Die Deutschen sind unsicher ...

Hannes, Mittwoch, 20.09.2017, 00:44 (vor 2399 Tagen) @ Zürichsee1355 Views

... und das kommt von abtrainiertem Selbstbewusstsein. Die völlige Entwurzelung ist das Ziel.

Ich wundere mich oft sehr, dass scheinbar nur ich "Kleinigkeiten" ärgerlich finde beim täglichen Sprachgebrauch.

Aus dem Stand Beispiele:

Früher war "Harsch" für mich ein schlecht mit dem Ski zu befahrendes Material, heute gibts massenhaft den deutschen Politiker, der "harsh" reagierte.

Oder der Bengel, der mich letztens rügte, weil das Pferd "trinkt", nur Menschen würden "saufen". Ein ganz böses Wort wäre das. Und klar, das Pferd esse Heu ... "fressen" ginge gar nicht ...

Und wann kommt der "Menschen-Esser" in den Duden? Der Unterschied (man eater) Mensch/Tier wird ja wohl nur in der deutschen Sprache gemacht? Muss weg?

Der Bindestrich scheint auch "peinlich deutsch" zu sein und wird fine english weggelassen. Ich finde das schlecht, die massenhaft dokumentierten Resultate sehr peinlich.

Unser Kernproblem als Deutsche heute ist unser Individualismus und dass uns "das Deutsche" schnurzpiepegal ist. Deshalb will auch keiner mehr etwas verteidigen. Sondern nach Neuseeland abhauen, oder so. Die Ossis haben in den DDR-Schulen noch einen Nachhall von Kaiserreich/Nazi-"Einigkeit macht stark"-Ideologie eingetrichtert bekommen ("Kollektivismus"), das wirkt nach, deshalb Pegida. Im Westen ist Männlein und Weiblein die "Selbstverwirklichung" gelehrt worden. Gehört alles zum GROSZEN PLAN.

Meint spontan

H.

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Die Sprache lebt.

LG Zürichsee


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