Leider wenig hilfreiche Idee

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Montag, 31.10.2022, 10:52 (vor 94 Tagen) @ Konstantin3373 Views
bearbeitet von Hannes, Montag, 31.10.2022, 11:06

Mehrfach schon hat @Mephistopheles darauf hingewiesen, daß man bei tierischer Kost leichter und schneller an die benötigten Kalorien heran kommen kann, als "selbst ins Gras zu beißen".
Nun, durchaus können Menschen aus Grashalmen nicht wirklich viel Nahrhaftes herausholen. Es gibt jedoch auch Baumfrüchte, die durchaus als Grundnahrungsmittel, auf jeden Fall als Kaloriengeber geeignet sind.

Ein Beispiel:

Nährwert von Maronen:
100g frische, geschälte Kastanien enthalten 160-200 kcal (665-830 KJ)
1 kg Maronen enthalten also 1.600-2.000 kcal

Erntemenge pro Zeit:
Direkte manuelle Ernte (häufigste Methode, 5-30 kg/h)

Quelle:
https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/nebennutzung/agrarische-waldnutzung/konser...

Die Erntemenge umgerechnet auf kcal/h: 5x1.600=8.000 bis 30x2.000=60.000 kcal/h

Bei einem Bedarf von 2000 bis 2500 kcal pro Tag müsste man zwischen 2 und 15 Minuten lang für den Tagesbedarf sammeln.

Würde man sich ausschließlich von Maronen ernähren liegt der Verbrauch demnach bei 1-1,5 kg Maronen pro Tag (ca. 400kg pro Jahr).
Ein 10 jähriger Baum bringt ca. 10 kg Maronen pro Jahr. Davon bräuchte man demnach 36 Exemplare für den Jahresbedarf.
Ältere Bäume erreichen durchaus einen jährlichen Vollertrag im Bereich von 100kg. Da reichen 4 Bäume für den Ganzjahresbedarf (bei 160m² Platzbedarf).
Für die Ernte von 400kg Maronen braucht es 15 bis 80 Stunden (also ca. 2 Tage bis 2 Wochen, bzw. wenige Stunden pro Tag über mehrere Wochen).

Sicherlich muss für die Haltbarmachung (Wässern, Trocknen, Schälen etc.) noch Energie und Zeit aufgebracht werden.

Ein Maronenhain bietet jedoch auch noch Nektar für Bienen (30 bis 300 kg Edelkastanien-Honig pro Hektar und Jahr mit 3000kcal/ kg Honig also jährlich 90.000 bis 900.000 kcal pro Hektar Maronen) und zusätzlich hat es noch unter den Bäumen Weidefläche für Schafe (Milch, Fleisch, Wolle).

Ein Maronenhain entsprechender Größe kann also locker eine Familie mit den nötigen Kalorien (alleine über die Pflanzen) versorgen bei geringem Zeitaufwand. Kalorien durch Tierhaltung kommen noch oben drauf. Tierhaltung ist für eine ausgewogene Ernährung (Fett + Eiweiß) auch durchaus zu empfehlen.

Im übrigen geben Maronenbäume auch vorzügliches Bau- und Brennholz.

Es gibt einige Gründe warum ich mit dem Pflanzen von Maronen begonnen habe. Nun, die knapp über 70 Exemplare sind erst 2 Jahre alt, brauchen also noch mindestens 8 Jahre bis sie pro Baum ca. 10kg geben dürften, also brauche ich nur Überlebenskonserven für die kommenden 8 Jahre und esse ab dann nur noch Maronen... </ironie>

Für Maronen braucht man allerdings den passenden Standort: neutral bis saurer Boden mit Sonne und Wärme.

Viele Grüße
Konstantin

PS: bei Interesse an Maronen-Jungbäumen lohnt sich ein Besuch bei dieser Baumschule:
https://www.baumschule-wurzelwerk.de/unser-sortiment/

Einen schoenen Feiertag wünschend und für mich selbst nutzend, kurze Meinungsäußerung:

Sehr romantische Ideen, das! Leider für die Zukunft wenig hilfreich m. E!

Was wird kommen? Sicherlich eine Verteuerung der von den Ökos so sehr gehassten "Billig-Lebensmittel vom Aldi", also das Zeug für die Masse wird fett teuer. Ist ja Programm von denen, wurde jahrelang auch von der Masse so gewählt. Und am Ende wird es wieder der Russe gewesen sein, wie bei der Energiewende.
[[kotz]]

Geliefert wie bestellt, passt.
[[zigarre]]

Das deutsche Volk hat Erfahrung in der Sache Nährstoffmangel. Jeweils vor allem nach Kriegsende, durch die Sieger gemacht, nachlesen! Das Wissen sollten wir nutzen, es ist leicht nachzulesen, notfalls im ANtiquariat, die Bücher gibt es noch.

Ja. Im NOTFALL kann man durchaus auch Eicheln essen.

Aber! Für vorgeschlagene und hier umfangreich erörterte Pflanzung von Esskastanien wird keine Zeit mehr bleiben, zumal kaum Jemand den Landbesitz hat dafür (und die Besitzlosen zur Ernte kämen, wennn ...).

Walnussbaum habe ich vor Jahrzehnten weggemacht, weil darunter nichts wächst, Blätter sind ein Herbizid, die Natur ist grausam und darin erfindungsreich. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Öko-Phantast.

Kartoffeln wären nämlich die bessere Wahl, der alte Fritz war nicht doof. Besser einen Zentner Kartoffeln als ein Tütchen Walnusskerne auf dem halben Morgen Eigentumsland, so man das hat.

Die Kartoffel soll übrigens die einzige Frucht sein hier? Die alle Stoffe enthält, die der Mensch zum Leben braucht.

Informiert EUch über Steckrüben usw. Über das, was ich im wirklichen Mangel-Leben bewährt hat, nicht in systopischen Phantasien.

Die Zukunft wird wieder zur Selbstversorgern hin führen, die GELD SPAREN WOLLEN, so wie ich das noch erlebt habe. Da ist keine Zeit mehr für Spinnereien, wenn man sich vernünftig vorbereiten will. Wenn die Kinder gesundes Gemüse brauchen zum Beispiel. Verantwortung ist gefragt, nicht das Ewig-Kind-Bleiben, was so in Mode ist - noch!

Die Esskastanien können Deine Kinder sich dann von EINGESPARTEN GELD beim Zigeuner an der Ecke kaufen, geröstet, als AUSNAHME vom Kartoffel-Einerlei. Denn den armen Zigeuner, der allerlei Gewerbe betreiben muss, den wird es auch noch geben (WIEDER geben!). Und Esskastanien und Feuerholz auch. Zigeuner sammeln ja gern das Eisen, hier für den fliegenden Grill zusammen, das wird auch so bleiben. Und das Ordnungsamt wird weggucken ... Es wird andere Sorgen haben, wenn es noch finanziert werden kann. Vielleicht macht den Job dann so eine Art Polizei? Hab' keine Ahnung davon, wie das kommen wird.

So sehe ich unsere Zukunft!

Muss los, in' Garten, Komposter ist voll, neues Laub kommt in Massen, aber von Obstbäumen. Nix Koniferen und Co bei uns. Die NAchbarn züchten darin den uns schlimmm schädigenden Birnengitterrost, das wird sich zukünftig auch geben, m. E.

H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.


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