Liest sich für mich wie AfD-Werbung / Hayek / Konzernbesteuerung

Lechbrucknersepp, Donnerstag, 21.09.2017, 10:40 (vor 2348 Tagen) @ Naclador5217 Views
bearbeitet von Lechbrucknersepp, Donnerstag, 21.09.2017, 10:45

Allerdings lese ich den Beitrag durch eine Brille, die die Intention des Autors mitberücksichtigt.
Hier wird beispielsweise Friedrich August von Hayek in AfD-Nähe gerückt und insinuiert, als wäre das die Denkschule des Teufels. Hayek-kritisch war ich auch mal, bis ich begriffen habe, dass die radikalen Libertären aus ihm dasselbe gemacht haben, wie die Kommunisten aus Marx: nämlich Murks.

Von Hayek positionierte sich, was die Aufgaben des Staates angeht, beispielsweise ziemlich klar:

[[top]] Die Schaffung einer Rechtsordnung, die Vertragsfreiheit, Eigentum und Haftung beinhaltet
[[top]] Die Bereitstellung öffentlicher Güter
[[top]] Zertifizierungen und Informationen, die der Sicherheit und Gesundheit dienen
[[top]] Die Erhebung von Steuern
[[top]] Die Sicherung eines Mindesteinkommens
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Hayek

Die (?AfD-nahe?) Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft e.V. hält die Freiheitsfahne für Indiviiduen hoch. Ich empfehle den Youtube-Kanal der Gesellschaft mit vielen Vorträgen von Denkern mit diesem Lebensgefühl:
https://www.youtube.com/channel/UCfJVW7X20Mf8XvhSlbNyayQ

Wahr ist aber auch, dass die Konzerne viel zu sehr gepusht wurden und ihnen in Europa kaum Steuern abverlangt werden.
Hier sind übrigens auch linke Kreise schuld, die entsprechende gewerkschaftliche Interessen vertreten (Gewerkschaftsmitglieder sind eher bei Konzernen als KMUs abgesiedelt).
In der Praxis stellt sich die Frage, wie einerseits ein investitionsfreundliches Klima für den Mittelstand beibehalten werden kann und andererseits die Konzernwirtschaft, allen voran bspw. US-Internetkonzerne, Kettenbetriebe oder Apple endlich versteuert werden.

Die AfD hat im Wahlprogramm stehen:

"Gewinne sind dort zu versteuern, wo sie erwirtschaftet werden."
Seite 51: https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2017/06/2017-06-01_AfD-Bundestagswahlpr...

Damit positioniert sich die Partei gegen die Gewinnverschieberitis der Konzerne. Die FDP und andere Nicht-Linksgrünversiffte Parteien haben sich ähnlich positioniert.

Aber Du hast recht: Wenn man ein richtiger Linker ist, der vom roten Stern träumt, auf dem der Staat eine Gesellschaft und Wirtschaft durchorganisieren sollte, der braucht AfD nicht zu wählen.

Aber ich habe das Gefühl, dass der linksgrünversiffte Zug abgefahren ist, nach "Wertvoller als Gold" und "Refugees welcome" und anderem Krebs.

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