Wer ist das Volk und wieviele?

Otto Lidenbrock, Nordseeküste, Samstag, 19.08.2017, 10:16 (vor 2433 Tagen) @ helmut-15431 Views

Wenn ich mir nun vergegenwärtige, dass die Pfarrerstochter mit
Begeisterung wieder gewählt werden wird, weil ihr Herausforderer noch
bescheuerter ist, dann muss ich sarkastisch feststellen: O.k., wenn das
Volk das so will, dann nehmt auch die Terroraktionen in Kauf. Anscheinend
ist das alles gut so. Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweden,
Spanien, usw.

Das Schlimme daran ist, dass es "das Volk" gar nicht will, sondern nur eine Minderheit des Volkes. Alle anderen wollen entweder etwas anderes oder es ist ihnen völlig egal.

Wenn man sich ausrechnet, welcher Anteil der Wahlberechtigten Macron oder in wenigen Wochen Merkel gewählt haben, kommt man auf ein Viertel oder sogar deutlich weniger. Ein Drittel, bei manchen Abstimmungen bis über die Hälfte der Wahlberechtigten geht in Europa gar nicht mehr wählen. Denen ist der Wahlausgang entweder völlig egal, oder sie haben bereits jedwede Hoffnung auf Besserung aufgegeben, was man ihnen nicht verdenken kann. Diese Partei ist bei jeder Wahl mit Abstand die Größte.

Die restlichen Wähler zersplittern sich in verschiedene Gruppierungen, die mal mehr und mal weniger Anteile am Stimmergebnis haben. Nur repräsentieren sie als einige, geschlossene Gruppe eben nur einen kleineren Teil des Volkes. Man kann also nicht sagen, dass es eine Mehrheit des Volkes so will. Eine wirkliche Mehrheit sähe anders aus.

--
"Eine Gesellschaft befindet sich im vorübergehenden oder finalen Verfall, wenn der gewöhnliche, gesunde Menschenverstand ungewöhnlich wird."

William Keith Chesterton


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung