Bildschirme jeglicher Art sind die Krankheit

Dieter, Freitag, 14.07.2017, 19:26 (vor 2413 Tagen) @ Herb3413 Views

Kurz zusammengefasst: durch unsere Art zu leben, dem Kapitalismus, der den
Egoismus fördert, zerbrechen die Familien/Klanstrukturen.

Kapitalismus ist eine Erscheinungsform des Materialismus, genauso wie der Sozialismus oder auch Marxismus.
Darin sehe ich aber nicht das Hauptproblem.


Die Eltern sind ständig außer Haus, auf der Jagd nach dem dringend
benötigten Geld.
Auch wenn der Vater zuhause lebt, haben die Eltern immer weniger Zeit für
ihre Kinder, die fühlen sich dadurch alleine. Alleine und verlassen,
Geschwister fehlen meist, gute Freunde auch.

Wie das einzelne Kind damit umgeht, hängt von den Grundveranlagungen des Kindes ab. Die Abwesenheit von Eltern, sofern diese noch in der Lage sind, dem Kind Werte, Orientierung und Fürsorge bemerkbar zu machen, halte ich für unbedenklich. Nicht nur das. Zu viel Präsenz bzw. Obhut der Eltern schadet auch der Entwicklung zum eigenständigem selbst verantwortungsvollem Leben.

Kinder/Jugendliche müssen sich ausprobieren können, auch auf die Gefahr des körperlichen Schadens. Geist und Seele können reifen, bei zu viel Obhut eher nicht.

Die Onlinewelt ist ein einfacher Ausweg aus ihrer Situation, sie ziehen
sich daher so viel es geht in diese Parallelwelten zurück.
Dort sind sie kein ohnmächtiges Kind/Teenager, sondern große Zauberer,
Krieger, Helden etc.

Die Online-Welt ist der große Verführer, der Kinder/Jugendliche in Scheinwelten führt mit der Folge, daß sie sich nicht ausprobieren können und später an der Realität mit seinen Konsequenzen versagen.

Nicht Kapitalismus ist das Problem, sondern zu wenig Erfordernisse im realen Leben, zu viel Fernsehen, Smartphone und Internet sowie Bildschirm allgemein

Gruß Dieter


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