Hier an der Wertach entlang...

Mephistopheles, Datschiburg, Montag, 31.10.2022, 15:45 (vor 89 Tagen) @ Konstantin2871 Views

Und ob in 8 Jahren noch jemand die Maronen pflegt oder erntet ist sicherlich ungewiss. Was soll schon "sicher" sein? An erster Stelle denke ich natürlich an mich selbst und meine Familie, die dort ernten wird. In 8 Jahren bin ich ja erst knapp über die 60, da kann ich noch locker Maronen ernten gehen. Und wenn wir weitere Mitesser haben sollten: Na gerne doch, was sollen wir mit Tonnen an Früchten? Da werden einige für die Mitmenschen da sein. Gerne auch im Tausch gegen beispielsweise Gold von denjenigen, die derzeit keine kreative Idee haben was man anpflanzen kann, oder die vielleicht Ideen haben aber nichts anpflanzen.

Sicher ist nur: Wenn ich diese Bäume nicht gepflanzt hätte, dann würden sie in 8 Jahren dort nicht stehen und Maronen geben können.

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...gibt es so eine Art Streuobstwiesen mit Mirabellen. Direkt am alten Fußweg an der Wertach. Ist Gemeindeeigentum und damit gemeinfrei, also kümmert sich keiner darum. Dadurch liefern die Bäume schätzungsweise nur noch etwa 1/10 der Früchte, die sie liefern könnten, wenn sie regelmäßig gepflegt würden.

Der heutige Fußgänger- und Fahrradweg ist viel breiter, so dass die Pflegefahrzeuge der Landschaftsgärtner ihn auch befahren können. Kein Mensch kümmert sich darum, vor allem, die Stadt nicht. Gelegentlich wird ein Baum abgeholzt, wenn er irgend einer Straßenerweiterung oder einer Brücke im Wege steht.

Es werden jedenfalls immer weniger,

Hier gibt es viele Dörfer, wo im alten Ortskern noch ein Äpfel- oder Zetschgenbaum steht. Kümmmert sich keiner darum, keiner erntet das Obst. Statt dessen fahren die Leute zum Supermarkt an der Ausfallstraße, wo man Obst für Geld einkaufen kann.

Das ist das Schicksal aller gemeinfreien Güter, die keinen Eigentümer haben. Man lässt sie so lange verkommen, bis sie schließlich nutzlos werden.
Dabei müsste man dieses Obst nur entwurmen und dann waschen. Macht aber keiner.

Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc


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