Deja vu! (mT)

DT, Montag, 31.07.2017, 23:45 (vor 2513 Tagen) @ paranoia3398 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 01.08.2017, 00:10

Ich hab Rekursion in der 10. Klasse in Informatik gehabt und war beeindruckt, daß man den Turm von Hanoi rekursiv in 3 Zeilen hinschreiben kann. Umso froher war man, von Basic auf Pascal umsteigen zu können.

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCrme_von_Hanoi

Turingmaschinen (i.e., Lambda-Kalkül) haben wir dann schon in der 11. Klasse gemacht.

In meinem Datenstrukturen-Kurs an der Uni war ich vom Hash-Algorithmus beeindruckt und hatte mir schon ausgerechnet, wieviele Datenbank-Einträge man mit nur wenigen Knoten Tiefe durchsuchen könnte, lange lange bevor es Google gab! Ich dachte an die Suche einer Person unter den damals ca 5 Mrd Erdenbürgern, und das erforderte nur ganz wenig Tiefe des Baums.

Als mir Pascal und C nicht mehr ausgereicht haben, weil man keine ganzen Funktionen übergeben konnte, und als LabView nicht in der Lage war, verschiedene Meßgeräte als Parameter zu übergeben, war ich froh, daß objektorientiere Programmiersprachen kamen.

Obwohl ich in Basic und Assembler (davor noch mit TI und HP Programmables wie dem TI 59 und HP 41 C begonnen hatte, zT in RPN, auch noch Cobol gelernt an der VHS, ist aus mir noch ein guter Programmierer geworden.

Ich würde sagen, daß es für die typischen Industrie 4.0 Anwender ausreicht, wenn sie einen Hacker mit 7. Klasse Coding-Kenntnisse auf Arduino- oder Raspi-Level haben, der weiß, wie man einen Schrittmotor ansteuert oder einen Sensor ausliest. Ich habe Schulkinder aus der 4. Klasse erlebt, die das alles virtuos mit einem Lego Mindstorm Roboter gemacht haben. Von Scratch nach Python ist es auch nicht weit.

Für die Industrie 4.0 ist es wichtig, Massen von Python und Arduino-Coder zu haben, das reicht aus, genau wie früher die guten Dreher und Fräser CNC Code können mußten. Oder die guten Elektriker eben die Siemens SPS programmieren konnten.

Mit einer Einwanderung von 10000 Chinesen, Thais oder Indern könnte das Problem gelöst werden. Und was holt uns die Drecksxxxxx? Facharbeiter und Kulturbereicherer, die hauptsächlich das Smartphone am Bahnhof wischen können, anstatt mit einem Lappen den Bahnhofsboden und die Treppe, was echt viel nötiger wäre.

DT

PS: Ich hatte damals bei Origin den Fehler bei der Normierung der erf(x) gefunden, so daß sie anständig auf 1 normiert war, und an die gemeldet. Seitdem ist das korrigiert. (2/sqrt(pi), nicht 1/sqrt(2 pi)).

PPS: In Deutschland sind beim Informatikstudium nicht die Pointer oder Rekursion das Hauptproblem. Dadrüber lachen deutsche Informatikstudenten (jedenfalls zu meiner Zeit). Lisp, Scheme, Oberon, Modula etc. waren beliebte Start-Programmiersprachen im ersten Semester. Gesiebt wurde bei der theoretischen Informatik, bei np-vollständigen Problemen und bei der Beweisbarkeit der Endlichkeit von Algorithmen, bei formalen Sprachen, der Automatentheorie, und bei der Herleitung von n log n Schritten für den Aufwand, ein Problem zu lösen, etc.

Was aber SAP in den 90er gebraucht hatte, waren einfach Hacker, die ABAP gelernt haben und dann die Reiseabrechnungen für Firmen aus Holland in die entsprechenden Module implementiert haben, damit wurde das Geld verdient, nicht mit Berechenbarkeit etc. Und diese Hacker hat man zu Tausenden gebraucht. Wer damals BASIC konnte und rechtzeitig bei SAP eingestiegen ist und die Aktien früh genug gekauft hatte und sich als Teil des Gehalts hat auszahlen lassen, hat heute seine Yacht am Mittelmeer.

Was haben die Besatzer und ihre Trojaner, die Grünen und Bildungsminister wie Edelgard Bulmahn im Auftrag von Bertelsmann aus Deutschland und seiner Bildung gemacht...


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