Einen Schwarm zum Schwarm zu erklären ist leicht...

Silke, Donnerstag, 25.05.2017, 16:34 (vor 2558 Tagen) @ siggi4982 Views
bearbeitet von Silke, Donnerstag, 25.05.2017, 17:32

Lieber siggi,

...die Herausforderung vor der unser lieber Zara steht ist aber:

eine Masse zum Schwarm zu erklären, dass es auch überzeugt...
…und da muss nachgeliefert werden, wie gebeten - wenn es denn geht.

Couzin ist ja nun kein Unbekannter und wer Videos über Schwärmereien mag ist hier sogar noch besser bedient.
Problematisch wird es aber mit dem Gleichsetzen von Schwarm und Masse und Neologismen wie "Schwarmintelligenz der Masse".

Anankastische Stalker allerdings werden sich von derlei Betrachtungen in
ihrem Provokationswahn auch weiterhin nicht stören lassen ... [[top]]

Das ist eine unnötige Beleidigung, die keinen Konsens schafft, ein Palaver verunmöglicht, destruktiv das Forum stört.

Ich würde es eher begrüßen, wenn die beiden Urgesteine @Zara und @Maus mit all ihren Stärken und Schwächen mal lieber eine Friedenpfeife rauchen und ihre Ressourcen zusammentun, anstatt sich zu bekriegen - der eingeführte Herdenbegriff ist so schlecht nämlich auch wieder nicht mit seiner Nähe zur Horde - leider aber zu dicht am unpassenden Schwarmbegriff, insbesondere im Hinblick auf das "Schwarm"verhalten in der Herde (hier auch Herdentrieb genannt) mit Kohäsion, Separation und Alignment. Unglücklicherweise wird ja auch bei uns zivilisierten Menschen von einem Herdentrieb gesprochen, was die Verwirrung perfekt macht wenn man immer nur auf Aktionen und Akteure starrt, anstatt sich um die Potentiale, die Machtverhältnisse - also die hinter den Aktionen stehenden Verhältnisse zu kümmern.

Verhalten macht noch kein Wesen aus.
Nur weil Menschen seit tausenden Jahren überwiegend Krieg führen sind es keine destruktiv-aggressiven Lebewesen.
Die Entstehung und das Verhalten eines Schwarmes wird durch seine Umgebung bestimmt, egal ob bei Staren, Sardinen oder Heuschrecken. Bienen und Ameisen sind keine Schwärme sondern Staaten, die mit schwarmartigem Verhalten aufwarten können, wenn die äußeren Umstände es erfordern.

In Menschenmassen kann man um so mehr schwarmartiges Verhalten beobachten je mehr die Individuen atomisiert, konzentriert und gleichzeitig geklammert, je mehr die ursprünglich segmentären Strukturen (territorial, lineag oder z.B. altersgeschichtet) des Sozialgefüges dank des Wirkens der entpersonalisierten ZI im alles durchdringenden ZMS zerstört sind, Anonymität herrscht und Solidarität (als Selbstverständnis menschlicher Beziehungen)schwindet - Aus Gemeinschaft wird eine Simulation von Gemeinschaft.
Dieses Verhalten hat keinen formenden Einfluss auf die bestehenden Machtstrukturen sondern ist Folge der formenden Potentiale derselben.

[[freude]]

Wieso Freude...?
Die beiden haben sich früher gelobt.

Liebe Grüße
Silke


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