Der Beitrag ist nicht nur dürftig, sondern auch falsch

Vatapitta, Sonntag, 06.08.2017, 11:34 (vor 2539 Tagen) @ Balu2709 Views

Diese Aussage geht zurück auf die Zeit um 1914 zu Beginn von WK1.
In den nachfolgenden Jahrzehnten gelang es der SPD immer wieder ihre
Klientel und deren Interessen zu sabotieren und zu verraten.

Die SPD ist nicht nur flüssig, sie ist überflüssig und mit ihr die
Institutionen, die ihr entsprangen, denn die waren und sind die
Erfüllungsgehilfen des fortdauernden Verrats.

Gruß
Balu


Moin moin Balu!

Wenn Du diesen Spruch zitierst, dann gehört auch der historische Kontext dazu.

Bei Wikipedia finden sich die politischen Zusammenhänge. Die Entstehung des Spruchs: "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" findet sich am Ende des Artikels.

Zitat: "Schon Ende 1918 scheiterte die Koalition zwischen MSPD und USPD am Streit um den Einsatz von Militär gegen revoltierende Matrosen. Die nun allein die Regierung stellende MSPD empfand das eigenmächtige Vorgehen einzelner Räte als Verrat an den demokratischen Prinzipien der Arbeiterbewegung. Versuche, eine demokratische Volkswehr aufzubauen oder mehrheitssozialdemokratischen Freiwilligenverbänden eine Chance zu geben, scheiterten. Als während des Spartakusaufstandes im Januar 1919 die Volksbeauftragtenregierung angegriffen wurde, fiel die Entscheidung, dem Militär der alten Offiziere und den neuen Freikorpsführern zu vertrauen.

Mit der blutigen Niederschlagung des Spartakusaufstandes und der Münchner Räterepublik durch von Gustav Noske um den Jahreswechsel 1918/19 rekrutierte rechtsnationalistische Freikorps bis Mitte 1919 setzten sich die Mehrheitssozialdemokraten durch. Dabei erhielt der spätere erste Reichswehrminister der Weimarer Republik Gustav Noske den Beinamen „Bluthund“, den er sich im Grunde selber gab, als er bei der Anforderung, die Revolution niederzuschlagen, sagte: „Einer muss den Bluthund abgeben“. Unter seiner politischen Verantwortung standen zahlreiche Morde, die von den Freikorps an vielen bekannten und unbekannten auch vermeintlichen Revolutionären begangen wurden, darunter der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht am 15. Januar 1919, ausgeführt von Freikorpssoldaten unter Führung von Waldemar Pabst.[2]

Die Rolle Eberts, Noskes und Scheidemanns während der Monate der Novemberrevolution und ihrer Niederschlagung führte zum Vorwurf verschiedener parlamentarisch und vor allem außerparlamentarisch aktiver linker Gruppen und Parteien an die SPD, die Revolution und damit zu einem großen Teil gerade ihre eigenen Anhänger verraten zu haben ("Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!"). Aus dem Spartakusbund und weiteren linksrevolutionären Gruppierungen wurde bis zum 1. Januar 1919 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gegründet. Damit war es zur endgültigen Trennung zwischen dem revolutionären und reformistischen Flügel der Sozialdemokratie gekommen."


Die Mächtigen (egal unter welchem politischen Namen) haben fast immer die Machtlosen "verraten", um ihre Interessen durchzusetzen. Das Bejammern dieses Zustandes zeigt immerhin das Erkennen der Realität, ändert aber nichts daran.

[image]

Wilhelm Reich beschrieb in seiner "Rede an den kleinen Mann" die Muster (Angst), die eine Befreiung aus der "selbst gewählten" Gefangenschaft verhindern. Wie soll jemand, der seine innere Freiheit nicht erlangt, seine äußere erreichen.


Das "fast immer" im obigen Satz ist Menschen wie Ghandi oder Mandela geschuldet.

Einige bewegende Zitate von Nelson Mandela:

Nicht die Gewehrkugeln und Generäle machen Geschichte, sondern die Massen.

Niemand wird geboren, um einen anderen Menschen zu hassen. Menschen müssen zu hassen lernen und wenn sie zu hassen lernen können, dann kann Ihnen auch gelehrt werden zu lieben, denn Liebe empfindet das menschliche Herz viel natürlicher als ihr Gegenteil.

Die Güte des Menschen ist eine Flamme, die zwar versteckt, aber nicht ausgelöscht werden kann.

Einem Menschen seine Menschenrechte verweigern bedeutet, ihn in seiner Menschlichkeit zu missachten.

Auch mit einer Umarmung kann man einen politischen Gegner bewegungsunfähig machen.

Wer feststellen will, ob er sich verändert hat, der sollte zu einem Ort zurückkehren, der unverändert geblieben ist.

Wenn man einen hohen Berg bestiegen hat, stellt man fest, dass es noch viele andere Berge zu besteigen gibt.

Die Fähigkeit zum Kampf wird im Kampf gewonnen.

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefste Angst ist, über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.

Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen? Du bist ein Kind Gottes.

Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.

Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich so klein zu machen, dass andere um Dich herum sich nicht sicher fühlen.

Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren.

Und wenn wir unser eigenes Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Alles Gute
Vatapitta

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/


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