Das ist kein Argument...

Andudu, Donnerstag, 24.08.2017, 00:26 (vor 2427 Tagen) @ Falkenauge1610 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.08.2017, 01:03

Was für eine Logik.
1. ist das staatliche Krankenversicherungssystem nicht durch
Mehrheitsbeschluss eingeführt worden, sondern historisch übernommen;

Das bedeutet, dass es nicht demokratisch zu Stande kam (wie auch? wir haben gar keine Demokratie), es bedeutet nicht, dass es systemisch irgendwie "undemokratisch" sei, genau das wollte Fassadenkratzer aber m.E. ausdrücken.

2. kann natürlich durch Mehrheitsbeschluss Freiheit und Selbstbestimmung
"demokratisch" abgeschafft werden. Nur hat das Ergebnis dann mit Demokratie
nichts mehr zu tun.

Diese Demokratie-Verschwurbelung geht mir gewaltig auf den Sa*k!

Demokratie ist ein System, in dem die Mehrheit der Bürger Beschlüsse für das gemeinsame Zusammenleben fasst, nicht mehr, aber auch nicht weniger! Solange das Prinzip der gemeinsamen Mehrheitsbeschlüsse nicht abgeschafft ist, gibt es die Demokratie (ganz egal was sie sonst noch beschließt). Demokratie gestaltet in erster Linie die nationale Rahmengesetzgebung.

Demokratie ist NICHT Individualismus. Demokratie ist NICHT Kapitalismus. Demokratie ist NICHT "repräsentative" Parteiendemokratur. Demokratie bedeutet NICHT, dass man jeden popeligen Kleindreck per Mehrheitsbeschluss entscheiden muss. Demokratie muss noch nichtmal unbedingt Rechtsstaat sein oder auch nur die Menschenrechte achten. All das sind "nur" Eigenschaften die sie begünstigen oder die als Folge auftreten können.

Trennt doch mal die Begriffe sauber! Wie soll man denn so über irgendwas diskutieren? Und Demokratie ist, als "Volksherrschaft", doch wunderbar über den Begriff festgelegt, oder nicht?

Das ist die Sprache der Autokraten. Das Volk ist noch nicht urteilsfähig.
Ihm muss gesagt werden, was das Beste für es ist.

Ja, meine Fre**e! Wie oft ich diese Diskussion schon geführt habe! Wenn dein Automechaniker kommt und dir sagt: "die Zylinderkopfdichtung gehört dringend erneuert", dann kannst du das beurteilen? NEIN, KANNST DU NICHT! Weil du kein Fachmann bist, sonst wärest du nicht in der Werkstatt! Wenn dein Arzt sagt: "sie haben Karzinom xy und folgende Behandlung schlägt da am besten an", dann sagst du wohl "nein, ich habe im Internet gelesen, dass ganz viel grüner Tee und gut Zureden die selben Ergebnisse bringt"?

DANN MACH DAS RUHIG! Aber lass um Himmels willen die 99% der Leute raus, die sich sowas vernünftigerweise nicht zutrauen!

Mit Autokratie hat das nichts zu tun, ein Volk kann auch für sich entscheiden, dass es eine Aufgabe lieber den Experten überlässt. DAS IST AUCH VERNÜNFTIG UND LEBENSNAH, zumal man eine Arztentscheidung auch heute nicht akzeptieren muss und sich Zusatzversicherungen ohne Ende holen kann, solange man selbst dafür bezahlt. Ganz ehrlich?: ich habe auch keine Lust, für teure Hokuspokusbehandlungen mit zu bezahlen, deren Wirksamkeit sich nicht nachweisen lässt oder deren Kosten in keinem guten Verhältnis zum Erfolg stehen...

Wer Heilverfahren nicht beurteilen kann, sollte nicht von sich auf andere
schließen.

Du bist so klug, so wie alle heutzutage. Medizinstudium und praktische Erfahrung werden sowieso total überschätzt.

Auf den Rest einzugehen, lohnt sich nicht.
Die Einsichtsfähigkeiten sind sehr unterschiedlich, vor allem, wenn
Artikel nicht genau gelesen werden.

Ja, bestimmt. Vor allem weil du für den albernen Rest keine Argumente hast.

Wer, wie Fassadenkratzer, auf die allgemeine Moral abhebt, der sagt doch eigentlich nur: "so hätte ich es gern, aber so wird es nie werden, weil die Menschen schlicht nicht dazu passen".

Einen Systemwechsel baut man nicht von einem herbeifantasierten Ideal aus auf, sondern ausgehend von den vorgefundenen Realitäten! Alles andere ist gleichzusetzen mit kommunistischer Spinnerei und wird genauso krachend scheitern.

Das war ein Griff ins Klo für Fassadenkratzer! Sei ihm verziehen, er schreibt auch viel Gutes.

Entschuldige den Ton, aber sowas macht mich wütend und ich bin eh schlecht drauf.

Der ganze Müll ist sooo alt, das wurde während Gerhard Schröders "Agenda 2010" schon alles bis zum Ende durchpropagiert, von den Lügnern und Lobbyisten der Versicherungsbranche, die ich für mindestens so schlimm halte, wie die Bankenbranche. Schmarotzer am Volk. Zum Glück setzten sie sich in dem Bereich kaum durch. Die fundamentalen Verbesserungen die durch Rürupp- und Riesterrente entstanden sind, kennen wir ja alle, da haben sich die Betrüger durchgesetzt... natürlich ohne dass Volk dazu zu befragen, denn das hätte sich auf den Schwachsinn nie eingelassen.

Wie es im Gesundheitsbereich enden würde, kann man bei Sicko anschauen, ein durch- und durch pervers-unmoralisches, nicht besonders leistungsfähiges, dafür aber extrem teures Gesundheitssystem, in dem Krebspatienten zuweilen auch um finanzielle Unterstützung betteln oder chronisch Kranke plötzlich ohne Versicherung dastehen. Lass stecken. Die Richtung ist komplett falsch. Mag sein, dass wir Probleme haben, aber das ist definitiv nicht die Lösung.


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