmal eine Woche aushalten. Ist ja wohl auch in Ordnung. Kann ja nicht jeder Mensch die gleichen Bedürfnisse haben.

Ich hab eigentlich nur das Bedürfnis, freier, selbstbestimmter, weniger kontrollierter, von der Nahrungsmittelversorgung her sicherer, aber gesünder und deshalb besser zu leben. Und genau das ist mir gelungen. Vermutlich sind das keine Kriterien für Dich.

War gerade in einer Fabrik in einer anderen Stadt, einer Feuerverzinkerei (deutsches Mutterkonsortium, Name "Berg-Banat - Köln), und hab mir die Eisenteile, die ich dorthin zum Verzinken gebracht habe, abgeholt. Das kann man dort bis 23 Uhr abends (die Supermärkte und Baumärkte sind bei uns ja auch Sa und So ganztags geöffnet).

Hab mich da mit einem Arbeiter unterhalten, der früher ca. 10 Jahre als Rumäne in der Nähe von Stuttgart gearbeitet hatte. Würde er heute nicht mehr, unter den sich abzeichnenden Umständen. Schon interessant, dass auch viele aus dem "einfachen" Volk mitbekommen, was sich in Deutschland zusammenbraut.

Er meint, - wir als Rumänen haben noch die Endphase des Kommunismus mitbekommen, wir wissen, was es heißt mit nichts oder wenig auszukommen, und wir sind Weltmeister im Improvisieren. Aber die Leute in Deutschland kennen das nicht. Wenns da mal richtig kalt beim Fenster reinzieht (längerer Stromausfall, etc.) dann gibts dort ein Chaos, das in Mord und Totschlag endet. Schon ganz einfach deshalb, weil die jüngere Generation gar nicht gewöhnt ist, sich bei den wichtigsten Grundnahrungsmitteln einen kleine Vorrat anzulegen.

Wie ich schon in anderen Kommentaren geschrieben habe (mit Fotos), haben wir es gut warm im Haus, wir baden und duschen, wenn es uns Spaß macht, und vom Essen brauchen wir erst gar nicht zu reden. Wenn man einem Rumänen den Slogan klarmachen würde "frieren für die Ukraine", der würde sich höchstens ans die Stirn tippen. O.k., das sind bei uns sowieso nur ganz untergeordnete Zahlen, die Ukrainer sind bei uns nur auf kurzem Zwischenstopp stehen geblieben, um schnell weiter nach Deutschland zu fahren. Weil in D gibts richtig Kohle für sie, und nicht in RO.

Übrigens, da hast Du ein aktuelles Auswanderungsbeispiel. Die Ukrainer, die das schon seit Jahren vorhatten und aber daran gehindert waren, weil die Ukraine eben nicht zur EU gehört, die bekommen nun auf einmal alle Lust auf Deutschland. Und realisieren das. Könnte gut sein, dass deren Väter und Mütter in der Ukraine dann halt sehen müssen, wie sie zurechtkommen. Eine Mentalitätsfrage. Pecunia non olet, nichts Neues.


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