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Mephistopheles, Datschiburg, Mittwoch, 02.11.2022, 14:25 (vor 92 Tagen) @ Andudu1875 Views
bearbeitet von Mephistopheles, Mittwoch, 02.11.2022, 14:50

Statt einer Antwort eine Literaturempfehlung:

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Tagebuch einer Reise durch Italien, die Schweiz und Deutschland in den Jahren 1580 und 1581

Der beschreibst ein völlig anderes Deutschland als das, was heute mit dem Bild der Deutschen verbunden wird.

Der Montaigne gehört zur Allgemeinbildung! Also zu den Büchern, die in der Schule nicht durchgenommen werden. Wer ihn nicht kennt, gibt damit nur zu, dass er nicht allgemein gebildet ist.

Dieses Deutschlandbild, das er beschreibt, ist allerdings ziemlich ähnlich den Schweizern oder dem Bild, das man sich von ihnen macht.

Dr konnte noch durch Deutschland reisen ohne auf der gesamten Reise einem einzigen Polizisten oder Passkontrolleur zu begegnen; nicht etwa, weil sie ihn unbehelligt ließen, sondern einfach deswegen, weil es in Deutschland Passkontrolleure und Polizisten schlicht und einfach nicht gab (Mussman sich mal vorstellen!)
Allerdings war das vor dem 30-jährigen Krieg.
Danach oder während des 30-jährigen Krieges reist Simplicius Simplizissimus mal in die Schweiz und lobte sehr, wie sich die friedliche, wohlhabende Schweiz doch vom zerstörten Deutschland unterschied.

Wie auch noch B. Traven in seinem Buch "Das Totenschiff" erwähnt, das man vor WK I. nirgendwo in Europa einen Pass oder Erlaubnis benötigte; danach aber war man ohne einfach nicht existent.

Tja, woher kommt das wohl, die spezifisch deutsche Mentalität? Was denkst du wohl?

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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