Wie blöd sollen die Russen denn sein. Dieses Posting erklärt einiges über FOX-NEWS

Morpheus ⌂, Donnerstag, 29.09.2022, 20:43 (vor 59 Tagen) @ FOX-NEWS4357 Views

Also ich wundere mich schon seit Monaten über die merkwürdigen Beiträge von FOX-NEWS.

Dieser Beitrag zeigt für mich klar, was wir von FOX-NEWS zu halten haben.

YT Militär & Geschichte mit Torsten Heinrich: Hat Russland Nord Stream zerstört? Diese spannende Erklärung gibt es.

Torsten Heinich vertritt die These, Russland hätte mit diesem Akt dem Westen demonstriert, daß man Willens und in der Lage ist, entsprechende Akte auch gegen vitale Infrastruktur Europas durchzuführen. Ziel: Gas- und Stromleitungen zwischen Skandinavien, UK und Festlandeuropa. So ein Angriff würde in seiner mittelfristigen Wirkung nur noch von einem Atomschlag übertroffen. Die NATO hätte keine gleichwertige Antwort und müsste dann atomar eskalieren.

Wenn die Russen eine Pipeline zerstören wollten, um ein Signal zu senden, dann doch wohl kaum ihre eigene. Wer so etwas behauptet, muss ein VS-Troll sein, der jetzt, wo es wirklich drauf ankommt in die Offensive gehen muss. Sonst wird hier und da etwas gegen geredet, wie wir es seitens FOX-NEWS in der Corona-Krise erlebt hatten. Aber stets moderat und keinesfalls übertrieben. Ständig etwas Sand ins Getriebe streuen.
Aber man hat seine Truppen, um sie zu verwenden, wenn es wirklich wichtig wird. Und in dem Moment muss man auch die Glaubwürdigkeit riskieren. Genau das sehen wir hier.

FOX-NEWS schreibt selbst weiter unten, wie viele Pipelines es gibt und was man alles zerstören könnte. Dann sollen sich die Russen als erstes ihre eigene Pipeline aussuchen, von denen noch dazu ihre künftigen Einnahmen abhängen. Habeck würde ich so eine Dummheit vielleicht noch zutrauen, aber Putin mit Sicherheit nicht.

Was es aber sehr gut zeigt, die Europäer können keinen Krieg mehr führen. Fehlende Männer hin oder her. Das mag früher mal ein Argument gewesen sein. Wo es heute genug Studien gibt, die sagen nach 14 Tagen ohne Strom gibt es in europäischen Städten gar nichts mehr, außer nackter Anarchie und Massensterben. Die Infrastruktur ist viel zu viel, viel zu sehr vernetzt und viel zu sensibel. Wer heute noch die "fehlenden Söhne" anführt, ist in den 1960ern stecken geblieben. Damals mag das noch zugetroffen haben. Aber seit den 1970er wurde die Infrastruktur massiv ausgebaut und ein möglicher Kriegszustand wurde dabei seit 1990 in gar keiner Weise mehr berücksichtigt.

Diese Infrastruktur ist nicht auf Kriegszeiten ausgerichtet. Schon gar nicht, wenn es auf den
Winter zu geht. Im Sommer, mag es eine Galgenfrist geben, aber all die vielen Häuser mit künstlicher Belüftung, die Supermärkte, die Tankstellen. Nichts geht ohne Strom und die vielen AKW müssen alle sofort abgeschaltet werden. Denn klar mag der Russe kein atomares Leck in seinem Vorgarten. Aber ein kaputtes AKW nahe London oder westlich von Paris, da kommt je nach Wetterlage so viel vom radioaktiven Niederschlag in Russland nicht an. Während es Mitteleuropa deutlich zeigt, wer am längeren Hebel sitzt.

Europa muss jeden Krieg mit Russland verlieren,
weil es derzeit gar keine Luftabwehr (gegen Hyperschallraketen) hat und auch in den nächsten fünfzehn Jahren eine quantitativ ausreichende Luftabwehr wird haben können, um die gesamte kritische Infrastruktur halbwegs zuverlässig zu schützen. Genau umgekehrt wie die Lage derzeit in Russland aussieht.

Die momentan gehandelten Thesen, hier wären auf US-Seite kleinkarierte Krämerseelen in Sachen Frackinggasvertrieb am Werke, oder man wolle ein Ausscheren Deutschlands verhindern, verblassen angesichts der Konsequenzen, die o.a. Szenario hätte. Damit bliebe Putin seiner Strategie der Abschreckung durch Eskalation treu.

Klare Aussagen eines VS-Trolls.
Genau wie in der Bildzeitung. Man muss es versuchen.

Grüße
Morpheus

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Wir - für die unbeschränkbare Freiheit.


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