Deine Frage zur Ausübungswahrscheinlichkeit am Tageshoch und -tief

paranoia, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Donnerstag, 24.08.2017, 16:44 (vor 2426 Tagen) @ DarkStar2379 Views

Nachtrag:
Während ich im grossen s+p Future eigenartigerweise trotz
zwischengeschaltetem
Telefonbroker ueber die Jahre zu gefuehlt 70% ausgefuehrt wurde, ist

die

Erfahrung die,dass man im kleinen, elektronisch gehandelten Mini s+p

Future

nur zu 20% ausgefuehrt wird, obwohl in beiden Fällen 50% logisch

wäre.

Aber die Frage verstehen eben nur Trader, da bin ich hier wohl falsch.

Hoi Rattrap, du bist hier schon ganz richtig. DGF hilft eben in 99.8% der
Fälle. Nur deine Annahme mit 50% kann ich nicht nachvollziehen und deinen
IB-Account hättest du deswegen wohl auch nicht kündigen müssen.

Denn: Das was du beobachtet hast, stimmt und hat zwei Ursachen. Der grosse
S&P-Futures (CME-Symbol: SP) hat 1.) eine TickSize von 0.10 und 2.) eine
durchschnittliche Liquidität von aktuell 4 Kontrakten je Preislevel. Im
Vergleich dazu der sog. S&P-Mini-Futures (CME-Symbol: ES): 1.) TickSize
0.25 und 2.) durchschnittliche Liquidität von 600 Kontrakten je
Preislevel.

Das lässt sich übersetzen in: zu 1.) deine Order liegt mit 2.5 mal
höherer Wahrscheinlichkeit am (Tages-) Extremkurs, wenn du sie im ES
einstellst --- und an diesem Extremum wird sie eben idR. NICHT
ausgeführt.

Das ist ein Fehlschluss, denn bei Tageshoch und -tief gibt es ja gerade keine durchschnittliche Orderlage.
Am Tageshoch hast Du eine dünne Geldseite und am Tagestief eine dünne Briefseite - deswegen wurden diese Kurse ja zu Tageshoch, bzw. -tief![[lach]]


Es sei denn: Zu 2.) sie steht / wartet dort schon eine ganze Weile
(Preis-Zeit-Prio für Orders). Dann bist du uU. der erste dieser 600
Kontrakte und dann handelst DU den Extremkurs. Das wird wohl aber mit
deinem IB-Account tendenziell nicht der Fall sein, weshalb du eben KEINE
Ausführung bekommst.

Du kannst die Ausführungen ja grob kontrollieren, indem Du die Anzahl Kontrakte auf Deinem Preis zählst und dann Deine Order abschießt.
Dann sollte sich die Anzahl Kontrakte um Deine Stückzahl erhöht haben - wenn nicht jemand schnelleres dazwischen kam, deswegen solltest Du auch die Kontraktzahl nach Orderaufgabe notieren.
Im nächsten Schritt kontrollierst Du die gehandelten Volumina am Extremkurs.
Die beiden obigen Zahlen sagen Dir dann, ob Du dabei sein musst, oder nur dabei sein kannst.


Jedenfalls: Die Zeiten haben sich geändert und die meisten Märkte sind
seeehr (hyper-)liquide.

Ist das Ironie? Ich behaupte das Gegenteil. Liquidität definiert sich nicht (allein) über enge Geld/Brief-Spreads...

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.


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