Antwort in Sachen Amortisation

Zorro, Dienstag, 29.11.2022, 14:36 (vor 60 Tagen) @ paranoia1620 Views
bearbeitet von Zorro, Dienstag, 29.11.2022, 15:25

Hallo paranoia,

Danke für die Ehrung [[top]]

...ich antworte jetzt auf den verschwundenen Beitrag von Meph:

Die Materialschlacht auf dem Foto (Victron + Speicher) ist samt 90 Solarmodulen und deren Unterkonstruktion (alles Edelstahl) mit rund 60.000,- € zu beziffern. Eine Handwerkertruppe wäre mit weiteren 30.000,- zu veranschlagen.

Allerdings sind meine Dächer furchtbar kompliziert, ebenso die vertikale Wandmontage ein teures aber spektakuläres Bonbon in der Winterzeit!

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In meiner Grundplanung stand von Anfang an eine deutliche Reduzierung unseres Gasverbrauches im Lastenheft. Bei einer Wohn- und Bürofläche von 200qm lagen wir im Schnitt bei 3300m3 Gasverbrauch jährlich, was mich derzeit schon über 6500,- € kosten würde.

Unser eigentlicher Stromverbrauch lag ehemals nur bei 5000 kWh jährlich, was allerdings durch einen „Hot-Tub-Pool“ im Freien, samt Wärmepumpe auf 10.000 kWh gesteigert wurde.

Für den Strom müsste ich derzeit 50,49 Cent an Arbeitspreis zahlen. Meine Gesamt-Energiekosten lägen derzeit ohne Victron-Anlage bei rund 12.000,- € mit aktuellen Preisen. (Gas & Strom zus.)

Ohne meinem Jahresbericht vorzugreifen kann ich jetzt schon vermelden, dass wir den "normalen" Strombedarf von 10.000 kWh mit der Eigenstromanlage locker decken können.

Jetzt sind durch die Anschaffung einer Viessmann-Brauchwasserwärmepumpe Vitocal 262 und Split-Klima-Anlagen für die Büroetage zum Heizen und Kühlen drei neue große Stromverbraucher hinzugekommen, die etwa weitere 5000 kWh jährlich fressen. Dafür steht der Gaszähler bis auf die Monate Dez. bis ?? nahezu komplett still. Wir kalkulieren hier mit einer Senkung des Gasverbrauches von ca. 70%. Unterm Strich werden wir wohl 9000,- € Energiekosten weniger haben, als wenn keine Eigenstromanlage arbeiten würde.

Der Clou an der Anlage ist nach derzeitigem Ermessen, dass in den Monaten April bis August jeden Monat über 800 kWh noch ungenutzt bleiben, welche man in ein eAuto pumpen könnte, oder sonstigen Unfug damit anstellt. Derzeit regeln die MPPT-Regler die Leistung planmäßig runter, wenn der Batteriespeicher voll ist.

Als weitere Ausbaustufe sind bei den 60.000,- € Material schon inkludiert die Solarmodule, welche ich im nächsten Jahr vertikal an der Südwand montiere (nochmal 8 kWp). Hier wird ein mächtiger Anschub der Leistung vor allem im Winterbereich erwartet. Der flach stehenden Sonne sei dank.

Kurzum, 10 Jahre Amortisationszeit, eher weniger bei optimaler Stromnutzung und weiter steigenden Preisen sind meine Erwartungshaltung. Dadurch, dass ich die Montage komplett selbst gemacht habe, bin ich mit den Kosten schon nach 6 Jahren pari.

Die Laufzeit der Anlage beziffere ich auf 15 Jahre, dann wird ein Tausch der Batterien und ggf. der Wechselrichter fällig sein. Der Hersteller Pylontech gibt nach 10 Jahren noch 80% an. Das wird dann die Praxis zeigen. Ich versuche die Batterien nur kurze Zeit auf SOC 100% stehen zu lassen und nach unten die SOC 15% Marke nicht zu unterschreiten. Das sollte den Kameraden ein langes Leben bescheren.

Gruss Zorro

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