Zitate von Georg Büchner

Monterone, Mittwoch, 19.07.2017, 23:45 (vor 2415 Tagen) @ Oblomow3578 Views

Bei Georg Büchner lernt man mehr über das Volk und die Herren als in
allen soziologischen Faselhansscharteken zusammen. Besonders Dantons Tod
zeigt, was Revolutionäre sind: Affentheaterluschen. Aber auch das Volk
kommt nicht juut weg. Immer noch besser als diese Schwadroneure. Naja, bald
war ja auch der Kopp von denen allen ab.

"Der Hass ist so gut erlaubt als die Liebe, und ich hege ihm im vollsten Maße gegen die, welche verachten." - Brief an die Familie. Gießen, im Februar 1834.

"Gott mag den allerdurchlauchigsten und gesalbten Schafsköpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden." - Brief an die Familie. Straßburg, im Dezember 1831.

"Ich komme vom Christkindelsmarkt, überall Haufen zerlumpter, frierender Kinder, die mit aufgerissenen Augen und traurigen Gesichtern vor den Herrlichkeiten aus Wasser und Mehl, Dreck und Goldpapier standen. Der Gedanke, daß für die meisten Menschen auch die armseligsten Genüsse und Freuden unerreichbare Kostbarkeiten sind, macht mich sehr bitter." - Brief an die Familie. Straßburg, 1. Januar 1836.

"Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. Wir wissen, was wir von unseren Fürsten zu erwarten haben." - Brief an die Familie. Straßburg, 5. April 1833

"Das Verbrechen hat kein Asyl, nur gekrönte Verbrecher finden eins auf dem Thron." - Dantons Tod, 2. Akt, 7. Szene / Ein Deputierter.

"Der Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt Einem, wenn man hinunterschaut [...]" - Wozzeck / Wozzeck, S. 184.

=> "Die Demokratie ist ein Abgrund, es schwindelt Einem, wenn man hinunterschaut."

Monterone


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